Erstaunlich, dass der AMC-Twin (an den Pleuellagern sowie in der Kurbelwellenmitte immerhin dreifach gleitgelagert) sage und schreibe 15 Kilometer durchgehalten hat, bis er leise zu klickern anfing und nicht mehr über 50 mph ging.
Ich hatte dann die Wahl, dem Twin und mir direkt am Straßenrand den Gnadenschuss zu geben - oder weiterzufahren. Na ja, wir sind dann weitergefahren (mit geöffnetem Ölhahn), und die 70 Kilometer bis zum Kornsand und zurück in die Werkstatt hat die Matchy zwar mit leichten Nebengeräuschen, aber mit Anstand (und immer noch bis zu 70 mph) durchgehalten.
Die Fachkräfte am Kornsand, u.a. Peter Weigelt, Velocette-Ludwig, AJS-Hansi und Ariel-Markus, haben mir dann aber doch nahegelegt, den Motor mal einer näheren Inaugenscheinnahme zu unterziehen.
Zwischenstand: Die Köpfe haben nichts abbekommen, obwohl die Kipphebelwellen normalerweise empfindlich auf Ölmangel reagieren. Kolben und Zylindern sieht man gar nichts an. Das linke Pleuel lässt sich allerdings kaum noch auf dem Hubzapfen hin- und herschwenken. Weiter habe ich den Motor noch nicht auseinandergenommen, den Rest hebe ich mir für kommendes Wochenende auf.
Okay, also einmal alles komplett revidieren. Ihr dürft mich jetzt gerne mit kübelweise Häme und Schadenfreude überschütten, von wegen "Selbst dran schuld, wenn man einen Absperrhahn ohne Zündunterbrechung einbaut".
Ich nutze zwichenzeitlich die Chance, alle Macken zu beheben, die mir an dem Motor eh´ schon immer gestunken haben. Z.B. die eingelaufenen, klickernden Kipphebelwellen.
Wie sagt der Stoiker? "Alles wird gut."