Commando Kupplung

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Norton
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Commando Kupplung

Beitrag von Norton »

Hallo zusammen.
Commando läuft, aber so manche Dinge sind noch nicht perfekt. Konkretes Problem ist gerade noch die Kupplung und damit zusammenhängend das schlecht schaltbare Getriebe.
Zuerst hatte ich Trouble sowohl mit nicht ausreichendem Kraftschluß, als auch mit nicht richtig trennender Kupplung. Ich muss dazu sagen, ich fahre die 750er Variante mit den vier Vollfieberscheiben (alte Neuteile) und drei Stahlscheiben plus dicke Druckplatte. Ja ich weiß, eigentlich für 850er nicht gedacht. Am Tragbild sah man, daß die Stahl- und Reibscheiben hauptsächlich weit innen (im Durchmesser) getragen haben. Hat mir nicht gefallen, da ja mehr Drehmoment übertragen werden kann, wenn das Tragbild aussen sitzt. Also die Reibscheiben zum Innendurchmesser ein Stück frei gedreht, dabei habe ich mich vom Durchmesser an alten Dominator-Reibscheiben orientiert. Das hats auch gebracht, Tragbild jetzt flächig aussen, Kraftschluß einwandfrei, dosierbar, leichtgängig. Nur sauber trennen tut sich halt nicht. Beim schalten muss die Drehzahl passen, Leerlauf finden im Stand nahezu unmöglich. Kupplung wird einfach nicht frei. Jetzt habe ich mich mit Paketdicke, Ausrückhub etc befasst, alles da wo es sein soll.
Suspekt sind mir jetzt zwei Dinge. Ziehe ich die Kupplung, hebt das Druckstück an der Tellerfeder ungleichmässig ab und drückt man durch die Spalte auf die Druckplatte, spürt man an einer Stelle wie sie fast nicht abhebt. Auf der Suche nach der Ursache hatte ich dann das Druckstängchen in der Hand. Krumm wie eine Banane und butterweich, ich bezweifle, ob das eine originale ist. Durchmesser nachgemessen, 6,0mm? Gefühlsmässig hatte ich jetzt mal ehr auf 1/4" getippt? Hat auch reichlich Luft in der Getriebewelle, ob die dann wirklich mittig auf die Tellerfeder drückt, ist fraglich. Ich hab jetzt das Stängchen ausgerichtet und die Enden winklig überdreht, macht aber keinen Unterschied? Druckstängchen werde ich mittelfristig auf jeden Fall gegen ein Originalteil ersetzen.
Welchen Durchmesser haben die Druckstängchen tatsächlich?
Gibts einen Trick die Tellerfeder auszurichten und damit am Taumeln zu hindern? Oder hilft nur ein Neuteil (und wird das damit wirklich besser?).

Dank und Gruss. Martin.
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donvanvliet66
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Re: Commando Kupplung

Beitrag von donvanvliet66 »

Denke da ist eine neue Feder fällig, wenn die Druckplatte eiert bzw. die Feder schräg ausrückt trennt das Paket nie richtig,
wenn sonst nix klemmt wie ausgeschlagene Nuten vom Center.
Bei der Bonneville bin ich die ausgerückte Platte mit der Messuhr abgefahren ...,
mit verstellbaren Einzelfedern nat. eine andere Baustelle.
Als Druckstange nehme ich oft Zylinderstifte nach DIN 6325, 6mm kein Problem und ordentlich gehärtet,
hier auch u.a. an einigen brit.-Eisen verwendet.
Den Druck-Teller kannst du ggf. selbst drehen und mit dem Stift verpressen.
Gruß
Mathias
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Norton
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Re: Commando Kupplung

Beitrag von Norton »

An den Domis war das ja mit den drei Federn auch kein Problem, hat man halt so lange an den Spannmuttern gedreht, bis die Druckplatte sauber parallel abgehoben hat. Hat auch das Auge gereicht, keine Meßuhr.
6mm hab ich ja und mir ist das zu dünn. Das Stängchen drückt ja damit schon aussermittig, wo es halt grade sitzt. Die Bohrung in der Getriebewelle hat so gegen 6,7mm. Selbst ein langer 1/4" Bolzen hat noch reichlich Luft. Ich tendiere mehr dazu, mir einen Silberstahl in 6,4mm zu besorgen, abzulängen und die Enden zu härten.
Alte Nortons, aus den 30ern, hatten einen Teller auf der Druckstange, der einfach nicht punktuell, sondern flächig auf die Druckplatte gewirkt hat. Als das geändert wurde, wurde das auch damals schon kritisiert, weil man eine gute Lösung verwässert hat.

Ich wollte halt von den Commando-Schraubern hier mal ein Statement, ob das ein generelles Thema ist und eventuell einen Lösungsansatz. Der könnte ja sein, die Tellerfeder und den großen Clip so lange zu drehen, bis es akzeptabel ist.... selber mal probieren.
Ich würde auch nicht davor zurückschrecken, die Tellerfeder punktuell nachzurichten. Vielleicht hat das ja schon mal jemand gemacht?
Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß in einem englischen Getriebe eine 6 mm Druckstange drin ist? Kann das nicht mal jemand an seiner Commando nachmessen?
Vielleicht demontiere ich doch noch die Druckstange aus meiner Atlas. Die ist definitiv noch die originale.
Nicht das ich zu geizig wäre, mir Neuteile zu kaufen, aber wenn dann nix besser wird und die Probleme so weiter gehen?


Gruß. Martin.
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donvanvliet66
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Re: Commando Kupplung

Beitrag von donvanvliet66 »

Ja klar, habe bisher die originalen Druckteller und die 6mm DIN-Stangen nur davor verbaut,
bez. Silberstahl nat. eine gute Option wen die betr. Bohrung echt 6,7mm hat.
U.a.von den ind. RE Bulletten gibt es Druckteller mit Axial-Nadellager, Stange dürfte evt. 6,4 mm/Zöllig haben bzw. sein,
muss aber nicht.

Viel Erfolg
M.
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schnalzer
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Re: Commando Kupplung

Beitrag von schnalzer »

Die taumelnde Druckplatte ist ja schon mal ein gutes Indiz, dass es daher kommen könnte.
Ich hatte mal die Primärkette einen Tick zu stramm eingestellt, was direkt die Schaltbarkeit verschlechtert hat, obwohl im Stand alles sauber getrennt hat.
Irgendwann hab ich auch mal ein Kugellager mit niedriger Lagerluft (6007 C2) verbaut und hatte damals das Gefühl, dass die Schaltbarkeit dadurch viel besser wurde.
donvanvliet66
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Re: Commando Kupplung

Beitrag von donvanvliet66 »

Klar,
viele Wege führen nach Rom,
selber kippe ich nur ATF-Dexron im betr. Kasten,
u.a. für besseres Trennen,
kann man die Stahlscheiben noch, z.B. in 120°Teilung -SCHLITZEN-,
uralter bewährter Trick der zum. nicht von uebel sein dürfte.

MfG
M.
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Joachim
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Re: Commando Kupplung

Beitrag von Joachim »

donvanvliet66 hat geschrieben: Dienstag 8. September 2026, 15:52 .... kann man die Stahlscheiben noch, z.B. in 120°Teilung -SCHLITZEN-,
uralter bewährter Trick der zum. nicht von uebel sein dürfte.
? ? ?

Da muß ich mal um "Nachhilfe" bitten ....
Alexander
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Re: Commando Kupplung

Beitrag von Alexander »

Von solchem "Trick" habe ich natürlich auch noch nie was gehört .
Niemals würde ich solcherlei Praktizieren .
Die Leute sind so ..
donvanvliet66
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Re: Commando Kupplung

Beitrag von donvanvliet66 »

Erstaunt mich, aber bitte gern.
Praktiziere ich schon ca. 45 Jahre, wenn es an alten Eisen oben bez. Norton beschriebene Probleme mit rutschen und trennen gibt
und ggf. sonst nix hilft,
gibts auch serienmäßig.
Nachzulesen u.a. in uralten lit. Standardwerken von Hertweck oder Hütten,
dito genau richtig für betr. Mopeds hier.
Bevorzuge die Option s.Photo, nur mit max. 3-4 Nuten bzw. Sektionen,
eine Flex mit 1mm Blatt reicht, die Nuten müssen nicht zwingend winklig sein.
die Schnittkanten final nat. entgraten.
Grüße
https://www.google.com/search?client=op ... 8&oe=UTF-8
https://scontent-dus1-1.xx.fbcdn.net/v/ ... e=6AA6E2EA
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Alexander
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Re: Commando Kupplung

Beitrag von Alexander »

Ich würde dann aber die Methode bevorzugen , die für die Fehlfunktion verantwortlichen Schadhaften Teile so lange Auszutauschen , bis es wieder normal funktioniert .
Das wird man letztlich schon erreichen .
Eine leicht krumme Hauptwelle lässt die ganze Kupplung mitsamt Tellerfeder Eiern . Oder der Locationsring ist schlapp geworden . Oder die Ringmutter mit dem Nutmutterwerkzeug auf festen Sitz Nachziehen , Prüfen .
Ich habe auch schon mal verschieden dicke Reibscheiben benötigt , um eine ideal passende Paketstärke zu erreichen . 4 x dünne und eine dicke Reibscheibe kombiniert .
Das ist auch schon so ein " pragmatischer Basteltrick " .
Aber ich persönlich würde nicht an den dünnen Stahlscheiben Rillen hineinflexen . Dann werden die sicher nicht Plan bleiben .
Die Leute sind so ..
donvanvliet66
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Re: Commando Kupplung

Beitrag von donvanvliet66 »

Ich hatte geschrieben -wenn ggf. sonst nix hilft- , bez, -plan bleiben- ist unbegründet, eher im Gegenteil !
MfG
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Re: Commando Kupplung

Beitrag von Norton »

Öl nehme ich das Rowe 10W40, womit ich noch nie Probleme hatte und sogar Kupplungsprobleme an einem andren Motorrad kuriert habe. Kraftschluß ist auch nicht das Problem.
Zerlegt man die Kupplung, kommt einem sowieso alles fast trocken entgegen. Die Kupplung schleudert das Öl fast komplett raus. In meinen Domis war da immer viel mehr Öl in der Kupplung.
Ob das Öl überhaupt den großen Einfluß hat, bezweifle ich mal und wenn, dann stehen andre Probleme mit Federvorspannung und Paketdicke im Vordergrund und das "falsche" Öl macht halt den Rest.
Die Stahlscheiben sind schon im Dunkel der Vorgeschichte geschlitzt, gebohrt.... worden. Jede sieht anders aus, aber sie sind gerade, nicht blau angelaufen und die Zahnung ist gut. Ich denke diese "Verbesserungen" haben keinen Einfluß und ich hab sowas auch noch nie versucht.
Aus meiner Atlas habe ich das Druckstängchen gezogen, hat ebenfalls 6mm, ist aber sauber rund geschliffen, aus Vergütungsstahl und gerade. Mit dem Stängchen fühlt sich die Kupplung am Hebel jedenfalls mal besser an, Druckpunkt exakter. Logisch, wenn das Stängchen weich, eine Banane ist und sich noch weiter durchbiegt und sich überall aussen in der Bohrung anlegt, verwässert das alles. Ich werde mir einen Silberstahl in 1/4" besorgen und ein neues Druckstängchen selbst anfertigen.
Die RE-Mimik von den späten 500ern PreUnit hab ich mir angesehen. Sieht interessant aus, mit geteiltem Stängchen, Kugel und Druckpilz. Alles in 1/4", haben das anständig gemacht!
Getriebewelle ist gerade (vor dem Zusammenbau des Getriebes auf Rundlauf geprüft und gerichtet) und die Kupplung eiert nicht, Locationring ist neu und sitzt auch sauber im Korb. Innnerer Korb und Lager sind auch neu. Gebraucht sind nur die Stahlscheiben, Druckplatte (von mir bereits überdreht) und die Tellerfeder.
Ich werde die Tellerfeder noch mal demontieren und genau ansehen und ich hab auch keine Hemmungen, an den Lamellen zu richten. Ich bin davon überzeugt, daß hier der Hase im Pfeffer liegt. Hebt die Feder sauber ab, wird auch die Kupplung trennen, es fehlt nicht viel.

Gruß. Martin.
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Re: Commando Kupplung

Beitrag von donvanvliet66 »

Hallo Martin,

würde eine alte ausgelutschte Feder nur im Notfall versuchen zu retten.
Motoröl ist im Primär Mist, ATF ist in den betr. Mopeds seit gedenken gut,
das -Schlitzen- hat bis dato bez. den betr. Problemen immer ebs gebracht.
U.a. und vor allem an den großen 700/750er Twin von RE, wo die 3-4 Scheiben Kupplung ab Werk den Drehmoment / Leistung nie gewachsen war,
Mit 5 Scheiben-Paket der letzten Bulletten von RE, wurde das Problem mit geschlitzten Scheiben und härteren Federn und ATF einigermaßen im Griff bekommen.
V/S hat u.a. eine Triumph 120/140 7 Reibscheiben und kann bei zu schwach vorgespannten Federn auch rutschen,
4 Scheiben sind bei den großen Teilen m.E. unterdimensioniert.

Ich kann hier nur unverbindlich Tipps nebst Erfahrungen geben und stehe dahinter,
ob dieses angenommen wird, muss jeder für sich entscheiden.

Gruß
M.
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