Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

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schwertfisch
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Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von schwertfisch »

Liebe Forumsmitglieder,
Ich möchte mich als Neuling im Forum und in Sachen BSA vorstellen. Mein Name ist Sven, ich komme aus Frankfurt/Main und habe mittlerweile 50 Lenze auf dem Buckel.
Zu meinem Fuhrpark bestehend aus NSU Konsul, Zündapp Bella und Kawasaki W 650, gesellt sich jetzt auch noch ein Erbstück meines Schwagers – eine BSA Lightning von 1971.
Ich habe die BSA sozusagen vor dem Verkauf gerettet, weil mein 9 jähriger Sohn sie unbedingt haben wollte um sie später selbst zu fahren.
Da die BSA in den letzten Jahren von meiner (mittlerweile) Exfrau gefahren wurde, kennen wir das Motorrad ganz gut, vor allem seine Unzuverlässigkeit.
Aber selbst das Argument, "die Konsul ist noch einmal 20 Jahre älter und muckt nie", hat bei meinem Sohn nicht überzeugen können. Und zugegeben, weder mit dem unglaublich guten Sound noch mit der Power einer Lightning kann der schwere Eisenhaufen, NSU mithalten.
Also, muss ich jetzt wohl oder übel auch der BSA auf den Grund gehen, sie hat nämlich einige Probleme mit dem Motor.
Aber davon bestimmt in Kürze mehr.

Gruß an alle, Sven
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Martin
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Re: Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von Martin »

Ich muss schon sagen.. Dein Sohn hat Geschmack =D>
Mit etwas besserer Erziehung hätte man ihn auch von Triumph überzeugen können, aber wir wollen ja mal nicht so sein :mrgreen:
Das mit der Unzuverlässigkeit muss ja nicht an der armen BSA liegen :wink:
Gruß, Martin
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Craig Vetter
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Goldstar
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Re: Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von Goldstar »

Hi Sven,

Hut ab vor deinem Sohn, der weiss was gut ist :mrgreen:

und natürlich willkommen hier auf diesen Seiten.

Jetzt können wir ja fast einen Stammtisch im Raum 35, 61, und was was ich noch aufmachen.
Der Jan aus Kelkheim wird sich mit Sicherheit auch noch zu Wort melden, der hat zwar keine BSA, ist aber auch ein richtig netter :halloatall:

Grüße aus Gießen
Klaus
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Goldstar
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Re: Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von Goldstar »

Mit etwas besserer Erziehung hätte man ihn auch von Triumph überzeugen können, aber wir wollen ja mal nicht so sein

Versuchst du hier die Leute wieder zu missionieren [-X

Wie hast du mal geschrieben, von wegen bösen Geistern :flehan:

Schließlich hast du auch ne BSA im Schuppen stehen.
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Martin
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Re: Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von Martin »

Goldstar hat geschrieben:
Mit etwas besserer Erziehung hätte man ihn auch von Triumph überzeugen können, aber wir wollen ja mal nicht so sein


Wie hast du mal geschrieben, von wegen bösen Geistern :flehan:
Und bin auch gerade sofort bestraft worden... :oops:
Schließlich hast du auch ne BSA im Schuppen stehen.
Ach komm. soooo eine Kleine.. die zählt doch fast gar nicht... :wink:
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Mateo
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Re: Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von Mateo »

Hey Steve,

ich bin täglich in Frankfurt und in der Zwischenzeit auch schon 49, hö hö hö....
Hab zwar keine BSA, aber trotzdem herzlich willkommen, für einen echten Stammtisch hab ich keine Zeit, aber ab und an mal treffen fänd ich auch gut, oder im Frühling / Sommer auch mal eine Ausfahrt, da steht noch was an, nicht wahr, Jan ?

Ich war als Brit-Neuling leider gezwungen, auch div. Erfahrungen zu machen, möchte ich aber hier nicht ganz öffentlich wiederholen.

Wenn du willst, mach mal ne PN......

Gutes Einfinden, und alles wird gut, mit etwas Liebe und Unterstützung durch das Forum, wirst du schon sehen.

Mateo
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jan
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Re: Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von jan »

Da Ihr ja alle was von mir hören (lesen) wollt: Yep, hier bin ich!

Ich helfe Euch beim Rückwärtszählen - ich bin dieses Jahr 48 geworden. Und wie Mateo bereits angedeutet hat: Spätestens im Frühjahr steht doch wohl mal `ne gemeinsame Ausfahrt an. Treffpunkt Kornsand, dann Richtung Odenwald... da dürfte selbst unser Gießener "Nordlicht" Klausi mitmachen. Der ist ja eh´ so`n Meilenfresser.

Also, Sven: Willkommen an Bord, und fang´ schon mal kräftig an, Deine Fragen hier zu posten - damit die "Probleme" Deiner BSA bis zum Frühjahr auskuriert sind!

Cheers, Jan
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schwertfisch
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Re: Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von schwertfisch »

Hallo zusammen.
danke für das herzliche Willkommen. Die BSA hat gerade zwei neue Kolben bekommen und die Vergaser sind überholt worden. Das Problem, beunruhigende Geräusche unter Last.
Ich selber bin kein Profischrauber und würde mir den Wechsel z.b einer Kurbelwelle nicht zutrauen.
Meine Konsul habe ich mit einem absoluten BSA-Kenner zusammengebaut, Wolfgang Hanfmann, vielleicht kennt ihn ja jemand. Nur der ist irgendwie verschollen.
Kennt jemand einen auf englische Motorräder spezialisierten Schrauber, den man sich leisten kann?
Meine Konsul hat damals Unsummen verschlungen. Deswegen stehe ich ein wenig zwischen reparieren oder einfach ins Zimmer stellen. Obwohl mich Motorräder die nicht laufen irgendwie nervös machen. Wenn ich wüßte, das die BSA so zuverlässig laufen könnte, wie meine Konsul, würde ich eventuell die w 650 opfern um die Reperatur anständig durchführen zu können. Andereseits hätte ich dann kein einzig "vernünftiges" Motorrad mehr.
Ich bin eben nicht nur Motorradfahrer, sondern auch Sammler und die BSA mit dem schmalen langgestreckten Tank ist ein verdammt schönes Objekt.
Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen zum Thema alltagstauglichkeit.
Danke und Gruß, Sven
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jan
Julio Matchlesias
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Re: Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von jan »

Wolfgang Hanfmann - fuhr der früher auf einer grünen O.I.F. durch Ffm.-Bockenheim und war als Engländer-/BSA-Guru bekannt?

Wenn Du heute bei uns vor der Haustür nach einem guten BSA- und Motorenschrauber suchst, wirst Du kaum an Peter Weigelt vorbeikommen. Der saß früher in Ffm.-Heddernheim und ist mit seinem Laden vor einigen Jahren nach Groß-Gerau umgezogen; GG-Dornheim, um präzise zu sein. Schau einfach mal auf seiner Website http://www.bb-weigelt.de oder, noch besser, ruf´ ihn einfach mal an. Peter ist immer donnerstags nachmittags zwischen 16 und 19 Uhr in seinem Laden, da fährt man auch gerne mal auf ein Schwätzchen vorbei. Selbst wenn Du nichts von ihm reparieren lässt, ist er ein Quell wertvoller Tipps und Informationen.

Tja, und zu "beunruhigende Geräusche unter Last" kann man sich alles Mögliche vorstellen... einen Motor nur "obenrum" zu machen und die Kurbelwelle unangetastet zu lassen, empfiehlt sich nur, wenn man bezüglich deren einwandfreiem Zustand ziemlich überzeugt ist. Vielleicht geben die BSA-Cracks ja alsbald Entwarnung, aber falls nicht: auch ein "bottom end", also die untere Partie eines Motors, ist eigentlich ganz easy in den Griff zu kriegen, ohne dass man zwingend -zigtausend Euro darin versenkt.

Also: Fleißig fragen - lesen - schrauben! Cheers, Jan
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Martin
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Re: Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von Martin »

jan hat geschrieben:da dürfte selbst unser Gießener "Nordlicht" Klausi mitmachen. Der ist ja eh´ so`n Meilenfresser.


Cheers, Jan
Lohnt für ihn doch gar nicht... Spätestens nach 5 Minuten resp. 12 km hat er euch dermaßen abgehängt, dass ihr euch nicht wieder findet... :mrgreen:
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Phil
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Re: Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von Phil »

Hey Sven,

Onkel Jan hat recht. Wenn das bottom end nicht i. O. ist, haste keine Freude an neuen Kolben etc.
Wobei, beunruhigende Geräusche unter Last? Also meine A 65 ist ein wandelndes beunruhigendes Geräusch. :mrgreen: :mrgreen:
Die A 65 bottom end sind eigentlich nicht schlecht. Problematisch ist nur, die KW-Lagerung mit der berühmten Buchse fluchtend hinzubekommen. Das ist eigentlich schon eher was für den Profi, wobei der es, wie ich leider auch schon erfahren durfte, nicht zwangsläufig gut hinbekommt. Am besten ist da einer, der das nach alter Väter Sitte mit Reibahle und Führungsdorn macht, die moderne Variante mit Fräsmaschine und Koordinaten kann leichter schief gehen, und das wieder hinzukriegen ist recht aufwändig.
Btw., die BSA-Jungs hatten die Flucht auch im Werk nicht immer richtig hinbekommen, hat also Tradition, das Problem.
Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen hatte meine Möhre auch schon 2 Nockenwellen platt. Da waren schlicht die Nocken teilweise abgelaufen. Ich bin immer noch am Rätseln, warum dem so war. Es existiert ja der internet-myth, dass die modernen Öle zu wenig Zink-schlag-mich-tot enthalten, dass Flachstößelmotoren dringender brauchen als die ohc-Möhren.
Andere Leute, die ich kenne und schätze, fahren synthetisches Öl in A 10s, ohne jedwede Probleme...
Aber eine eingelaufene Nockenwelle, das klappert anständig und ist in der Tat ein recht beunruhigendes Geräusch.
Whatever, wenn Du Dir einen kleinen Einblick in das bottom end in Sachen Verschleiß gönnen willst, dann trab mal zu PeWe und kauf ihm einen Öldrückmesser ab. Da kannste für kleines Geld schauen, was die Möhre mit heißem Öl an Druck produziert.
Heiß im Leerlauf sollten das das um die 10 psi, bei 3.000-4.000 rpm min. 40, besser 50 psi sein.
Hab' Spaß, und bring die Dame auf die Straße, nicht nur rumstehen lassen. Söhnchen soll seinen Spaß haben, wenn er soweit ist.
Meine Tochter hat vor 2 Wochen tatsächlich den Mopedführerschein bestanden, die SR fahren kann sie, für die BSA reicht die Kraft nicht zum Kuppeln... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Und sie ist der irrigen Meinung zugetan, dass die Schaltung auf der falschen Seite sei. Meine diesbezüglichen Anmerkungen, dass das so gehöre, und die anderen fehlorientiert sind, hat sie noch nicht verinnerlicht. :shock: :shock:
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Goldstar
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Re: Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von Goldstar »

Martin hat geschrieben:
jan hat geschrieben:da dürfte selbst unser Gießener "Nordlicht" Klausi mitmachen. Der ist ja eh´ so`n Meilenfresser.


Cheers, Jan
Lohnt für ihn doch gar nicht... Spätestens nach 5 Minuten resp. 12 km hat er euch dermaßen abgehängt, dass ihr euch nicht wieder findet... :mrgreen:

Martin, du hast doch garkeine Ahnung.

Bis ich am Kornsand bin hab ich schon mal locker 1,5 Stunden zügigen Kurvenspaß hinter mir.
Also zum Einstieg schon mal nicht schlecht. :mrgreen:

Wir Hessen nehmen auf andere Hessen und Pseudohessen ( also Jan) schon mal Rücksicht. Es geht ja hierbei um eine gemütliche Ausfahrt und nicht um Kräfte messen.

Außerdem macht der Jan dann den "Leader of the Pack"

Der Mann mit der lahmsten Gurke fährt immer vorne =D>
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Re: Stolzer Besitzer einer BSA A65 Lightning von 1971

Beitrag von schwertfisch »

Liebe Forumsmitglieder,
ich habe den Wolfgang H. wieder aufgetrieben, Hurra er lebt! Ich glaube es gibt nur wenige, die sich so lange und nachhaltig mit BSA und auch Triumph Motorrädern auseinandergestzt haben. Wer einmal seine Hinterhofwerkstatt gesehen hat, mit all den schönen Teilen, kompletten Motoren, Tanks, Auspüffen, der weiß bescheid.
So etwas gibt es eigentlich garnicht mehr.
Er nimmt sich jetzt auch meiner BSA an und ich bin mir sicher, das ich danach ein allttagstaugliches Gefährt habe, meine Konsul, englische Konstruktion, der Mann kam von Norton,
läuft seit Jahren tadellos. Im NSU Forum wollten mich damals alle an einen zweifellos spezialisierten Schrauber verweisen, mit Warteliste wie beim Augenartzt.
Die Konsul galt als sehr speziell. Das war alles ziemlich übertrieben – alles nur Mechanik.
"Mein" Wolfgang hat sie jedenfalls wieder hingekriegt.
Falls jemand ein seltenes Ersatzteil, einen speziellen Tank sucht, oder mit seinem Enländer nicht weiter kommt, könnte ich einen Kontakt herstellen.
Der Mann ist speziell, nicht ganz von dieser Welt, arbeitet recht langsam, man darf ihn nicht antreiben, er kostet vergleichsweise wenig und hat sehr viel Erfahrung.
Ich bin mir nicht sicher ober er sein "Geschäft" wirkich ankurbeln will von daher mache ich es etwas geheimnisvoll.
Aber ernsthafte Anfragen würde ich erst einmal weiterleiten.
Bis dahin, Gruß Sven
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