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Re: Motortuning
Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 23:18
von Norton Motors
Große Ventile bringen lt. Mick Hemmings, dem einzigen m.E. seriösen
englischen Norton-Mann, der zudem alles in Northampton an der Uni auf der Bremse hatte, erst ab 920ccm was. Das hindert ihn natürlich nicht dran, den Leuten, die es wollen & bezahlen, in ihre 750er große Ventile einzubauen....
Übrigens hatten die Werksrenner die großen Einlaßventile- wie auch unser originaler Production Racer. Der deutlich weniger Drehmoment und Spitzenleistung hat, als unser Rennerle.

Re: Motortuning
Verfasst: Dienstag 22. Oktober 2013, 23:24
von Phil
Gutzufuß64 hat geschrieben:...Zwei Vergaser,besonders org.Amal,hieße dann: Stabiles Standgas ade....und regelmäßig synchronisieren...
Nun, Robert.... Das ist ja mal ein ausgemachter Käse resp. Internetz-Myth, welchen Du hier zum Besten zu geben geruhst.
Ein anständiger AMAL-Vergaser ist durchaus in der Lage, ein solides Standgas zu produzieren. Und einmal im Jahr zu schauen, ob denn die Schiebers synchron laufen, das ist eine Arbeit von ca. 3 Minuten. Wo ist denn das Problem?
Schöne Grüße
Ph.
Re: Motortuning
Verfasst: Mittwoch 23. Oktober 2013, 19:37
von Gutzufuß64
Hi
Ich habe Roadstertüten ohne Interferenzrohr,hört sich schöner an.Vor 20 Jahren hatte ich schon mal eine Commando mit zwei Amalverg. und das Standgas war immer etwas variable...
Die Möglichkeit die Kurbelwelle ,Pleule usw. zu erleichtern müßte doch auch den Motor drehfreudiger machen??!
Eignet sich eine schärfere Nockenwelle nicht für den Straßenverkehr,oder hab ich da was falsch verstanden.
Grüße
Robert
Re: Motortuning
Verfasst: Mittwoch 23. Oktober 2013, 19:40
von Martin
Alte ausgelutschte Amals machen ebensowenig gutes Standgas wie ausgelutschte Mikunis.
Wenn Du ernsthaft mehr Leistung willst, dann lass Dich ernsthaft von jemandem beraten, der was davon versteht. Also Cordes, Kolano, Winkelmann...
Alles Andere ist rumdoktorn und kostet oft viel Geld bei wenig Ertrag.
Re: Motortuning
Verfasst: Mittwoch 23. Oktober 2013, 21:24
von Klaus Thoms
Der riesen Unterschied ist aber : Amals sind nach einem bis zwei Jahr hinne , Mikunis nach vielleicht 10 Jahren

Re: Motortuning
Verfasst: Mittwoch 23. Oktober 2013, 22:09
von marcel
Sorry, ich kann nicht mehr zurückhalten.
Motortuning tönt sehr euphorisch (Leistungssteigerung und Spezialteile).
Aber wenn ich den Thread genauer lese, komme ich zum Schluss, dass die Commando nicht einmal die serienmassige
Drehzahl der Höchstleistung ca 5900 Touren bei der 850er erreicht, (Bei der 750 sind es 6900 Touren).
Beim meiner 850 MK3 habe ich immer problemlos 6000 Touren erreicht mit oder ohne Balanced-Pipes und schwarzer Airbox.
Wie wäre es mit den elementaren Einstellungen von bsp. Zündzeitpunkt, Hauptvergaserduese, Nadelstellung ?
Vielleicht mal das Kerzenbild oder das Ansprechverhalten etwas beobachten.
Ansprechverhalten wird druch Nadelstellung sehr stark beeinflusst.
Die Hauptduese ist für den obersten Drehzahlbereich dominant.
Mit eine elektronischen Zündung mit Leerlaufstabilsierung funktionieren die AMAL-Vegaser prächtig.
Gruß Marcel
Re: Motortuning
Verfasst: Mittwoch 23. Oktober 2013, 22:45
von Phil
Klaus Thoms hat geschrieben:Der Riesenunterschied ist aber : Amals sind nach einem bis zwei Jahr hinne , Mikunis nach vielleicht 10 Jahren

Nö, mein lieber Klaus. Dem muss nicht so sein. Ich habe meine Amals vor 8 oder 9 Jahren buchsen lassen, die sind noch pfenniggut.
Re: Motortuning
Verfasst: Mittwoch 23. Oktober 2013, 22:46
von bosn
Hey,du GutzuFuß..
Was willste ?
Ist doch gaaaanz einfach:
1.Ist dein Motor gut?
Ja? Dann fang mit der Hauptdüse an,und oder weiteres Einstellen Gemisch/Zündung.
2.Wenn das nicht reicht,und dein Geldbeutel dick genug: zwei Gaser.AMAL tun es völlig,reichen auch für vielleicht die nächsten 40000 Kilometer-
sonst kannst du es ja mit Mikuni oder deren Kopien (Topham) versuchen.
Den intakten? Motor würde ich nur im fall des Falles einer Revision öffnen.
Dann ist "Tuning" leider aber meisten so-das wenn es was bringen soll,also gnadenlos Leistung,leider auch von A-Z durchgezogen wrerden sollte.
Tja,und dann ist noch die Frage von wem.

Re: Motortuning
Verfasst: Donnerstag 24. Oktober 2013, 20:55
von Norton
Gutzufuß64 hat geschrieben:Hi
Ich habe Roadstertüten ohne Interferenzrohr,hört sich schöner an.Vor 20 Jahren hatte ich schon mal eine Commando mit zwei Amalverg. und das Standgas war immer etwas variable...
Die Möglichkeit die Kurbelwelle ,Pleule usw. zu erleichtern müßte doch auch den Motor drehfreudiger machen??!
Eignet sich eine schärfere Nockenwelle nicht für den Straßenverkehr,oder hab ich da was falsch verstanden.
Grüße
Robert
Um mal mit einigen Märchen aufzuräumen.
Was willst Du denn an den Alupleueln noch erleichtern? Löcher reinbohren? Säg sie doch gleich an! Dann reißen sie vielleicht kontrolliert. Oder perforiere sie wie das Klopapier, daß reißt auch nicht dort wo es soll, vielleicht weiß ein Pleuel dann auch nicht mehr wo es reissen soll!
Eine leichte Kurbelwelle bringt keine Mehrleistung und keine höhere Drehzahl.
Lesen, und zwar ein altes Standartwerk: Ludwig Apfelbeck, Wege zum Hochleistungsmotor. Wer dieses Buch gelesen und verstanden hat, weiß dann auch wie Motorleistung entsteht.
Gruß. Martin.
Re: Motortuning
Verfasst: Donnerstag 24. Oktober 2013, 21:50
von Klaus Thoms
Phil hat geschrieben:Klaus Thoms hat geschrieben:Der Riesenunterschied ist aber : Amals sind nach einem bis zwei Jahr hinne , Mikunis nach vielleicht 10 Jahren

Nö, mein lieber Klaus. Dem muss nicht so sein. Ich habe meine Amals vor 8 oder 9 Jahren buchsen lassen, die sind noch pfenniggut.
Das sind dann aber keine Amals mehr sondern Goudavergaser , wenn ich nicht irre , und warum hast du die gebuchst...genau

Re: Motortuning
Verfasst: Donnerstag 24. Oktober 2013, 21:55
von Martin
Klaus Thoms hat geschrieben:
Das sind dann aber keine Amals mehr sondern Goudavergaser , wenn ich nicht irre , und warum hast du die gebuchst...genau

Na ja. Aber die anodisierten Schieber sollen die Lebensdauer ja extrem ausweiten.
Dass die gebuchsten besser als neu sind sollte nicht vergessen werden. Aber deshalb gab Phil den Tip ja doch auch.
Re: Motortuning
Verfasst: Donnerstag 24. Oktober 2013, 22:28
von Phil
Klaus Thoms hat geschrieben:... und warum hast du die gebuchst...genau

Mein lieber Ayatollah-Klaus,
ich habe die Dingers buchsen lassen, weil sie ausgeschlagen waren, warum denn sonst?
Und weil AMAL zu dieser Zeit, als sich das selbiges zutrug, nicht in der Lage war, Schieber mit einem definierten, gleichbleibenden Laufspiel zu liefern. Ich hatte mir neue Schieber gekauft, einer läuft halbwegs, klappert nur wenig im Body, im anderen Vergaser geht er nicht mal rein.

Und weil die Materialpaarung IME nicht passt. Schau' mal, keine Sau hat Vergaserkörper und Schieber aus dem selben Material hergestellt, außer natürlich den AMAL-Fritzen in ihrer grenzenlosen Weisheit. Oder kennst Du das von Mikuni oder Keihin? Ich zumindest kenne das nicht.
Die Buchserei hat jetzt den Vorteil, dass danach hier eine brauchbare Materialpaarung verbaut ist, und das Laufspiel passt auch. Als kleeiner Nebeneffekt wird auch ein zart verzogener Vergaserkörper wieder gerade gebohrt.
Insofern bleibe ich dabei, dass die Buchserei, so sie denn gut gemacht wird, ein probates Mittel zu langfristig Ruhe ist. Zumindest ist das IME so.
Der von Dir gewählte Terminus Goudavergaser klingt so negativ, meine Erfahrung mit Eric Boelens Arbeit ist eben nicht so, ganz im Gegenteil seeeeeeeeeeeeeehr positiv.
Beste Grüße
Ph.
Re: Motortuning
Verfasst: Donnerstag 24. Oktober 2013, 22:55
von Uli
Wenn man weiß, wo man den Gouda kaufen muss, sind meist auch die Erfahrungen damit seeeehr positiv.

Re: Motortuning
Verfasst: Donnerstag 24. Oktober 2013, 23:35
von Norton Motors
Jawoll, ich eß auch gern Gouda!
Und wo wir gerade bei Erfahrungswerten sind...... Ich erinner mich noch an meine allerersten Versuche auf ner "Rennstrecke", 1977 auf dem Handlingkurs vom Contidrom auf meiner völlig serienmäßigen, da in dem Jahr erst neu gekauften, 850Mk3. Ich hab keine Ahnung, woher die Mähr kommt, daß 850er nicht drehen- das Schmuckstück hatte ich auf den kurzen Geraden immer wieder bei 7000U (woher, bitte, kommt die Weisheit von den 5.900U?). Und das, mein lieber Jehova, mit den "viel zu kleinen" Ventilen und der dazu "vollkommen unfähigen" Serien-Nockerlwelle. Man höre & staune!
Als Gesamtpaket war die 850Mk3 allerdings zugegeben etwas müde- knapp über 100mph ging ihr deutlich die Luft aus. Wie gesagt, Serienzustand. Und ne Mk3 wiegt ungefähr 20kg mehr als jede andere Commando.

Re: Motortuning
Verfasst: Donnerstag 24. Oktober 2013, 23:45
von Norton
In welchem Gang und nach den Wasseruhrendrehzahlmessern?
7000 sind eine Menge Holz!
Gruß. Martin.