Seite 3 von 4

Re: Schwingenlager

Verfasst: Sonntag 8. September 2019, 13:57
von Öko
Ich habe schon bevor ich die Lehre als Kfz Mechaniker angefangen habe zusammen mit einem Altmeister die Vorderachsnaben von unserem Framo Bj.59 erneuert und anschließend auf saugende Paarung aufgerieben.
Wenn man es ein mal kapiert hat beide Buchsen gleichzeitig aufzureiben und das nicht mit aller Gewalt...liefert man auch Jahrzehnte später noch saubere Arbeit ab.
Das A & O der Messingbuchsen ist es die regelmäßig nachzufetten...und nicht nur alle Jahre mal paar Habe aus der Fettpresse.
Dann kann schon er Füllkanal zur einen Seite durch die Kombination altes Fett und Dreck zugesetzt sein...ggf.. hilft dann mit der Lötlampe erwärmen und gleich neues Fett über dem Schmiernippel nachschieben.
Ist bei älter Schlepper, Lkw und Pkw Buchsen exakt das gleiche Spiel...regelmäßig nachgehen, ansonsten verschleißen die Buntmetallbuchsen schnell.
Gibt ja im Motorradbereich auch die Emil Schwarz Buchsen...ist im Grunde exakt das Gleiche...anstatt Nadellagerung.

Re: Schwingenlager

Verfasst: Sonntag 8. September 2019, 14:04
von Norton
Alexander hat geschrieben:Auch deswegen wollte ich fragen , wie lange solche Sinterbuchsen wohl leben .
Ich hatte nämlich schon wegen einer verstellbaren Reibahle geschaut . Die ist dann aber kurz und nicht geführt . Also taugt demnach nicht für diesen Einsatz .
Martin , deine Reibahle ist dann für das Standartmaß ? Weil viele haben ja - wie auch ich - bereits die Übermaßachse in dem Cradle , weil der schon Luft hatte . Das heißt dann , das man eine Ahle benötigt , welche auf das Übermaß aufreiben kann . Ich glaub zu erinnern , das waren dann 0,5mm Aufmaß . Also 22,5mm .
Gruß Alexander
Ist eine einstellbare Hunger-Reibahle. 21 - 24mm.

Gruß. Martin.

Re: Schwingenlager

Verfasst: Sonntag 8. September 2019, 16:23
von Phil
Piddie hat geschrieben:... beschriebenen "Abhilfen" sind schon rustikal: Neben der Verwendung von Schleifpapier wird auch schon mal der Einsatz einer gebrauchten Schwingenachse in Verbindung mit Einschleifpaste empfohlen. :shock: ...
Uaaaaaaah, was'n Gemurkse. Das meinen die Vögel nicht wirklich ernst, oder? :facepalm2: :facepalm2: :facepalm2:

Grüße

Ph.

Re: Schwingenlager

Verfasst: Sonntag 8. September 2019, 18:21
von Öko
Ne leicht mit Flugrost befallene Achse melalisch blank machen , leicht eingefettet montieren ist ja notwendig...Schleifpaste auf die Achse, damit sich das schneller einreibt ist Murks vom Herren...das können nur Idioten empfehlen..damit es möglichst schnell wieder merkliches Spiel hat und doppelt Geld verdient werden kann.

Re: Schwingenlager

Verfasst: Sonntag 8. September 2019, 18:27
von Piddie
Phil hat geschrieben:Das meinen die Vögel nicht wirklich ernst, oder?
Das Problem der Verbindung von Schleifkörpern mit gesinterten Buchsen wird durchaus erkannt, aber auch gleich ein "überzeugendes" Rezept genannt, um die Folgen zu minimieren: Die Schwinge mit den "eingeschliffenen" Buchsen über Nacht in Petroleum einweichen und am nächsten Tag mit Pressluft ausblasen. Man muss sich nur zu helfen wissen. ](*,)
Als Schüler und Student habe ich mir auch allerlei Pfusch erlaubt, weil der Bock mich am nächsten Tag wieder zur Schule oder Uni tragen sollte. Da heiligt schon mal der Zweck die Mittel. Aber in einer hellen und beheizten Garage, ohne zeitlichen und augenscheinlich finanziellen Druck habe ich für solche Aktionen auch kein Verständnis.

Re: Schwingenlager

Verfasst: Montag 9. September 2019, 11:52
von Norton Motors
Die "Kegler Clamps" sind in meinem Augen elendes Gemurkse aus der LKW-Pfuscherbude. :facepalm2:

Was ich mal die "Dieter Cordes-Lösung" nenne, die aufgeschweißten Muttern auf dem Lagerrohr im Hilfsrahmen, in die Schrauben kommen, die auf die- inzwischen bei all unseren (Andover Nortons) Schwingenachsen vorhandenen- Flächen für die Mk3-Typ "Fahrradkeile" drücken, sind eine saubere und bei vielen Commandos, inklusive unserem "Familienrenner", seit über 20 Jahren bewährte Lösung. :zustimm:

Warum das brutale Zusammenwürgen des Hilfrahmenquerrohres mit dadurch verursachtem möglichem Verzug der Struktur da "besser" sein soll, möge mir doch mal bitte ein geschulter Maschinenbauer- also kein Hobbyist! - erklären. :gruebel:

Re: Schwingenlager

Verfasst: Montag 9. September 2019, 12:17
von Norbert
Ich habe die "Dieter Cordes" Lösung beim Kauf meiner Commando vor 33 Jahren so vorgefunden und hatte auch nie Grund zu klagen.
Warum allerdings die "Kegler Clamps" in deinen Augen elendes Gemurkse sein soll versteh ich nicht. Da wird nichts zusammengewürgt sondern einem lediglich die Braterei auf dem Schwingenrohr erspart, die genauso zu "möglichem Verzug der Struktur" führen kann.

Re: Schwingenlager

Verfasst: Montag 9. September 2019, 13:00
von schnalzer
Bei der Cordes-Lösung wird das Rohr verbraten und beim Anziehen der Schrauben liegen alle Kräfte, egal ob Zug an der aufgeschw. Mutter oder Druck von der Achse, voll am Cradle-Rohr selbst an, welches zudem nicht sonderlich dickwandig ist. Da kommt es deutlich eher zu ungewollten Verformungen.
Bei der Klemmen-Lösung dagegen geht die ganze Kraft über die massiven Klemmen selbst. Da wird auch nix zusammengewürgt, da der Innendurchmesser der Clamps dem Außendurchmesser des Rohr entspricht. Und die Druckschrauben gehen genauso auf die abgeflachten Flächen der Achse, wie bei der Cordes Lösung auch.
Also ich als studierter Fahrzeugbauer (wenn das den unbedingt erwähnt werden muss...) finde die Klemmen-Lösung deutlich schlüssiger und eleganter.

Re: Schwingenlager

Verfasst: Montag 9. September 2019, 13:12
von Norton
schnalzer hat geschrieben:Bei der Cordes-Lösung wird das Rohr verbraten und beim Anziehen der Schrauben liegen alle Kräfte, egal ob Zug an der aufgeschw. Mutter oder Druck von der Achse, voll am Cradle-Rohr selbst an, welches zudem nicht sonderlich dickwandig ist. Da kommt es deutlich eher zu ungewollten Verformungen.
Bei der Klemmen-Lösung dagegen geht die ganze Kraft über die massiven Klemmen selbst. Da wird auch nix zusammengewürgt, da der Innendurchmesser der Clamps dem Außendurchmesser des Rohr entspricht.
Also ich als studierter Fahrzeugbauer (wenn das den unbedingt erwähnt werden muss...) finde die Klemmen-Lösung deutlich schlüssiger und eleganter.
:gut:
Und das war ja schliesslich nicht die einzige gute Idee von Heinz Kegler.
Halbwegs begabt kann man sich die auch selbst herstellen. Sogar die zölligen Stellringe gäbe es zu kaufen.

Gruss. Martin.

Re: Schwingenlager

Verfasst: Montag 9. September 2019, 14:54
von Tim
Norton Motors hat geschrieben:... das brutale Zusammenwürgen des Hilfrahmenquerrohres mit dadurch verursachtem möglichem Verzug der Struktur ...
:-k Die Kegler-Clamps würgen doch nix zusammen, die sind nur ein alternativer Weg zur aufgeschweißten Mutter, um den Klemmschrauben jeweils ein Gewinde zum Abstützen anzubieten. Die eigentliche Klemmung ist doch bei beiden Varianten gleich.
...geschulter Maschinenbauer ....
Düe güps hür nüch.


Tim

Re: Schwingenlager

Verfasst: Donnerstag 12. September 2019, 22:47
von Norton
Norton hat geschrieben:
Alexander hat geschrieben:Auch deswegen wollte ich fragen , wie lange solche Sinterbuchsen wohl leben .
Ich hatte nämlich schon wegen einer verstellbaren Reibahle geschaut . Die ist dann aber kurz und nicht geführt . Also taugt demnach nicht für diesen Einsatz .
Martin , deine Reibahle ist dann für das Standartmaß ? Weil viele haben ja - wie auch ich - bereits die Übermaßachse in dem Cradle , weil der schon Luft hatte . Das heißt dann , das man eine Ahle benötigt , welche auf das Übermaß aufreiben kann . Ich glaub zu erinnern , das waren dann 0,5mm Aufmaß . Also 22,5mm .
Gruß Alexander
Ist eine einstellbare Hunger-Reibahle. 21 - 24mm.

Gruß. Martin.

Re: Schwingenlager

Verfasst: Donnerstag 12. September 2019, 23:44
von Alexander
Schaut gescheit aus :megacool:

Re: Schwingenlager

Verfasst: Freitag 13. September 2019, 14:52
von jan
:pfeiffen:
20181227_170514.jpg

Re: Schwingenlager

Verfasst: Freitag 13. September 2019, 15:43
von Tim
jan hat geschrieben:...
:-k Jan, tu Dir bitte nicht weh. :mrgreen:


Tim

Re: Schwingenlager

Verfasst: Freitag 13. September 2019, 19:09
von jan
Tim hat geschrieben:
jan hat geschrieben:...
:-k Jan, tu Dir bitte nicht weh. :mrgreen:
Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass da meine Hand zu sehen ist?! :shock: :grinsevil:

Das war Siggi, mein Zerspanungsguru... ;-D