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Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Samstag 9. August 2014, 14:02
von Towner
Ich habe das XS650-Ventil drin und bin zufrieden damit. Es erscheint mir robuster und langlebiger als das Kunsstoffventil. Zu dem Problem mit der Ölbohrung am Kopf kann ich nicht viel sagen, muss man sehen. Jedenfalls hat das nichts mit der Undichtigkeit zu tun.
Ralf
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Samstag 9. August 2014, 14:36
von Fast Franz
"Ich habe einen kurzen Schlauch und einen kleinen Trichter auf den Ölzugang am Kopf gesteckt
und mit Petroleum gefüllt.
Rechts, die Hohlschraube mit Unterverteilung nach links : keine Sekunde und der Trichter ist leer.
Links, die ja nur bekommt was ihr die rechte Seite übrig lässt : Nach Tagen noch keine Verluste."
Hallo Uwe ich hoffe mal das war nur am unverbauten Kopf gewesen, sonst wäre wohl ein Ölwechsel fällig.
Meines Wissens läuft das Öl durch Bohrungn zwischen Kipphebelwelle und Kipphebel raus (Schmierung eben ) und dann durch den Stößenstangenkanal herunter auf die Nockenwelle und von da in den Ölkreislauf. Du hast also geprüft ob ein Kipphebel genügend Schmierstoff bekommt. Was auch immer gut zu wissen ist,
Ich hab heute mal das VW "Kugelventil" zwischengesetzt. Es hat deutlich meht Wiedstand als das XS 650 Ventil ,
Jetzt hab ich mal nachgesehen (Leerlauf) ob da überhaupt noch druck Derauskommt; Gefühlt NIX
Frage nun: Ist das Ventil zu Stramm und Blockiert, oder hat sich nach 2 km Fahrt schon soviel Unterdruck gebildet, daß mandeshalb nix fühlen kann?
Franz
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Samstag 9. August 2014, 15:03
von Towner
Fast Franz hat geschrieben:Ich hab heute mal das VW "Kugelventil" zwischengesetzt. Es hat deutlich meht Wiedstand als das XS 650 Ventil ,
Jetzt hab ich mal nachgesehen (Leerlauf) ob da überhaupt noch druck Derauskommt; Gefühlt NIX
Frage nun: Ist das Ventil zu Stramm und Blockiert, oder hat sich nach 2 km Fahrt schon soviel Unterdruck gebildet, daß mandeshalb nix fühlen kann?

Da sollte eigentlich immer was rauskommen, hast Du das richtig herum eingebaut (kann ja mal passieren) ???
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Samstag 9. August 2014, 15:47
von Fast Franz
Logisch kann immer mal passieren, war aber richtig eingebaut; Habs jetzt erst mal wieder weggelegt.
Ohne Ventil wieder sattes ausblasen. Bei geschlossenem Öldeckel sieht nab dann wie der Öltank schön mitschwingt, one Öldeckel ruhig
Übrigens hatten die Indischen Enfield als Motorenntlüftung einen Flach zusammenpressten Schlauch richting Ritzel gelegt (also gleichzeitig Kettenöler)
Vileicht findet sich hier mal ein Ansatz
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Samstag 9. August 2014, 19:55
von AHO
Fast Franz hat geschrieben:...Übrigens hatten die Indischen Enfield als Motorenntlüftung einen Flach zusammenpressten Schlauch richting Ritzel gelegt (also gleichzeitig Kettenöler)
Vileicht findet sich hier mal ein Ansatz
Hab ich an meiner Enfield, funktioniert gut, allerdings kommt beim "Heizen" und/oder wenn etwas zuviel Öl eingefüllt wird soviel raus, dass die hintere Felge nicht rosten kann durch das von der Kette abgeschleuderte Öl.
Bei meiner Commando hat der Vorbesitzer einfach einen Schlauch von der Entlüftung (letzte Variante) nach hinten an den Kotflügel gelegt, an dessen Ende habe ich zusätzlich mit einem Röhrchen als Adapter einen original Enfield "Duckbill" angesetzt, das funktioniert bisher ganz gut, da jetzt keine feuchte Luft mehr angesaugt wird, ist auch nicht mehr so oft und so viel "erbrochene" Emulsion unter dem Schlauchende auf dem Boden.
Gruß
Andreas
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Samstag 9. August 2014, 20:25
von Towner
Fast Franz hat geschrieben:Logisch kann immer mal passieren, war aber richtig eingebaut; Habs jetzt erst mal wieder weggelegt.
Ohne Ventil wieder sattes ausblasen. Bei geschlossenem Öldeckel sieht nab dann wie der Öltank schön mitschwingt, one Öldeckel ruhig
Übrigens hatten die Indischen Enfield als Motorenntlüftung einen Flach zusammenpressten Schlauch richting Ritzel gelegt (also gleichzeitig Kettenöler)
Vileicht findet sich hier mal ein Ansatz
Dieses Röcheln ist bei mir jetzt auch weg. Ob da jetzt noch viel rausgeblasen wird, hab ich ehrlich gesagt noch nicht geprüft. Der Rückstrom ist aber auch im Standgas besser - ein satter Strahl, nicht mehr so ein Rumgespritze. Ich hab das jetzt seit vorigem Jahr drin und kein Problem damit.
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Montag 11. August 2014, 19:03
von Towner
Hi,
hab das eben mal an meiner Maschine geprüft. Es ist nur noch eine geringe Luftbewegung spürbar - fast nichts. Aber das ist ja auch der Sinn der Sache. Wenn es noch kräftig rausblasen würde, hätte das Ventil ja keine Wirkung. Der Ausstoß soll ja durch das Ventil neutralisiert werden. Wenn der Kolben nach oben geht entsteht ein Vacuum, das durch die Abwärtsbewegung wieder aufgehoben wird. Das ist der Plan.
Ralf
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Montag 11. August 2014, 21:32
von Fast Franz
Hallo Ralf
freue mich immer wenn jemand meine Erkenntnisse aus der damaligen Pysikstunde teilt.
Schön wenn man nicht immer Kreide holen musste.
Mal im Ernst, wie lange fährst du das Ventil denn schon, gibt es da schon Langzeiterfahrungen?
Die meißten Berufsschrauber kratzen sich bei sowas immer den Kopf.
Und der Unterdruck ist wirklich nicht Leistungsmindernd?

Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Montag 11. August 2014, 21:36
von Tim
Fast Franz hat geschrieben:... und der Unterdruck ist wirlich nicht Leistungsmindernd?
Im Gegenteil.
Tim
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Montag 11. August 2014, 21:39
von Fast Franz
Wieso?
hier muß der Kolben doch nicht nur den Druck für die Kompression aufbauen sondern auch noch ein Vakuum erzeugen. Meine Kraftbilanz sagt mir da was anderes.
Erklär mal (bin eben nur Schreiner)
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Montag 11. August 2014, 21:45
von Tim
Fast Franz hat geschrieben:hier muß der Kolben doch nicht nur den Druck für die Kompression aufbauen sondern auch noch ein Vakuum erzeugen.
Ja, und wenn er übern OT ist, hilft ihm die Druckdifferenz wieder runter, die Verluste dabei sind relativ gering. Jedenfalls geringer als der Gewinn dadurch, dass die Wurbelkelle weniger Luft-Öl-Gemisch verdrängen muss.
Bei Mehrzylindermotoren (und Nicht-Gegenläufern) kommen noch weniger Pumpverluste hin und her im Kurbelgehäuse dazu. Deswegen werden moderne Rennmotoren mit habhaften Absaugstufen und strömungsgünstigen Absaugkanälen konstruiert, da sind dann nur noch einige kPa im Motor.
Die 2:1-Ratio und die dünnen Absaugbohrungen bei unseren Moppeds haben damit wenig gemein, weswegen das Reed direkt am Kurbelgehäuse auch so gut funktioniert.
Tim
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Montag 11. August 2014, 23:48
von Towner
Fast Franz hat geschrieben:Mal im Ernst, wie lange fährst du das Ventil denn schon, gibt es da schon Langzeiterfahrungen?
Die meißten Berufsschrauber kratzen sich bei sowas immer den Kopf.
Wie gesagt, seit letztem Jahr so ca. 2000 Meilen. Es bringt definitiv weniger Undichtigkeit im Bereich an der 3. Rippe. Das hat jetzt auch an der Kiste von meinem Kumpel geholfen - war ganz schön undicht in dem Bereich und jetzt so gut wie trocken. Das wäre auch der einzige Grund, das Ventil zu installieren. Wenn die Kiste dicht ist, würde ich nichts ändern. Im dem amerikanischen Forum haben schon etliche Leute das Ventil seit Jahren installiert und durchweg gute Erfahrung damit.
Was soll schon passieren ? Die Rückförderung des Öls funktioniert m.E. auch besser als vorher. Einfach mal den Motor reinigen, das Ventil installieren und mal 200 Meilen fahren. Wenn es trotzdem noch undicht ist, kannst Du es ja wieder ausbauen.
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Dienstag 12. August 2014, 11:54
von ALI-801
Nicht dass ich großartig das nun verstehen würde.
Einverstanden, wenn es heisst, Luft die nicht angesaugt wurde muss auch nicht mehr ausgeblasen werden.
Aber wenn der Motor ungebremst ausatmen kann, dann sollten trotzdem größere Drücke im Kopf vorherrschen und
Öl durch die Rippen pressen?
Also in den Fälle, wo dieses Ventil eingebaut wurde, gab es gleichzeit keine Änderungen, z.B. neue Kopfdichtung,
sodass keine Zwiefel bleiben. Der Erfolg geht ganz allein auf das Ventil zurück?
Ich bin ja einer, der sich manchmal ärgert, weil er mehre Sachen gleichzeitig auseinander hatte, und ich dann nicht mehr prüfen kann,
welchem Tuen der Erfolgt zu verdanken ist.
Ich kann es kaum glauben.
Uwe
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Dienstag 12. August 2014, 12:25
von Tim
ALI-801 hat geschrieben:Aber wenn der Motor ungebremst ausatmen kann, dann sollten trotzdem größere Drücke im Kopf vorherrschen und Öl durch die Rippen pressen?
Der Motor kann grade eben nicht ungebremst ausatmen, weil die Luft durch einen relativ geringen Querschnitt immer wieder hin- und her gepumpt wird. D.h. bei OT hat man irgendwas in der Größenordnung des Umgebungsdrucks, sobald die Kolben wieder runtergehen, steigt der Druck im Gehäuse. Bei jeder Bewegung wird einiges an Luft raus- und rein gepumpt, dabei entstehend Pumpverluste.
Was das Rückschlagventil - oder der Drehschieber - macht, ist den relativ geringen Teil des Gases im Kurbelgehäuse, der es durch die Restriktion ins Freie schafft, dann auch draußen zu halten. D.h. bei jeder Abwärtsbewegung der Kolben wird solange etwas Luft rausgedrückt, bis sich ein Gleichgewicht einstellt. Wäre keine Saugstufe vorhanden, wäre das irgendwo bei Umgebungsdruck im Kurbelgehäuse, wenn die Kolben um UT sind. Mit Saugstufe und einem guten Rückschlagventil schafft man es auch unter Umgebungsdruck, zumindest im Kurbelgehäuse. Dann hat das Öl einfach keinen Antrieb mehr, um irgendwo rauszusuppen.
Tim
Re: 850 MK III - Kopf porös oder gerissen
Verfasst: Dienstag 12. August 2014, 13:26
von ALI-801
ok der Bleistiftstemmer gibt sich dem Ingenöör geschlagen.
