Papierdichtung oder Dichtmasse

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hasard
Manxman
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Papierdichtung oder Dichtmasse

Beitrag von hasard »

Hallo Zusammen,

das ewige Thema mit vielen Standpunkten.
wo verwendet ihr eigentlich am Motor die Originalen Papierdichtungen und wo werden die immer besseren Dichtmassen eingesetzt.
Ich weiß das ist eine Glaubensfrage aber ich habe den Konkreten Fall
das ich mein Getriebe zerlegen will, und wissen muss ob ich mir wieder Dichtungen kaufen muss.

Es geht mir besonders um die Frage: Primarkettendeckel; Innerer und äußerer Getriebedeckel.
Bei mir ist bisher alles dicht....
Am Primärkasten ist eine Papierdichtung und Dirko Ht verbaut(sieht nicht sehr schön aus)
Innerer Getriebedeckel keine Ahnung äußerer Deckel mit Papierdichtung.

Wer kann mir hier aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz helfen?

Gruß

Norbert


PS: Hab schon das forum durchsucht, es wurden aber bisher immer ander Motorteile behandelt.
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Phil
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Beitrag von Phil »

Hallo Norbert,

ich nehme an den Stellen, wo werksseitig Papierdichtungen verbaut waren, immer selbige und schmiere sie mit Fett ein, vorausgesetzt die Dichtflächen sind in Ordnung. Das Fett macht die Dichtung geschmeidig und weich und teilweise auch wiederverwendbar.
Für Primärtrieb-, Getriebe- oder Ventildeckel funzt das prima.
Die Silikonschmiererei liegt mir nicht so., sieht auch Scheiße aus.... :D
FWIW...
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Martin
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Beitrag von Martin »

An meinem Fünfgang Getriebe Trident ist alles Papierdichtung.
An der 500er ist der äußere mit Papierdichtung und der innere mit Dichtmasse eingesetzt.

Primärdeckel bei der Trident mit Papierdichtung.

Bei der 500er mit Dichtmasse

Wenn Du Papierdichtungen kaufst, ausschließlich den Dichtsatz von Hyde nehmen. Billich tropft zweimal (einmal während des Betriebs und das zweite Mal bei Demontage und Neuabdichtung ;-))
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Craig Vetter
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Mateo
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Beitrag von Mateo »

Ich nehme die Papierdichtung und bestreiche sie leicht mit Loctite Ultra Black Silicon Dichtmasse, das funktioniert bis dato besser als alles andere, und man kann die Dichtung tatsächlich immer sehr schön wieder verwenden.
Bei meinen Ventildeckel-Dichtungen bestimmt schon 5 o. 6 mal, immer noch dicht.

Gut bastel,

Mateo
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Psycho-Ed
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Beitrag von Psycho-Ed »

Jo. In diesem speziellen Falle würde ich aber nicht gleich einen ganzen Dichtungssatz kaufen. 75% der Dichtungen hat man dann nämlich irgendwann doppelt und dreifach.......macht keinen Sinn.
Für Dichtungen, die man im Zuge von Wartungsarbeiten "öfters ma" demontirrt (die modernen Ventüldeggel mit vier resp. sechs screws /jajaja...Trident "5" ) eignet sich die von Phil bereits erwähnte "Einfettmethode" recht gut. Die "Eulenaugen"-Deggel fahre ich mit den "dünnen/weissen" p-rod-cover-tube-o-rings. DICHT.
Primärdeggel- und Getriebedichtungen (vo.und hi. Deggel) setzte ich mit HAUCHDÜNN aufgetragenem Silikon ein. Normalerweise muss man da ja auch nur alle Jubeljahre "ran".......vorausgesetzt man baut die Kickerfedern mit richtiger Vorspannung ein.........und die Kupplung ist nicht 10.000.000 Kilometer alt UND richtig eingestellt :wink: :wink: :wink:
Und wenn .........vorsichtig zu Werke gehen......dann kann man die Dichtungen auch wiederverwenden.

Viel Spass
Ich liege erschossen auf der Strasse nach Tilsit.........
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Volker Koch
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Beitrag von Volker Koch »

Ich hab´nach allen erdenklichen Versuchsreihen, die großteilig sogar erfolgreich waren, alles mit transparentem Sanitär-Silikon bis - glaube es waren - 250° zusammen geklebt und das mache ich heute noch bis auf samtliche Dichtflächen am Kopf ... außer der Ventildeckeldichtungen, für die ich meistens denn doch noch gefettete Papierdichtungen verwandt hab.
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Nörtn ut stall
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Beitrag von Nörtn ut stall »

Primär an meiner Atlas ist mit Dirko Dichtmasse und vorher alles entfetten mit Atzetohn. Hält !
Erfahrung ist die Summe des zerstörten Materials
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hasard
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Beitrag von hasard »

Danke, Danke... aber wie ich befürchtet habe hat da jeder sein
eigenes Spezialrezept.
Ich fasse mal zusammen:
3,5 mal Papierdichtungen mit und ohne Zusatz.
2,5 mal ohne Papier.
(Pseiko verwendet ja beides) :cry:

@Volker: Sanitärsilikon bis 250° C? Wird es auf dem Klo bei dir so heiß :wink: :wink:

Ich werde also Papierdichtungen mit Dichtmasse verwenden
Den inneren Getriebedeckel werde ich ohne Papier abdichten.

Gibt es Norman Hyde Dichtungen auch einzeln? Habe bisher nur komplette Sätze gefunden.

Grüße

Norbert
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Jürgen Hackbarth
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Beitrag von Jürgen Hackbarth »

nach letzter auskunft vom starnberger gibt`s vermutlich bald keine hyde dichtungen mehr. wenn dem so ist muss sowieso jeder seine eigene suppe kochen. diese kpl. sätze f. 26,50€ usw. , die überall so ´rumgeistern........, da ist m.e. tesa krepp wohl die bessere wahl. :wink:
da ich beim aufsetzen des getriebedeckels immer zu blöd bin, mit vorgespannter kickerfeder die dichtung auch noch heil `ran zu pappen, war ich frühzeitig gezwungen, mit chemie zu probieren. das hat nach der weile mein vertrauen in manche produkte wachsen lassen, so dass mittlerweile so einige papierdichtungen an meinen deckeln gar nicht mehr "statt finden" :roll
gruss jürgen
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Psycho-Ed
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Beitrag von Psycho-Ed »

Die von Jürgen erwähnten Dichtungen, die den Anschein machen als wären sie aus einer 40 Jahre alten "Times-Ausgabe" herausgestanzt, gibts seit jeher
von Teddy Wassell, Gaskets Galore und den Brown Jungs von MCA. Die Nordmann Haidt Gasketten sind aufgrund ihrer Steifigkeit einfach super gut zu verbauen. Von der Dichtigkeit sind die "dünnen" Flatterdichtungen aber ebenfalls völlig OK.
Viele viele Jahre gab es für "die NICHT-mainstream" Moppeds ja gar keine Alternativen. Haidt hat ja viele Jahre eh nur für Nortleffsen und Umpf angeboten.
Aber wie schon geschruubth. So oft muss man ja nun auch nicht die Deggel abbauen. :wink: :wink: :wink:
Ich liege erschossen auf der Strasse nach Tilsit.........
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