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Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Mittwoch 10. März 2010, 08:27
von Tim
Martin hat geschrieben:Timi Liebling..]
Maddinschnuckiputz...
es gibt auch Flüssigmetalle, die über 300° schaffen.
Bleibt trotzdem Pfusch. Und dann bleibt die Frage, worauf sich die 300° beziehen: Glasübergangstemperatur? Dauerfestigkeit? Und wenn Du's mal wieder rausbekommen willst ohne mechanische Bearbeitung, helfen Dir die 300° gar nicht mehr...
Nur ist das notwendig? Wie heiß wird denn das Kurbelgehäuse... ]
120°, mehr nicht. Und bei mehr als 40° Aussentemperatur wirst Du wohl selten fahren, oder?
Denn auch wenn ich Madenschrauben einklebe, ist der Kleber dem Öl und der Temperatur ausgesetzt.]
Loctite schafft dauerhaft 150°. Wenn die Schrauben an der Stelle mehr Hitze sehen, kann es Dir egal sein - dann brennt nämlich Dein Krad.
Also wenn ich Madenschrauben nehmen würde, müsste ich das von hintenmachen. Da hab ich aber ein blödes Gefühl. WENN es raus geht (Der Teufel ist zwei Eichhörnchen) ......
Nimm halt keine Schrauben von Houdini Fasteners Inc. - ernsthaft, hochfestes Loctite (vorher entfetten, d.h. mit Allohol und nicht mit Bremsenreiniger) und ein Körnerschlag und gut ist.
ist das Ding möglicherweise im Kurbelhaus. Nix gut!
Sieh's als Chance: Eine Umph weniger, die die Welt ertragen muss. Wenn ich es mir recht überlege, vergiss das mit dem Loctite und dem Körner. Und ein bis zwei Gewindegänge reichen locker....
Das mit dem Flüssig- oder Kaltmetall sehe ich als interessante Variante an.
Funktionieren wird es, gibt ja auch genug damit verkleisterte Kurbelgehäuse. Ich seh nur keinen Vorteil gegenüber der eingeklebten Madenschraube...
Tim
Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Mittwoch 10. März 2010, 08:48
von Martin
bos´n hat geschrieben:...nicht deine...EINE Dreizahn-lose(vielleicht werden es ja noch mehr?

)
Lass dir einen schwitzen.
Was riskierst du denn?
´n büschen Öl auf´m Belt?
Das leckt doch eh schon durch die Asia-Simmerringe die du verbaust

Also so gesehen hast Du Recht... Ich riskiere wenig. Aber die letzte Unsicherheit bleibt ja. WENN das nicht hält, dann möchte ich davon keine Reste im Kurbelhaus haben. Dahingehend hat Beton-Tim Recht. Ein wenig Pfusch ist es schon. Andererseits gibt es ja auch qualitativ hochwertigen Pfusch.
Ich werde das Zeug von Jan (PS: Kalender da?) mal in Betracht ziehen.
@Klaus: Also das mit dem 130° ... ich weiß nicht... Hört sich für mich sehr hoch an.
Bei so neumodischen Brennern wird es so sein. Die 100° Grenze wird sicher mal erreicht.
Die Löcher sind kleiner. Um die 2mm...
Das mit dem ansenken und Gewinde einschneiden hatte ich doch schon mal oben geschrieben. Eben dass es an dieser Stelle schwierig ist und ich es nicht von hinten machen möchte.
Pillepalleproblem... aber mache mir halt ein paar Gedanken

Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Mittwoch 10. März 2010, 11:37
von Ralph G.Wilhelm
wie wärs denn mit verstemmen oder vernieten?
bischen ansenken, Alustift rein und "behämmern"
Kein Kleber, dafür gleiches Wärmeausdehnungsverhältnis.
So hat man früher Schiffe gebaut und die waren (meistens) auch dicht.
Und im Flugzeugbau ist das auch Standard......obwohl Fugzeuge werden ja
heutzutage wohl geklebt
Sind wir also wieder am Anfang

Beste Grüsse,
Ralph
Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Mittwoch 10. März 2010, 17:15
von Tim
Ralph G.Wilhelm hat geschrieben:wie wärs denn mit verstemmen oder vernieten?
bischen ansenken, Alustift rein und "behämmern"
http://www.theleeco.com/PLUGWEB2.NSF/Plugs!OpenView
Bei der damaligen Gussqualität würde ich aber nicht zu fest zuschlagen....
Tim
Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Mittwoch 10. März 2010, 18:32
von Martin
Is ja gut...
Die Made hat gewonnen... Ich bohr etwas auf, schneide mit grober Gewalt ein Gewinde und dreh die Maden rein. Schön mit Loctite höchstfest und fertig.
Ich werd das doch eh nicht zurückbauen... Seufz...
Und da ich die Entlüftung eh auf dei andere Seite verlege, kann es auch so bleiben wenn ich mal vom Belt weg kommen würde...
Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Freitag 12. März 2010, 22:36
von Phil
So Mahhhhhhhhhhhhdin,
jetzt kommt mein Senf:
Madenschraube ist doch prima, am besten in M 3 und nimm halt nur den mittleren Gewindebohrer, dann klemmt die Schraube an sich schon ein wenig im Gewinde. Und nimm nur hochfeste Schraubensicherung, kein höchstfest, das krieg Du sonst garantiert nie mehr raus.
Alternativ Deine Wunderlöcher auf ein definiertes Maß aufbohren, einen Alustift in der gewünschten Größe (oder eben ein halbes Zehntel größer als die Bohrung, dem einen kleinen Pilzkopf angedeihen lassen (dann kann er nicht reinrutschen) und den Stift ins erwärmte Gehäuse einkleben. Entweder mit Schraubensicherung hochfest oder mit dem bereits von den Vorschreibern erwähnten Produkt Stabilit-Express oder meinem Lieblingskleber Uhu Plus endfest 300. Geiles Zeuch, das ist bis ca. 120 Grad stabil. Damit habe ich vor 4 oder 5 Jahren mal meine Ölfiltergrundpatte System Norton (

) von 3/8"-Anschlüsse für 5/16"-Schläuche umgebaut. Geht echt gut.
Tante Edit hat Rechtschreibfehler beseitigt....
Tante Edit 2 hat noch einen Tipp zum Entfetten: Keinen Alkohol, zumindest keinen Spiritus, sondern Aceton, das entfettet prima und zeigt Dir dazu noch die kleinste Schramme an der Hand dabei auf....

Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Samstag 13. März 2010, 00:35
von Heyco

mhhhh..... hochwissenschaftliche Entfettungstheorien die hier auftauchen. Was mir fehlt ist jedoch eine Erklärung, weshalb das eine oder andere genannte Mittelchen, nicht geeignet sein soll. Ich hätte nämlich alle in die Kategorie "Passt schon" eingeordnet.
Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Samstag 13. März 2010, 09:22
von Martin
Heyco hat geschrieben:
mhhhh..... hochwissenschaftliche Entfettungstheorien die hier auftauchen. Was mir fehlt ist jedoch eine Erklärung, weshalb das eine oder andere genannte Mittelchen, nicht geeignet sein soll. Ich hätte nämlich alle in die Kategorie "Passt schon" eingeordnet.
Na ja.. hochwissenschaftliche Entfettungstheorien... Aceton ist super. Nur sehr flüchtig

Ich habe überhaupt keine Erfahrung mit so ne Zeug. Deswegen bin ich mir halt unsicher.
Ich habe mich auf die Temperaturbereiche, die der jeweilige Hersteller angibt, bezogen. Das von Jan bevorzugte Mittel ist laut Hersteller lediglich bis zu 80° zu verwenden.
Trotzdem: Kein wirkliches Problem

Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Sonntag 14. März 2010, 15:01
von Wuselwahnwitz
www.AL85PLUS.info
Zugfestigkeit bis 85 mpa
Druckfestigkeit bis 45 bar
Hitzebeständig bis ca. 250°
Alles was man braucht ist 'ne Lötlampe (Flamme) und den "Schweißdraht". 1m = ca. 30 Euro
Ihr jämmerlichen sterblichen!!!

(haaaaahaaaaa...)
schüss
Wusel
(Dieses posting entstand NUR weil Martin gejammert hat...)
Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Sonntag 14. März 2010, 18:26
von hasard
Wenn der göttliche Wusel gnädigerweise eine Frage beantworten täte....
Hast Du das schonmal ausprobiert.
Liest sich alles sehr gut. Das alte Alugußgehäuse aber auf über 400° Celsius erwärmen..ich weiß nicht.
Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Sonntag 14. März 2010, 18:53
von Wuselwahnwitz
hasard hat geschrieben:Wenn der göttliche Wusel gnädigerweise eine Frage beantworten täte....
Hast Du das schonmal ausprobiert.
SELBSTVERSTÄNDLICH
nicht
Ich habe aber auf der Technorama zu Kassel (vor ääh....2 oder 3 Wochen???....nee ich glaubv' vor 4 Wochen) dem freundlichen AL85 Onkel über die Schulter geschaut.
Die Handhabung/Verarbeitung von dem Zeugs sah so aber ganz gut und auch für Neulinge machbar zu sein.
Im Zweifelsfall wir eben das zu reparierende Gehäuse vorher in Muttis Ofen (wenn Mutti mal nicht da ist...Kinokarte etc., das hatten wir aber schonmal...) tutti kompletti aufgeheizt, somit ein Verzug der geheiligten Motorhäften ausgeschlossen sein dürfte.
Ick koof mir aba mal so'n Draht und werde es selbstverständlich im Selbstversuch ausgiebig testen (Oder mit Martins Gehäuse)......
Dann wissen wir, ääh...ihr, mehr....
Der Tester
Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Sonntag 14. März 2010, 19:15
von Martin
Wuselwahnwitz hat geschrieben:
Ick koof mir aba mal so'n Draht und werde es selbstverständlich im Selbstversuch ausgiebig testen (Oder mit Martins Gehäuse)......
Dann wissen wir, ääh...ihr, mehr....
Der Tester
Da bitte ich um Selbstversuch... Verfüll Deine Ohren, da ist genug Platz...
Wo bleibt meine Reibahle

Dafür mach ich gutes preis für Schleifbock..

Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Montag 15. März 2010, 07:30
von Klaus Thoms
Zum Thema Kaltmetall :
ich benutze UHU Endfest 3000 + feine Aluspäne ( Feile ) , gut mischen und bei 80 Grad aushärten .
Öl/Benzin Säure und was weiss ich beständig , halt locker 200 Grad aus , was anderes sind käufliche Fertigprodukte auch nicht .
Aber die kleine 2mm Löcher : M3 rein , nicht ganz durchschneiden und alles Chico , seh da keine Gefahr .
Und warum geht Bremsenreiniger nicht zum entfetten ????
Aceton geht auch natürlich ( Nagellackentferner )
Gruß
Klaus

Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Montag 15. März 2010, 08:13
von Tim
Klaus Thoms hat geschrieben:Und warum geht Bremsenreiniger nicht zum entfetten ????
Für den Hausgebrauch geht's wohl schon, jedenfalls ist es besser als gar keine Reinigung, aber das Zeug ist nicht rückstandsfrei. Loctite empfiehlt es nicht, aber die wollen natürlich auch ihre eigenen Reiniger verkaufen. Aceton ist jedenfalls besser, wenn auch wohl nur in akademischen Maßen.
Tim
Re: Kaltmetall - Flüssigmetall
Verfasst: Montag 15. März 2010, 10:28
von ajay01
Klaus Thoms hat geschrieben:
ich benutze UHU Endfest 3000 + feine Aluspäne ( Feile ) , gut mischen und bei 80 Grad aushärten .
Aceton geht auch natürlich ( Nagellackentferner )
a) meinst "Endfest 300", oder haben die Uhus die Belastbarkeit ihres Epoxidharzklebärs mittlerweile verzehnfacht?
b) Nagellackentferner ist definitiv schlechter als gar keine Reinigung, da ölhaltig, meist pflanzliches (Avocado-)Öl
Paul