Gerd hat geschrieben:bei AJS und Matschless läuft die Schwinge im Öl.
http://www.youtube.com/watch?v=HQ4QGvqKqT8
Die wissen sicher was sie gemacht haben, (oder auch nicht) aber wo ist der Sinn darin? Das Teil dreht sich nicht gerade schnell, dafür öfter. Muss Druck und seitliche Kräfte aufnehmen. Einen Achsschenkelbolzen lagert man doch auch nicht in Öl. Gibt doch auch Probleme mit der Abdichtung. Also wozu? Hatte Shell seine Finger im Spiel?
Der Sinn hat sich mir bislang auch nicht so recht erschlossen, aber jedenfalls besteht die Schwingenlagerung aus einem massiven Stahlrohr, dass durch ein entsprechendes Auge ("lug") im Rahmen getrieben wird, und der Schwinge, die mittels zwei Bronzebuchsen auf diesem Stahlrohr gelagert ist. Nach außen ist das mit zwei Deckeln nebst großen Filzringen abgedichtet, und in den Deckeln sind Einfüll-Öffnungen - jawoll, keine Schmiernippel! -, durch die Öl ins Innere gegeben werden kann. Wie und wo das Öl dann schließlich hingelangt und seine segensreiche Wirkung tut (oder auch nicht), hab´ ich noch nie so recht kapiert... es fehlt mir bislang an der theoretischen Auseinandersetzung mit dieser Konstruktion. Die aber in der Praxis weitgehend unauffällig ihren Dienst tut.
Noch was zum Primärkasten: Wenn da eine Kette und eine normale (AMC-)Kupplung ihren Dienst tun, ist ein stinknormales, unlegiertes 50er Einbereichsöl auch an dieser Stelle das Mittel der Wahl. Und ein SAE 80 im Getriebe ist auch okay.
(Tim, Du alter Ölguru: Entspricht nicht die Angabe SAE 80 für ein Getriebeöl der Viskositätsklasse SAE 50 bei einem Motorenöl? [Und entsprechend ließe sich auch das 140er Getriebeöl in eine entsprechende Motorenöl-Viskositätsklasse "übersetzen".] Ich bilde mir ein, so was mal irgendwo gehört/gelesen zu haben. Thanks in Advance!)
Cheers, Jan