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Re: Schwingenlager
Verfasst: Donnerstag 5. September 2019, 08:41
von Alexander
Hi Rüdi . Die von mir genannte Stoßfettpresse , ist gleichzeitig auch für Öl vorgesehen . Ist also das gleiche was du mit Ölpresse meinst . Oder ?
Das Problem ist eher die zufriedenstellend praktikable Anwendbarkeit . Egal mit welcher Aufsatzspitze , es ist ein Geschmiere , weil das meiste Öl aussen runterläuft . Ausserdem taugen die Dinger heutzutage nicht mehr viel .
Dünnwandiger Kram , der auch noch auseinanderbricht .
Hast du eine ordentliche , die mit dem orig. Nippel gut kommuniziert und kommst du damit zufriedenstellend klar ?
Wer den Schmierölnippel gegen was anderes optimieren möchte , : Vorsicht das Gewinde muss meist gekürzt werden , weil dahinter kaum ein Millimeter Platz zur Buchse ist .
Re: Schwingenlager
Verfasst: Donnerstag 5. September 2019, 09:04
von Tim
Alexander hat geschrieben:...Schmierölnippel...
Ich nehm den ja nur als Verschlussschraube und füll einmal am Saisionanfang mit einer Spritze langsam und "schluckweise" Öl ein.
Tim
Re: Schwingenlager
Verfasst: Donnerstag 5. September 2019, 12:45
von schnalzer
Ich hab anstelle der mittleren Sicherungsschraube einen hohlgebohrten Bolzen gekontert (in Verbindung mit den 'Kegler-Klemmen'), auf dem ein langer, durchsichtiger Schlauch steckt, der quasi ein Ölreservoir darstellt. Da hat man auch recht gut im Blick, ob überhaupt noch Öl vorhanden ist.
Re: Schwingenlager
Verfasst: Donnerstag 5. September 2019, 13:55
von sumoler
Schönen Dank.
Gruß Werner
Re: Schwingenlager
Verfasst: Donnerstag 5. September 2019, 14:38
von Alexander
Hi Schnalzer
Mit dem Schlauch da : Eine witzige Idee . Ob noch was drin ist , sieht man idr. auch wenn es unter den Endkappen oder zwischen Schwingenlager und Cradle rausölt . Ich hab noch nie gesehen , das es da dicht hält . Ab und an da mal Abwischen . Wenns sauber bleibt , wird's langsam mal Zeit zum nachfüllen .
Wo gibt es eigentlich solche Keglerklemmen ? Ich nehme mal an , das man zum nachrüsten die Schwinge ausbauen muss ?
Re: Schwingenlager
Verfasst: Donnerstag 5. September 2019, 15:02
von schnalzer
Die Clamps hab ich von:
http://www.hollandnortonworks.eu/en/exc ... ando-parts
Ich habs bei ausgebauter Schwinge/Cradle gemacht, könnte mit viel Gefummels aber auch im eingebauten Zustand gehen.
Re: Schwingenlager
Verfasst: Donnerstag 5. September 2019, 17:30
von Alexander
Dann muss man gewiss noch Löcher in das Achsrohr von dem Cradle bohren ?
Das selbe Prinzip in einfach hab ich schon öfter bei Commandos gesehen . Da hatten die Jungs sich Muttern aufs Achsrohr geschweißt und die eingedrehten Schrauben drücken durch das gebohrte Loch direkt auf die Achse .
So oder so , würde ich das nur bei ausgebauter Schwinge machen .
Meinen 750 S Cradle haben wir damals gleich auf MK3 Keilschrauben umgebaut . Das war ein reichlicher Arbeitsaufwand , aber es ist das stabilste was man machen kann .
Bei der Roadster wo ich grade dabei bin hatte ich gar nichts in der Richtung berücksichtigt . Die Achse sitzt dort noch stramm im Achsrohr und jetzt ist es so .
Re: Schwingenlager
Verfasst: Donnerstag 5. September 2019, 18:13
von Leftie
Tim hat geschrieben:Alexander hat geschrieben:...Schmierölnippel...
Ich nehm den ja nur als Verschlussschraube und füll einmal am Saisonanfang mit einer Spritze langsam und "schluckweise" Öl ein.
Dankbarer Tipp, da hätte ich eigentlich selbst drauf kommen sollen
Gruss, Ralph
Re: Schwingenlager
Verfasst: Donnerstag 5. September 2019, 18:20
von Norton
Nur die aufgeschweissten Muttern auf dem dünnwandigen Rohr? Da halte ich jetzt die Kegler-Clamps für die bessere Lösung.
Und statt dem Öl, warum kein Getriebefliessfett. Hab ich bei der N15 gemacht. Kann man wenigstens vernünftig mit der Fettpresse hantieren.
Gruß. Martin.
Re: Schwingenlager
Verfasst: Freitag 6. September 2019, 11:28
von Tim
Norton hat geschrieben:Und statt dem Öl, warum kein Getriebefliessfett.
Weil die Sinterbuchsen das Öl aus der Seife ziehen.
Tim
Re: Schwingenlager
Verfasst: Samstag 7. September 2019, 17:04
von Towner
Hallo,
an meiner Commando mussten die Buchsen nach dem Einpressen aufgerieben werden. Die Achse wäre reingegangen aber nur mit Gewalt. Ich hab das zu der Zylinderschleiferei bei uns im Ort gegeben - war kein Akt.
Ralf
Re: Schwingenlager
Verfasst: Samstag 7. September 2019, 17:22
von Alexander
Kann man etwas zu der Standzeit der Sinterbuchsen / Achse sagen ? Zum Beispiel : Halten die bei sorgfältiger Schmierung 20Tsd.Km ?
Gibt es dazu in etwa Erfahrungswerte ?
Re: Schwingenlager
Verfasst: Sonntag 8. September 2019, 10:54
von Piddie
Towner hat geschrieben:an meiner Commando mussten die Buchsen nach dem Einpressen aufgerieben werden.
Wenn man mal im Ami-Forum schnorchelt, scheint das gar nicht sooooo selten zu sein. Ist vielleicht auch die Frage, wo man die Ersatzteile gekauft hat.
Die im "Schwarzen Forum" beschriebenen "Abhilfen" sind schon rustikal: Neben der Verwendung von Schleifpapier wird auch schon mal der Einsatz einer gebrauchten Schwingenachse in Verbindung mit Einschleifpaste empfohlen.
Wenn ich das Aufreiben in fachkundige Hände geben muss, möchte ich deshalb auch gerne daneben stehen!
Zu den Standzeiten der Buchsen kann ich nur sagen, dass die meiner Commando nach knapp 30.000 Meilen (also beim Kauf) schon fertig waren. Bei angepasster Fahrweise auf der Landstraße hat man das eigentlich nicht gemerkt, aber bei verschärftem Einsatz (ab 130 km/h) wurde die Unruhe in der Hinterhand, insbesondere bei Spurrillen, deutlich spürbar. Bei ausgebautem Hinterrad und gelösten Federbeinen zeigte sich dann auch extremes Lagerspiel. Wie ernst es die Vorbesitzer mit der Pflege genommen haben, weiß ich natürlich nicht.
Re: Schwingenlager
Verfasst: Sonntag 8. September 2019, 12:06
von Norton
Eine lange Reibahle mit Zentrierkonus ist gerade auf dem Weg zu mir.
Sollte jemand eine Schwinge gerieben brauchen, fluchtend, kann er sich ja an mich wenden.
Jede Seite für sich mit einer kurzen Ahle aufreiben wird nix. Hab ich schon probiert.
Gruß. Martin.
Re: Schwingenlager
Verfasst: Sonntag 8. September 2019, 13:30
von Alexander
Auch deswegen wollte ich fragen , wie lange solche Sinterbuchsen wohl leben .
Ich hatte nämlich schon wegen einer verstellbaren Reibahle geschaut . Die ist dann aber kurz und nicht geführt . Also taugt demnach nicht für diesen Einsatz .
Martin , deine Reibahle ist dann für das Standartmaß ? Weil viele haben ja - wie auch ich - bereits die Übermaßachse in dem Cradle , weil der schon Luft hatte . Das heißt dann , das man eine Ahle benötigt , welche auf das Übermaß aufreiben kann . Ich glaub zu erinnern , das waren dann 0,5mm Aufmaß . Also 22,5mm .
Gruß Alexander