A65-Motor, was'n Drama....

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Öko
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von Öko »

Du bist eben ein richtig guter Mensch, so wie wir dich kennen, das ist Ernst gemeint.
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edwardturner
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von edwardturner »

klasse Arbeit wie immer, Phil! =D> :top:

weitermachen,
Gruß Eddie
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Nortriubsa
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von Nortriubsa »

Hi Leute,
da es ja nun auch eins meiner Projekte betrifft:
Phil hat geschrieben: Samstag 1. November 2025, 17:29
An Jakobs Scrambler und an meiner ollen Lightning sind auch noch die Bolzen drin, die seinerzeit in Small Heath verbaut wurden. Nur werde ich einen Teufel tun, die Moders raus und zerlegen und diese Bolzen auf Verdacht/zur Prophylaxe austauschen. Gibt in Zukunft einer der Bolzen auf, dann ist das eben so.
Is es nich so das es durch den Ölsumpf theoretisch möglich wäre die Bolzen von unten zu tauschen?
Ich frag ja nur damit das Gruselkabinett nicht mit abgerissenen Bolzen gesprengt wird :D
Immerhin wäre der Aufwand überschaubarer als...alles andere.

Greets
Chris

Danke @Phil für beware of the many Eichhörnchens :shock:
:halloatall: Spezialisten sind die die von immer weniger immer mehr wissen :pfeiffen:
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Phil
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von Phil »

Nortriubsa hat geschrieben: Sonntag 14. Dezember 2025, 15:52... Is es nich so das es durch den Ölsumpf theoretisch möglich wäre die Bolzen von unten zu tauschen?...
Das könnte zumindest bei den kurzen Bolzen, parts-# 68-0580 vielleicht knapp gehen, wenn man mit der Nuss an dem p/u-Röhrchen der Ölrückförderung vorbei kommt, was auszuprobieren wäre.
Da könnte man ggf. die Gewindebohrungen dann mit Bremsenreiniger entfetten und die neuen Bolzen mit Loctite einkleben.

An dem längeren Bolzen, der in die Hülse der sludge trap eingreift, ist das schlechter/schwieriger.

Ad 1 läuft die sludge trap komplett leer, das Öl läuft raus, weil die Hubzapfen ja in der Gegend des unteren Totpunkts sind in der Stellung, wo der Radialbolzen evtl., siehe vorigen Kommentar zum Ölröhrchen, ausgeschraubt werden könnte.
Die Gewindebohrung unter diesen Umständen dann fettfrei zu bekommen, dass das Loctite auch klebt, erscheint nicht einfach.

Ad 2 kann es passieren, dass die Hülse als solche in der sludge trap sich etwas bewegt. Wenn das der Fall ist, kommt man nicht wirklich gut ran, um die Hülse so zu positionieren, dass der Radialbolzen mit der Titte da einspurt.
Und ja, das ist real und nicht verkopft. Ich war kurz davor, an Tobis Welle den Stopfen doch rauszudrehen, weil sich die Hülse ein wenig bewegt hatte. Ich hatte es dann aber mit viel Gefummel hinbekommen.

Ad 3 wird man kaum umhin kommen, die leergelaufene sludge trap dann bei demontierten Stößelstangen auf dem Kicker hampelnd wieder aufzufüllen. Dann würden sich ggf. noch vorhandene Bremsenreinigerreste mit dem nachgepumpten Moderöl mischen, weil nur auf Bremsenreiniger werden die Pleuel schlecht laufen. :pfeiffen:

Kurz: Versuch macht kluch. Probier' es aus und lass' uns wissen, ob es denn geht.

Grüße

Ph.
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Öko
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von Öko »

Kommt man beim A65 Motor über die Steuerseite nicht an die KW zum befüllen mit Öl?
So handhabe ich das nach der GR von den TRI Motoren....werde ich beim einbauen des BSA A10 Motors auch so machen.
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Phil
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von Phil »

Öko hat geschrieben: Sonntag 14. Dezember 2025, 17:39 Kommt man beim A65 Motor über die Steuerseite nicht an die KW zum befüllen mit Öl?...
Nur bei end feed-Moders, wenn man den inner timing cover abziert.

Bei der originalen Buchse kommt man eigentlich nicht ran zum Befüllen, vielleicht kann man teilbefüllen, wenn man die Ölpumpe abschraubt.

Schöne Grüße

Ph.
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Phil
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von Phil »

Hehehehehehe...

Ich hatte das jetzt, Chris' Idee folgend, einfach mal versucht, die flywheel bolts an meiner ollen Lightning bei eingebautem Moder zu tauschen.

Man kommt bei der A65 mit der Nuss sogar relativ gut an dem pick up-Röhrchen vorbei, wenn man die Sumpfplatte demontiert hat.

Wie vermutet, sind die beiden kurzen Bolzen kein Problem, man kommt dann relativ gut an die Gewindebohrung ran, um sie mit Bremsenreiniger zu entfetten und dann mit Druckluft auszublasen.

Loctite an die neuen Bolzen ran, einschrauben, auf Drehmoment anziehen, feddisch.

Bei dem Radialbolzen, der die Hülse der sludge trap hält, hab' ich das so gemacht, dass ich den Bolzen ausgedreht habe und die Chose erstmal 24 h ausbluten lassen. Wie zuvor geschrieben, das Öl in der sludge trap läuft raus, wenn man den Bolzen demontiert und die Hubzapfen in der Gegend des unteren Totpunkts sind.

Bild

Dann wie gehabt, die Gewindebohrung mit Bremsenreiniger geflutet, ausgeblasen, Bolzen mit Loctite reingedreht und auf Drehmoment angezogen.

Bild

Das Schwierigste dabei war, die Chose halbwegs anständig zu photographieren. :mrgreen:

Sicherlich hilfreich ist eine Bühne mit einer großen Arbeitshöhe, damit man da halbwegs hinkommt.

Da liegen jetzt die alten Bolzen, wenn sie einer einbauen will in seinen Hocker, kann er sie gerne für lau haben, ansonsten wandern die in den Hausaltar oder gleich in den Schrott.

Bild

Nächste Woche mache ich die Stößelstangen raus und kurble den Motor per Bohrmaschine solange durch, bis ich Öldruck habe.

Auf die Tour kann ich sicher sein, dass die sludge trap wieder voll ist und die Pleuel auf Öl bzw. Öl mit einem Restanteil an Bremsenreiniger laufen, wenn der Moder im Frühjahr wieder anspringt. Leerlaufen lassen, antreten und einfach hoffen, dass die Hülse sich schnell wieder mit Öl füllt, das mag ich nicht.

Schöne Grüße

Ph.
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Phil
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von Phil »

Ganz kurz nochmal was zu dem Ausbau der flywheel bolts bei den A65, was IMHO aufgrund des gleichen Designs auch bei den big journal-Wellen der A10 genauso gehen sollte.

Wenn Ihr das nachmachen wollt, feel free. Aber es muss Euch wirklich klar sein, dass Ihr ziemlich am Arsch sein werdet, wenn einer der Bolzen beim Lösen abreißt.
Niemals, never ever am Knebel reißen oder schaukeln, Ihr setzt an und zieht gleichmäßig daran.

Ein abgerissener Bolzen würde bedeuten, den Moder auszubauen und tutto completto zu zerlegen, damit Ihr das dann instandsetzen könntet. :schlaumeier:

Schöne Grüße

Ph.
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edwardturner
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von edwardturner »

good job, Phil! Und gottseidank waren die Bolzen offenbar noch nicht kurz vor'm abreißen sonst hätten sie's beim Ausbauversuch getan... :oops:

aber sach ma, ich weiß ja nicht genau wie oll Deine Lightning ist, aber hat die nicht schon ne Öldruckschalter? :-k
wenn ja wär's da nicht einfacher den rauszumachen und die Kurbelwelle von dort aus vollzupumpen?

und selbst wenn die Möglichkeit nicht besteht könnte man immer noch das relief valve rausschrauben und dort befüllen. Das ist halt was mehr Aufwand weil man sich dazu ne Adapter machen muss.

Wenn Du ich wärst, der Du ja nicht bist, wär Dir so ne kleine Konstruktions/Dreharbeit lieber als Tank und Ventildeckel runtermachen, alle Ventileinstellschrauben lösen, die Stoßstangen rausfummeln, den Inspektionsdeckel vor der Lima wegmachen, Kerzen raus und was weiß ich noch alles...
Aber vielleicht gehören die Ventile ja eh mal wieder eingestellt dann wär's ein Aufwasch.

Wie auch immer: Du wirst es schon machen! :top:

Viel Erfolg,
Eddie

...der bei Licht besehen nicht mehr so genau weiß wie der Ölkreislauf bei ner A65 im Detail aussieht und eventuell gerade kompletten Dünnpfiff verzapft hat :facepalm2:
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Phil
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von Phil »

Naaaaaah, Eddie. Dünnpfiff ist das keiner, dem Grunde nach könnte man die sludge trap tatsächlich via das ausgebaute OPRV, will sagen ohne Kolben, Feder und die cap nut, mit einem Adapter befüllen.
Meine olle Lightning ist eine 69-iger, die hat tatsächlich schon einen Öldruckschalter. Das ginge theoretisch auch, selbst wenn die Bohrung zum Schalter bzw. der Leitung zum Manometer ziemlich klein ist.

Ich ziere im Winter eh immer den Tank ab und lagere den im Haus. Und Ventile wollte ich eh einstellen, also ist der Mehraufwand für die Stößelstangen gering.
Ich mache das wie beschrieben.

Schöne Grüße

Ph.
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Henrik
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von Henrik »

Da ich auch gerade die Bolzen austausche und zu faul bin den Tank, den Ventildeckel, die Stößelstangel und den Rest abzuzieren, hab ich mir mal eben flott einen Befülladapter für die Schlammhülse gebastelt.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Henrik
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von Henrik »

Übrigens fiel mir gerade beim Ausbau der Bolzen auf, dass einer der drei Bolzen mit einer Zahnscheiben, anstatt einer normalen Scheibe montiert war. Das Losbrechmoment dieses Bolzens lag nach meinem Handgelenk lediglich bei ca. 20Nm! :shock:

Allein schon dehalb bin ich happy, die Bolzen getauscht zu haben. Diesen Sachverhalt hätte ich sonst nie bemerkt.

Achtung! Mir ist wichtig klarzustellen, dass unser geschätzer Mitforisti Phil im Rahmen meiner Motorrevision die Zahnscheibe nicht verbaut hat.
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Phil
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von Phil »

Henrik hat geschrieben: Samstag 27. Dezember 2025, 16:34 ... Achtung! Mir ist wichtig klarzustellen, dass unser geschätzer Mitforisti Phil im Rahmen meiner Motorrevision die Zahnscheibe nicht verbaut hat.
Jepp, der Mitforisto Phil hatte an der Henrik'schen Kurbelwelle nur den langen flywheel bolt 68-0581 ausgebaut im Zuge der Reinigung der sludge trap.
Ich hatte den entsprechenden Bolzen noch nicht mal wieder reingedreht, weil die Welle ja eh zum end feed-Umbau ging. Die kurzen Bolzen hatte ich überhaupt nicht angefasst. O:)

Aber heute habe ich die flywheel bolt-Austausch-Show an meiner ollen Lightning zu einem glücklichen Ende gebracht.

Sumpfplatte wieder angebaut, Stößelstangen raus, einen halben Liter Moderöl via Stößeltunnel reingekippt und dann mit einer Bohrmaschine an der Kurbelwelle gedreht. Leider läuft meine Billig-Bohrmaschine linksrum total langsam.
Also habe ich mir eine kleine Maschine geliehen, die links so schnell läuft wie rechts. Allerdings ist die mit 450 Watt-Leistung arg arg unterdimensioniert gewesen. Sie zog die Welle zwar durch, aber arg langsam. Nach 30 sec. war auch eine gewisse Qualmentwicklung und eher schlechte Gerüche an dem Ding wahrnehmbar. :shock: :shock: :shock:

Aber der Zeiger des Manometers hatte sich da schon bewegt. Dann noch 10 Mal auf den Kicker gelatscht und kurz ein Bildchen gemacht vom Manometer, das zu dem Zeitpunkt aber schon wieder gefallen war.

Bild

Ich bin happy so, danach die Stößelstangen wieder rein, Ventilspiel eingestellt, Deckel wieder drauf und fedisch.

So mag das alte Mädel im Frühjahr angetreten werden, wenn es die Temperaturen wieder zulassen.

Es geht also auch bei eingebautem Moder, ich muss noch zwei oder drei Kleinigkeiten machen an der Lightning, danach geht sie unter von der Bühne und Jakobs Scrambler kommt für den Tausch der flywheel bolts drauf.

Auch wenn es gut sein könnte, dass die Bolzen nicht zwangsläufig reißen müssen, ein besseres Gefühl geben die neuen Bolzen schon.

Schöne Grüße

Ph.
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jan
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von jan »

Irgendwann mal kaufe ich Dir eines Deiner Motorräder ab, so gut wie die geserviced sind... :pfeiffen:
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bosn
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Re: A65-Motor, was'n Drama....

Beitrag von bosn »

jan hat geschrieben: Dienstag 30. Dezember 2025, 22:59 Irgendwann mal kaufe ich Dir eines Deiner Motorräder ab, so gut wie die geserviced sind... :pfeiffen:
korrekt ! :mrgreen:
Bos´n

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