Re: Darf ich mich vorstellen?
Verfasst: Samstag 12. Dezember 2009, 20:40
Moin zusammen,
interessanter `Fred´ hier?!
Also Alex, bei Lektüre Eurer illustren Diskussionsrunde hier würden mich ja vorab mal zwei Sachen in höchstem Maße interessieren:
1. Wie hast Du´n das hingekriegt, in den zierlichen 500er Triumph-Twin Motor 904ccm reinzuwürgen? Das klingt ja höchst spannend?!
2. Wofür suchst Du überhaupt ´ne Karre wenn Du schon so´n Hubraummonster hast? Zum Rumschrauben oder - restaurieren oder Rumheizen oder - wie sagen die Teenies heutzutage? - Rumposen oder reinen Besitzen? Ich meine, aus allem, was Ihr jetzt hier bergeweise zusammengeschrieben habt, erschließt sich nach wie vor absolut nicht, welchem Zweck die Kiste eigentlich dienen soll?
Wenn es Dir in erster Linie um weiterstgehend uneingeschränkten Fahrspaß mit der Option, Dir eine Kiste nach Deinen eigenen technischen Vorstellungen zusammenschwarten zu können geht, dann solltest Du Dir für 3.000,- bis 3.800,-€ eine 750er Triumph aus den letzten Meridener Jahren - also 1979-83 - kaufen. Wenn Du sinnvollerweise davon ausgehst, Dich besser nur auf einen Motor zu setzen, den Du selbst restauriert hast, dann kannst Du auch schon etwas ab Baujahr 1975/76 in Erwägung ziehen. Die Kisten haben im Originalzustand den nötigen Druck aus dem Keller, um den es Dir jawohl geht - ... und für die N......... unter uns auch noch ´nen `Langhub-Motor´ mit drehzahlfreudigen 76x82mm - Ersatzteile gibt es an jeder dritten Ecke für faire Preise, die Kullerwellen bestehen aus einem Stück mit aufgeschraubter Schwungmasse, die Fahrwerke sind sehr gut und man kann noch so gut wie alles selbst instand halten.
Norton Commandos haben zumindest in unserem deutschsprachigen Raum natürlich einen viel spektakuläreren Ruf. Aaaaber!!! Teile für Commandos sind vergleichsweise ganz erheblich teurer und die Kurbelwellen sind immernoch - wie bei anderen Firmen bis in die 50er - aus zwei Hälften zusammengeschraubt. Bevor Du den Fahrspaß, den der Motor sicherlich vermittelt, genießen kannst, musst Du es vorher beherrschen, Deine Gummi-Motor-Schwingenlagerung - auch Isolastik genannt - zu beherrschen. Sowie das Teil durch mangelnde Wartung anfängt Eigenleben zu entwickeln, gibt´s schnell erst kein Fahrvergnügen und dann teure Instandsetzungsunternehmungen. Mir wäre das - norddeutsch gesagt - zuviel Zirkus.
Sicherlich könntest Du natürlich auch über den Erwerb einer 700er Royal Enfield `Super Meteor´, ´Constellation´(beide 90 Hub) oder einer 750er `Interceptor´ nachdenken (- sogar 93 Hub - in der Info wird grade eine Connie annonciert). Zumindest Connie und später Interceptor hatten von Haus aus seit den späten 50ern mehr Bums und PS, als die späteren 750er Commandos(mit 89mm Hub) ohne die gleichen Fahrwerkssperenzien aufzuweisen. Die Kurbelwellen sind einteilig aus Sphäroguss hergestellt, mindestens die US-Modelle mit ihren sexy Wespentaillen sehen schon fast unanständig `geil´ aus und manche Technikdetails sind beinahe genial zu nennen. Einziger Wehrmutstropfen an den großen Ennies ist, dass die Ersatzteilpreise ganz schön angezogen haben, ansonsten sind das richtig heiße Geräte.
Fazit? Wenn Du `vernünftig´ bist, dann kaufst Du Dir für´n schmalen Kurs´ne späte 750er Bonnie und setzt mit der gesparten Kohle alle notwendigen Sachen selbst instand ... allem voran das Innere der Kurbelwelle - auch Schlammhülse genannt - ... Wenn Du es unbedingt extravagant exotisch magst, dann kauf´ Dir ´nen großen Enfield-Twin,
so und jetzt allen noch ´n schönen dritten Advent
und tschüss,
Volker
interessanter `Fred´ hier?!
Also Alex, bei Lektüre Eurer illustren Diskussionsrunde hier würden mich ja vorab mal zwei Sachen in höchstem Maße interessieren:
1. Wie hast Du´n das hingekriegt, in den zierlichen 500er Triumph-Twin Motor 904ccm reinzuwürgen? Das klingt ja höchst spannend?!
2. Wofür suchst Du überhaupt ´ne Karre wenn Du schon so´n Hubraummonster hast? Zum Rumschrauben oder - restaurieren oder Rumheizen oder - wie sagen die Teenies heutzutage? - Rumposen oder reinen Besitzen? Ich meine, aus allem, was Ihr jetzt hier bergeweise zusammengeschrieben habt, erschließt sich nach wie vor absolut nicht, welchem Zweck die Kiste eigentlich dienen soll?
Wenn es Dir in erster Linie um weiterstgehend uneingeschränkten Fahrspaß mit der Option, Dir eine Kiste nach Deinen eigenen technischen Vorstellungen zusammenschwarten zu können geht, dann solltest Du Dir für 3.000,- bis 3.800,-€ eine 750er Triumph aus den letzten Meridener Jahren - also 1979-83 - kaufen. Wenn Du sinnvollerweise davon ausgehst, Dich besser nur auf einen Motor zu setzen, den Du selbst restauriert hast, dann kannst Du auch schon etwas ab Baujahr 1975/76 in Erwägung ziehen. Die Kisten haben im Originalzustand den nötigen Druck aus dem Keller, um den es Dir jawohl geht - ... und für die N......... unter uns auch noch ´nen `Langhub-Motor´ mit drehzahlfreudigen 76x82mm - Ersatzteile gibt es an jeder dritten Ecke für faire Preise, die Kullerwellen bestehen aus einem Stück mit aufgeschraubter Schwungmasse, die Fahrwerke sind sehr gut und man kann noch so gut wie alles selbst instand halten.
Norton Commandos haben zumindest in unserem deutschsprachigen Raum natürlich einen viel spektakuläreren Ruf. Aaaaber!!! Teile für Commandos sind vergleichsweise ganz erheblich teurer und die Kurbelwellen sind immernoch - wie bei anderen Firmen bis in die 50er - aus zwei Hälften zusammengeschraubt. Bevor Du den Fahrspaß, den der Motor sicherlich vermittelt, genießen kannst, musst Du es vorher beherrschen, Deine Gummi-Motor-Schwingenlagerung - auch Isolastik genannt - zu beherrschen. Sowie das Teil durch mangelnde Wartung anfängt Eigenleben zu entwickeln, gibt´s schnell erst kein Fahrvergnügen und dann teure Instandsetzungsunternehmungen. Mir wäre das - norddeutsch gesagt - zuviel Zirkus.
Sicherlich könntest Du natürlich auch über den Erwerb einer 700er Royal Enfield `Super Meteor´, ´Constellation´(beide 90 Hub) oder einer 750er `Interceptor´ nachdenken (- sogar 93 Hub - in der Info wird grade eine Connie annonciert). Zumindest Connie und später Interceptor hatten von Haus aus seit den späten 50ern mehr Bums und PS, als die späteren 750er Commandos(mit 89mm Hub) ohne die gleichen Fahrwerkssperenzien aufzuweisen. Die Kurbelwellen sind einteilig aus Sphäroguss hergestellt, mindestens die US-Modelle mit ihren sexy Wespentaillen sehen schon fast unanständig `geil´ aus und manche Technikdetails sind beinahe genial zu nennen. Einziger Wehrmutstropfen an den großen Ennies ist, dass die Ersatzteilpreise ganz schön angezogen haben, ansonsten sind das richtig heiße Geräte.
Fazit? Wenn Du `vernünftig´ bist, dann kaufst Du Dir für´n schmalen Kurs´ne späte 750er Bonnie und setzt mit der gesparten Kohle alle notwendigen Sachen selbst instand ... allem voran das Innere der Kurbelwelle - auch Schlammhülse genannt - ... Wenn Du es unbedingt extravagant exotisch magst, dann kauf´ Dir ´nen großen Enfield-Twin,
so und jetzt allen noch ´n schönen dritten Advent
und tschüss,
Volker