jan hat geschrieben:Letztes Wochenende, als ich mit der kleinen Matchy durch die Vogesen tuckerte, habe ich einige aus der Liegeradfraktion gesehen - die schienen damit ganz gut die Berge hochzukommen. Und da es dort bis auf über 1.300 m hochgeht und man sich teilweise wie in den Dolomiten vorkommt, habe ich mich schon gefragt, wie das eigentlich von den Übersetzungen etc. passt; schließlich können sich die Liegeradler ja nicht in die Pedale stellen, wenn es mal richtig steil wird?!
Eigentlich haben Liegen Vorteile in der Ebene durch die Aerodramatik, in der extremsten vollverkleideten Spielart schaffen die "Alltags"-Dreiräder mit normal trainierten Fahrern - rein aus Muskelkraft - Brutto-Schnitte von deutlich über 40km/h, das ist auf TdF-Etappen-Niveau. Der Rekord mit überzüchteten Rennfeilen liegt bei über 130km/h IIRC.
Am Berg ist es eher Geschmacksache, man kann sich durch das Abstützen ziemlich heftig die Knie kaputtmachen. Ich hab auf meiner Pendelstrecke eine kurze Steigung, die könnte ich im kleinsten Gang fahren, hab mir aber angewöhnt, da konsequent abzusteigen und hab seitdem eben keine Knieprobleme mehr. Das ist aber Trainingssache. Generell kommt halt am Berg der Aero-Vorteil nicht zum Tragen und selbst Carbon-Liegen (da gibt es richtig geile Teile, die meilenweit weg von Müslifresser sind) sind deutlich schwerer als Rennräder. Und das Abstützen bei der Liege wird am Berg IMHO durch den Wiegetritt beim Aufrechtrad mehr als wett gemacht. Etwas Aufschluss geben die
Stoppomaten, wenn man die Lieger kennt. Die sind in etwa gleichschnell, auch weil vermutlich die spochtlichsten Amateure doch zum UCI-konformen Rennrad tendieren.
Tim
1946 Indian Chief-1956 Norton Dommie-1970 Norton Commando Roadster-1972 HD FLH1200 Electra Glide-1972 Norton Commando
1968 Lotus Elan+2-1997 Lotus Elise S160-1999 Lotus Elise
Parts falling of these vehicles are of the finest Angloamerican craftsmanship!