Re: ... und noch ne olle Engländerin
Verfasst: Mittwoch 23. Dezember 2015, 10:03
Zum Thema "Post" ein paar Anmerkungen, schließlich habe ich den größten Teil meines Berufslebens bei diesem Verein verbracht und die Wandlung deutlich miterlebt.
"Zusteller" war seinerzeit ein Ausbildungsberuf, heute sind das nur noch Quereinsteiger, die EIN bis DREI Tage mitlaufen und dann ins kalte Wasser geworfen werden. Der letzte Ausbildungslehrgang wurde von der Post (Bremen) nicht übernommen. Die durften dann bei "Tschibo" in Wechselschicht Pakete packen.
Sogenannte Quereinsteiger bekommen nur Zeitverträge, die alle paar Wochen verlängert werden und arbeiten für einen Hungerlohn, der knapp über Hartz 4 liegt. Diese Leute können bei Betriebsversammlungen natürlich auch nicht das Maul aufmachen und sie sollten auch nicht krank werden, dann war`s das nämlich mit dem Job.
Meine Tour (10 Stunden/Tag war die Regel. Danach einkaufen, essen, Ende) hat eine junge Kollegin übernommen. Mir wurde zugetragen, dass sie mit ihrem Mann im Privatwagen Sonntags den Rest der Tour zugestellt hat.
Ich habe mir mal "für Spass" einen Schrittzähler ans Bein gebunden und festgestellt, dass ich jeden Tag mehr als 10 Kilometer nur vom Auto bis zu den Briefkästen/Ablagestellen gelaufen bin.
Man möge doch doch einfach ml einen Selbsttest machen und 550mal aus seinem Auto aus- und einsteigen.
Es gab Tage, an denen ich mich am Lenkrad und Türrahmen aus dem Auto gewuchtet habe, weil ich nicht mehr "normal" aussteigen konnte.
Habe mir dann einen Kangoo in LKW-Ausführung gekauft, weil die Sitzhöhe mal locker 50cm höher ist. Das macht einen Meter weniger Arbeit für die Knie pro Ausstieg, denn wir waren damals mit POLOS und GOLF ausgestattet!!!
Feiertage waren perse der Horror. Als Postler vom alten Schlag will man natürlich alles zustellen und scheißt auf den "geregelten" Feierabend.
Mit dem Resultat, den Heiligabend mit ner Flasche Wein auf der Couch zu feiern.
Bei den sogenannten Paketdiensten ist es noch schlimmer. Diese armen Schweine haben oft Touren, die mit Einhaltung von Vorschriften definitiv nicht zu schaffen sind. Da ist es nur eine Frage der Zeit, wann sie ihren Führerschein abgeben müssen. Dem Arbeitgeber kanns Wurscht sein, Ersatz ist ja schnell gefunden.
Ich weiß (allein in meinem Bereich in den letzten 10 Jahren) von vier Unfällen mit Todesfolge. Seien es Kollegen oder andere Verkehrsteilnehmer, die dem Sekundenschlaf meiner Kollegen zum Opfer geworden sind.
Wenn ich mich mal über die Zustellqualität ärgere klebe ich einfach einen Zettel mit meinen Änderungswünschen an die Tür. Das hat bis jetzt immer geholfen.
"Zusteller" war seinerzeit ein Ausbildungsberuf, heute sind das nur noch Quereinsteiger, die EIN bis DREI Tage mitlaufen und dann ins kalte Wasser geworfen werden. Der letzte Ausbildungslehrgang wurde von der Post (Bremen) nicht übernommen. Die durften dann bei "Tschibo" in Wechselschicht Pakete packen.
Sogenannte Quereinsteiger bekommen nur Zeitverträge, die alle paar Wochen verlängert werden und arbeiten für einen Hungerlohn, der knapp über Hartz 4 liegt. Diese Leute können bei Betriebsversammlungen natürlich auch nicht das Maul aufmachen und sie sollten auch nicht krank werden, dann war`s das nämlich mit dem Job.
Meine Tour (10 Stunden/Tag war die Regel. Danach einkaufen, essen, Ende) hat eine junge Kollegin übernommen. Mir wurde zugetragen, dass sie mit ihrem Mann im Privatwagen Sonntags den Rest der Tour zugestellt hat.
Ich habe mir mal "für Spass" einen Schrittzähler ans Bein gebunden und festgestellt, dass ich jeden Tag mehr als 10 Kilometer nur vom Auto bis zu den Briefkästen/Ablagestellen gelaufen bin.
Man möge doch doch einfach ml einen Selbsttest machen und 550mal aus seinem Auto aus- und einsteigen.
Es gab Tage, an denen ich mich am Lenkrad und Türrahmen aus dem Auto gewuchtet habe, weil ich nicht mehr "normal" aussteigen konnte.
Habe mir dann einen Kangoo in LKW-Ausführung gekauft, weil die Sitzhöhe mal locker 50cm höher ist. Das macht einen Meter weniger Arbeit für die Knie pro Ausstieg, denn wir waren damals mit POLOS und GOLF ausgestattet!!!
Feiertage waren perse der Horror. Als Postler vom alten Schlag will man natürlich alles zustellen und scheißt auf den "geregelten" Feierabend.
Mit dem Resultat, den Heiligabend mit ner Flasche Wein auf der Couch zu feiern.
Bei den sogenannten Paketdiensten ist es noch schlimmer. Diese armen Schweine haben oft Touren, die mit Einhaltung von Vorschriften definitiv nicht zu schaffen sind. Da ist es nur eine Frage der Zeit, wann sie ihren Führerschein abgeben müssen. Dem Arbeitgeber kanns Wurscht sein, Ersatz ist ja schnell gefunden.
Ich weiß (allein in meinem Bereich in den letzten 10 Jahren) von vier Unfällen mit Todesfolge. Seien es Kollegen oder andere Verkehrsteilnehmer, die dem Sekundenschlaf meiner Kollegen zum Opfer geworden sind.
Wenn ich mich mal über die Zustellqualität ärgere klebe ich einfach einen Zettel mit meinen Änderungswünschen an die Tür. Das hat bis jetzt immer geholfen.






