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Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Sonntag 1. März 2020, 13:58
von Jensi
Hallo liebe Gemeinde.
Ich war länger nicht mehr aktiv hier im Forum und melde mich auch gleich mit einem Problem.
Die Bilder sagen eigentlich alles. Im Bremssattel steckt ein abgebrochener Entlüftungsnippel. Im Entlüftungsnippel steckt ein abgebrochener Bit, Torx 15.
Was jetzt? Welche Möglichkeiten habe ich noch das wieder raus zu bekommen?
Alternativ; falls noch jemand zufälligerweise einen Bremssattel hat den er nicht mehr braucht; bitte anbieten.
MfG Jens
Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Sonntag 1. März 2020, 14:34
von Öko
Bei festsitzenden Entlüfterschrauben mit sich eine induktive Heizpistole ziv mal bestens bewährt...Sechskantringschlüssel ansetzen, leichgcsuf Spaanung halten unc sachts mit dem Hammer von Oben glrichzeitig paar Setzschläge.
Jetzt darfst den Rest vom Biteinsstz mit dem Dremel oder Cobalt legierten Bohrer entfernen, mit dem Maß der nruen Entlüfterschraubd entsprechen 90% ausbohren...idealer Weise mit Krichrostlöser und linksgänige Bohrer.
Unbedingt mittig und mig Tiefenanschlag bohren.
Ist doch noch nichts verloren...
Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Sonntag 1. März 2020, 17:01
von Martin
Ok Öko, aber nichts mehr für einen Amateur...
Ist das ein Lockheed? Dan ist es 3/8“ x 24 (UNF)
Bei den Guzzi Brembos war das auch immer heikel.
Wärme Zeit und Vorsicht...
Ich würde echt darüber nachdenken es wegzugeben...
Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Sonntag 1. März 2020, 18:19
von Norton
Trau mich fast gar nicht das hier jetzt zu schreiben.
M8 Mutter Gewinde aufbohren (8mm), Schutzgasschweissgerät mit Punktschweissdüse. Aufgebohrte Mutter sauber über dem Entlüftungsnippelrest platzieren und beherzt einen Schweisspunkt setzen. Die extreme Hitze und das sich zusammen ziehende Material sollten den Nippelrest lösen. Schön kalt werden lassen und mit einem 13er Schlüssel vorsichtig rausdrehen.
Viel Glück.
Gruss. Martin.
Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Sonntag 1. März 2020, 19:02
von Uli
Jepp, Martin hat recht.
So hab ich schon etliche abgerissene Schraubenreste aus Aluminium bekommen.
Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Sonntag 1. März 2020, 19:07
von Wuselwahnwitz
Norton hat geschrieben:Trau mich fast gar nicht das hier jetzt zu schreiben.
M8 Mutter Gewinde aufbohren (8mm), Schutzgasschweissgerät mit Punktschweissdüse. Aufgebohrte Mutter sauber über dem Entlüftungsnippelrest platzieren und beherzt einen Schweisspunkt setzen. Die extreme Hitze und das sich zusammen ziehende Material sollten den Nippelrest lösen. Schön kalt werden lassen und mit einem 13er Schlüssel vorsichtig rausdrehen.
Viel Glück.
Gruss. Martin.
Agree!
Wenn's nicht klappt, dann kann man immer noch auszubohren versuchen...

Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Sonntag 1. März 2020, 22:00
von bosn
einziger Verbesserungsvorschlag:
U-Scheibe unter die Mutter legen-das verhindert ein festbrennen ......
Trotzdem-nur für geübte...
Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Sonntag 1. März 2020, 22:07
von jan
bos´n hat geschrieben:einziger Verbesserungsvorschlag:
U-Scheibe unter die Mutter legen-das verhindert ein festbrennen ......
Trotzdem-nur für geübte...
Quatsch!
Das hab´ ja sogar ich schon geschafft....

Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Sonntag 1. März 2020, 22:22
von Viertakter
Hallo Jens,
du kannst nach dem entfernen des alten Nippels, selbst wenn der Sitz und Gewunde verhuntzt sind,auch einfach auf Stahlbusventile
umsteigen. Da befindet sich der Sitz des Entlüftungsnippel innerhalb der Schraube, kannst du nie mehr verhunzen und nebenbei wird das Entlüften allein zum Kinderspiel.
Gibts mit verschiedenen Außendurchmessern und Gewinden, also ideal wenn das Gewinde beim rausbohren beschädigt wird.
Dies machst du nur einmal im Leben, hält ewig. Habe damit schon viele alte Bremssättel von alten Harleys u.a.gerettet.
Gruß
Jürgen
Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Montag 2. März 2020, 10:18
von Jensi
Moin Moin.
Danke für eure Ratschläge. Das mit dem Schweißen werde ich versuchen. Leider stecken Entlüftungsnippel und die Reste vom Bit nicht Bündig in der Bohrung. Sie sind ca 3mm versenkt. Aber viel kaputter kann ich den Sattel nicht mehr machen.
Was Stahlbus angeht; gute Idee. So wie ich es verstanden habe muss aber der Kegelsitz im Bremssattel unbeschädigt sein. Dort dichtet ja der untere Teil vom Stahlbus ab.
Ich habe den Nippel übrigens mehrere Tage lang mit Rostlöser behandelt und vorher auch schön warmgemacht. Ich weis leider nicht, wann der Nippel das letzte mal gelöst wurde (hab das Moped 2019 gekauft) und hatte so was schon geahnt. Trotzdem konnte ich es nicht vermeiden. Solche Erfahrungen gehören wohl einfach dazu
By the Way; Ich könnte einen gebrauchten Sattel für 70€ bekommen. Ohne Innenleben, aber das sieht bei mir noch ganz gut aus, könnte ich übernehmen.
Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Montag 2. März 2020, 10:35
von Viertakter
Moin Jens,
das hast du falsch verstanden, der dichtende Sitz befindet sich innerhalb des äußeren Teils.
Das äußere Teil , das du in den verkorksten Sitz einschraubst, wird nach dem Einschrauben nie mehr gelöst, immer nur der innere Teil.
Schaust du hier.:
http://www.stahlbus.com/products/de/ent ... l%20bremse
Gruß Jürgen
Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Montag 2. März 2020, 12:59
von Martin
Jensi hat geschrieben:
By the Way; Ich könnte einen gebrauchten Sattel für 70€ bekommen. Ohne Innenleben, aber das sieht bei mir noch ganz gut aus, könnte ich übernehmen.
Auch wenn manche Vorschreiber so tun, als sei das ne Kleinigkeit, wäre ich sehr vorsichtig.
Einen gebrauchten Sattel für 70 Euro würde ich in Erwägung ziehen. Dann kannst Du aber natürlich recht druckfrei einen Schweißversuch unternehmen...
Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Montag 2. März 2020, 13:47
von Jensi
Viertakter hat geschrieben:Moin Jens,
das hast du falsch verstanden, der dichtende Sitz befindet sich innerhalb des äußeren Teils.
Das äußere Teil , das du in den verkorksten Sitz einschraubst, wird nach dem Einschrauben nie mehr gelöst, immer nur der innere Teil.
Schaust du hier.:
http://www.stahlbus.com/products/de/ent ... l%20bremse
Gruß Jürgen
Ich hab da mal was angehängt. Im Bild ist ein Roter Kuller zu sehen. Das ist doch der Originale Kegelsitz vom Bremssattel, oder steh ich auf dem Schlauch? Wenn ich den beim Ausbohren versaue, ist der Ofen aus.
Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Montag 2. März 2020, 14:00
von Jensi
Martin hat geschrieben:Jensi hat geschrieben:
By the Way; Ich könnte einen gebrauchten Sattel für 70€ bekommen. Ohne Innenleben, aber das sieht bei mir noch ganz gut aus, könnte ich übernehmen.
Auch wenn manche Vorschreiber so tun, als sei das ne Kleinigkeit, wäre ich sehr vorsichtig.
Einen gebrauchten Sattel für 70 Euro würde ich in Erwägung ziehen. Dann kannst Du aber natürlich recht druckfrei einen Schweißversuch unternehmen...
In die Richtung wird es gehen. Ausbohren traue ich mir mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln nicht zu. Wenn ich das weggebe, wird's auch was kosten.
Bei dem gebrauchten Sattel ist die Entlüftungsschraube noch eingeschraubt

Re: Malheur mit dem Entlüftungsnippel
Verfasst: Montag 2. März 2020, 15:12
von michiel
Wenn man das sauber gespannt kriegt, dann mit einem VHM Fräser rausfräsen. Den Fräser so groß wählen, dass das Gewinde nicht beschädigt wird.
Eventuell geht auch eine Bohrbuchse und ein scharf geschliffener Widiabohrer.