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Re: Zylinderkopf tuning an der Atlas

Verfasst: Donnerstag 12. September 2013, 15:44
von Klaus Monning
Kopie von Ventildurchmesser und Winkel Norton Zylinderköpfe.xls
Kopie von Ventile für Norton.xls
Kopie von Ventile für Norton.xls
Atlas750 hat geschrieben:
Malzi hat geschrieben:...wer von euch hat da schon Erfahrung damit, bzw was geht da alles??
Im Prinzip ist ja schon alles gesagt, daher nur noch eine kleine Anmerkung, die ich hier im Forum schon des öfteren gemacht habe:

Beim Norton-Kopf gibt es eine Öl-Rücklaufbohrung, die sehr nah am rechten Einlasskanal verläuft. Am unteren rechten Federsitz geht schräg eine Bohrung ab, die die nahezu senkrechte Bohrung von der Dichtfläche (vom Fireface, mir fällt grad kein griffiges deutsches Wort dazu ein...) trifft.

Maney und AFAIK auch Jim Comstock porten übrigens mit CNC, und das aus gutem Grund.



Tim
Hallo,
so jetzt auch nochmal meinen Senf dazu: Nicht nur durch die Ölbohrung bricht man durch, sondern auch, gerade bei den alten Atlasköpfen, seitlich zwischen den Kühlrippen.
Tim, man kann die Ölbohrung im Übrigen auch seitlich anbohren, wenn man die Position der Bohrung an dem Ventilfederstitz (in allen Achsen) genau lokalisiert hat. 'mal sehen, ob die Zeichnung, die wir besitzen da was hergibt.

Übrigens, ich habe diese beiden anliegenden Tabellen für Ventile und Ventilwinkel für bestimmte Ventilgrößen schon einmal hier im Forum veröffentlicht. Für alle die's interessiert hier sind die Informationen noch einmal.
Gruß
Klaus

Re: Zylinderkopf tuning an der Atlas

Verfasst: Freitag 13. September 2013, 12:01
von Klaus Monning
Übrigens, ich habe diese beiden anliegenden Tabellen für Ventile und Ventilwinkel für bestimmte Ventilgrößen schon einmal hier im Forum veröffentlicht. Für alle die's interessiert hier sind die Informationen noch einmal.
Gruß
Klaus[/quote]

Hallo Zusammen,
Ich habe für die errechneten Werte in den Tabellen ein Zeichnung erstellt. Gerne hätte ich sie auch eingefügt. Die war aber selbst als PDF zu groß (über 10 MB). Wer will kann mir eine PN schicken, dann erhält er sie außerhalb des Forums.
Gruß
Klaus

Re: Zylinderkopf tuning an der Atlas

Verfasst: Freitag 13. September 2013, 21:02
von bosn
Klumpen.... :badgrin: ..trifft langsam mehr als zu.. ;-D

Wollte heute Bildääähhs machen-war aber leider verhindert..die Kamera..während der Kopp so laaaaaannnngssaaaaaammmm wiedäääh

abkühlte.. :halloatall:

Re: Zylinderkopf tuning an der Atlas

Verfasst: Samstag 14. September 2013, 09:27
von Norton
Hab grad recht wenig Zeit, da im Urlaub und nicht zu Hause. Ich habe meinen Atlas Kopf vor mehr als zwanzig Jahren von den Kanalformen so wie im Dunstall Buch beschrieben selbst bearbeitet mit 30er Einlaßkanälen. Mehr ist meiner Meinung nach aus dem Atlas Kopf nicht rauszuholen, ohne das es Probleme mit der Ölrücklaufbohrung und losen, nicht mehr haltenden Ventilführungen gibt. Ich hatte auch schon mal einen Kopf mit 32er Einlässen in der Hand, an dem beide Sitze der Einlaßführungen gerissen waren. Da bleibt einfach zu wenig Fleisch stehen.
Mein Motor ist immer prima gegangen, vor zwei Jahren war halt einfach durch Kilometerleistung bedingt eine Kopfüberholung fällig. Ich habe die Sitze dann selbst gefräst, mit meinem Hunger. Ein Messer mit 30/60° habe ich mir selbst eines gemacht und die Sitze innen und aussen damit steiler korrigiert. Die Einlässe habe ich auf der Kanalseite mit dem 15° Messer soweit vergrößert, daß ich saubere Übergänge zum eigentlichen Kanal erreicht habe. Im Bereich der Einlaßführungen bin ich etwas mehr in die Breite gegangen und auf der Unterseite zur hab ich den Radius so groß wie möglich gehalten, wegen Strömungsabriß. Gefühlt geht der Motor seit dem besser. Jedenfalls hat er ein sehr schönes Drehmoment und dreht auch trotz nur einem Vergasers gut raus, knapp 140 im dritten Gang. Seriennocke, Roadstertöpfe, Übersetzung 19/43.
Die Auslaßseite hab ich damals ebenfalls wie im Dunstall beschrieben vergrößert. Dabei kommt man ebenfalls recht schnell mit den Bohrungen für die Stehbolzen in Konflikt.
Was ich dann dazwischen mal gemacht habe, waren (unnötigerweise) neue Ventilsitze eingesetzt (wegen bleifrei, wie gesagt unnötigerweise). Die Sitze hab ich damals selbst angefertigt und gewechselt. Ich habe die damals nicht wie die orginalen in die Kontur des Brennraums eingefügt, sondern in den Brennraum hineinragen lassen. Gibt etwas mehr Verdichtung. Muß man aber auch Anpaßarbeit leisten, je nach dem was an Nocke verbaut ist in den Ventiltaschen (bei Seriennocke reichen die Ventiltaschen) und an den Keilnuten, wegen Federvorspannung.

Gruß. Martin.

Re: Zylinderkopf tuning an der Atlas

Verfasst: Sonntag 15. September 2013, 21:43
von Goldstar
bos´n hat geschrieben:Klumpen.... :badgrin: ..trifft langsam mehr als zu.. ;-D

Wollte heute Bildääähhs machen-war aber leider verhindert..die Kamera..während der Kopp so laaaaaannnngssaaaaaammmm wiedäääh

abkühlte.. :halloatall:

Ja bitte mach mal Bilder,
damit ich mich seelisch auf das ganze einstellen kann :facepalm2:

Re: Zylinderkopf tuning an der Atlas

Verfasst: Donnerstag 30. Oktober 2014, 12:19
von Klaus Monning
Hallo Gemeinde,
ich lebe noch.
Habe auch einige schlechte Erfahrungen mit meiner "Getunten" machen müssen. Der Dieter (Busch) hatte mich ja gewarnt und sooooo viele Leute auch. Eine Ventilwinkel- Änderung bei einer 850er ist so wie ich das gemacht habe sehr problematisch. Die Zwischenbuchsen, die ich zur Überbrückung des alten Durchmessers von ca. 16mm zur neuen Bohrung (ca. 19mm) eingepresst hatte, lassen nach kurzer Zeit Öl durch. Das war auch meine Ölquelle, die ich an anderer Stelle beschrieben hatte.
Jetzt benutze ich für die Big- Valve Zylinderköpfe immer die 750er- Köpfe. Die haben standardmäßig 1/2" Ventilführungs-Bohrungen und können problemlos auf 16mm aufgebohrt werden (natürlich im neuen Winkel auf einer entsprechenden Vorrichtung). Dann kann man nämlich Standard- 850er- Führungen verwenden.
Allerdings müssen dann die 4 äußeren Bohrungen für die Zylinderkopfschrauben versetzt werden, was aber geht (wiederum mittels Vorrichtung).
Wenn's eine 750er werden soll ist es kein Problem, da bleiben diese Bohrungen wie sie sind aber da denke ich, dass die Ventilgrößen von 41mm (wie von Dunstall, Mick Hemmings aber auch Gus Kuhn verwendet) völlig ausreichen. Dieser Umbau ist völlig unproblematisch, wenn man nicht wie Mick Hemmings 3/4" Ventilführungen verwendet. Das ist auch Sch. ..., da sehr wenig Presssitz- Länge für die Führungen übrig bleibt.
Klar, Joe sagt die großen Ventile wären Blödsinn. Ich bin da anderer Meinung, weil große Ventile schließen ja nicht aus, dass man auch die Kanäle (noch) strömungsgünstiger als Standard, bearbeitet.
So, jetzt habe ich aber noch was. Wenn jemand die Verdichtung erhöht, andere Kolben oder auch größere Nockenhübe verbaut, stellt sich oft die Frage, wie tief sollen die Ventiltaschen werden?
Wenn man die Ventilerhebungskurven aufgenommen hat, weiß man ja, welchen Hub das Ventil bei welchem °Kurbelwinkel macht. Ich hab' hier 'mal 2 Excel- Tabelle zusammengestellt aus denen man die entsprechenden Positionen des Kolbens vor bzw. nach OT herauslesen kann.
Diese Tabelle lässt sich ganz einfach auch für alle anderen Motoren verwenden, egal welcher Marke. es ist einfache Geometrie, sonst nichts. Schaut mal.
Gruß
Klaus
P. S. Komisch, Ihr lasst mir keine Excel - Datei zu. Kein Problem wird's hat erst einmal Pdf. Wer will kann dann die Excel- Datei haben.