Commando Kupplung

The world's best road holder
Norton
Jehooova!!!
Beiträge: 4166
Registriert: Freitag 13. Juli 2007, 01:35
Wohnort: Ammerndorf

Re: Commando Kupplung

Beitrag von Norton »

Gestern hab ich mich noch mal mit meiner Kupplung befasst.
Als ich die Tellerfeder nach Verzug, Verschleiß, dem Grund des ungleichen Abhebens untersucht habe, ließ sich der Grund nicht so richtig fassen. Je nach Lage hat die Feder wieder in eine andere Richtung getaumelt. Da drauf hin hab ich mir das Druckstängchen und die Getriebewelle noch mal angesehen. Druckstängchen hat die reinste Wurfpassung in der Getriebewelle. Bis 6,8mm Durchmesser lassen sich Bohrer in die Welle stecken.
Ich hab dann eine dünnwandige Büchse angefertigt, 30mm lang, mit Aussendurchmesser 6,7mm und auf das Ende des Druckstängchens mit etwas Loctite aufgepresst. Das sitzt jetzt saugend in der Getriebewelle und zentriert das Stängchen und siehe da, die Feder hebt gleichmässig ab.
Heute bin ich dann ein Stück gefahren. Die Situation hat sich etwas verändert. Kupplung trennt etwas besser, der Wirkbereich der Kupplung ist größer geworden, aber so richtig trennen tut sie immer noch nicht. Ich hab letzte Woche schon mal den Hub des Ausrückmechanismus gemessen. Das Stängchen bewegt sich um 2,6mm, die Tellerfeder untersetzt die Bewegung ja noch und ich habe den Eindruck, die Feder hebt an der Druckplatte einfach zu wenig ab. Meine Atlas bewegt das Stängchen um 2mm (extra nachgemessen). Bei der Dominator-Kupplung heißt das aber auch, die Druckplatte hebt um diesen Wert ab.
Frage an die Commando-Fahrer: Wieviel hebt denn die Feder bei euren Motorrädern ab? Ich habe den Verdacht, bei meinem Getriebe ist ein Dominator Betätigungshebel (clutch operanting lever) verbaut und schafft einfach nicht genug Weg und die Kupplung wird nicht frei.

Dank und Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
Benutzeravatar
Uli
Puristenpolizei
Beiträge: 4545
Registriert: Montag 7. August 2006, 16:43
Wohnort: Südlicher als Süddeutschland - Bayern

Re: Commando Kupplung

Beitrag von Uli »

Hallo Martin,
bin erst aus dem Urlaub zurück und mit dem Schlaufon schreibt es sich so doof...
Ich versuche, heute Abend mal nachzumessen, bei der MK3 sollte das ja die gleiche Mimik sein.
Ich befürchte aber, dass ich durch die Luke zur Kupplungseinstellung nicht befriedigend hinkomme; und den Deckel abbauen möchte ich im Moment ungern.
Ende der Saison muss ich da eh ran wegen Magnetrotor-Erneuerung.
Diese Betätigungsmechanik (Kurvenhebel, dessen Aufnahme, die Scheibe, die Kugel...) sollte natürlich die passende und nicht verschlissen sein.
Aber wem sag ich das...
Korb und Nabe sind neuwertig und ohne Einlaufkerben?
Meiner Erfahrung nach ist diese Kupplung recht empfindlich auf jeglichen noch so zarten Verschleiss.
Ich hatte mal Barnett-Reibscheiben drin, die erst hervorragend funktionierten, aber nach relativ kurzer Zeit fing die Kupplung schleichend wieder an schlecht zu trennen.
Die recht weichen Alu-Scheiben hatten sich am Kern aufgearbeitet.
Mit den Sinterscheiben funzt das schon recht lange gut, ich fahre 20W50 JASO MA2 im Primär, sonst klappert der Kettenspanner nervig.
Das Stängele messen, hm ja, wie gesagt: Ende der Saison. Mit dem originalen hatte ich nie Probleme.
Ohne Not nicht anfassen, wenns läuft...
"Pure Vernunft darf niemals siegen!"
Tocotronic
Norton
Jehooova!!!
Beiträge: 4166
Registriert: Freitag 13. Juli 2007, 01:35
Wohnort: Ammerndorf

Re: Commando Kupplung

Beitrag von Norton »

Bitte wegen meiner Frage nichts tiefergehend zerlegen.
Den Deckel aufmachen und mit einem Tiefenmass, oder auch nur mit dem Stahllineal, vom Deckelrand auf die Stellschraube messen und noch mal bei gezogener Kupplung.
Geht nur drum, ob andere Motorräder mit trennender Kupplung mehr Hub zusammenbringen, als meine 2,6mm.
Äusserer Korb ist neuwertig, nix eingelaufen und der innere ist neu.


Dank und Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
Antworten