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Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Freitag 8. Februar 2019, 19:19
von Towner
Norbert hat geschrieben:Towner hat geschrieben:....... Die Commando ist halt gefragt und auch viel seltener. Die Triumph war ja dagegen ein Massenprdokukt.
Vor 33 Jahren, als ich mit Norton-fahren angefangen hab, hab ich einen Triumph-Fahrer am Nürburgring getroffen. Er meinte, die Triumphen wären die englichen MZs....
Aber dann doch lieber die englische MZ

Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Freitag 8. Februar 2019, 19:30
von Phil
bos´n hat geschrieben:....und die Beezas gammeln am KW-Gleitlager....
Sagen wir es mal so, die Lösung ist jetzt nicht der Weisheit letzter Schluss, aber wenn das anständig gemacht ist, so wie Robert O. das tut, dann geht das schon. Und man hat ja die Möglichkeit, dass ggf. vom Traupel oder von SRM auf end feed umstricken zu lassen, wenn man mag.
Blöde ist eben, dass es vergleichsweise teuer ist, ein BSA-twin bottom end zu machen, da sind die Triumphen mit den wälzgelagerten Kurbelwellen deutlich günstiger und leichter instand zusetzen. Dafür hat man eben bei die Triumphen das Stößelrohr-Gefrett, was ja auch nicht die pure Freude ist.
Norton hat geschrieben:.... Tragen ihr Geld lieber zu solch Leuten wie Emgo und Wassel, meinen damit was zu sparen...
EMGO und Wassell....

Direkt aus der Hölle, wenn Ihr mich fragt. In der Aufzählung fehlt aber noch MCA, die sind mindestens so grottenschlecht.
Leider leider gibt es vor allem für die BSA-Dingers fast keine alternativen Teilequellen, weshalb ich die Norton-Teileversorgung ziemlich beneide.
Grüße
Ph.
Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Freitag 8. Februar 2019, 19:30
von bosn
@Nortin: Bist du schlecht informiert ?
http://britbikeforum.de/viewtopic.php?f=16&t=10862
Grundsätzlich gibt es bei umph-Köppen auch "Probleme"

Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Freitag 8. Februar 2019, 20:38
von Norton
Ist doch prima. 850 eur für einen neuen Kopf, neue Führungen, Sitze, keine kaputten Gewinde, krumme Dichtflächen.
Scheinbar können viele Leute nicht rechnen, oder wollen alles geschenkt haben. Gebrauchten Kopf, Führungen machen (lassen? Nur die wenigsten können das selbst) Sitze fräsen (ach was für ein Aufwand, einschleifen mit irgendwelchen Vorsatzwerkzeugen und Bohrmaschine tuts doch auch).... kommt doch zum Ende aufs Gleiche raus und man immer einen alten Sch....s.
Englische MZ, naja, wenn es mal so wäre?
Ralf, Du gibst eine Commando weg und behältst eine Triumph und glaubst damit besser weg zu kommen.
Ich lach mich tot!
Beim Triumph Kopf gibts nicht nur Probleme. Für mich ist der ganze Kopf als solcher ein Problem.
Die Amis, die solche Köpfe "brauchen", brauchen das doch nicht zum fahren. Wissen halt mir ihrer Kohle nicht hin wohin .... Wenn ich mir den ganzen Klimborium von Colorado Norton Works anschaue. "Brauchen" tut das kein Mensch und wirklich besser machen tut das eine Commando auch nicht.
Edelstahl, zwar sch....e, aber sieht toll aus und vor allem, es ist teuer. Und weil nur gut sein kann, was auch teuer ist .....
Gruß. Martin.
Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Freitag 8. Februar 2019, 21:23
von jan
Boah, wenn ich darüber nachdenke, wie robust die AMC-Köpfe sind, wie viele davon noch für kleinstes Geld durchs Netz und über die Teilemärkte geistern, wie einfach die zu montieren sind, wie gut die funktionieren - dann bin ich unterm Strich nach der Lektüre Eurer aktuellen Diskussion mal wieder ein paar Prozent überzeugter, mit Matchless bzw. AJS bei der richtigen Marke gelandet zu sein.

Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Freitag 8. Februar 2019, 22:01
von Towner
Norton hat geschrieben:
Ralf, Du gibst eine Commando weg und behältst eine Triumph und glaubst damit besser weg zu kommen.
Ich lach mich tot!
Was soll ich dazu sagen, bis jetzt war es so ! Die Norton verkauft sich auch besser. Davon abgesehen hab ich an der Triumph genauso viel Spaß, für mich ein tolles Motorrad. Optisch gefällt sie mir sogar besser, hat eine top Straßenlage, nur die Motorleistung der Commando ist schon eine andere Klasse.
Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 12:25
von Klaus Monning
Chris Zet hat geschrieben:Hi liebe Leute,
hab ein Video vom James Comstock gesehen wie er das macht.....das sieht mir am allervernünftigsten aus.....aber den Kopf schicke ich jetzt,
fast schon Mitte Feber, nicht mehr in die US of A
so macht er das:
https://www.youtube.com/watch?v=YXu4dVBfUBU
chris
Hallo Zusammen,
klar ist, das was James Comstock macht, macht Sinn. Wie man in dem Film sieht, benutzt er eine CNC Maschine, die automatisch immer wieder die Position der 3 in Frage stehenden Gewinde- Bohrungen anfährt. Klar ist, der hat sich die Abstände genau ausgemessen oder er hat eine Zeichnung. Dazu gehört natürlich dann auch ein absolut exaktes Ausrichten des Kopfes. So mal eben von Hand aufbohren und neues Gewinde schneiden ist Murks. Ja, der gute Comstock ist ein ganz großer Könner.
Ein Problem ist natürlich, fertige Gewindebuchsen mit 3/8" BSF zu finden. Ich glaube, die gibt's gar nicht. Das Problem ist tatsächlich, dass wenn schon die (Helicoil-) Draht- Einsätze rauswandern, muss eine Buchse rein. Da aber die Gewinde im Kopf extrem kurz sind, muss das mögliche Gewinde zumindest bis auf den Grund geschnitten sein.
Ich hab' mir dabei so geholfen, dass ich den Anschnitt des Gewindebohrers komplett weggeschliffen habe. Das heißt, ich habe jetzt 2 Gewindebohrer einen mit Anschnitt um das Gewinde zu bohren und einen 2. ohne Anschnitt, der den Anschnitt, der nach dem Schneiden mit dem ersten Gewindebohrer im Kopf übrig bleibt, komplett bis auf den Grund schneidet. Das sind mindestens noch 4 weitere tragende Gewindegänge. Soweit die Vorgehensweise, wenn man Helicoil verwenden will.
Beim Verwenden einer Buchse würde ich auch eher auf eine Aluminium- Buchse zurückgreifen (da gleicher Ausdehnungskoeffizient wie der Kopp selber). Diese sollte dann aus Dural (also 7075) sein, da das Material wirklich hochfest ist. Als Außengewinde würde ich M 14x 1,25 vorschlagen, als Innengewinde dann das alte 3/8" BSF. Zum Einkleben dann kein Loctite, da nicht genügend wärmefest. Hierzu gibt es RESBOND 907 TS- GLD. Das ist ein Zeug ähnlich wie Loctite, der Hersteller verspricht aber eine Temperatur- Beständigkeit bis zu 1150°C. Damit kann man was anfangen.
Noch was zu den Bolzen. Sollte sich jemand entscheiden, Metrisches Gewinde zu benutzen, braucht er 2 verschiedene Gewinde am Bolzen. Einschraub- Gewinde: M 10 x 1,25 und Anzugsgewinde M 10 x 1, denn auch die originalen Bolzen haben oben Feingewinde und somit einen anderen Steigungswinkel. Bei einem gegebenen Anzugsmoment erreicht man nämlich mit dem Feingewinde viel höhere Anzugskräfte. Das ist von NORTON damals genau so gewollt gewesen und getestet worden. Also bitte... .
Ach so, ich hab' auch ein solch schönes Stück Zylinderkopf (sogar Combat) bei mir rumliegen. Manche sind ganz heiß auf sowas. Ich nicht, hab ihn halt. Ich hab' jetzt erst einmal Helicoil drinnen. Da ich den Kopp aber nicht unbedingt brauche, werde ich ihn irgend wann einmal auf Buchsen umrüsten.
So, alles Gute. Wir sehen uns in Borgholzhausen, wenn nichts dazwischen kommt.
Gruß
Klaus
Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 13:34
von bosn
Ja,Klaus alles gut durchdacht.
Den Time Sert gibt es nur in UNC-16G
Die Bolzen hab ich für Maulwürfchen dann gedreht.
Die Bolzen werden genau wie die Timesert Büchse warm und dehnen sich aus...im noch dehnenderen Alu...
Was macht der dehnende Ori Bolzen im ori Alukoppgewinde...dehnt sich aus...
Äh das Außengewinde der Buchse ist jetzt größer und sollte sicherlich dem Anzugsmoment standhalten.
Und - man knn das Gewinde knapp aber noch passend einbringen..evtl muss man die Buchsenlänge anpassen.
Senftube zu.

Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 14:30
von Öko
Klaus und Reinhard...ihr habt es noch mal exakt auf den Punkt gebracht..

Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 14:41
von Towner
So ein Alukopf muss man schon vorsichtig behandeln, immer schön mit Drehmoment anziehen. Aber nach fast 50 Jahren sind die Köpfe schon etliche Male runter gewesen und vielleicht auch oft zu fest angeknallt worden, weil man Undichtigkeiten durch Nachziehen beseitigen wollte. Da kommt dann irgendwann das eine oder andere Gewinde raus. Die Krümmergewinde sind auch zu 80% defekt. Viele Bohrungen haben wenig Fleisch und das Material ist weich. Natürlich macht es Spaß so etwas selbst zu machen, wenn man vom Fach ist und eigene Drehbänke etc. hat.. Ich habe aber keine Zeit nebenbei noch eine Werkstatt zu betreiben und das Know-How fehlt mir auch. Und auch nur für die eigene Maschine dieses Equipment anzuschaffen ist Blödsinn. Also bin ich darauf angewiesen, diese Arbeiten von den einschlägigen Experten machen zu lassen. Von den ganzen Reparaturen wird der Kopf aber auch nicht besser. Da hat man am besten noch einen überholten Kopf in Reserve, damit die Ausfallzeit nicht zu lang ist. Ein Kopf ist schnell getauscht. Das hatte ich mir schon überlegt und wollte es auch schon fast machen. Das Budget war schon längst überschritten, die Leidenschaft hatte immer gesiegt, aber jetzt hatte ich kein gutes Gefühl mehr dabei.
Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 15:05
von Nörtn ut stall
Towner hat geschrieben:So ein Alukopf muss man schon vorsichtig behandeln ...
Aus genau diesem Grund würde ich versuchen, den Helicoileinsatz wie b.b. zu erneuern und zu fixieren, anstatt da erneut abrasive Methoden zur Anwendnung zu bringen. Erst einmal die vorhandene Lösung ausreizen; denn eigentlich halten diese Einsätze, ob von recoil oder Heli. Wenn das mit neuen Einsätzen und JBW (o.ä.) nicht klappt, kann man immer noch den nächsten Schritt machen. Und M 10 Regelgewinde = 1,5 und kommt
3/8 BSWschon ziemlich nahe. War also diesbzgl. die richtige Entscheidung.
Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 17:18
von Towner
Nörtn ut stall hat geschrieben:Towner hat geschrieben:So ein Alukopf muss man schon vorsichtig behandeln ...
Aus genau diesem Grund würde ich versuchen, den Helicoileinsatz wie b.b. zu erneuern und zu fixieren, anstatt da erneut abrasive Methoden zur Anwendnung zu bringen. Erst einmal die vorhandene Lösung ausreizen; denn eigentlich halten diese Einsätze, ob von recoil oder Heli. Wenn das mit neuen Einsätzen und JBW (o.ä.) nicht klappt, kann man immer noch den nächsten Schritt machen. Und M 10 Regelgewinde = 1,5 und kommt
3/8 BSWschon ziemlich nahe. War also diesbzgl. die richtige Entscheidung.
Ich würde da nicht mehr mit Helicoil arbeiten, sondern gleich mit einem größeren Gewinde. Wenn der Helicoil rauskommt ist das Thema erledigt. Das liegt nicht unbedingt an zu viel Drehmoment. Vielleicht ist auch das Material zu schwach an der Stelle, weil das sowieso schon gelitten hatte oder Kopf hat generell schlechtes Material. Ein größeres Gewinde hat ja mehr Tragkraft. Man kann dann nur hoffen, dass es dann hält. Einen passenden Bolzen dafür zu drehen, ist die bessere Lösung als ein Gewindeeinsatz. Der Gewindeeinsatz muss ja auch gedeht werden. Wenn der Bolzen dann auch rauskommt kann man nur noch das Loch zu schweißen. Wenn geschweißt wird muss der Kopf geplant werden. Das sind so die Infos, die ich von Exprten bekommen habe.
Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 17:38
von Norton
Laberrabarber....
Wenn das Recoil wieder rauskommen sollte, was es aber nicht tut, hat man gegenüber grösseren Gewindehülsen gar nix verloren, oder kaputt gemacht, weil das dann immer noch geht.
Warum soll das Recoil nicht wieder halten? Ist eine Nummer grösser und trägt ja dann mehr und sitzt weiter aussen im gesunden Material.
Es fahren auch noch ganz viele Köpfe, ich würde sogar sagen die Mehrheit, mit intakten unreparierten Gewinden rum. Und in 30 Jahren Norton-Schrauberei hatte ich noch keinen Kopf mit defektem Auspuffgewinde in der Hand. Und das waren schon so einige.
Und was der Käse mit dem M10 soll? Ist doch kopfloser Aktionismus, weil es schliesslich 3/8" BSF genauso als Rep-Satz gibt und man die originalen Bolzen verwenden kann.
Gruss. Martin.
Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 18:14
von Alexander
Bei dieser Recoil Reparatur gibt es noch einen Punkt , der nicht zu kurz bedacht werden sollte .
Die wenigsten "Normalschrauber , Do it your Selver , etc " werden es auf ihrer Werkbank kaum frei Hand hinbekommen , das neue Gewinde so Winkelgerecht zu setzen , das die Bolzen nachher in ihre Bohrungen nach unten durchpassen . Ich hab das auch schon mal verkackt und infolge von einem Profi mit einem Frästisch eine neue dickere Messing Gewindebuchse mit orig. 3/8 BSF da einsetzen lassen müssen . Passte dann und hält .
Der selbe Szenebekannte Profi hat es bei einem weiterem 850er Commandokopf eines seiner Kunden , seinerseits auch schon mal verrissen . Zu tief durchgebohrt so das er ober durch war und dann noch schief geschnitten so das der Bolzen nicht passte . Den Bolzen haben die dann mit einem Fäustel hingekloppt bis er durchging .
War oder ist bei dem wohl auch etwas Tagesform .
Jedenfalls passiert sowas wohl auch immer mal .(Hier natürlich niemandem)
Re: Commando Zylinderkopf-Stehbolzen
Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 18:26
von michiel
Beim Coil noch zu bedenken.
Bei einem normalen, geschnittenem Gewinde tragen immer nur die ersten 2-3 Gewindegänge.
Beim Coil, aufgrund der "Feder", tragen alle Gewindegänge.