Hi Uli, meine Frau beschwert sich gerade, weil ich dauernd ... äh ... Dir zustimme, dass die Combat Spaß macht.Uli hat geschrieben:Mit Sicherheit macht die Spass, da könnt Ihr einen drauf lassen !(´tschuldigung)
langes Dauervollgas auf Schnellstraßen u. Autobahnen würde ich persönlich als Mordversuch ahnden....
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Das ist auch der Grund, warum 750er Commandos (und nicht nur Combats) oft spritziger zu fahren sind als die 850er,
namentlich die MK 3, welche aber dafür im Rufe steht, mehr auszuhalten.
Außerdem, wenn der Motor frisch abgedichtet ist, wer weiss, was da schon geändert wurde?
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Grüße,
Uli
Autobahn ? Was ist Autobahn
Wir haben nur Feldwege (asphaltiert, nicht asphaltiert), Stadtstraßen, zeitweise überflutete Straßen, Wald- und Landstraßen, hmm... und so'n vierspuriger Flickenteppich, der, neu gebaut, geradeaus geht, aber nach 2 Jahren schon riesenkraterähnliche Vertiefungen wegen der unterirdischen Kohleabbautätigkeit aufweist. Den benutzen wir, wenn wir das Saarland verlassen müssen. Oder mal sonntags morgens ein Motorrad ausfahren wollen (3 km-Flickenteppich-Gerade ... YEEEEAAAAAHHHHH !!!)
Hier kann man nach Herzenslust...
Die 750-er Commandos gehen wirklich ab: Wir haben das in den 80-ern mal getestet. Bei 170 ging der 750-er Bonnie die Drehzahl aus
9 bar kalt, da wollte ich erst mal die Nortonfahrerfraktion ein Wort dazu sagen lassen, denn wovon man wenig Ahnung hat, sollte man auch keinen Senf dazu geben. Dieter maß 13-14, das ist ein Wort.
Bei meiner 650-er Bonnie hatte ich auf dem einen Zylinder bei der letzten Messung etwa 8 bar (aber Vorsicht, weiß nicht mehr, ob kalt oder warm) und ich weiß von dem Motor, dass ihm ein bisschen was fehlt, jedenfalls hat das Zündgemisch eine leicht grünliche Farbe, was auf gesteigerte Ölverbrennung hinweist und die Zylinderlaufbahn bestätigt dies. Die Fahrleistungen sind noch gut, die Defizite ab 150 will ich gar nicht ausloten, sie läuft das immer noch und das reicht vollkommen 2-3x im Jahr.
Aber es würde mich schon interessieren, ob wo Combat drauf steht, auch Combat drin ist, sonst könnte es am Ende ein Etikettenschwindel sein, und die gibt es ja bekanntlich auch.
Oder um es anders auszudrücken:
Wer mir für ein teures Motorrad gewisse Bestätigungen nicht liefern kann oder will, der soll halt auf seinem Haufen sitzen bleiben oder warten, bis einer morgens ein Dummer aufsteht.
Bitte, dass mir das selbst keiner persönlich nimmt, ich war selbst tatsächlich so ein Dummer beim Wiedereinstieg in die Triumph-Szene. 8 Jahre lang hatte ich die Nase voll von monatelangem Warten auf Ersatzteile, die nicht passen, ohnehin keine Kohle, ständig unterwegs oder abends auf der Schule, und als der ganze Trubel endlich vorbei zu sein schien, sollte es wieder eine Bonnie sein und ich ließ mich einfach von einer T120 blenden.
8000 Märker gingen damals von Hand zu Hand, aber dann kam's: absolute Notelektrik (noch nicht mal der vordere Bremslichtschalter war angeschlossen, nicht die Kontrollleuchten in Tacho und Lampe, nur Zündung, Licht außer Standlicht (!) und Blinker), Viele Sachen fehlten, waren verschlissen, defekt, stümperhaft repariert (z.B. das Push-over Gedöns am Auslasstrakt, da wurde eine geschlitzte Stahlhülse mit dem Hammer reingeschlagen und der Krümmer drübergeschoben). Lima-Stator gerissen, 3-Phasen-Lima mit einer Zenerdiode verbandelt... na, tut's schon weh ? Mir ist beim Fahren ohne Licht fast der Arsch weggeflogen, so hat sich beim Knall die Sitzbank gehoben. Und ich hatte von Elektrik damals überhaupt Ahnung. 2 Jahre später schon stand auf der Kostenseite eine 20 vor der 000, und ich bin immer noch nicht fertig... Steht T120RV drauf, ist ein 4-Gang-Motor drin, ach was soll's ? Ich denk' nicht mehr drüber nach und fahre einfach.
Für die Elektrik hatte ich immer jemanden, der ging aber nie bei oder wenn er was angefangen hatte, dauerte es Jahre, bis es fertig wurde (der hat mit Vorliebe ganze Elektriken aus den Ladies entfernt, den Rest könnt Ihr Euch denken...) und eines Tages schraubte er mir alle Schalter auf und fummelte mit dem Messgerät herum und dann kam sein Standardsatz: "Diese ganze Sch...-Elektrik würde ich erstmal komplett rausschmeißen...". Das hätte für mich 5 Jahre kein Moppetfahren bedeutet. Als er vom Hof war, beschloss ich, mir Motorradelektrikwissen anzueignen, egal wie.
Michael Ochs, ich nenne ihn hier ausdrücklich, heute Präsi vom TMOC, hat mich darin bestärkt. "Diese Elektrik ist kein Hexenwerk." Den Satz werde ich nie vergessen. Es stimmt. Ich hab' von Null angefangen, sezierte einen Kabelbaum einer MZ, immer mit einem Schaltplan in der Hand, fotografierte, schrieb auf, warum, wie dick, wie lang, welche Farbe, welche Funktion in der Übertragung des Stroms, welche Anschlussnummern im Kabelbaum, einfach alles, was mit jedem einzelnen Kabel zusammenhing, nummerierte die Kabel durch, begann, mein eigenes Schrauberhandbuch dazu zu schreiben.
Dann ging's an die Triumph - aha, Plus an Masse...
Während Triumph-Deutschland auf der Piste war, baute ich ein Teil nach dem anderen wieder an die Bonnie: Drehzahlmesser, neue Lima, Ochsenaugen runter, 4x Lucas dran, Zenerdiode raus und 'n ordentlichen Regler dran. Usw usf. Und dann: alles verkabeln, und fast alles war neu: Beleuchtung für die Armaturen, Standlicht, Kontrolleuchten für Öldruck, Fernlicht und Blinker, Bremslicht für die vordere Bremse, und natürlich Lima, Regler, Spulen... Und dann, der große Moment: Kupplungsscheiben trennen, Öl pumpen, Vergaser fluten, kick und läuft. Und alles geht !!!!
Nur, mich in diesem Forum mit Fragen darüber auszulassen, wäre mir nie im Traum eingefallen. Die Fragen, die hier behandelt werden, sind wieder auf einem ganz entscheidend höheren Niveau, da kann ich leider nur zuhören und mir das eine oder andere merken. Über das totale Zerlegen eines Triumph-Motors kann ich ein Liedchen singen, das ist 20 Jahre alt und der Motor hat sich danach nicht gesünder angehört, im Gegenteil. War auch nicht meine Idee.