Seite 3 von 12
Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Dienstag 23. Mai 2017, 23:33
von jan
Phil hat geschrieben:Ich hab's ja nich' so mit die Zweedaggders, aber ist das nicht so, dass die das Kurbelhaus gegen die Welle abdichten müssen, um die Vorverdichtung zu haben? Wie ist denn das gelöst an der Miele? Weil wenn das eine Art Simmerring sein sollte, der ist garantiert tot nach 60 Jahren rumstehen...
Damit liegt Sqariel-Markus mir auch schon die ganze Zeit in den Ohren...
Zuspruch habe ich hingegen von meinem "Untermieter" Roman erfahren, der sich seit über 30 Jahren mit Zündapp-Zweitaktern aller Couleur herumschlägt. Der sagt, ganz pragmatisch: Erst mal ausprobieren. Und dann könne man an diesem kleinen Westentaschen-Motörchen die KW-Simmeringe notfalls immer noch auch "von außen" auswechseln, ohne das ganze Aggregat zu zerlegen.
Ich werd´s erleben. "Worst Case" bedeutet, den Motor noch mal aus dem Rahmen zu heben und dann eben doch zu zerlegen. Bei einem Motorgewicht von gefühlt 5 Kilo (den hebt und trägt man wirklich mit zwei Fingern!) ist das aber auch nicht sooo schlimm - wäre es ein AMC-Heavyweight-Single, würde ich mir das natürlich noch mal gut überlegen... Die meisten Einzelteile an dem Motor hat übrigens nach meiner ersten Augenscheinnahme das Dekompressionsventil - ein kleines Wunderwerk der Technik. Und das habe ich bereits wieder gangbar gemacht. Herrlich!
Nachtrag: Als ich den Motor auf den Kopf stellte, mit dem Kolben auf OT, kam durch die Spülkanäle eine reichliche Kaffeetasse alten Zweitaktgemischs aus dem Kurbelgehäuse gelaufen - faktisch reines Öl, da der Sprit schon lange hinwegverdunstet ist. Ich nehme das einfach mal als Hoffnungsträger, dass die Simmerringe noch i. O. sind.
Cheers, Jan
Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Mittwoch 24. Mai 2017, 08:12
von Herr Biernot
Moin Jan,
schönes Teil haste dir da angelacht. Muss da irgendwie zwangsläufig an
den hier denken.
Deswegen:
jan hat geschrieben:und die Hühnerscheiße werden vorsichtig entfernt
Bitte nicht

Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Mittwoch 24. Mai 2017, 09:33
von Uli
bos´n hat geschrieben:Sacht mal : Owatrol gibt es aber in verschiedenen Ausführungen ?
Ich nehm dieses hier: http://www.korrosionsschutz-depot.de/ro ... -oel-500ml
hm,müsste mal ausprobieren da einen normalen Lackaufbau zu aplizieren....
Das wird wohl eher nix, es sei denn mit passenden Essenzen, die dieses Öl enthalten.
KSD hat auf ihrer Seite eine PDF mit Anwendungshinweisen, guck dir die mal an.
Mit einem Epoxy-Primer soll das wohl gehen, würde ich aber nur bei SEHR leichtem Rostbefall machen oder wenn es anderweitig nicht möglich ist, die braune Pest in dem Bereich restlos auszurotten. Ich sehe die Anwendung eher in der reinen Versiegelung eines bestimmten Verwesungsstadiums.
Wir bekommen deinen Thread schon noch in Richtung Off-Topic gebogen, Jan, wie sehr du dich auch anstrengst, beim Thema zu bleiben.

Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Mittwoch 24. Mai 2017, 09:49
von Martin
Lieber Jan
Bist Du eigentlich gut versorgt mit Fachleuten für das Gerät oder gar Teilequellen? Wenn Du magst kann ich einen Kolelgen mal ansprechen, die haben sich sehr den alten Böcken aus OWL verschrieben. Da ist sicher was zu hiolen an Infos.
Lass es mich einfach wissen

Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Mittwoch 24. Mai 2017, 16:41
von jan
Martin hat geschrieben:Lieber Jan
Bist Du eigentlich gut versorgt mit Fachleuten für das Gerät oder gar Teilequellen? Wenn Du magst kann ich einen Kolelgen mal ansprechen, die haben sich sehr den alten Böcken aus OWL verschrieben. Da ist sicher was zu hiolen an Infos.
Lass es mich einfach wissen
Danke, lieber Martin! Ich komme bei Bedarf sehr gerne darauf zurück!
Die Realität sieht so aus, dass das Fahrradtechnik ist, mit der ich schon als 9-Jähriger ganz gut zurechtkam. Okay, Sachs-Motor und Parallelogramm-Gabel standen damals noch nicht auf meinem Schrauberzettel...
Inzwischen habe ich auch schon `ne Dreiviertelstunde mit Gundula telefoniert. Sie empfiehlt zum Reinigen nichts als Petroleum und saubere, weiche Lappen. Für rostige Stellen, Schraubenköpfe u. ä. ist Owatrol nach ihrer Meinung okay, aber nicht für Lackflächen - sie sagt, dass Owatrol vergilbt und der Gilb dann auch nicht mehr zu beseitigen ist.
Für die Lackflächen hat sie mir eine "Geheimrezeptur" zum Selberkochen überlassen, bestehend aus einem Wachs und einem Lösungsmittel, die man auf dem heimischen Herd im richtigen Mischungsverhältnis zusammenköcheln muss. Im Prinzip wohl nix anderes als eine ordentliche, wachsbasierte Lackversiegelung - aber empfohlen aus berufenem Munde, weswegen ich den erhöhten Beschaffungs- nebst Herstellungsaufwand gerne in Kauf nehme.
Ich halte Euch auf dem Laufenden... Cheers, Jan
Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Mittwoch 24. Mai 2017, 17:30
von Uli
jan hat geschrieben:Für die Lackflächen hat sie mir eine "Geheimrezeptur" zum Selberkochen überlassen, bestehend aus einem Wachs und einem Lösungsmittel, die man auf dem heimischen Herd im richtigen Mischungsverhältnis zusammenköcheln muss.
"Sumpfger Schlange Schwanz und Kopf
Brat und koch im Zaubertopf:
Molchesaug und Unkenzehe,
Hundezung und Hirn der Krähe;
Zäher Saft des Bilsenkrauts,
Eidechsbein und Flaum vom Kauz:
Starken Zauber eingemischt!
Höllenbrei im Kessel zischt. "

Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Mittwoch 24. Mai 2017, 17:52
von Martin
Uli hat geschrieben:
jan hat geschrieben:Für die Lackflächen hat sie mir eine "Geheimrezeptur" zum Selberkochen überlassen, bestehend aus einem Wachs und einem Lösungsmittel, die man auf dem heimischen Herd im richtigen Mischungsverhältnis zusammenköcheln muss.
"Sumpfger Schlange Schwanz und Kopf
Brat und koch im Zaubertopf:
Molchesaug und Unkenzehe,
Hundezung und Hirn der Krähe;
Zäher Saft des Bilsenkrauts,
Eidechsbein und Flaum vom Kauz:
Starken Zauber eingemischt!
Höllenbrei im Kessel zischt. "

Und hast Du endlich Deine Feuerwehr abgeholt?

Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Mittwoch 24. Mai 2017, 22:37
von Uli
Martin hat geschrieben:Und hast Du endlich Deine Feuerwehr abgeholt?

Geh ich dir auf die Nerven? Mit "Macbeth"?
Wenn ich zur Zeit könnte, wie ich wollte...
Ich weiß die rote Wurst ja noch gut aufgehoben bei meinem Lieblingsoberpfälzer.
Ich muss nur noch einen Termin ausmachen und eine Woche früher hinkommen.

Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Mittwoch 24. Mai 2017, 23:09
von Norton
jan hat geschrieben:Martin hat geschrieben:Lieber Jan
Bist Du eigentlich gut versorgt mit Fachleuten für das Gerät oder gar Teilequellen? Wenn Du magst kann ich einen Kolelgen mal ansprechen, die haben sich sehr den alten Böcken aus OWL verschrieben. Da ist sicher was zu hiolen an Infos.
Lass es mich einfach wissen
Danke, lieber Martin! Ich komme bei Bedarf sehr gerne darauf zurück!
Die Realität sieht so aus, dass das Fahrradtechnik ist, mit der ich schon als 9-Jähriger ganz gut zurechtkam. Okay, Sachs-Motor und Parallelogramm-Gabel standen damals noch nicht auf meinem Schrauberzettel...
Inzwischen habe ich auch schon `ne Dreiviertelstunde mit Gundula telefoniert. Sie empfiehlt zum Reinigen nichts als Petroleum und saubere, weiche Lappen. Für rostige Stellen, Schraubenköpfe u. ä. ist Owatrol nach ihrer Meinung okay, aber nicht für Lackflächen - sie sagt, dass Owatrol vergilbt und der Gilb dann auch nicht mehr zu beseitigen ist.
Für die Lackflächen hat sie mir eine "Geheimrezeptur" zum Selberkochen überlassen, bestehend aus einem Wachs und einem Lösungsmittel, die man auf dem heimischen Herd im richtigen Mischungsverhältnis zusammenköcheln muss. Im Prinzip wohl nix anderes als eine ordentliche, wachsbasierte Lackversiegelung - aber empfohlen aus berufenem Munde, weswegen ich den erhöhten Beschaffungs- nebst Herstellungsaufwand gerne in Kauf nehme.
Ich halte Euch auf dem Laufenden... Cheers, Jan
Bienenwachs und Terpentin, oder?
Täte es einfach micht auch ein Lappen mit etwas Balistol?
Ist da die Rede von einem Preßsack?
Gruß. Martin.
Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Donnerstag 25. Mai 2017, 01:00
von jan
Norton hat geschrieben:Bienenwachs und Terpentin, oder?
Nee, nicht ganz. Die Basis ist
das hier.
Norton hat geschrieben:Täte es einfach micht auch ein Lappen mit etwas Balistol?
Ballistol habe ich ja auch bereits geordert. Das werde ich mal an einer weniger sichtbaren Stelle als dem Tank ausprobieren. Vielleicht leistet es ja bei der Reinigung gute Dienste.
Und die Wachsmischung dient ja dann der Versiegelung.
Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Donnerstag 25. Mai 2017, 08:06
von Martin
Uli hat geschrieben:Martin hat geschrieben:Und hast Du endlich Deine Feuerwehr abgeholt?

Geh ich dir auf die Nerven? Mit "Macbeth"?
Wenn ich zur Zeit könnte, wie ich wollte...
Ich weiß die rote Wurst ja noch gut aufgehoben bei meinem Lieblingsoberpfälzer.
Ich muss nur noch einen Termin ausmachen und eine Woche früher hinkommen.

Auf die Nerven? Ach komm... In der Liga spielst Du noch nicht
Gesendet von meinem LG-H850 mit Tapatalk
Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Donnerstag 25. Mai 2017, 21:36
von jan
Martin hat geschrieben:Uli hat geschrieben:Geh ich dir auf die Nerven? Mit "Macbeth"?
Auf die Nerven? Ach komm... In der Liga spielst Du noch nicht
Da musst Du ihm schon mit einem Ghettoblaster den Vatertag versauen!!

Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Donnerstag 25. Mai 2017, 22:17
von bosn
Ballistol....hat in meinen Augen nur schlechte Schmier und Korrosionsschutzeigenschaften.
Ich nutze es am liebsten zur Lederpflege.Dort ist es prima einzusetzen.
Irgendwie sind dort auch aggressive Sachen enthalten......von dem Gestank wird mir übel.
Re: Scheunenfund aus OWL
Verfasst: Donnerstag 25. Mai 2017, 22:44
von jan
bos´n hat geschrieben:Ballistol....hat in meinen Augen nur schlechte Schmier und Korrosionsschutzeigenschaften.
Ich nutze es am liebsten zur Lederpflege.Dort ist es prima einzusetzen.
Gut! Dann wird damit noch mal die Satteltasche eingerieben.

Batterie-Frage
Verfasst: Donnerstag 25. Mai 2017, 22:54
von jan
Weiß jemand zufällig, was in so einen "Batterie-Torpedo" für Akkus reingehören?! (Irgendwie ist es mir zuwider, da einfach drei oder vier stinknormale Taschenlampenbatterien reinzustopfen... )
Scheunenfund_12_Batterie-Torpedo_01.jpg
Scheunenfund_13_Batterie-Torpedo_02.jpg