Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

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Gerd

Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von Gerd »

bei AJS und Matschless läuft die Schwinge im Öl.
http://www.youtube.com/watch?v=HQ4QGvqKqT8

Die wissen sicher was sie gemacht haben, (oder auch nicht) aber wo ist der Sinn darin? Das Teil dreht sich nicht gerade schnell, dafür öfter. Muss Druck und seitliche Kräfte aufnehmen. Einen Achsschenkelbolzen lagert man doch auch nicht in Öl. Gibt doch auch Probleme mit der Abdichtung. Also wozu? Hatte Shell seine Finger im Spiel?
Johannestiger
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Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von Johannestiger »

Hallo Gerd,

ich denke, dass das Problem bei der Lagerung in Buchsen liegt. Wenn das Schwingenrohr voll Öl ist, fließt es immer wieder in alle Zwischenräume und steht wieder als Schmiermittel zur verfügung, falls der ganze Apparat dicht ist. Fett wird schnell von der meist belasteten Stelle weggedrückt und bleibt dann auch weg. Die rollengelagerten Schwingen werden mit Fett geschmiert, weil das fett in denn Lagerringen lange hin und hergeschoben wird.

Gruß

Alexander
Gerd

Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von Gerd »

Hallo Alexander!
Die Ansicht ist schon ok. Aber welche Schwinge hatte schon Rollenlager? Fast alle japanischen Motorräder hatten eine Buchsenlagerung. Ich weiß, die Fahrwerke waren auch Sch... Aber eine Ölschmierung hätte da auch nichts gebracht. Die Leute die auf Nadellager oder Kegelollenlager umgerüstet haben, wollten nur ein wenig mehr (oder weniger) Spiel in der Lagerung haben. Ich würde mir da keine grauen Haare wachsen lassen, nach jeder längeren Fahrt, Fett rein und gut is. Das Öl findet normalerweise ganz schnell das kleinste Schlupfloch um zu verschwinden, also bist Du da auch ständig am nachfüllen. Und am suchen welche Stelle jetzt von welcher Einheit "markiert" worden ist. Zum Glück (oder Pech) gibt es keine Kinder mehr die mit großen Augen vor so einem Motorrad stehen und dann sagen: Du Onkel, da ist ein schwarzer Fleck unter Deinem Motorrad, muss das so sein? :mrgreen:
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Tim
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Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von Tim »

Johannestiger hat geschrieben:Fett wird schnell von der meist belasteten Stelle weggedrückt und bleibt dann auch weg.
"Fett" im Sinne von Schmierfett ist eine Emulsion aus (meistens) einer Seife und einem Schmieröl - das "weggedrückte" Fett ist nichts anderes als ein Ölspeicher, aus dem das Öl herausläuft bzw. kriecht. Auch eine Fett-Schmierung ist im Endeffekt eine Ölschmierung. Bei Wälzlager ist das ein ganz klassischer Fall, dass das Fett grade eben neben die Rollbahnen gedrückt wird und dann das Öl immer wieder nachläuft. Bei Buchsen kann man sich beides schön- oder schlechtreden.

Norton hat die Konstruktion auf Öl ausgelegt, also kommt Öl rein. Statt der Filzringe in der MkIII könnte man genausgut ein Fett mit einem ähnlichen Schmieröl "einbauen".


Tim
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jan
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Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von jan »

Gerd hat geschrieben:
zwei national bekannte GB Alteisen-Dealer
Wer mag diese beiden sein? Ist das ein Geheimnis?
Hallo Gerd,

falls Dir der Plural Schwierigkeiten bereitet: "mögen"... :mrgreen:

Cheers, Jan
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jan
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Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von jan »

Gerd hat geschrieben:
bei AJS und Matschless läuft die Schwinge im Öl.
http://www.youtube.com/watch?v=HQ4QGvqKqT8

Die wissen sicher was sie gemacht haben, (oder auch nicht) aber wo ist der Sinn darin? Das Teil dreht sich nicht gerade schnell, dafür öfter. Muss Druck und seitliche Kräfte aufnehmen. Einen Achsschenkelbolzen lagert man doch auch nicht in Öl. Gibt doch auch Probleme mit der Abdichtung. Also wozu? Hatte Shell seine Finger im Spiel?
Der Sinn hat sich mir bislang auch nicht so recht erschlossen, aber jedenfalls besteht die Schwingenlagerung aus einem massiven Stahlrohr, dass durch ein entsprechendes Auge ("lug") im Rahmen getrieben wird, und der Schwinge, die mittels zwei Bronzebuchsen auf diesem Stahlrohr gelagert ist. Nach außen ist das mit zwei Deckeln nebst großen Filzringen abgedichtet, und in den Deckeln sind Einfüll-Öffnungen - jawoll, keine Schmiernippel! -, durch die Öl ins Innere gegeben werden kann. Wie und wo das Öl dann schließlich hingelangt und seine segensreiche Wirkung tut (oder auch nicht), hab´ ich noch nie so recht kapiert... es fehlt mir bislang an der theoretischen Auseinandersetzung mit dieser Konstruktion. Die aber in der Praxis weitgehend unauffällig ihren Dienst tut.

Noch was zum Primärkasten: Wenn da eine Kette und eine normale (AMC-)Kupplung ihren Dienst tun, ist ein stinknormales, unlegiertes 50er Einbereichsöl auch an dieser Stelle das Mittel der Wahl. Und ein SAE 80 im Getriebe ist auch okay.
(Tim, Du alter Ölguru: Entspricht nicht die Angabe SAE 80 für ein Getriebeöl der Viskositätsklasse SAE 50 bei einem Motorenöl? [Und entsprechend ließe sich auch das 140er Getriebeöl in eine entsprechende Motorenöl-Viskositätsklasse "übersetzen".] Ich bilde mir ein, so was mal irgendwo gehört/gelesen zu haben. Thanks in Advance!)

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Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von Heyco »

Ich habe irgendwo gelesen, daß es bei Norton eine Zeit lang Probleme mit vorzeitig verschlissenen Schwingenlagern gab. Die Ursache war, daß die Schmierung für Öl ausgelegt wurde, der Schmiernippel auf der Schwingenachse aber dazu verleitete die Fettpresse anzusetzen, wodurch die für's Fett zu engen Bohrungen verstopften und letztendlich gar kein Schmiermittel mehr an die Lager gelangen konnte.
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Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von Tim »

jan hat geschrieben:Noch was zum Primärkasten: Wenn da eine Kette und eine normale (AMC-)Kupplung ihren Dienst tun...
Triplex-Kette und Tellerfeder-Kupplung, ist also was anderes als die AMC-Geschichte. Und die Kupplung ist berühmt für ihre Empfindlichkeit gegenüber flaschen Ölen. Mit ATF kommt man dem Ding wohl schon ein wenig entgegen.
(Tim, Du alter Ölguru:
Pah, das hält sich in Grenzen ....
Entspricht nicht die Angabe SAE 80 für ein Getriebeöl der Viskositätsklasse SAE 50 bei einem Motorenöl?
[Und entsprechend ließe sich auch das 140er Getriebeöl in eine entsprechende Motorenöl-Viskositätsklasse "übersetzen".] Ich bilde mir ein, so was mal irgendwo gehört/gelesen zu haben. Thanks in Advance!)[/quote]

Das kann sein, da die Zahlen nur Klassenangeben sind - nur bringt die Info nicht so wahnsinnig viel, weil Getriebeöle anders additiviert werden als Motorenöle. Motorenöle und Kupplungen sind nicht grade die dicksten Freunde ...


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Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von EBM-Mensch »

also beim Primärantrieb nehm ich immer ATF Öl, und bei der Kupplung hab ich SAE 50 unlegiertes Öl von Millersoil eingefüllt, soll von der
Viskosität her SAE 90 Getriebeöl entsprechen.
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Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von Tim »

EBM-Mensch hat geschrieben:also beim Primärantrieb .... und bei der Kupplung ...
Öhm, redest Du über eine Commando? Wär jedenfalls die erste, dich ich kennen tät, bei der die Kupplungs nicht im Primär läuft.....

:?:

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Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von EBM-Mensch »

tschuldigung, ist natürlich das Getriebe gemeint und es handelt sich um ne Dominator
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Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von Tim »

EBM-Mensch hat geschrieben:tschuldigung, ist natürlich das Getriebe gemeint und es handelt sich um ne Dominator
Das Problem bei Motoröl im Getriebe ist, dass das Öl nicht extra für diese spezielle Belastung ausgelegt ist. Im Getriebe ist die Hauptbelastung die Hertz'sche Pressung der Zahnräder, das sieht im Motor anders aus .... entsprechend ist die Additivierung anders. Latürnich nicht zu Dominators' Zeiten, da hat man die Dinoknochen grob rausgefiltert, das ist mir auch klar. Wenn aber die Buntmetalle im Getriebe mitmachen (meine sehen noch gut aus und es würde mich auch wundern, wenn sich da was ändert), spricht IMHO nix dagegen, dem alten Räderwerk mit modernen Ölen ein klein wenig unter die Arme zu greifen.


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Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von Higgins »

Leute , macht doch nicht so ein Gedöns wegen dem Schmiernippel. :roll: :roll:

Die Lösung ist ein Klappöler statt diesem schwachsinnigem Schmiernippel.

Anschließend ein paar Tropfen Getriebeöl mit der Injektionsspritze rein und gut is.

Ich habe das Ding seit 15 Jahren drin und nie diesbezüglich Probleme gehabt.

Gruß
Matthias :mrgreen:
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Re: Welches Öl in Getriebe und Primärtrieb ?

Beitrag von Norton »

Hi.
In meinem Getriebe fahre ich 90er Hypoidöl mit einem Schuß MoS2 Motorenölzusatz. In der Ablaßschraube habe ich einen kleinen Neodymmagneten (hoffentlich hab ich das jetzt richtig geschrieben?) drin.
Im Primärtrieb 20W50 APi-SJ wie im Motor. Keine Angabe ob JASO M irgendwas. Keine Probleme, weder rutschende noch klebende Kupplung.

Gruß. Martin.
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