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Re: Oeldruck Warnleuchte

Verfasst: Dienstag 3. März 2015, 14:48
von Klaus Monning
bad_friday hat geschrieben:
Klaus Monning hat geschrieben:…Ach so noch was: Bei den Dominatoren bis zur Atlas sind die Kipphebel serienmäßig nur von Rücklauf- Öl geschmiert…
Bist Du Dir da sicher Klaus :-k
Die Leitung ist am gleichen Ort wie bei den Commandos angeschlossen, hinten unter dem PRV.
Fritz
Hallo Fritz,
ich weiß nur, wie's bei meiner ATLAS (Standard) war. Deswegen haben die ATLAS / Dominatoren auch die genuteten Kipphebel- Lagerwellen. Ist ja kein Druck da, das Öl muss aber auch ohne Druck zwischen die Kipphebellager- Bohrungen und die Kipphebelachsen kommen. Wenn man bei dieser Konfiguration Drucköl drauf gibt geht da oben der Öldruck verloren. Wenn's der Motor von unten heraus überlebt läuft der Kopf mit Öl über.
Natürlich kann man auch die Dominatoren und Atlasse auf die Commando- Ausfürung umbauen, braucht allerdings dann auch die Commando Kipphebelachsen, die ja glattflächig (also ohne Nuten) sind. Vielleicht ist ja Deine entsprechend umgerüstet.
Ach so ja. ich glaube ich hab da noch ein paar der alten, genuteten Kipphebelachsen. Wer sie braucht, soll sich melden.
Gruß
Klaus

Re: Oeldruck Warnleuchte

Verfasst: Dienstag 3. März 2015, 15:44
von Domi-650SS
Klaus Monning hat geschrieben:…ich weiß nur, wie's bei meiner ATLAS (Standard) war.
…Vielleicht ist ja Deine entsprechend umgerüstet…
Tja Klaus,
Da hab' ich mich wohl geirrt :buhu:
DIe Oelzufuhr für die Kipphebel ist oben am Kopf, ungefähr da wo bei den Commandos der Headsteady angeschraubt ist.
Dann müsst' ich wohl den Deckel des PRV modifizieren.
Fritz

Re: Oeldruck Warnleuchte

Verfasst: Dienstag 3. März 2015, 16:00
von Tim
bad_friday hat geschrieben:DIe Oelzufuhr für die Kipphebel ist oben am Kopf, ungefähr da wo bei den Commandos der Headsteady angeschraubt ist.
Wie das Öl im Kopf zu den Kipphebelwellen kommt, ist zweitrangig, das ist nur eine Frage, wie die Bohrungen angeordnet sind. Die horizontale Bohrung im Commando-Kopf trifft dieselben windschiefen Bohrungen wie die vertikale im Dommie-Kopf, von da wird das Öl zwischen die Kipphebelwellen und die Verdrehsicherungen geführt und von da dann in die Achse.

Der Unterschied ist, dass bei der Commando dieses Öl immer unter Druck ansteht, bei den Dommies nur in den letzten Baujahren. Bei den Dommies war die Steigleitung an der Absaugseite, d.h. das Öl war drucklos und ziemlich stochastisch im Kopf unterwegs. Irgendwann Mitte 60er wurde das dahingehend abgeändert, dass die Steigleitung an den Steuerdeckel wanderte - und da dann Drucköl abzweigte. Der Unterschied ist total offensichtlich, die frühen Steuerdeckel haben nur einen zylinderischen Anguss für das PRV, die späten unter diesem dann noch einen kleineren Anguss für die Hohlschraube der Steigleitung. An der Stelle könnte man den Druck abgreifen, aber das ist dann genau das Gekröse, das ich meinte. Der Druckabfall über die dünne Steigleitung ist nicht ganz zu vernachlässigen, so dass die Ansprechschwelle eines Gebers schon relativ niedrig sein müsste, um bei heißem Öl nicht ständig rumzuirrlichtern.



Tim

Re: Oeldruck Warnleuchte

Verfasst: Dienstag 3. März 2015, 19:43
von Norton
Bei den Domis und Atlas mit der Ölversorgung an der Rücklaufleitung ist Öl in nennenswerten Mengen nur in den Kopf zu bekommen, wenn man im Öltank hinter der Hohlschraube für das Banjo eine Reduzierhülse rein macht. Nur dann baut sich wenigstens so viel Öldruck auf, daß im Kopf wirklich was ankommt.
Die Kipphebel am Öldruck hatten die Domis bei allen Modellen mit der schnellen Ölpumpe, so ab Baujahr 66.

Ich war neulich bei einem Bekannten. Der verkauft gerade einen Hybriden, G15 CS mit Atlas-Motor. An dem Motorrad ist ein T-Stück in der Ölsteigleitung und in dem T-Stück ist ein Öldruckschalter wie bei einem Automotor. Das ganze Motorrad scheint wenig Laufleistung zu haben und abgesehen davon das die Amis das Ding leicht vercustomisiert haben, sprich die orginalen Koflügel abgesägt und Kasperlichter dran gemacht haben, auch recht orginal und unberührt. Die meisten Schrauben am Motor und Getriebe sehen jedenfalls unangetastet aus. Der Öldruckschalter scheint wohl wirklich orginal zu sein. Ich meine, da gibt es Schalter mit 0,1 bar Schaltdruck.
Trotzdem halte ich das für sinnlos.

Gruß. Martin.

Re: Oeldruck Warnleuchte

Verfasst: Dienstag 3. März 2015, 21:41
von Domi-650SS
Liebe Freunde,
Uneinigkeit bezüglich Oeldruck für die Kipphebelwellen :buhu:
Einigket bezüglich Oeldruck-Warnlampe :buhu:
Ich erzähle Euch, warum ich das möchte:
Es gibt an diesem Motor Bolzen die wurden von einem meiner Vorgänger mit Epoxy-Kleber eingeklebt.
Nicht mit J-B-Weld.
So z.B. der Stehbolzen 030448 für den Junction-Block 033165 (062206 bei der Commando). Den Bolzen hab ich nun mit J-B-Weld eingeklebt, als Provisorium.
Um das korrekt zu reparieren muss ich den ganzen Triebsatz ausbauen. Das Getriebe muss raus damit ich im Kurbelgehäuse eine Büchse für diesen Bolzen einbauen kann.
Jetzt hab' ich aber für diesen Winter genug geschraubt. Daher muss das, für die paar hundert Kilometer die ich dieses Jahr fahren werde, halten ohne den Motor zu ruinieren.
Auch möcht' ich die Schweinerei auf der Strasse, durch den Oelverlust, vermeiden. Auch das kostet.
Eine Kontrolllampe für den Oeldruck zu implementieren ist ein Aufwand von wenigen Stunden.
Der Aufwand für einen Triebsatz Aus/Einbau misst sich in Tagen, für einen Siebzigjährigen.
Wenn das Provisorium hält, werde ich die Domi im Herbst beim Mech meines Vertrauens abstellen, damit er die Sache in Ordnung bringt.
Fritz

Re: Oeldruck Warnleuchte

Verfasst: Dienstag 3. März 2015, 23:52
von jan
Hallo Fritz,

cool bleiben, weiterfahren. Sämtliche mir bekannte Kapazitäten (insb. der Wiener Wilhelm, der hier leider nicht mehr mitmacht) haben stets gesagt bzw. sagen immer noch: "Wenn Du Dich richtig verrückt machen willst, musst Du nur eine Öldruckanzeige an Deinen Motor anschließen. Wenn Du in Ruhe Dein Motorrad genießen möchtest, lass´ sie weg."

Und zum Thema "Ausreichender Öldruck an wälz- und gleit- und mischgelagerten Motoren" haben wir hier im Forum schon so viele gute und fundierte Sachen zu lesen gekriegt (z. B. über den Dingsda-Ölkeil in der Gleitlagerschale; wie hieß der noch? Hydrodynamisch oder so?), dass es Dir nach der Lektüre um Deine Lager nicht mehr bange sein sollte, auch wenn vielleicht im Leerlauf der Öldruck mal unter 1 bar fällt.
Wie Ruschie bereits schrieb: In dem Moment, wenn es zu klappern anfängt, ist es eh´ zu spät.

Cheers, Jan

Re: Oeldruck Warnleuchte

Verfasst: Freitag 18. September 2015, 17:48
von Domi-650SS
Ich vergass über meine Erfahrungen mit J-B-Weld zu berichten.
Nachdem die Oellache unter dem Motor unerträgliche Ausmasse angenommen hatte, weil der Stehbolzen nicht hielt, hab ich am Freitag abend die 650SS beim Mech meines Vertrauens deponiert. Am Samstag, so gegen mittag, hatte er das gefixt. Mit Gewinde schneiden und so. Wie er das gemacht hat, ohne den Triebsatz auszubauen :-k
Fritz

Re: Oeldruck Warnleuchte

Verfasst: Samstag 19. September 2015, 11:11
von Cem
Eine Öldruckkontrolle ist tatsächlich nicht wirklich aussagekräftig. In den Gleitlagern ist es wichtig, das dass der Druck hydrodynamisch aufgebaut wird. Das passiert durch Bewegung, wenn Öl da ist. Der gepumpte Öldruck spielt hier keine Rolle. Ansonsten hat das Öl noch eine wesentliche Rolle beim Abtransport der Wärme. Daher ist es wichtig, dass ausreichend Öl gefördert, also gepumpt wird. Für die Menge des gepumpten Öls ist die Ölpumpe entscheidend. Welcher Druck letztlich aufgebaut wird, hängt von vielen Faktoren ab, die sich zum Teil während der Fahrt ändern, und zu grösseren Veränderungen beim Öldruck führen, wie z.B. die Temparatur des Öls. Aber auch Viskosität, Zustände der Simmerringe, Toleranzen der Lagerschalen und Abweichungen in den Bohrungen im Gehäuse haben einen Einfluss und verändern sich im Laufe der Zeit allmählich. Einen auftretenden Fehler oder Verschleiss wird man durch Öldruckmessung kaum erkennen.
Langrede kurzer Sinn: Besser eine neue Ölpumpe statt 2 neuer Kontrollinstumente.

Gruss
Cem