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Re: Pilzförmiger Ventilspieleinsteller
Verfasst: Montag 5. April 2010, 15:50
von Ralph G.Wilhelm
Ich dachte (das Forum lachte) die Gewinde von Trident und Norton wären gleich, sorry

Re: Pilzförmiger Ventilspieleinsteller
Verfasst: Montag 5. April 2010, 22:45
von Alexander
Ich würde natürlich trotzdem gerne wissen , wie ich solche in meine Commando Kipphebel hineinbekomme . ( Auch um den Preis , das das wissende Forum

tut )
Also wer würde es mal ernsthaft näher erläutern ?
Gruß Alexander
Re: Pilzförmiger Ventilspieleinsteller
Verfasst: Dienstag 6. April 2010, 08:23
von Tim
Ralph G.Wilhelm hat geschrieben:So sehn die Einsteller übrigens aus:
Die Dinger kenne ich als Elefantenfüße, mushroom tappets sind einteilig, der Unterschied zu den normalen ist nur der ballige Kontaktbereich:
http://www.britishbikeconnection.com/im ... _r9_c1.jpg
Ob's das bringt? Hm, der Ventiltrieb der Norton ist eh krumm und schief durch die beiden Winkel (Stößelstangen nach hinten, Rocker zur Seite raus gedreht). Da kann man je nachdem wie tief der Kopf runtergeplant ist und ob/welche Dichtung man fährt, mit ganz schön üblen Kinematiken rauskommen. Also beim Einbau genau ausmessen, wie weit der Rocker noch weg ist vom Ventil. Notfalls müssen für andere Einsteller die Stößelstangen angepasst werden.
Nur so als kleine Warnung, ich puzzle das grade für den ersten Commando-Motor, den ich mir vorgeknöpft habe, aus.
Tim
Re: Pilzförmiger Ventilspieleinsteller
Verfasst: Dienstag 6. April 2010, 09:19
von Martin
Alexander hat geschrieben:Ich würde natürlich trotzdem gerne wissen , wie ich solche in meine Commando Kipphebel hineinbekomme . ( Auch um den Preis , das das wissende Forum

tut )
Also wer würde es mal ernsthaft näher erläutern ?
Gruß Alexander
So eher gar nicht. Ralph ging davon aus, dass Norton die gleichen Gewinde verwendet hat wie Trumph. Norton war da aber deutlich rückständiger
Spaß beiseite: Die kriegst du ohne Bearbeitung nicht rein. Also wie gesagt, größer bohren, Gewindeschneiden.
Über die Härte kann ich nichts sagen.
Es wird sicher im Norton Bereich eine speziele Lösung geben!
Und @ Tim: Die ballige Fläche bringt es sehr wohl. Die normalen "Tips" sind gerade wegen der ungünstigen Winkel meist nur rudimentär in Kontakt zum Ventil. Ich hab mir den Unterschied bei der Trident direkt im Vergleich angesehen.
Die balligen drücken die Ventilschäfte nicht durch die hohe Punktbelastung ein wie es die anderen tun. Wie gesagt, erfahrungswerte an Triumph. Kann Dir gerne mal ein durch Rocker (nicht die mit den Lederjacken!) getötetes Ventil schicken

Übrigens hat Triumph später den "Ducati-Type" verwendet. Das waren halbkugeln, die im Einsteller frei rotieren konnten.
Das Problem war dabei, das man bei Montage sehr aufpassen musste, auch die richtige (=flache) Seite unten zu haben. Manch unvorsichtiger Monteur musste sich danach mit rausspringenden und verbogenen Stoßstangen herumplagen...
Re: Pilzförmiger Ventilspieleinsteller
Verfasst: Dienstag 6. April 2010, 12:31
von Tim
Martin hat geschrieben:Und @ Tim: Die ballige Fläche bringt es sehr wohl.
Das "ballige" ist nicht der kritische Aspekt bei der Sache, aber die mushroom tappets, die man so kaufen kann, sind anscheinend etwas länger. Die Elefantenfüße auch, will sagen, wenn mann einfach andere tappets reinschraubt und das Ventilspiel korrekt einstellt, kann es sein, dass die Kinematik sich von "geht-grad-eben-so" zu "geht-eher-nicht-mehr" verschiebt. Der Norton-Twin ist da insbesondere beim Auslass-Ventil eh grenzwertig mit dem doppelt angewinkelten Ventiltrieb.
Tim
Re: Pilzförmiger Ventilspieleinsteller
Verfasst: Mittwoch 7. April 2010, 09:25
von Norton
Hi.
In meinem Motorrad habe ich orginale Ventileinstellschrauben mit selbst eingestochenen Kugeln drin. Kugellagerkugel mit 5mm Durchmesser an einer Seite etwa 1,2mm abgeschliffen, ergibt dann eine Fläche mit ca 3,5 mm Durchmesser. Mit einem Hartmetallfräser Durchmesser 5mm eine Pfanne in die Einstellschraube bohren, eine abgeschliffene Kugel hab ich auf einen Dorn geklebt und damit läppe ich die Pfanne mit etwas Läppaste aus. Die abgeschliffene Kugel mit etwas Fett in den Kipphebel von oben einbauen, Kontermutter und einstellen. Die Kippbewegung macht dann die Kugel in der Pfanne und die ebene Fläche gleitet schön auf dem Ventilschaftende bzw. der Endkappe. Auf den Ventilschaftenden hab ich Endkappen von Ducati drauf, gehen aber auch die von Schrick. Hält das Ventilspiel über Jahre, kaum Verschleiß, immer schöne Ventilschaftenden. Mit Orginalnocke jedenfalls kein Problem, mit anderen Nocken noch nicht ausprobiert.
Gruß. Martin.
Ich hatte früher mal eine XT250, da waren die Schaftenden auch immer kaputt. Ventileinstellschrauben mit Kugel gab es aber nur eine Nummer größer (ich glaube M8x1). Mein Schwager hat mir dann in die harten Kipphebel die größeren Gewinde rein erodiert.
Re: Pilzförmiger Ventilspieleinsteller
Verfasst: Mittwoch 7. April 2010, 09:34
von Norton
@Tridentologe
Eine Norton soll gegenüber einer Triumph rückständig sein?
Das war bisher dein Bester
Gruß. Martin.
Re: Pilzförmiger Ventilspieleinsteller
Verfasst: Mittwoch 7. April 2010, 09:41
von Norton
Atlas750 hat geschrieben:Martin hat geschrieben:Und @ Tim: Die ballige Fläche bringt es sehr wohl.
Das "ballige" ist nicht der kritische Aspekt bei der Sache, aber die mushroom tappets, die man so kaufen kann, sind anscheinend etwas länger. Die Elefantenfüße auch, will sagen, wenn mann einfach andere tappets reinschraubt und das Ventilspiel korrekt einstellt, kann es sein, dass die Kinematik sich von "geht-grad-eben-so" zu "geht-eher-nicht-mehr" verschiebt. Der Norton-Twin ist da insbesondere beim Auslass-Ventil eh grenzwertig mit dem doppelt angewinkelten Ventiltrieb.
Tim
Vor allem weil die Auslaßkipphebel noch zu kurz sind, sollte man die Kipphebelgeometrie nur gering verändern. Mit solch überlangen Ventileinstellschrauben, das geht schief, da Kommt irgendwann mal die Kante vom Schaftende, über die die Stellschraufe drüberkippt.