Ruckdämpfung in der Antriebseinheit
Verfasst: Sonntag 28. Juli 2019, 13:43
Wir hatten das schon an anderer Stelle. Hier aber das Problem 2x in der Praxis:
viewtopic.php?f=14&t=11368. Das war das Problem von Bert.
Dieses Problem ist uralt. Ich habe neulich in You Tube einen Film der TT von 1973 gesehen. Hier waren im Production Race beide Werksnortons ausgefallen. Dave Croxford (Crashford) machte seinem Namen wieder einmal alle Ehre, stürzte und brach sich das Schlüsselbein und das schon im Training. Bei Peter Williams streikte das Getriebe. Man wusste nicht mehr weiter. Allerdings gewann Peter dann das Superbike Rennen mit der Monocoque- Norton mit Rekord- Schnitt.
Was ist der Grund, warum immer wieder einmal die Getriebe die Löffel abgeben? Schauen wir uns die einzelnen Antriebseinheiten doch einmal an.
Man wusste schon sehr früh, dass man in die Antriebseinheit Ruckdämpfungen einbauen musste. Das machte man folgendermaßen:
1.) bei den ersten 1- Zylinder- Motorrädern aber auch bei den ersten Twins hatte man einen federbelasteten Plan- Nocken, der den Ruck, der von der Kurbelwelle auf den gesamten Antrieb ausgeübt wurde, sehr gut dämpfte. Es funktioniert problemlos und wurde bei allen englischen Herstellern so gemacht.
2.) Dann kam die Zeit als man die LUCAS Lichtmaschine direkt auf den Kurbelwellenstumpf setzte. Da war naturgemäß kein Platz mehr für eine Ruckdämpfung auf der KW mehr vorhanden. Diese Ruckdämpfung wurde dann sehr erfolgreich in die Kupplung verlegt. Auch das funzte gut. Man bedenke, die Getriebe waren zunächst ja nur für max. 27 PS gedacht. Bei der 650 SS und ganz besonders auch bei der Atlas gingen dann knappe 50 PS (mit bei der Atlas gehörigen Drehmomenten) über das Getriebe. Wie gesagt, das funktionierte immer noch sehr gut.
3.) Es stellt sich die Frage, warum man bei den ersten Commandos komplett auf die Ruckdämpfung verzichtete, später dann wenigstens 3 kleine Gummi- Puffer in die Nabe einbaute. Das ist zwar zu wenig, aber es ist wenigstens etwas. Eine vernünftige Ruckdämpfung kam bei der Commando erst mit der Mk III. Die funktionierte dann Tadellos. Bei den Renn- Nortons baute man dann vernünftige Hinterradnaben von Grimeca (mit Trommelbremsen) ein. da funktionierte die Ruckdämpfung natürlich auch sehr gut. Nur gebremst hat das mit Sicherheit nicht, da man ja die Bremsbetätigung von links nach rechts umlegen muss.
Ich selbst habe das mit der Nabe einer Suzuki GS 500 gemacht. Wobei die Naben / Ruckdämpfer bei Suzuki zwischen den GT 250 und GS 500 alle gleich waren. Das funktioniert bei mir wunderbar. Ich hab' mal ein paar Fotos angehängt.
Nun hab' ich ja das Mk III Cradle eingebaut und dabei auf die Original Commando- Variante mit den 3 kleinen Gummis umgerüstet. Ganz ehrlich man merkt die Unterschiede schon beim Fahren: Wir haben mit Ruckdämpfung sehr weiche Schaltvorgänge und keine harten Schläge mehr im Antrieb. Der Umbau war ein voller Erfolg. Nur, bremsen tut das ganze nicht, oder doch nur mit Gewalt. Der Druckpunkt ist sehr weich. Das ärgert mich und deswegen ist der nächste Umbau schon geplant: Japanische Ruckdämpfung mit hydraulischer Scheibenbremse rechts. Dann habe ich alles, was ich brauche.
Selbst wen Ihr mich jetzt erschlagt: Das plane ich in Verbindung mit 5- Speichen Gussrädern (ähnlich wie bei Peter Williams' Monocoque-Norton), vorn Doppelscheibenbremse und eine entsprechende Gabel. Marke? Das bekommen wir später. Die Räder sind bestellt. Ich muss wissen, wie das Hinterrad in meine Schwinge mit der Bremsanker- Aufnahme passt. Mal sehen.
Ach so ja, die Gabel die ich vorne verwenden werde kann dann trotzdem auch mit einem Doppelscheiben- Speichenvorderrad ausgerüstet werden. Sieht bestimmt auch ganz nett aus und bremst.
Ach so, klar ich behalte die Originalteile (Gabel, Vorderrad mit Scheibenbremse, Hauptbremszylinder). Könnte ja sein wenn ich das Motorrad mal verkaufe, dass einer Wert auf sie legt. Er bekommt sie dann mit.
Gruß
Klaus
viewtopic.php?f=14&t=11368. Das war das Problem von Bert.
Dieses Problem ist uralt. Ich habe neulich in You Tube einen Film der TT von 1973 gesehen. Hier waren im Production Race beide Werksnortons ausgefallen. Dave Croxford (Crashford) machte seinem Namen wieder einmal alle Ehre, stürzte und brach sich das Schlüsselbein und das schon im Training. Bei Peter Williams streikte das Getriebe. Man wusste nicht mehr weiter. Allerdings gewann Peter dann das Superbike Rennen mit der Monocoque- Norton mit Rekord- Schnitt.
Was ist der Grund, warum immer wieder einmal die Getriebe die Löffel abgeben? Schauen wir uns die einzelnen Antriebseinheiten doch einmal an.
Man wusste schon sehr früh, dass man in die Antriebseinheit Ruckdämpfungen einbauen musste. Das machte man folgendermaßen:
1.) bei den ersten 1- Zylinder- Motorrädern aber auch bei den ersten Twins hatte man einen federbelasteten Plan- Nocken, der den Ruck, der von der Kurbelwelle auf den gesamten Antrieb ausgeübt wurde, sehr gut dämpfte. Es funktioniert problemlos und wurde bei allen englischen Herstellern so gemacht.
2.) Dann kam die Zeit als man die LUCAS Lichtmaschine direkt auf den Kurbelwellenstumpf setzte. Da war naturgemäß kein Platz mehr für eine Ruckdämpfung auf der KW mehr vorhanden. Diese Ruckdämpfung wurde dann sehr erfolgreich in die Kupplung verlegt. Auch das funzte gut. Man bedenke, die Getriebe waren zunächst ja nur für max. 27 PS gedacht. Bei der 650 SS und ganz besonders auch bei der Atlas gingen dann knappe 50 PS (mit bei der Atlas gehörigen Drehmomenten) über das Getriebe. Wie gesagt, das funktionierte immer noch sehr gut.
3.) Es stellt sich die Frage, warum man bei den ersten Commandos komplett auf die Ruckdämpfung verzichtete, später dann wenigstens 3 kleine Gummi- Puffer in die Nabe einbaute. Das ist zwar zu wenig, aber es ist wenigstens etwas. Eine vernünftige Ruckdämpfung kam bei der Commando erst mit der Mk III. Die funktionierte dann Tadellos. Bei den Renn- Nortons baute man dann vernünftige Hinterradnaben von Grimeca (mit Trommelbremsen) ein. da funktionierte die Ruckdämpfung natürlich auch sehr gut. Nur gebremst hat das mit Sicherheit nicht, da man ja die Bremsbetätigung von links nach rechts umlegen muss.
Ich selbst habe das mit der Nabe einer Suzuki GS 500 gemacht. Wobei die Naben / Ruckdämpfer bei Suzuki zwischen den GT 250 und GS 500 alle gleich waren. Das funktioniert bei mir wunderbar. Ich hab' mal ein paar Fotos angehängt.
Nun hab' ich ja das Mk III Cradle eingebaut und dabei auf die Original Commando- Variante mit den 3 kleinen Gummis umgerüstet. Ganz ehrlich man merkt die Unterschiede schon beim Fahren: Wir haben mit Ruckdämpfung sehr weiche Schaltvorgänge und keine harten Schläge mehr im Antrieb. Der Umbau war ein voller Erfolg. Nur, bremsen tut das ganze nicht, oder doch nur mit Gewalt. Der Druckpunkt ist sehr weich. Das ärgert mich und deswegen ist der nächste Umbau schon geplant: Japanische Ruckdämpfung mit hydraulischer Scheibenbremse rechts. Dann habe ich alles, was ich brauche.
Selbst wen Ihr mich jetzt erschlagt: Das plane ich in Verbindung mit 5- Speichen Gussrädern (ähnlich wie bei Peter Williams' Monocoque-Norton), vorn Doppelscheibenbremse und eine entsprechende Gabel. Marke? Das bekommen wir später. Die Räder sind bestellt. Ich muss wissen, wie das Hinterrad in meine Schwinge mit der Bremsanker- Aufnahme passt. Mal sehen.
Ach so ja, die Gabel die ich vorne verwenden werde kann dann trotzdem auch mit einem Doppelscheiben- Speichenvorderrad ausgerüstet werden. Sieht bestimmt auch ganz nett aus und bremst.
Ach so, klar ich behalte die Originalteile (Gabel, Vorderrad mit Scheibenbremse, Hauptbremszylinder). Könnte ja sein wenn ich das Motorrad mal verkaufe, dass einer Wert auf sie legt. Er bekommt sie dann mit.
Gruß
Klaus