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Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2022, 11:54
von Chobber
Hallo
Ich habe seit kurzem eine 52er T100. Mit ihr wurde früher Oldtimer-Rennen gefahren und ich möchte Sie wieder auf die Straße bringen. An ihr ist wenig original - aber alles sehr einzigartig. Ich will sie auch möglichst so lassen.
Sie hat z.B. diesen "amerikanischen Rennmagneten" (s.Foto) - aber dadurch leider keine Lichtmaschine. Nur-Batteriebetrieb mit dem Magnetzünder möchte ich dem TÜV nicht "zumuten" ...außerdem würde ich gerne auf 12 Volt umrüsten, damit ich vorne einen kleinen LED-Scheinwerfer (17 Watt) unauffällig hinter dem Startnummernschild platzieren kann.
So nun zu meiner Frage (..die mich natürlich als Triumph-Anfänger entlarvt

): Gib es einen LichtMagnetZünder-12 V-Umbaukit, den ich an Stelle des Magnetzünders montieren kann?
... oder gibt es irgendwie eine andere Möglichkeit?
Besten Dank für eure Unterstützung!
Dirk
Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2022, 13:46
von edwardturner
Chobber hat geschrieben: Gib es einen LichtMagnetZünder-12 V-Umbaukit, den ich an Stelle des Magnetzünders montieren kann?
meines Wissens nach nicht. Bei den pre-unit Triumphen dieser Baujahre sitzt der Magnet hinter dem Zylinder und die Lichtmaschine davor. Kombinierte Einheiten wie bei den Einzylindern gab es für die Nachkriegsmodelle nicht - auch nicht bei den Zweizylindern der anderen britischen Marken. Somit gibt es auch keinen Markt/Hersteller für Umbauten.
Du wirst also auf jeden Fall den Magneten dort lassen müssen wo er ist und die Lima (Lucas E3L heißt die originale) wieder vor dem Zylinder anbringen.
Der Magnet scheint mir ein Hunt (oder Morris?) zu sein den würd ich auf jeden Fall lassen - die sind besser konstruiert als die Lucas-Geräte.
Ist das eine Maschine von Karsten Johne? Wenn ja wird der Dir mit dem straßentauglichen Rückbau sicher helfen.
Viel Erfolg
Eddie
Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2022, 14:24
von bosn
Naja.
Es gibt verschiedene Szenarien.
Es gab "Alternator" und "Dymnamo" Type
Lima entweder auf der KW mit entsprechendem Primädeckel (Alternator) oder eben vor dem Kurbelgehäuse angeflanscht (Dynamo)
An der Stelle wo jetzt der Morris sitzt war mal ein Lucas Magnet.
Es gibt Adapterflansche um eine elekrtronische Zündung zu verbauen und damit auch Regler und Lima
System Verbindungen in modernerer Form aber bestimmtauch "mixed" Lösungen
http://www.boyerbransden.com
https://www.tricor-andy.com/
http://www.old-motorcycle-parts.com/bes ... ntakt.html
Den Morris nehme ich dir gerne ab
Aber den kannst du auch lassen, alles auch eine Geschmacksache und des Aufwandes den man betreiben will
Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2022, 15:25
von Chobber
[/quote] meines Wissens nach nicht. Bei den pre-unit Triumphen dieser Baujahre sitzt der Magnet hinter dem Zylinder und die Lichtmaschine davor….
…
Du wirst also auf jeden Fall den Magneten dort lassen müssen wo er ist und die Lima (Lucas E3L heißt die originale) wieder vor dem Zylinder anbringen.
Ist das eine Maschine von Karsten Johne? Wenn ja wird der Dir mit dem straßentauglichen Rückbau sicher helfen.
Viel Erfolg
Eddie[/quote]
Hallo Eddie
Vielen Dank.
Leider kann ich vor den Zylinder keine Lima bauen, weil sie einen rechten Deckel hat, an dem die Montage nicht möglich ist. Ja die Maschine ist von Karsten und er hat mir schon super geholfen - aber dafür hat er auch keine Lösung. Deshalb hoffe ich auf die „Schwarmintelligenz“ ….
Dirk
Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2022, 16:01
von Wuselwahnwitz
Moin,
Ohne andere Kurbelwelle und Primärkästen hat du dann nur die Chance 1.) IRGENDWIE einen Rotor mit Stator draufzufummel....
Oder 2,) auf den KW-Stummel ein Zahnrad und von da aus per Kette an eine Lima, die dann irgendwo hängt.
ist beides unschön....
Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2022, 16:04
von Goldstar
Dann ist das die ehemalige Rennmaschine von Gerhard Fischer mit der Startnummer 11.
Es kommt halt auch immer darauf an was man damit machen möchte wenn sie wieder auf der Straße läuft.
Für mal gelegentlich ne Runde um den Block drehen, brauchst du keine Lima, da reicht eine Batterie aus.
Kannst es ja so machen wie Andy Feldmann, der hat neien Akkuschrauber geschlachtet um den Akku am Motorrad zu nutzen, den 2 ten Akku als Reserve einfach zum anklippen.
Das wäre in der Tat eine elegante, einfache und billige Art das Moped mit Licht zu versorgen. Es gibt ja keine Vorschrift das man eine Lima haben muss.
Gruß Klaus
Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2022, 16:10
von Goldstar
Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2022, 19:08
von Chobber
Goldstar hat geschrieben:
Es gibt ja keine Vorschrift das man eine Lima haben muss.
Gruß Klaus
Ist das so? Ok - dann mache ich mir einen LiFePo-Batterieblock und LED-Beleuchtung. Das hatte auch Karsten empfohlen. Große Touren habe ich damit eh nicht vor - sondern nur mal am Wochenende einen Nachmittag über das Norddeutsche Flachland hetzen.
Ich wollte halt sicher gehen, dass ich nichts übersehe.
Gruß & Dank
Dirk
Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Montag 5. Dezember 2022, 10:41
von Tim
Goldstar hat geschrieben:Es gibt ja keine Vorschrift das man eine Lima haben muss.
Wahrschau! Der §49a ist ein paar mal geändert worden, irgendwann gab es da auch mal eine Vorschrift zu den Leistungsdaten der Lichtmaschine allgemein (sonst steht die ja nur bei Fahrrädern explizit drin). In der aktuellen Fassung ist nix mehr drin, in der für die meisten unserer Kisten gültigen Fassung aus den 60ern und 70ern stand da aber auch mal eine LiMa bzw. die Anforderungen an selbige drin. Ich hab auf die schnelle nur
das hier gefunden. Wenn man ohne Lima fahren will, sollte man es zumindest beim zweijährlichen Tanz mit des Teufels Üblem Vetter nicht erwähnen.
Tim
Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Dienstag 6. Dezember 2022, 17:44
von Chobber
Ich habe in einem anderen Forum den Hinweis bekommen, dass es sich um einen Industrie- bzw. Stationärmotor handeln könnte. Die hätten keine angebauten Generatoren gehabt...kann das sein?
D.
Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Dienstag 6. Dezember 2022, 18:44
von Tim
Chobber hat geschrieben:Ich habe in einem anderen Forum den Hinweis bekommen, dass es sich um einen Industrie- bzw. Stationärmotor handeln könnte.
Du hast einen Seitenventiler?
Tim
Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Dienstag 6. Dezember 2022, 19:19
von bosn
Im Grunde ist es einfach,
entweder hat dein Kurbelgehäuse eine angegossene Anflanschmöglichkeit (Dynamo Type ) oder nicht (Alternator Type)
Vorne rechts, vor dem Zylinderblock ist dann ein Loch........
https://www.ebay.de/itm/172484085519?mk ... olid=10001
oder Alternator Type mit Lima-Aufnahme im Primärkasten
https://www.ebay.ie/itm/394360622511?ha ... R9L0xoqdYQ

Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Dienstag 6. Dezember 2022, 20:30
von edwardturner
Chobber hat geschrieben:Ich habe in einem anderen Forum den Hinweis bekommen, dass es sich um einen Industrie- bzw. Stationärmotor handeln könnte. Die hätten keine angebauten Generatoren gehabt...kann das sein?
D.
da war wohl das Aggregat gemeint das die RAF in WK2 als Generator in ihren Bombern hatte:
generator.jpg.9c6406427bd93d431b0ae567c8177d10.jpg
diese Motoren haben zwar tatsächlich an der üblichen Stelle keinen Generator (sondern einen starken Stromerzeuger auf der Abtriebsseite), dafür wird dort aber der Drehzahlregler angetrieben. Wenn es so ein Gehäuse wäre dann hätte es also die Möglichkeit wieder einen nomalen Generator anzuflanschen.
Nein, viel wahrscheinlicher ist daß der gute Carstens für den Aufbau seines Renners einfach eine frühe linke Gehäusehälfte (ohne Befestigungsmöglichkeit für einen Alternator-Stator) mit einer späteren rechten Hälfte (ohne Loch für Generator) gepaart hat und voila: Du hast jetzt das Problem...
Sei es wie es will: ohne größere Klimmzüge kann das Ding jetzt keine Ladespannung erzeugen. Also fahr auf Batterie wie schon mehrfach angeraten. Und der TÜV wird das nicht merken wenn man ihn nicht treudoof mit der Nase draufstößt.
Gruß
Eddie
Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Dienstag 6. Dezember 2022, 22:07
von bosn
Also :
Wie wäre es erstmal mit ein paar vernünftigen Bilder der Baustelle ?
Dann...wer weiß denn was für eine KW verbaut wurde...evtl hat die eine passende Aufnahme unter der
selbstgedrehten Buchse ...und vorallem wie sieht es denn hinter dem selbstgebastelten Primärkasten aus..
Dann gibt es ja immer noch Lösungen mit Apapterringen an das Case zu gehen etc etc...
Wie schon gesagt ...alles eine Frage des Aufwandes bzw was man will

Re: Mag/Dyn T100 von 1952
Verfasst: Dienstag 6. Dezember 2022, 22:36
von bosn
https://www.ebay.de/itm/174124338561?ha ... SwkYxdOqOj
Apropos
Hat jmnd den 70-4531 bzw E4531 ? Könnte ich mir mal ausleihen bzw vermessen...
