Seite 2 von 3

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Donnerstag 27. Mai 2010, 09:11
von speedtwin
T140E hat geschrieben:Moin Wolfram,
Du schreibst selbst, dass die Farbe im Tank abblättert.

Zumindest würde ich auch das mal ausschließen, geht ja relativ schnell:
Kanister raus, Benzinleitung am Vergaser unten abmachen, Tankhahn auf und Durchfluss prüfen - die Vergaser hast Du ja schon gecheckt...

Wenn Du dann beruhigenderweise festgestellt hast, dass alles fließt wie es soll, kannst Du auch sofort mit der Elektrik weitermachen :D
Hallo Mitch,
Vergaserstopfen sind absolut sauber. Die Farbe blättert auch nicht wirklich (mein Fehler), sondern es sieht eher so aus, als ob sie aufgeweicht ist, und sich früher oder später eher größere Placken lösen, also quasi wie wenn man Abbeizer draufgepinselt hätte. Aber hin wie her, muss natürlich auch behoben werden..
Mann, Mann, das entwickelt sich hier langsam zu einer ABM-Maßnahme, da stellt man ganz naiv eine Frage.... :D :D :D
Aber ich hab's ja nicht anders gewollt... :lol:
Gruß, Wolfram

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Samstag 29. Mai 2010, 21:15
von speedtwin
T140E hat geschrieben:Moin Wolfram,

Jetzt hast Du ein Sieb im Tank und in der Benzinleitung. Dieses ganze Gesiebe hält nicht wirklich alles zurück (ich hab' im Winter eine Sandbank im Vergaserstopfen gefunden), aber was nicht durch geht, kann so'n Sieb auch ganz schön verstopfen. Und verstopftes Sieb heißt wenig Benzinfluss, und wenn zu wenig Benzin fließt, kann's bei höheren Drehzahlen mal knapp werden mit den Benzinstand in der Schwimmerkammer; dabei magert das Gemisch ab und wenn es dauernd zu mager ist, hast Du bald zwei neue "Sparkassen" in der Werkstatt stehen.
stgestellt hast, dass alles fließt wie es soll, kannst Du auch sofort mit der Elektrik weitermachen :D
So, heute mal den Tank genauer betrachet, Benzin abgelassen, Hähne abgeschraubt. Siebe völlig ok, allerdings komische Geräusche aus dem Tank, nachdem ich alles Benzin raushatte. Dann ein ca. 5x15cm Stück "Material" aus dem Tank geholt, sieht aus wie Epoxidharz, ist aber relativ weich. Ob da jemand irgend was verwendet hat zum Tank versiegeln, was nicht benzinfest ist? :shock: Oder sind diese ganzen Tankversiegelungsmaterialen irgendwie elastisch, würde ja vielleicht auch Sinn machen (solange sie sich nicht lösen) ?

Dann Vergaser nochmal rausgemacht. Dabei kommen jeweils die Bolzen, die die Ansaugstutzen und den Vergaser halten, mit raus. Das ist schon immer so, und ich habe mir, ehrlich gesagt, darüber nie Gedanken gemacht :oops: :oops:
Heute allerdings, warum weiss der Geier, dachte ich so bei mir: das kann ja eigentlich nicht richtig sein, oder? Das bedeutet doch, das die Bolzen zu lose sitzen, und das Risiko besteht, das da falsche Luft reinkommt, oder? :?: :?: Denn eigentlich sollten doch die Bolzen die Ansaugstutzen halten, und die Muttern nur den Vergaser, oder? Fragen über Fragen..

Letzte Frage für heute: Drehzahlmesser funktioniert seit heute nicht mehr. Hab mir mal den Antrieb angeschaut, ist der unten offen, oder habe ich da irgendwas verloren? Hab leider keine Partslist (mehr, irgendwie ist die weg), und im workshop manual ist keine Abbildung. Ich vermute, daß da irgendwie ein Gummistopfen draufgehört, der das Fett drinne hält, aber wenn das so ist, dann ist der weg... :cry:

Morgen geht es an die Elektrik...
cu, Wolfram

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Samstag 29. Mai 2010, 23:17
von Tim
speedtwin hat geschrieben:.... Dann ein ca. 5x15cm Stück "Material" aus dem Tank geholt, sieht aus wie Epoxidharz, ist aber relativ weich. ....
Das Problem mit Tankversiegelungen aus gar nicht mal soooo grauer Vorzeit ist, dass damals keiner vorhersehen konnte, dass Ethanol im Sprit mal en vogue käme..

Pack dochmal spasseshalber E85 in den Tank, lass ihn etwas stehen und schau dann nochmal rein... :wink:


Tim

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Samstag 29. Mai 2010, 23:25
von speedtwin
Pack dochmal spasseshalber E85 in den Tank, lass ihn etwas stehen und schau dann nochmal rein... :wink:

Ääh, und was passiert dann? Ich frage mich grade, ob das wirklich ein Spaß wird :roll:
Gruß, Wolfram

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Samstag 29. Mai 2010, 23:37
von Tim
speedtwin hat geschrieben:Ääh, und was passiert dann? Ich frage mich grade, ob das wirklich ein Spaß wird :roll:
Wenn Du eine Beschichtung drin hast, die nicht Ethanol-beständig ist, dürfte die es dann definitiv hinter sich haben, so dass man sie mechanisch entfernen kann. Streifen kunststoff-ähnlichen Materials von weicher Konsistenz würde ich jedenfalls nicht im Tank haben wollen.


Tim

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Samstag 29. Mai 2010, 23:47
von speedtwin
Atlas750 hat geschrieben:
speedtwin hat geschrieben:Ääh, und was passiert dann? Ich frage mich grade, ob das wirklich ein Spaß wird :roll:
Wenn Du eine Beschichtung drin hast, die nicht Ethanol-beständig ist, dürfte die es dann definitiv hinter sich haben, so dass man sie mechanisch entfernen kann. Streifen kunststoff-ähnlichen Materials von weicher Konsistenz würde ich jedenfalls nicht im Tank haben wollen.


Tim
Ja klar, da hast Du Recht, die Frage ist nur, was genau heisst "hinter sich haben"? Wird das dann flüssig, und man kann das quasi ausspülen, oder wird es irgendwie weich, und man muss es mit irgendwelchem Zeug (Kupfermünzen, 5p-Stücken etc) "rausschütteln".
Die Frage ist nicht soooo kritisch, weil ich sowieso beabsichtige, den alten, "originoolen" Tank wieder zu montieren, der noch ganz gut in Schuß ist, aber die Frage ist trotzdem generell interessant (oder besser gesagt: die Antwort).

Gruß, Wolfram

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Sonntag 30. Mai 2010, 08:12
von Tim
speedtwin hat geschrieben:Ja klar, da hast Du Recht, die Frage ist nur, was genau heisst "hinter sich haben"? Wird das dann flüssig, und man kann das quasi ausspülen, oder wird es irgendwie weich, und man muss es mit irgendwelchem Zeug (Kupfermünzen, 5p-Stücken etc) "rausschütteln".
Mechanisch entfernen eben: Rollsplit, Domestos und Betonmischer....


Tim

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Sonntag 30. Mai 2010, 11:48
von Martin
speedtwin hat geschrieben:
Dann Vergaser nochmal rausgemacht. Dabei kommen jeweils die Bolzen, die die Ansaugstutzen und den Vergaser halten, mit raus. Das ist schon immer so, und ich habe mir, ehrlich gesagt, darüber nie Gedanken gemacht :oops: :oops:
Heute allerdings, warum weiss der Geier, dachte ich so bei mir: das kann ja eigentlich nicht richtig sein, oder? Das bedeutet doch, das die Bolzen zu lose sitzen, und das Risiko besteht, das da falsche Luft reinkommt, oder? :?: :?: Denn eigentlich sollten doch die Bolzen die Ansaugstutzen halten, und die Muttern nur den Vergaser, oder? Fragen über Fragen..
Hallo! Sonderbare Logik.
Die Stehbolzen sind im Kopf eingedreht und normalerweise sitzen sie fest.
Manchmal sitzen halt die Muttern so feste (korrodiert, gesichert), dass man den Stehbolzen mit ausdreht. Hat im Betrieb keine Auswirkungen.
Alerdings sollst Du den Vergaser nicht zu feste anziehen, da er sich verziehen kann. Loctite nehmen
Letzte Frage für heute: Drehzahlmesser funktioniert seit heute nicht mehr. Hab mir mal den Antrieb angeschaut, ist der unten offen, oder habe ich da irgendwas verloren? Hab leider keine Partslist (mehr, irgendwie ist die weg), und im workshop manual ist keine Abbildung. Ich vermute, daß da irgendwie ein Gummistopfen draufgehört, der das Fett drinne hält, aber wenn das so ist, dann ist der weg... :cry:

Morgen geht es an die Elektrik...
cu, Wolfram
Sag mal... Also ich schaue mir meine Kiste vorher immer an. Es gibt sicher keinen Antrieb, der unten offen ist. Warum? Also wenn Du eine Öffnung siehst,wirst Du Gewindegänge erkennen.
Da sitzt ein Schraubstopfen drin. Wenn mich nicht alles täuscht, hast Du gerade die Antriebsschnecke verloren.
Da müsste doch eigentlich Öl kommen..
Guck dir den Antrieb noch mal genau an.
Gruß, Martin

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Sonntag 30. Mai 2010, 12:07
von Tim
Martin hat geschrieben:Da sitzt ein Schraubstopfen drin. Wenn mich nicht alles täuscht, hast Du gerade die Antriebsschnecke verloren.
Bei der Atlas ist das ein eingepresster Deckel bzw. zwei davon. Oder sagen wir mal, was der Kollege Schmidt so für einen eingepressten Deckel gehalten hat damals....


Tim

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Sonntag 30. Mai 2010, 12:43
von speedtwin

Hallo! Sonderbare Logik.


Finde ich nicht. Das bedeutet doch, dass wenn die Muttern so fest sitzen, man nicht nur den Vergaser festzieht, sondern zusätzlich noch den Ansaugstutzen, der ja sonst von dem Bolzen gehalten wird. Ob sich das praktisch auswirkt, ist eine andere Frage.

Sag mal... Also ich schaue mir meine Kiste vorher immer an. Es gibt sicher keinen Antrieb, der unten offen ist. Warum? Also wenn Du eine Öffnung siehst,wirst Du Gewindegänge erkennen.
Da sitzt ein Schraubstopfen drin. Wenn mich nicht alles täuscht, hast Du gerade die Antriebsschnecke verloren.
Da müsste doch eigentlich Öl kommen..
Guck dir den Antrieb noch mal genau an.
Gruß, Martin[/quote]


Nein, DEN Schraubstopfen meine ich nicht, der ist noch da. Wie erklär ich das bloss..

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Sonntag 30. Mai 2010, 18:51
von speedtwin
[quote="speedtwin"]
Hallo! Sonderbare Logik.


Finde ich nicht. Das bedeutet doch, dass wenn die Muttern so fest sitzen, man nicht nur den Vergaser festzieht, sondern zusätzlich noch den Ansaugstutzen, der ja sonst von dem Bolzen gehalten wird. Ob sich das praktisch auswirkt, ist eine andere Frage.

Vielleicht habe ich mich mißverständlich ausgedrückt, daher hier zwei Bilder. Normalerweise müsste es doch so sein, dass wenn der Bolzen fest im Zylinderkopf sitzt, der Ansaugstutzen von dem "Ring" (siehe Pfeil, wie nennt man das richtig?) gehalten wird, und man den Vergaser mit der Mutter mit relativ wenig Kraft auf den Bolzen schraubt.

Wenn nun aber die Mutter so fest sitzt, dass der ganze Bolzen mit rauskommt, dann ist doch der benötigte Kraftaufwand beim Einschrauben deutlich größer, da man ja auch den Bolzen mit reinschrauben muss, und somit auch die Gefahr, das der Vergaserflansch sich verzieht, oder nicht? :roll:

Gruß, Wolfram

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Sonntag 30. Mai 2010, 19:23
von Martin
Nun kenne ich mich mit den großen Twins nicht so sehr aus... Aber ist der Stehbolzen so abgesetzt? In der Teileliste sieht es anders aus. Da gibt es eine Scheibe (insulating ring) die zwischen Vergaser und Ansaugstutzen gehört...
Versuch mal ob dieser "Bund" wirklich einer ist oder vom Stehbolzen (was ich vermute) runter geht.
Und wenn das so ist sicherst Du den Stehbolzen mit Loctite. Klar ist, dass die Hitze im Kopfbereich nicht gerade günstig ist für Loctite ;-)

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Sonntag 30. Mai 2010, 19:34
von speedtwin
Martin hat geschrieben:Nun kenne ich mich mit den großen Twins nicht so sehr aus... Aber ist der Stehbolzen so abgesetzt? In der Teileliste sieht es anders aus. Da gibt es eine Scheibe (insulating ring) die zwischen Vergaser und Ansaugstutzen gehört...
Versuch mal ob dieser "Bund" wirklich einer ist oder vom Stehbolzen (was ich vermute) runter geht.
Und wenn das so ist sicherst Du den Stehbolzen mit Loctite. Klar ist, dass die Hitze im Kopfbereich nicht gerade günstig ist für Loctite ;-)
Nee, nee, das ist schon alles ein Stück. Der Ansaugstutzen hat ja auch eine entsprechende Nut, würde ja keinen Sinn machen, wenn der Ring/Bund lose wäre. Wenn es also so ist, ist meine Überlegung dann richtig? Ich möchte einfach nur wissen, ob ich da einen Denkfehler mache. Loctite muss jedenfalls her :!:

Gruß, Wolfram

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Freitag 4. Juni 2010, 14:24
von Towner
Hi,

ich hatte gestern auch das Problem mit den Aussetzern zwischen 3000-3500rpm. War ständig und ziemlich heftig. Habe dann alles durchgecheckt und schließlich war es dann tatsächlich ein loser Stecker am Zündschloß. Jedenfalls ist es jetzt erst mal wieder weg.

Gruß Ralf

Re: verschiedene Fragen

Verfasst: Freitag 4. Juni 2010, 20:12
von speedtwin
[quote="Towner"]Hi,

ich hatte gestern auch das Problem mit den Aussetzern zwischen 3000-3500rpm. War ständig und ziemlich heftig. Habe dann alles durchgecheckt und schließlich war es dann tatsächlich ein loser Stecker am Zündschloß. Jedenfalls ist es jetzt erst mal wieder weg.

Hallo Ralf,
das Zündschloß habe ich kontrolliert, da ist nichts lose. Aber sie fährt jetzt trotzdem wieder 1A, nach folgenden Maßnahmen:

1) Vergaser NOCHMAL saubergemacht
2) Originaltank wieder montiert (den ohne das verweichlichte Epoxy-Zeug)
3) neue N3 besorgt
4) Elektrik kontrolliert, aber nix gefunden
5) Ansaugstutzen auf Glasscheibe plan geschliffen

Ganz eindeutig ist es also nicht, was es nun war. :roll:

Vielen Dank jedenfalls an alle für Eure Ideen und Ratschläge
Gruß, Wolfram

PS: Drehzahlmesser geht auch wieder, es handelte sich um einen eingepressten Deckel, der einfach rausgefallen ist. Den Deckel habe ich in der Nähe der Garage wiedergefunden :lol: Die Distanzscheibe allerdings nicht, aber 3 Stck 2ct Münzen tun es im Moment auch... :shock: