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Re: Commando 750 - Axialspeil der Kurbelwelle
Verfasst: Montag 26. November 2012, 13:01
von Martin
Ach ja. Wie ich das verstehe handelt es sich ja um ein Saugventil vor der Pumpe. Also dürfte auf der Druckseite doch alles sein wie immer...?
Commando 750 - Axialspiel der Kurbelwelle
Verfasst: Montag 26. November 2012, 13:12
von jan
Junge Junge,Ihr macht Euch hier mal wieder gegenseitig das Leben schwer - dabei ging es m.E. doch wohl einfach nur um diese völlig indiskutable Krikel-Krakel-Darstellung, die Norton-Martin bemängelt hatte:
oilpumpmod.gif
Re: Commando 750 - Axialspeil der Kurbelwelle
Verfasst: Montag 26. November 2012, 18:35
von Domi-650SS
Warum heist das eigentlich «wet sumping»? Eigentlich ist es doch eher ein «sump flooding»
Fritz
Re: Commando 750 - Axialspeil der Kurbelwelle
Verfasst: Montag 26. November 2012, 21:30
von Norton
Ob ma das nun wetsumping nennt, oder sonstwie....
Ich nenn es halt vollaufen.
Was mich an der Lösung mit den O-Ringen stört, es ist nie auf Dauer haltbar. Das KrikelKrakel stört mich jetzt wieder weniger. Die O-Ringe werden schlapp, die Ölpumpenwellen laufen sich ein, wie lange hält das dicht? Und dann muss ja die Kugel nach der Pumpe in den Steuerdeckel, alte Geschichte, die alten Singles wie 18 und ES2 etc hatten das schon, ebenfalls MKIII Commando. Und alle haben sie eben auch nicht dicht gehalten, weil es das Öl an der Pumpe selbst von der Förderseite entlang den Wellen zur Rückförderseite durchgezogen hat (Kapillarwirkung).
Gerechnet habe ich an der Auslegung so gesehen nichts. Eben nur darauf geachtet den Dichtring und die Kugel groß genug, die Feder hingegen weich genug auszulegen, um der Ölpumpe das Leben nicht unnötig schwer zu machen. Ich habe aber zuvor und danach im Fahrbetrieb den Öldruck gemessen, um am Druck einen etwaigen Abfall erkennen zu können. Dafür war aber das Manometer mit einer Skala von fünf bar zu grob.
So, das war jetzt wieder genug JEHOOVA, sonst gibts wieder
Eine Anmerkung noch: Es war eines der Dinge, die mein Motorrad Stück für Stück alltagstauglicher gemacht haben. Darauf kam es mir an. Ich mach mir einfach keinen Kopf, kick das Ding an, hau einen Gang rein und geb Stoff. Wenn das so läuft, dann benutzt man so ein Ding auch.
Gruß. Martin.

Re: Commando 750 - Axialspeil der Kurbelwelle
Verfasst: Montag 26. November 2012, 22:15
von Norton Motors
Ich mach mir einfach keinen Kopf, kick das Ding an, hau einen Gang rein und geb Stoff. Wenn das so läuft, dann benutzt man so ein Ding auch.
Ich wage es kaum zu sagen- mach ich auch, aber ohne all die Supertricks. Ölpumpe vom Rudili (Kolano) bei der Motorüberholung gleich mit überarbeitet, aber nix drin, was ab Werk nicht reingehört, alles einfach so, wie es ab Werk sein sollte. 'Tschuldigung!

Re: Commando 750 - Axialspeil der Kurbelwelle
Verfasst: Dienstag 27. November 2012, 20:50
von Norton
Die beiden Pumpendeckel sauber überschleifen und die Pumpe mit null Achsialspiel zusammenbauen, ist die halbe Miete. Pumpe muss sich richtig schwer drehen. Verlangsamt das vollaufen auf ein erträgliches Mass, wenn man regelmässig damit fährt.
Gruß. Martin.
Re: Commando 750 - Axialspeil der Kurbelwelle
Verfasst: Dienstag 27. November 2012, 21:57
von Tim
Norton hat geschrieben:Was mich an der Lösung mit den O-Ringen stört, es ist nie auf Dauer haltbar.
Wenn Du die beiden O-Ringe auf der Antriebswelle meinst: Da sind wir einer Meinung, das ist gaaanz großer Unfug und mit einer sauber geschliffenen und gepassten Pumpe auch ziemlich unnötig. Den O-Ring zwischen Pumpengehäuse und Timing-Deckel, naja, ich hatte mit dem Konus nie Probleme. Aber das Check valve "stromabwärts" ist von der Funktion her absolut korrekt.
Tim
Re: Commando 750 - Axialspiel der Kurbelwelle
Verfasst: Freitag 30. November 2012, 19:36
von Klaus Monning
jan hat geschrieben:Junge Junge,Ihr macht Euch hier mal wieder gegenseitig das Leben schwer - dabei ging es m.E. doch wohl einfach nur um diese völlig indiskutable Krikel-Krakel-Darstellung, die Norton-Martin bemängelt hatte:
oilpumpmod.gif
Hallo zusammen,
Aha, sind wir also vom Kurbelwellenaxialspiel wieder beim Wetsumping und somit bei der Ölpumpe. Na schön, das hatten wir schon. Trotzdem, noch einmal:
Ich hab' mir mal beim Les Emery eine Ölpumpen- Antriebswelle gekauft. Die hat der 'mal über's EBAY vertickt. Ich baute ohne viel zu gucken (ich weiß man sollte das tun) meine Ölpumpe zusammen. Und schon war sie fest und zwar so fest, dass ich sie auch fast mit Gewalt nicht drehen konnte. Schraubte ich die Deckel los, ging sie wieder rum. Na ja, kein Problem dachte ich mir und bei näherer Betrachtung kam dann folgendes heraus:
1.) zu große Radien beim Übergang zwischen Welle und dem angearbeiteten Zahnrad.
2.) Die Planflächen des angearbeiteten Zahnrades waren mindestens 0,1mm konisch zueinander (also kein rechter Winkel zwischen den Wellen- Lagerflächen und den Zahnradplanflächen.
Die Fertigung eines solchen, sehr aufwändig zu fertigenden Bauteils stelle ich mir vor wie folgt:
Vordrehen, Verzahnen, Härten, Verzahnung schleifen und Planflächen und Lagerflächen der Welle auf einer Schräg- Einstich Rundschleifmaschine fertig bearbeiten. Wie man das spannt? Weiß ich nicht, Vielleicht 2 x und dann einmal von der einen und dann von der anderen Seite schleifen. Ob man so eine Toleranz von +/-0.001mm halten kan, wage ich zu bezweifeln. Selbstverständlich muss die Schleifscheibe ab und zu auch einmal abgerichtet werden, damit der Übergangsradius nicht zu groß wird und der Verschleiß der Schleifscheibe(n) kompensiert wird. Noch besser wäre ein Freistich, dann wäre das kein Thema.
Heute bestünden bei den Automobilisten Vorschriften von 0,005mm Axialspiel für Ölpumpen dieser Art (prozess- sicher!!!). Beim Fertigen der Zahnräder bekommt man ja noch Toleranzen von +/- 0,001mm hin. Wie man das aber auch bei der Tiefe der Bohrungen im Gehäuse hinbekommen will, frage ich mich. Vielleicht sortiert man ja auch Zahnräder und Gehäuse mit den passenden Toleranzen zueinander. Dann wäre aber die Ersatzteilversorgung nahezu unmöglich.
Und dann sind da ja noch die Druckausgleichsnuten zwischen treibendem und getriebenem Zahnrad (das ist jeweils Saug- und Druckseite der Doppel-Pumpe). Hier besteht eine wunderschöne Verbindung innerhalb der Pumpe wo von der einen auf die andere Seite wunderschön das Öl durch kann und somit das Gehäuse voll laufen lässt.
Ich sage: Wet- Sumping ist überhaupt nicht zu vermeiden und deshalb habe ich meinen Kugelhahn am Öltank, den ich immer automatisch mit dem Benzinhahm auf und zu mache, jawohl. Soviel Stress kann ich beim Start meines Gerätes garnicht haben, dass ich vergesse beide Hähne auf zu machen.
Ich höre schon Tim: JEHOVA
Gruß
und gute Nacht
Re: Commando 750 - Axialspiel der Kurbelwelle
Verfasst: Freitag 30. November 2012, 21:41
von Tim
Klaus Monning hat geschrieben:Ich höre schon Tim: JEHOVA
Nein, nein, für's Kugelhahn-Bashing ist Jan zuständig!
Tim
Re: Commando 750 - Axialspeil der Kurbelwelle
Verfasst: Freitag 30. November 2012, 21:41
von Uli
Klaus Monning hat geschrieben:Soviel Stress kann ich beim Start meines Gerätes garnicht haben, dass ich vergesse beide Hähne auf zu machen.
Die Weisheit und Ruhe des Alters hat dann wohl auch Vorteile...
Ich würde mir selbst da keine Handbreit über´n Weg trauen.
Lieber mal die Schmiere ablassen.
Re: Commando 750 - Axialspeil der Kurbelwelle
Verfasst: Samstag 1. Dezember 2012, 14:18
von Norton
Wie oft vergißt man einen Benzinhahn? Also vergißt man auch einen Ölhahn, keine Frage.
Das Resultat eines solchen Vergessens hab ich grade auf der Werkbank, wird allmählich fertig. Ist nicht schön!
Gruß. Martin.
Re: Commando 750 - Axialspeil der Kurbelwelle
Verfasst: Samstag 1. Dezember 2012, 16:41
von Norton Motors
Ich hab' mir mal beim Les Emery eine Ölpumpen- Antriebswelle gekauft.
Tja, und schon kommen wir zu dem Grund, warum ein bekannter englischer "Norton Specialist" vor zwei Monaten endgültig seine Kündigung als Händlerkunde von mir bekommen hat.
![Rote Karte [carton]](./images/smilies/carton.gif)
Ich konnte und wollte nicht länger dabei zusehen, wie der Name von Andover Norton durch den massenweisen Verkauf gräßlichster Piratenteile in den Dreck gezogen wurde, oft mit Labeln auf/in den Tüten, die vortäuschen sollten, es seien unsere Sachen.
Es war in diesem Zusammenhang interessant zu sehen, welche Teile von diesem Protagonisten als "Genuine Norton Parts" verkauft werden,
ohne sie jemals einzukaufen. Daß in der Vergangenheit- in der Kenny Dreer Ära- sinnlose, unkündbare Nutzungserlaubnisse für die Marke "Norton" vergeben wurden, hilft hier nicht gerade. Vom derzeitigen Markenbesitzer ist keine Hilfe zu erwarten, abgesehen davon, daß er mit der "klassischen" Norton-Szene eh nichts am Hut hat.
Amüsant ist des "größten Norton-Spezialisten aller Zeiten" neueste Werbekampagne, in der er mindestens zwei, aber auch bis zu zehn Jahre Garantie auf seine Sachen gibt. Wer je mit Recht ein Qualitätsproblem bei ihm monierte, wird eine klare Vorstellung haben, was diese "Garantie" wert ist.
Eine schlichte

ist die Behauptung, 99% seiner Teile seien englischen Ursprungs. Außer es soll bedeuten, daß die
indischen, pakistanischen und chinesischen Teile von einem
englischen Lieferanten bezogen werden. Selbst Andover Norton käme nicht auf 99% Made in England, obwohl die meisten unserer Teile tatsächlich in den englischen Midlands hergestellt werden- dennoch haben wir, wie jeder andere heutzutage auch, einen nicht-englischen Anteil von mehr als 1% über das gesamte Angebot gesehen.
Letztlich müssen die Kunden ihr Hirn einsetzen, um zu merken, wo sie kaufen sollten, und wo nicht.
Merkwürdig niedrige Preise sind direkt proportional zu merkwürdig niedriger Qualität.
Ölpumpen gibt es von uns nur als ganze Tiere, nicht in Einzelteilen, und diese werden montiert und geprüft, bevor sie verpackt und verkauft werden.
Re: Commando 750 - Axialspeil der Kurbelwelle
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 10:48
von OMR
hab ich hier im Forum mal gefunden und bedarf m. E. keines weiteren Kommentars...
was John Rustin (1819-1900) schon wusste:
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt was nicht irgendjemand etwas schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte.
Und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter zu wenig zu bezahlen.
Wenn Sie zu viel bezahlen verlieren Sie etwas Geld, das ist alles.
Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen verlieren Sie manchmal alles da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es für wenig Geld viel Wert zu erhalten!
Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko das Sie eingehen etwas hinzurechnen.
Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld um für etwas Besseres zu bezahlen!
Gruß
Manfred
Re: Commando 750 - Axialspeil der Kurbelwelle
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 11:31
von Ralph G.Wilhelm
sag ich doch, hab mich bis jetzt auch immer (na ja, zumindestens meistens

) dran gehalten.
Allerdings, der gemeine Deutsche verbindet hohen Preis natürlich mit hoher Qualität.
Wenn man sich dann mal anguckt was man manchmal für den hohen Qualitätspreis erhält

Re: Commando 750 - Axialspeil der Kurbelwelle
Verfasst: Sonntag 2. Dezember 2012, 12:39
von Norton Motors
Wenn man sich dann mal anguckt was man manchmal für den hohen Qualitätspreis erhält

Bei wem?
Wer bei Norton Motors oder Andover Norton eine berechtigte Beanstandung hatte, sollte hoffentlich eine vernünftige Regulierung der Angelegenheit erfahren haben. Wenn nicht,
BESCHEID!
Das muß drin sein. Wenn der Händler allerdings irgendwelchen Kram zum Superniedrigpreis verhökert, ich denke da an ein Beispiel, das den Wassell-Taiwan/Indien-Krempel als Norton-Teile getarnt im deutschen e-bay prominent vertreibt, kann man nicht viel erwarten. Wo wenig Verdienst, da objektiv auch wenig/keine finanziellen Spielräume, mal was auf eigene Kappe zu nehmen, um den Kunden zufriedenzustellen.
Gewährleistung wird dort oft durch Pseudo-Fachgequatsche abgebügelt.
Merke:
Gewährleistung und Betriebshaftpflichtversicherung sind im seriösen Geschäft ein fester Kostenfaktor. Der Hinterhofhöker hat davon noch nie was gehört, und könnte es sich de facto auch gar nicht leisten.