JCC- Kolben
Verfasst: Dienstag 31. März 2020, 15:49
Hallo Zusammen,
es gibt sie mit ganz verschiedenen Namen wie: New Hepolite und anderen. Vertrieben werden sie zu so niedrigen Preisen, die einen den Hut hoch gehen lassen. Grund genug es einmal zu probieren. Ich kaufte meinen Satz bei M.A. P in den US mit einem Satz Hastings- Ringen. Der Hammer war, sie trafen schon nach 2 Tagen bei mir ein. Kaufen kann man sie auch bei RGM und anderen Händlern.
Ich überprüfte zunächst die Maße und war erstaunt über die Qualität. Rechts und links waren absolut gleich, auch die Wandstärken absolut gleich, soweit wie ich das messen konnte. Bei den Gewichten fand ich dann einen Unterschied von 2 Gramm, was meiner Ansicht nach unerheblich ist.
Im schwarzen Forum "accessnorton.com" las ich dann, dass es ab und zu Schwierigkeiten mit herausfallenden Kolbenbolzensicherungsringen und desaströsen Folgen gibt. Und hierzu auch mein Kommentar:
Aus einem ganz bestimmten Grund musste ich meinen Zylinderkopf abheben (eine Führung hatte sich gelöst, man soll halt keine Gussführungen mit Bronze- Übermaßen einbauen) dabei stellte ich auch fest, dass das Auslassventil den linken Kolben ganz leicht berührt hat (klar, Verdichtung 10,5:1, 91mm Hub und S2- Nocke). Also Kolben raus und die Ventiltaschen entsprechend nacharbeiten. Alles kein Problem.
Aber: Ich stellte fest, dass es 2 Kolbenbolzensicherungsringe gab, die relativ fest saßen und die beiden anderen, die ganz locker in ihrer Nut rotieren konnten. Ich war mir ganz sicher, dass ich darauf geachtet hatte, die Gratseite (also die scharfkantige) nach außen zu montieren und die Stanzeinzug- Seite (also die mit den abgerundeten Kanten) nach innen. Jetzt meine Feststellungen:
1.) die Ringe unterscheiden sich im Außendurchmesser. Die, die fest saßen hatten einen solchen von 18,2- 18,3mm. Die die locker saßen, einen solchen von 17,75- 17,8mm. Das sind stramme 0,5mm Unterschied. Ich weiß nicht, ob die Sicherungsringe schon vor dem Einbau solche Differenzen aufwiesen (fest saßen sie nach der Montage allemal) oder ob die erst nach dem Zusammenspannen mittels Seegeringzange verformt haben oder auch während des Gebrauchs. Wer misst sowas auch nach? Ich möchte hier noch anfügen, dass selbst 17mm Norm- Ringe nach DIN 472 standardmäßig einen ungespannten Außendurchmesser von 18,3mm aufweisen müssen. Ein Ring für 11/16" muss dem entsprechend dann einen ungespannten Außendurchmesser von ca. 18,8mm haben.
2.) die 2 kleineren Ringe wiesen an der vorher einmal scharfkantigen Seite eine recht große eingelaufene Fase auf. Ich hab' hiervon einmal ein Bild angefügt.
3.) Was nun? Die Kolben sind ansonsten einwandfrei. Ich habe mir einmal einen Satz 11/16" Ringe in den USA bestellt. Selbst bei den Tommies gibt's die nur noch sehr selten. Mal sehen, wie die sitzen werden.
Fazit: Ich vermute mal, dass JCC für diese Kolbenbolzensicherungsringe metrische verwenden, denn die, die ich ausgebaut habe hatten in etwa die Norm- Maße für 17mm- Bohrungen anstatt zöllige. Oder aber die Chinesen (Taiwan) haben ein Problem mit dem Härten der Federstähle. Ich hab's ihnen auf ihre Web- Seite geschrieben. Mal sehen ob ich Antwort bekomme. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Gruß
Klaus
es gibt sie mit ganz verschiedenen Namen wie: New Hepolite und anderen. Vertrieben werden sie zu so niedrigen Preisen, die einen den Hut hoch gehen lassen. Grund genug es einmal zu probieren. Ich kaufte meinen Satz bei M.A. P in den US mit einem Satz Hastings- Ringen. Der Hammer war, sie trafen schon nach 2 Tagen bei mir ein. Kaufen kann man sie auch bei RGM und anderen Händlern.
Ich überprüfte zunächst die Maße und war erstaunt über die Qualität. Rechts und links waren absolut gleich, auch die Wandstärken absolut gleich, soweit wie ich das messen konnte. Bei den Gewichten fand ich dann einen Unterschied von 2 Gramm, was meiner Ansicht nach unerheblich ist.
Im schwarzen Forum "accessnorton.com" las ich dann, dass es ab und zu Schwierigkeiten mit herausfallenden Kolbenbolzensicherungsringen und desaströsen Folgen gibt. Und hierzu auch mein Kommentar:
Aus einem ganz bestimmten Grund musste ich meinen Zylinderkopf abheben (eine Führung hatte sich gelöst, man soll halt keine Gussführungen mit Bronze- Übermaßen einbauen) dabei stellte ich auch fest, dass das Auslassventil den linken Kolben ganz leicht berührt hat (klar, Verdichtung 10,5:1, 91mm Hub und S2- Nocke). Also Kolben raus und die Ventiltaschen entsprechend nacharbeiten. Alles kein Problem.
Aber: Ich stellte fest, dass es 2 Kolbenbolzensicherungsringe gab, die relativ fest saßen und die beiden anderen, die ganz locker in ihrer Nut rotieren konnten. Ich war mir ganz sicher, dass ich darauf geachtet hatte, die Gratseite (also die scharfkantige) nach außen zu montieren und die Stanzeinzug- Seite (also die mit den abgerundeten Kanten) nach innen. Jetzt meine Feststellungen:
1.) die Ringe unterscheiden sich im Außendurchmesser. Die, die fest saßen hatten einen solchen von 18,2- 18,3mm. Die die locker saßen, einen solchen von 17,75- 17,8mm. Das sind stramme 0,5mm Unterschied. Ich weiß nicht, ob die Sicherungsringe schon vor dem Einbau solche Differenzen aufwiesen (fest saßen sie nach der Montage allemal) oder ob die erst nach dem Zusammenspannen mittels Seegeringzange verformt haben oder auch während des Gebrauchs. Wer misst sowas auch nach? Ich möchte hier noch anfügen, dass selbst 17mm Norm- Ringe nach DIN 472 standardmäßig einen ungespannten Außendurchmesser von 18,3mm aufweisen müssen. Ein Ring für 11/16" muss dem entsprechend dann einen ungespannten Außendurchmesser von ca. 18,8mm haben.
2.) die 2 kleineren Ringe wiesen an der vorher einmal scharfkantigen Seite eine recht große eingelaufene Fase auf. Ich hab' hiervon einmal ein Bild angefügt.
3.) Was nun? Die Kolben sind ansonsten einwandfrei. Ich habe mir einmal einen Satz 11/16" Ringe in den USA bestellt. Selbst bei den Tommies gibt's die nur noch sehr selten. Mal sehen, wie die sitzen werden.
Fazit: Ich vermute mal, dass JCC für diese Kolbenbolzensicherungsringe metrische verwenden, denn die, die ich ausgebaut habe hatten in etwa die Norm- Maße für 17mm- Bohrungen anstatt zöllige. Oder aber die Chinesen (Taiwan) haben ein Problem mit dem Härten der Federstähle. Ich hab's ihnen auf ihre Web- Seite geschrieben. Mal sehen ob ich Antwort bekomme. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Gruß
Klaus