Commando: Zylinder abnehmen, und andere Anfängerfragen...

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Goldstar
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Re: 73er Commando: Zylinderfuß abnehmen, was ist zu beachten?

Beitrag von Goldstar »

Ist ja immer wieder interessant wo so eine Anfrage hinführt.

Humorvoll gemeintes wird bierernst genommen, andere fühlen sich verschaukelt, irgendwo hat jeder ja auf seine Art und Weise recht.


Aber dadurch lebt das Forum auch =D>


Gutso, weitermachen :mrgreen:
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jan
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Re: 73er Commando: Zylinderfuß abnehmen, was ist zu beachten?

Beitrag von jan »

Goldstar hat geschrieben:Humorvoll gemeintes wird bierernst genommen,
Falls Du damit mich meinst, lege ich Wert auf die Feststellung, dass die Gewichtung eindeutig auf viel Bier und wenig Ernst liegt! :bia:

(Über jede andere Art von Drink lässt sich selbstverständlich ebenfalls reden... :wein: )
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Tim
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Re: 73er Commando: Zylinderfuß abnehmen, was ist zu beachten?

Beitrag von Tim »

Mariachi hat geschrieben:http://www.cbbc.de/forum/viewtopic.php? ... f4817ca06d
... (Problem noch nicht gelöst),
Ausfräsen und brass insert einsetzen lassen, guxdu!
Und noch was: Die hinteren Muttern am Zylinderfuß gingen mit dem 1/2" Gabelschlüssel gut auf, die Mutter vorne links scheint viel zu klein für den 1/2" aber zu groß für den 7/16" Schlüssel zu sein. Ist da wirklich ab Werk ne 15/32" Mutter verbaut?
Was hast Du denn für einen Monstermotor, dass da Halbzoll-Muttern verbaut sind? Oder hast Du etwa mit AF-Schlüsseln am Motor herumgewürgt? :wink:

Britische Schlüsselweiten vs. Amerikanische Schlüsselweiten


Tim
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Mariachi
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Re: 73er Commando: Zylinderfuß abnehmen, was ist zu beachten?

Beitrag von Mariachi »

Moien und danke erstmal für die Antworten,

heißt das denn etwa, dass ich da ein Harrläy - Werkzeug benutze??? Also die Schlüssel haben bisher immer super gepasst. :-k
Aber dieses ganze UNC UNF BSW BSF und Whitworth - Gedönse ist mir ja sowieso schon immer ein Rätsel gewesen (ich weiß, das ist nicht die beste Voraussetzung für einen Nortonbesitzer). Hab mir eben nochmal die beiden Gewindelinks von Tim zu Gemüte geführt, dazu noch den hier http://www.ta7.de/txt/sonstige/sons0014.htm. Danach war für mich klar, dass ich BSW Schrauben brauche. Der Händler, bei dem ich Schraubennachschub bestellen wollte, versichert mir aber immer wieder, dass ich für eine Norton Commando UNF Schrauben brauche. Also für mich ist das Chaos damit komplett....

Ach ja, und danke für den Brass-insert Link. Glücklicherweise brauche ich den jetzt wohl nicht mehr. Mit sehr unorthodoxen Methoden habe ich das Problem am Wochenende nach jahrelangem Untätigsein und Herumüberlegen endlich (wenn auch im Stile eines Steinmetzes) gelöst.
Jetzt kanns nur noch bergauf gehen. Und ich hoffe, im nächsten Frühjahr wird die Gute wieder auf die Straße gelassen.

Der Zylinder (incl. Zylinderfuß) ist jetzt auch unten. Sehr interessant, was man da so alles sieht. :) Wenn ich jetzt auch noch daraus "lesen" könnte, wärs perfekt.
Also eine Laufbuchse hat eine mit dem Daumennagel gerade noch so ertastbare Riefe, ich hoffe, das ist nichts allzu alarmierendes...?
Ansonsten würd ich gern noch die Nockenwelle "lesen" können. Was ist denn bei der zu beachten? Wie soll sie aussehen, und wie nicht? Ist das in Worten für einen Profipfuscher erläuterbar?


Ach ja, und wenn ich meinen Fred hier gerade nochmal missbrauchen darf:
Gibt es denn Langzeiterfahrungen zu den (z.B. in Ebay UK angebotenen) Stoßdämpfern für < 100€?
Ich schwanke momentan noch zwischen den Ikons und den 1/3 so teuren von der Insel...
Wäre schön, wenn jemand etwas dazu sagen könnte, wie die letzteren sich nach ein paar Jahren verhalten.
Nachdem die Chromstangen der Alten ziemliche Kratzer haben, und beim Testen ein lautes "Glucksen" an mein Ohr drang, habe ich mir überlegt, dass neue Stoßdämpfer vielleicht ganz sinnvoll wären...

Grüße
Alexander
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Re: 73er Commando: Zylinderfuß abnehmen, was ist zu beachten?

Beitrag von Alexander »

Je nach Bj. gibt es für die Commando zwei verschiedene Gewindesteigungen für die Zylinderfuss Stehbolzen bzw. Muttern . Die frühen Mod. hatten da unten Cycle Gewinde . Die späteren Mod. haben dann UNF .
Wenn du die Muttern kaufst , achte darauf .
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Martin
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Re: 73er Commando: Zylinderfuß abnehmen, was ist zu beachten?

Beitrag von Martin »

Wenn es sich um die NJB Federbeine handelt... Die sind ganz in Ordnung.
Über Lebensdauer kann ich wenig sagen, da meine recht neu sind.
Aber habe da aus dem englischen Forum nichts negatives gehört
When a motorcycle is actually ridden, it takes on a similar "patina" of use

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Tim
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Re: 73er Commando: Zylinderfuß abnehmen, was ist zu beachten?

Beitrag von Tim »

Mariachi hat geschrieben:Aber dieses ganze UNC UNF BSW BSF und Whitworth - Gedönse ist mir ja sowieso schon immer ein Rätsel gewesen
Grobe Richtline: Fast alles am Motor hat Withworth-Schlüsselweiten und ist BSF oder CEI, am Chassis sind amerikanische Across-Flat-Schlüsselweiten mit UNF dran die Regel, inkl. der Iso- und Cradle-Schrauben.
... versichert mir aber immer wieder, dass ich für eine Norton Commando UNF Schrauben brauche.


Dann hat er keine Ahnung und das Commando-Schraubenchaos ist nicht grade ein Staatsgeheimnis, sondern eigentlich bestens bekannt.
Also eine Laufbuchse hat eine mit dem Daumennagel gerade noch so ertastbare Riefe, ich hoffe, das ist nichts allzu alarmierendes...?
Kann von "Nächstes Übermaß fällig" bis "Schönheitsfehler" alles heissen und ist anhand Deiner Beschreibung auch nicht zu diagnostizieren....
Ansonsten würd ich gern noch die Nockenwelle "lesen" können. Was ist denn bei der zu beachten? Wie soll sie aussehen, und wie nicht?
Glänzende, wie poliert aussehende Flächen -> gut. Grübchen und Riefen -> schlecht.



Tim
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Mariachi
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Re: 73er Commando: Zylinderfuß abnehmen, was ist zu beachten?

Beitrag von Mariachi »

Alexander hat geschrieben:Je nach Bj. gibt es für die Commando zwei verschiedene Gewindesteigungen für die Zylinderfuss Stehbolzen bzw. Muttern . Die frühen Mod. hatten da unten Cycle Gewinde . Die späteren Mod. haben dann UNF .
Wenn du die Muttern kaufst , achte darauf .
Meine ist ne 73er 750er. Also im Falle des Zylinderfußes wohl tatsächlich UNF.
Es IST also ein Chaos, und kommt mir nicht nur so vor... Ist ja schon mal mehr oder weniger beruhigend.
Kaufen wollte ich eigentlich eher einen Schraubenvorrat für das Motorrad generell (um bei Bedarf solche Dinge, wie z.B. die ausgenudelten Kreuzschlitzschrauben (die zur Montage der Hebel / Blinker-/Lichtschalter am Lenker) durch was anständiges zu ersetzen).
Aber das wird dann wohl schwierig. Da ist dann wohl gezieltes Ersatzteilbestellen angesagt.

Martin hat geschrieben:Wenn es sich um die NJB Federbeine handelt... Die sind ganz in Ordnung.
Über Lebensdauer kann ich wenig sagen, da meine recht neu sind.
Aber habe da aus dem englischen Forum nichts negatives gehört:
Die, die ich gefunden hab, sind wohl alles "Emgo" Federbeine: Ebay
Von dem Hersteller hab ich vorher noch nie etwas gehört.
Die sind mit Versand bei ca. 100€.
Die NJB für 69GBP + ? Versand wären natürlich auch eine Alternative.

Martin hat geschrieben:Kann von "Nächstes Übermaß fällig" bis "Schönheitsfehler" alles heissen und ist anhand Deiner Beschreibung auch nicht zu diagnostizieren....
Was fehlt denn in der Beschreibung um eine vage Ferndiagnose erstellen zu können?
Oder wäre ein Bild sinnvoller? Oder ist eine Ferndiagnose in dem Fall generell unmöglich?
Martin hat geschrieben:Glänzende, wie poliert aussehende Flächen -> gut. Grübchen und Riefen -> schlecht.
Jo, das hört sich gut an, damit kann ich was anfangen. Werd das heute abend mal überprüfen.



Vielen Dank an alle
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Re: 73er Commando: Zylinderfuß abnehmen, was ist zu beachten?

Beitrag von Martin »

Hey!

Die letzten beiden Zitate waren nicht von mir sondern von dem verblendeten aus Düsseldorf... :mrgreen:

Und jetzt mal um Dir noch mehr Mut zu machen... Die Schrauben an den Hebeln sind entweder BA oder ein eigener STandard von Doherty (dem damaligen Zulieferer)... :mrgreen:

Wie sieht es denn aus mit einer Teileliste für Dein Baujahr?
Da müsste doch auch die jeweilige Gewindesorte angegeben sein..
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Re: 73er Commando: Zylinderfuß abnehmen, was ist zu beachten?

Beitrag von Mariachi »

Ach herrje Tatsache. Sorry Tim, sorry Martin. Dat wollt isch net.
Kömich. Vor allem, weil ich den Namen nichtmal selbst eingetippt hab... Najo, egol...

Mut machen, mhm. Ich quelle quasi über vor Mut. Aber das mit der Teileliste ist ne Idee, da hab ich jetzt noch garnet reingeschaut. Werd das dann heut Abend auch mal tun.
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Tim
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Re: 73er Commando: Zylinderfuß abnehmen, was ist zu beachten?

Beitrag von Tim »

Mariachi hat geschrieben:Meine ist ne 73er 750er. Also im Falle des Zylinderfußes wohl tatsächlich UNF..... Aber das wird dann wohl schwierig. Da ist dann wohl gezieltes Ersatzteilbestellen angesagt.
Nein, nimm die Online-Kataloge von Joe S. und Oldbritts, dann kann Dir nicht mehr viel passieren. Ansonsten besorg Dir eine metrisch-zöllige Gewindelehre, um die Steigungen rauszubekommen ohne blödes Abzählen. Damit, mit dem Messschieber aka Schublehre aka Shooting teacher und den Infos zu den Abmessungen lassen sich alle Gewinde ganz leicht indentifizieren. Jedenfalls leicht im Vergleich zu "Schraube bestellen, Eindrehversuch, richtige Schraube bestellen".
Beschreibung auch nicht zu diagnostizieren....
Nix Martin hat geschrieben:Kann von "Nächstes Übermaß fällig" bis "Schönheitsfehler" alles heissen und ist anhand Deiner Beschreibung auch nicht zu diagnostizieren....
Was fehlt denn in der Beschreibung um eine vage Ferndiagnose erstellen zu können?....
WO ist diese Riefe? Längs, hoch, schräg? Sind die Ränder aufgeworfen? Etc.
Oder wäre ein Bild sinnvoller? ....
Wenn Du's hinbekommst, ja.
Oder ist eine Ferndiagnose in dem Fall generell unmöglich?
Viel mehr als qualifiziertes Kaffesatzlesen würde ich an Deiner Stelle nicht erwarten..... :wink:


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Uli
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Re: 73er Commando: Zylinderfuß abnehmen, was ist zu beachten?

Beitrag von Uli »

Mariachi hat geschrieben:Moien und danke erstmal für die Antworten,
...
Ach ja, und wenn ich meinen Fred hier gerade nochmal missbrauchen darf:
Gibt es denn Langzeiterfahrungen zu den (z.B. in Ebay UK angebotenen) Stoßdämpfern für < 100€?
Ich schwanke momentan noch zwischen den Ikons und den 1/3 so teuren von der Insel...
Wäre schön, wenn jemand etwas dazu sagen könnte, wie die letzteren sich nach ein paar Jahren verhalten.
Nachdem die Chromstangen der Alten ziemliche Kratzer haben, und beim Testen ein lautes "Glucksen" an mein Ohr drang, habe ich mir überlegt, dass neue Stoßdämpfer vielleicht ganz sinnvoll wären...

Grüße
Hallole,

Das dürften die gleichen sein, die die Fa. "Grobmotorik" mal für 85,- verkauft hat.
Hab ich seit knapp 2 Jahren an der Commando.
Etwas arg weich von der Federung her (liegt vielleicht auch an meiner Vorliebe für Weizenbier... :roll: ), etwas unterdämpft in der Zugstufe,
aber für genüßliches Landstraßentuckern in Ordnung.
Wenns mal zur Sache geht, sind sie eigentlich zu lasch. Ich hab mir heuer in LU deshalb neuwertige Konis gekauft.
Über die Lebensdauer kann ich bisher nicht meckern, alles noch dicht, Farbe und Chrom noch ok und alles dämpft und federt wie am Anfang.
Also durchaus ihr Geld wert. Aber nicht viel mehr...
Ich hatte schon nagelneue Marzochis, die rosteten und ölten (eigentlich ein Widerspruch, aber die Italiener schaffen sogar das) schon nach 3 Wochen.

Hoffe, geholfen zu haben.
Uli

Ach ja, hatte nicht Mitch auch solche Teile für die Bonnie gekauft?
Was ist mit dem eigentlich, ist der auf Kur?
Man liest gar nix mehr von ihm...
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Re: Commando: Zylinder abnehmen, und andere Anfängerfragen...

Beitrag von Mariachi »

sodele... Da bin ich wieder.
Ich war mal so frei, den Thread-Titel zu ändern, weil ich jetzt so langsam ja doch in Fahrt komme mit meiner dummen Fragerei :roll:
Atlas750 hat geschrieben: Nein, nimm die Online-Kataloge von Joe S. und Oldbritts, dann kann Dir nicht mehr viel passieren. Ansonsten besorg Dir eine metrisch-zöllige Gewindelehre, um die Steigungen rauszubekommen ohne blödes Abzählen. Damit, mit dem Messschieber aka Schublehre aka Shooting teacher und den Infos zu den Abmessungen lassen sich alle Gewinde ganz leicht indentifizieren. Jedenfalls leicht im Vergleich zu "Schraube bestellen, Eindrehversuch, richtige Schraube bestellen".
Beschreibung auch nicht zu diagnostizieren....
Jo, genau das meinte ich eigentlich auch mit "gezielter Ersatzteilbestellung".

Atlas750 hat geschrieben: WO ist diese Riefe? Längs, hoch, schräg? Sind die Ränder aufgeworfen? Etc.
Also hier wären dann erstmal Bilder:
Bild
Bild
Bild

Ich weiß nicht, ob man damit allzu viel anfangen kann.
Es sind jedenfalls zwei Riefen. (Jetzt wo ich die Bilder anschaue, bilde ich mir ein, eine dritte zu sehen... :lupe: )
An jedem Zylinder eine, jeweils an der äußersten Stelle.
Also senkrechte Riefen, am linken Zylinder ganz links und am Rechten ganz rechts. Sie sind gerade, nicht schräg, nicht kurvig, entlang der Laufrichtung, keine aufgeworfenen Ränder.


So etwas kommt nicht von Kolbenringen, die ja, da sie "offene Ringe" sind, gezwungenermaßen auch mit den Kanten am Zylinder entlangfahren, oder? Hm, nö, wär blöd...
Hab mich nur gewundert, weil die beiden Riefen so symmetrisch angeordnet sind...

Atlas750 hat geschrieben: Viel mehr als qualifiziertes Kaffesatzlesen würde ich an Deiner Stelle nicht erwarten..... :wink:
Ach, das reicht mir fürs Erste vollkommen aus. Auch für Kaffeesatzleserei bin ich dankbar.



Aber: kein Post von mir, ohne dass gleich ein neues Problemchen auftaucht, daher in alter Tradition:

Erst hab ich mich ja gefragt, ob es auch zweiteilige Kolbenringe gibt, die Frage hab ich zum Glück nicht vorschnell gepostet, denn bei genauerem Hinsehen ist deutlich zu sehen, dass ein Kolbenring gebrochen ist. Zwar mit wunderschöner, sauberer Bruchkante, exakt in der Mitte, aber doch gebrochen.
Allerdings ist da, wo ich meine, dass die Bruchkante an der Laufbuchse angelegen haben muss, keinerlei Beschädigung des Zylinders zu sehen. Kann das sein, dass die Maschine mit gebrochenem Kolbenring sauber und problemlos weiterlief?

Oder hab doch ich den Ring kaputt gemacht, was ich allerdings nicht glaube, da ich weder groß dran rumhantiert hab (nur, als er noch auf dem Zylinder war, mal zusammengedrückt, halt mal geschaut, wie sich so was anfühlt :wink: . Aber alles ohne Gewalt, mit bloßen Fingern, kein Ziehen, kein Drehen, nur kurz zusammendrücken.
Müsste man normalerweise doch auch merken, wenn man so nen Ring kaputtdrückt, oder?

Jetzt fürchte ich natürlich, dass auch der neu muss. Daher jetzt schon mal fürs Wiederzusammenbauen:
Inwiefern darf man denn so nen Kolbenring mechanisch belasten? Zumindest beim Aufziehen muss der ja schon ein ganzes Stück gedehnt werden...


Und wo wir schon mal so schön dabei sind:
Wer noch Lust auf weiter Bilder hat, kann sich auch gern mal meine hintere Bremstrommel ansehen zwecks: "Ist das Ritzeltechnisch so noch ok?"

Bild
Bild
Bild
Bild

Wie immer: Vielen Dank und viele Grüße


PS: ach ja, bevor ich es vergesse:
Uli hat geschrieben:Das dürften die gleichen sein, die die Fa. "Grobmotorik" mal für 85,- verkauft hat.
...
Hoffe, geholfen zu haben.
Jawoll, das hast du. Vielen Dank.
Habe eben mit Herrn Zocher von Grobmotorik telefoniert. Und in einer Woche sind genau diese Stoßdämpfer wieder lieferbar.
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Goldstar
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Re: Commando: Zylinder abnehmen, und andere Anfängerfragen...

Beitrag von Goldstar »

Das letzte Bild ist eigendlichdas wichtigere.

Ist es von oben nach unten fotografiert?

Ich geh mal davon aus. Der obere Kolbenring hat am Umkehrpunkt eine Kante hinterlassen, die kannst du auch mit Sicherheit mit den Fingerspitzen fühlen. alles was über dieser Kante ist zum Brennraum hin ist dein ursprüngliches Maß, alles was darunter ist Verschleiß. Meißt ist es auch noch so das der Zylinder im oberen drittel oval ist, weil hier auch der größte Verschleiß ist.

Wenn es um die Frage geht ob übermaß oder nicht, würde ich sagen da ist ein Übermaß fällig.

Auf die Sache mit dem Kaffesatz,, wer misst weiss genaueres.

Grüße Klaus
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Re: Commando: Zylinder abnehmen, und andere Anfängerfragen...

Beitrag von Martin »

Ich hab mal editiert, so dass die Bilder im Beitrag stehen..

Also ich schließe mich Klaus an. Die Laufbahnen sehen nicht mehr so frisch aus. Ich würd auch sagen, aufbohren und honen und Ü-Maß Kolben rein...
Das muss halt mal sein und die neuen Kolben halten bei anständiger Fahrweise auch wieder lange!
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