bleibt mir nur zu sagen:
mit Brille wär` das nicht passiert...
Gruß
Manfred
Hätte hätte . Ich denke trotzdem wenn man keinen direkten Einblick in die Situation hatte sollte man sich zurückhalten. Und wie joe schon schrieb ist es einfach im Nachhinein zu sagen dies oder jenes wäre besser gewesen.Klaus Monning hat geschrieben:Hallo
Also Joe, ich bin kein Motoren- Konstrukteur (also nur einer der handelsüblichen Maschinenbauingenieure, nein, ich gebe es zu, nur Techniker). Ich habe mich nur eine Weile intensiv mit Industrie- Kurbelwellenschleifmaschinen und heute im Vertrieb mit Seiten- Planschleifmaschinen beschäftigt (beruflich beschäftigen müssen). Ich habe aber in der Zeit in der ich konstruiert habe, gelernt klar zu denken. Den Wankel verstehe ich, genauso wie übrigens die Isolastik der Commando, natürlich nicht so gut wie Du.
Wenn Du die Journalisten von den entsprechnenden Zeitungen angreifst, darfst Du das natürlich tun. Unzweifelhaft und damit nicht vom Tisch zu lügen sind aber folgende Fakten:
1.) der Cosworth hat in der Quantel mechanisch funktioniert. Es wurde an die Quantel nur eine Einspritzung und viel Elektronik angebaut die Norton damals sicherlich noch nicht zur Verfügung gestanden hat. Mit etwas Willen (und Geld) hätte man aber aus dem Motor was machen können.
2.) Für mich steht außer Zweifel, dass John Surtess, der maßgeblich an dem Quantel- Erfolg beteiligt war, von Motorrädern Ahnung hat. Nur sicherlich versteht er die Cosworth- Konstruktion. Sonst wäre der Erfolg der Quantel (sprich, des Cosworth- Motors) nicht möglich gewesen. Aber sicherlich gibt es auch an ihm einiges zu kritisieren.
3.) Das ganze Cosworth- Projekt ist obwohl ein Haufen Geld im Spiel war, immer nur halb betrieben worden. Wie war das eigentlich, historisch gesehen, hat man nicht beinahe parallel zu den Cosworth- Projekt gar bei BRM sogar schon einen wasser- gekühlten 4- Zylinder Motor konstruieren lassen?
Joe, gib's zu, Norton hat nach der Commando und sogar vorher schon immer nur am Kunden (also auch an mir) vorbei konstruiert, genau wie Du mit deinem BMW- Rotax- Verschnittt, den keiner wollte. Mit aller Arroganz hat man immer gemeint dem Kunden sagen zu müssen, was er zu wollen hat (nämlich, vielleicht den Wankel???). Und dann war man plötzlich aus dem Geschäft. Das ist es wohl hauptsächlich, was in der englischen Motorrad- Industrie falsch lief.
Schönen Abend zusammen.
Gruß
Klaus
Pff... Ich bin schon seit 69 auf dieser Welt.Klaus Monning hat geschrieben: P.S Ich darf vielleicht noch anfügen, dass ich schon seit 1967 Motorrad fahre und deshalb einiges an Motorrad- Historie mitgemacht habe, allerdings immer nur als interessierter Kunde
Das ist der Vorteil an Alzheimer - man lernt jeden Tag `ne Menge neuer Leute kennen!chinakohl hat geschrieben:bin froh, wenn ich mich morgens erinnere in wessen Bett ich abends eingeschlafen bin.
Hm, naja, der Vergleich hinkt etwas. Der Race-Spec des Wankels hatte fast die anderthalbfache Leistung, das war bei RC30 und OW01 nicht der Fall, auch nicht bei einer SP5. Das Rennargument hat damals mit Sicherheit nicht gezogen, das glaube ich Dir einfach nicht - im Gegensatz zum Exotenstatus.Norton Motors hat geschrieben:Zum Preis der Norton F1: das kostete damals auch ne RC30 oder ne OW01 Yamaha. Wie die F1 waren dies Motorräder mit Rennspezifikation in ihren Komponenten, in kleiner Stückzahl gebaut.
Ich schon.Mich persönlich kann man zur Zeit mit keiner neuen BMW hinter dem Ofen vorlocken. Ich würde mir aber nicht anmaßen, deshalb BMW vorzuwerfen, sie bauten keine guten oder verkaufbaren Motorräder.
Das ist allerdings ein echter Wermutstropfen bei meiner Ersatzbritin, da die Company heute noch Moppeds bauen, die auf den ersten flüchtigen Blick so aussehen wie mein Schaufelkopf, hab ich immer das Gefühl, mit einem Zahnwalt verwexelt zu werden. Obwohl, wenn man beim Monkey-Vergleich bleibt: In der Gegend gibt's drei Monkeys aber nur meine Shovel. Wenn man also mal gnädig über die paar Evo- und Twin-Cam-Ausrutscher hinwegsieht....chinakohl hat geschrieben:... für eine Harley locker 20 Mill auf den Tisch zu legen, entsprechende Monkeys sind aber noch um einiges seltener und daher exclusiver).
Streckenabhängig ist das allerdings mal wieder Unfug. Mit der Monkey möchte ich nicht im Niederrheinischen unterwegs sein, dafür ist das fette Glidemittel im Bergischen und in der Eifel denkbar deplaziert. Wir haben neulich eine Tour mit ein paar ehemaligen Studienkollegen aus Aachen gemacht, einer hat eine 1980er DT125 - blöderweise sind Kurven, in denen eine E-Glide einer Dt125 im Weg steht, zwischen Düsseldorf und Aachen eher Mangelware, langezogene teilweise schnurgrade Landstraßen allerdings nicht. Die HD macht auf solchen Strecken Laune, wenn man sich drauf einlässt, ist wie Zen auf Rädern. Die DT125, öhm, naja .....Den Fahrspass, den man mit einer Monkey hat, ist allerdings bei weitem größer als mit einer Harley (und daher fast unbezahlbar).