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Re: 59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Montag 28. September 2020, 04:30
von Öko
Ich meine oben und unten am Auslassstößelrohr weißes Silikon zu erkennen, wo exakt passende Silikontichtringe mit 1/3 -1/5 Stauchung im montierten Zustand auf peniebel gereinigte Dichtflächen sein sollten, ggf. ein Hauch von ölbeständiger Dichtmasse.
Die Rockerbox einschließlich des Inspektionsdeckes vom 750er Kopf schein ja auch deutlich Öl raus zudrücken.
Man kann die Dichtflächen doch prima auf ner Schleifplatte/ 1000er Nassschleifpapier aufgespannt plan abziehen.
Eine Dichtung oder flüssige Flächendichtmasse sehe ich allerdings auch nicht.
Das wird dann auf der Einlassseite und zwischen den Rockerboxen unter der kleinen Platte der Kopfschrauben nicht besser aussehen.
Das sollte sich doch an nem Vormittag bis zum Frühstück dauerhaft dicht zu bekommen sein.
Für die langen beiden Inspektionsdeckel gibt es auch Silikondichtungen, allerdings halten beidseitig gefettetete Pappdichtungen auf geplanten Dichtflächen auch nach elf Jahren an meiner Bonnie dicht.
Hatte die Deckel zwei drei mal runter zur Ventilsspielkontrolle, Dichtungen waren intakt, also erneut montiert, spannungsfrei angezogen versteht sich.
Ein mal korrekt zusammengebaut sollte das auch seine Zeit halten, bis der Motor wieder ne GR braucht.
So ein Aluzylinder sieht immer noch sehr lecker aus.
Re: 59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Montag 28. September 2020, 14:02
von barbarossa
@Öko
danke für Deine Einschätzung, ich denke ich muss bisl was bestellen

.
Deine Zeiteinschätzung halte ich mit Sicherheit nicht ein...wenn die Rockerboxen runter waren müsste laut WHB wieder Ventil-Einstellung gemacht werden[emoji33].
Brauch ich dafür Spezialwerkzeug, oder funktioniert gängiges?
Sollte wir uns endlich mal über den Weg laufen, darfst der Aluzylinder auch angucken.

Re: 59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Montag 28. September 2020, 21:45
von Öko
Wenn die Handgriffe mal sitzen löppt das auch..wie immer kommt es auf Genauigkeit beim entfernen von alten Dichtungsresten, sauberen planen Dichtflächen und spannungsfreien Anzug an.
Ich habe hier fünf VauZwo mit 1400ccm stehen, plus einen gerade zerlegten weiteren Motor...alle aus Alu... Tridentzylinder ist auch aus Alu wie auch der Block meiner MZ...lus ein Stationörmotor
Also 15 Aluzylinder und und sieben englische GraugusZylinder auf 4x5,5m...das langt erst mal

59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Freitag 13. November 2020, 17:44
von barbarossa
Vergaser-Reinigung und Choke-Einbau
Da das mit fahren dieses Jahr nichts mehr wird, habe ich schon jetzt Teile bestellt und arbeite das sie ab.
Das Startverhalten meiner englischen Dame war schon immer bescheiden, somit stand auf dem Plan Vergaserreinigung und Choke-Einbau...wenn ich mal Geld habe kaufe ich mir dann einen richtigen AMAL, versprochen!
IST:
- Wassell 930 L OEM
SOLL:
- Vergaserkolben 9/3.0 Schräge, Alu hardonidisiert
- Choke-Set für 930
- Chokezug und Versteller
- AMAL Ersatzschwimmer (schwarz)
Ausbau:
Ich habe alles für ein 20min-Bad im Ultraschallreiniger zerlegt.
Auf dem Foto sieht man die starken Gebrauchsspuren von 3-4000km Laufleistung am Vergaser-Kolben
Reinigung:
Die Reinigung war 20min in erwärmten Spüli-Wasser...lag dann etwas an Sediment am Beckenboden, kann aber auch sonstiger Dreck sein.
Ich habe alle Kanäle nochmal mit Reiniger durchgespült, alles tiptop.
Zusammenbau:
Umgekehrte Reihenfolge von auseinander wieder zusammensetzen, das war klar.
Nur die Choke-Mechanik hat mich grübeln lassen - nach kurzem rein und raus war klar der Choke-"Kolben" muss mit den abgeschrägten Ecken in den Strömungskanal ragen, also unten sein. Wie herum der Choke-Zug, die Feder und Messinghülse zusammenkommen war nach etwas Probieren auch klar. Das wurde nur alles über den Haufen geworfen als ich den Choke-Steller am Lenker eingehangen habe - ich wollte partout, dass der Versteller angelegt = geschlossen ist wenn der Choke offen und damit nicht benutzt wird

.
Aber genau so ist es scheinbar nicht. Jetzt schließe = benutze ich den Choke in der hübschen geraden Hebelstellung der Verstellers und öffne ihn in der geöffneten Hebelstellung wenn der Motor warm ist - hab ich was falsch gemacht? Als Ästhet siehst doof aus.
NoGo
Der schwarze Plaste-Ersatzschwimmer, der vermeintlich AMAL Sparepart sein soll ist voll Ka**e - wollte den weißssen Voll-Plaste, abe rhabe den bekommen. Wegen den paar Euro lohnt die Retour nicht.
Re: 59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Freitag 13. November 2020, 18:19
von AHO
So oft hast Du Dich noch nicht mit Amal Concentric Vergasern oder ihren Nachbauten beschäftigt, oder?
1. Der Choke ist offen, wenn der Chokezug voll gezogen ist.
2. Der schwarze Schwimmer ist der verbesserte neue Typ von Amal. Der verträgt die modernen Kraftstoffe besser. Außerdem kann man da den Schwimmerstand durch Biegen an der Metallzunge einstellen, beim alten weißen Schwimmer musst Du zum Einstellen des Schwimmerstandes die Float Bowl warm machen, und das Nadelventil von unten mit einem passenden Durchschlag in der Höhe korrigieren, der neue Typ ist da einfacher einzustellen.
Gruß
Andreas
59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Sonntag 15. November 2020, 21:04
von barbarossa
@AHO
Danke für Deine Bestätigung, durch meine Funktionsprobe ist mir 1. inzwischen klar.
Das Gute an 2. kann ich aktuell nur bedingt bestätigen, eher verneinen. Die Schwimmerkammer-Nadel hat zu viel horizontales Spiel in der zu dünnen VA-„Gabel“, der weiße Schwimmer mit mehr Materialstärke klemmt die Nadel ohne horizontales Spiel ein.
Oder gibt es auch eine andere Nadel zu dem schwarzen Schwimmer?
Re: 59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Sonntag 15. November 2020, 21:53
von AHO
Wo siehst Du das Problem an dem „Spiel“? Die einzige wichtige Funktion ist doch, die Nadel bei Erreichen des gewünschten Benzinpegels nach Unten in das Ventil zu drücken und so den Zufluss zu stoppen. Sobald der Druck von Oben fehlt, ist das Ventil nicht mehr dicht, und Benzin fließt nach.
Darauf wird der Schwimmerstand eingestellt, indem man die Schwimmerachse mit einem Finger festhält, und dann
neben dem Ventil auf die Lasche drückt. Die Oberkante des Schwimmers soll dann ca. 2mm unter der Dichtkante der Schwimmerkammer liegen.
Hier beschrieben:
http://www.ntnoa.org/carb_secrets.htm
Gruß
Andreas
Re: 59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Sonntag 15. November 2020, 22:06
von Phil
AHO hat geschrieben:Wo siehst Du das Problem an dem „Spiel“? Die einzige wichtige Funktion ist doch, die Nadel bei Erreichen des gewünschten Benzinpegels nach Unten in das Ventil zu drücken und so den Zufluss zu stoppen...
Jepp, genauso isses. Läuft der Vergaser denn (bei korrekten Schwimmerstand) über, wenn der Benzinhahn offen ist?
Falls nein, ist alles prima mit dem Nadelventil.
Aber mit der Funktionsweise des Vergasers steht der rotbärtige Mitforisto eh a weng auf Kriegsfuß, wie man weiter
vorne in dem Fred nachlesen kann...
Grüße
Ph.
59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Dienstag 17. November 2020, 22:25
von barbarossa
Bei 1mm Spiel der Nadel-Kerbe von 2-3mm Weg im eingestellten Zustand, ist eine große Toleranz.
Ich habe mich langsam bei der Trockeneinstellung sehr Gabel vorgetastet bis die Schwimmernadel kein horizontales Spiel mehr hat bei angehobenem Schwimmer wie bei Kammer voll - dann stieß nun der ganze VA-Bügel in der Schwimmerkammer zu allem Überfluss an und der Schwimmer bewegt sich nicht mehr freigängig. Es könnte also auch an der Wassell-Kammer liegen - oder weiter an mir.

Und das Gelenk des schwarzen Schwimmers weißt mit der Achse ebenfalls Spiel auf, was die Einstellung und Funktion für mich insgesamt wacklig macht.
Eine Detail-Frage - sollte man die Schwimmer-Gabel hoch oder eher runter biegen?...meine Annahme, nach unten.
Re: 59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Mittwoch 18. November 2020, 05:35
von Öko
Zuverlässige japanische oder italienische Vergaser rein, ein mal einstellen und dann sehr lange ohne jeglichen Eingriff fahren können.
wenn ich das Gespiele mit den Amals und deren Premium Nachfolger so lese...habe ich mit dem Verbau der neuen Mikunis vor über elf Jahren nichts verkehrt gemacht.
Re: 59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Mittwoch 18. November 2020, 08:16
von Phil
barbarossa hat geschrieben:Bei 1mm Spiel der Nadel-Kerbe von 2-3mm Weg im eingestellten Zustand, ist eine große Toleranz.
Ich habe mich langsam bei der Trockeneinstellung sehr Gabel vorgetastet bis die Schwimmernadel kein horizontales Spiel mehr hat bei angehobenem Schwimmer wie bei Kammer voll - dann stieß nun der ganze VA-Bügel in der Schwimmerkammer zu allem Überfluss an und der Schwimmer bewegt sich nicht mehr freigängig. Es könnte also auch an der Wassell-Kammer liegen - oder weiter an mir.

Und das Gelenk des schwarzen Schwimmers weißt mit der Achse ebenfalls Spiel auf, was die Einstellung und Funktion für mich insgesamt wacklig macht.
Booooaaaah, ist das ein Gestammel...
barbarossa hat geschrieben:Eine Detail-Frage - sollte man die Schwimmer-Gabel hoch oder eher runter biegen?...meine Annahme, nach unten.
Bring' das Moped in 'ne Werkstatt, Rotbart. So wird das nix.
Das Einstellen des Schwimmerstands ist sowas von oft wortreich und ausführlich beschrieben worden, hier im Forum, im Internetz und sonstwo. Und es ist wirklich kein rocket science.
Du biegst den Bügel von dem AMAL-Schwimmer soweit in die benötigte Richtung, dass der Schwimmerstand mit dem angegebenen Wert übereinstimmt.
Vielleicht musst Du ja einfach nur das
ultimative Wassell-Vergaser-Werkzeug zum Einsatz bringen. Dann löppt das...
Kopfschüttelnde Grüße
Ph.
59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Mittwoch 18. November 2020, 13:12
von barbarossa
Öko hat geschrieben:Zuverlässige japanische oder italienische Vergaser rein, ein mal einstellen und dann sehr lange ohne jeglichen Eingriff fahren können.
wenn ich das Gespiele mit den Amals und deren Premium Nachfolger so lese...habe ich mit dem Verbau der neuen Mikunis vor über elf Jahren nichts verkehrt gemacht.
Klingt irgendwie gut und interessant ...Mehrleistung soll es mit den Mikumi auch geben ...Preis naja is n Hobby also fast egal, aber Zuverlässigkeit is durch nix zu ersetzen ...bald is Black-Friday.
ImMo habe ich genug ToDos, außer der Preis ist irgendwo heiß. [emoji41]
Re: 59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Mittwoch 18. November 2020, 16:16
von jan
Ich könnte mich immer kaputtlachen, welcher wissenschaftliche Hype um Amal Concentrics gemacht wird. Gerade, was den Zustand der Schieber, das Schwimmernadelventil u. ä. betrifft.
Nach meiner Erfahrung ist das stocksolide Bauerntechnik, die auch "grobe Misshandlung" verträgt. Wie oft ich an meinem ollen Concentric die Riefen aus dem Schieber mit 80er Schleifleinen rausgerieben habe, verrate ich lieber nicht... okay, ich habe auch immer mit 150er und 240er nachpoliert.
Ein undichtes Schwimmernadelventil hatte ich noch nie zu beklagen, eher verrosten die Ersatzexemplare in meiner Vergaserteilekiste oder zerfallen dort zu Staub. Was die DÜSENnadeln betrifft - klar, die wackeln mit ihrer Halteklammer wie Lämmerschwänze im Schieber, werden nachher aber durch die große Feder fixiert und in der Hauptdüse zentriert.
Und den Schwimmerstand stelle ich immer durch Reinpusten in den Schlauchanschluss bei gleichzeitigem Hochheben des Schwimmers und Zuhalten der Nebenbohrungen ein.
Okay, aber vielleicht liegt das alles ja auch daran, dass die Matchless nicht so ein sensibler Araberhengst wie eine Triumph ist, sondern mehr so der kaltblütige Ackergaul...
Grüße vom bekennenden Concentric-Möger

Re: 59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Mittwoch 18. November 2020, 16:25
von jan
jan hat geschrieben:Und den Schwimmerstand stelle ich immer durch Reinpusten in den Schlauchanschluss bei gleichzeitigem Hochheben des Schwimmers und Zuhalten der Nebenbohrungen ein.
Korrigiere mich: "prüfen", nicht "einstellen".
Letzteres habe ich anfangs stets übervorsichtig, nach sensibelstem Erwärmen des Vergasers, vorgenommen. Diese Chirurgentechnik wich über die Jahre dosierten Schlägen mit dem passenden Durchschlagdorn...
Ihr dürft Euch aber gerne weiterhin der Abstimmung mit Mikunis widmen.

Re: 59'er Triumph 6T Thunderbird Chop Suey
Verfasst: Mittwoch 18. November 2020, 17:26
von Öko
Habe für zwei MIkuni VM34 aus den Staaten mit Versand u d allen Stsuern 2009 etwa 260€ und noch mal 20€ für die Düsen zum abstimmen von meinem ZUlieferer...Ek ..bezahlt.
Habe die Mikunis auch schon für 75€ das Stück in neu gesehen aus Frankreich und GB.
Sauberes Kaltstartverhalten mit dem ersten Zündunskick, auch beim Warmstart, Cheke nur zum anspringen, stabiler Leerlauf, guter Durchzug, kaum meß ud sichtbarer barer Schiebervsrschleiß naxh übef elf Jahren und 25tKm im Betrieb.