Ich möchte mich auch vorstellen

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Stefan
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Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Stefan »

Hallo alle zusammen.

Ich heiße Stefan und komme aus dem Harz bin 29 Jahre alt und bin seit 15 Jahren britischen Motorrädern verfallen.

Vor einigen Jahren habe ich mich in eine Dresda Triton verliebt die in einem Buch abgebildet war. Ich war mir aber eigentlich immer sicher das es ein Traum bleibt.
Aber durch Krankheit wurde mir eine Versicherung ausgezahlt und jetzt lässt mich der Gedanke nicht los mir eine zu gönnen.

Aber bevor ich jetzt zu euphorisch werde wollte ich erstmal fragen was eine relativ gut erhaltene Triton kosten sollte und darf.
Bin gelernter KFZ Mechaniker und schraube in meiner Freizeit relativ oft und denke das ich mit der älteren britischen Technik gut zurecht komme.
Ich schätze mal schlimmer als Französische Autotechnik kann es nicht sein. :D

Ich hoffe das ich von euch ein paar Tipps bekomme. Ansonsten schönes Forum habe schon sehr viel gelesen wirklich sehr informativ hier. :top:
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Tim
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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Tim »

Stefan hat geschrieben: Aber bevor ich jetzt zu euphorisch werde wollte ich erstmal fragen was eine relativ gut erhaltene Triton kosten sollte und darf.
Bei "sortenreinen" Moppeds ist die Frage schon schwer zu beantworten, aber bei Tritons erst recht. So als ganz grobe Hausnummer würde ich mal 4 kGBP veranschlagen, aber wirklich nur gaaaanz grob. Und dann geht's los mit den Details:

- Welcher Rahmen? Slimline oder Wideline? Wenn Wideline, ist der dann von einem Single, einer Dommie oder gar einer Königswelle? Welches Baujahr? Oder eine Dresda? Was hat die dann für ein eingetragenes Bj. und wieso ist das so frü^h^h^vergiss die Frage.

- Motor? Pre-unit oder Unit? Die Pre-Units passen problemlos, bei den Units ist es nicht ganz so trivial - die sind deutlich kürzer als Pre-unit-Motor und Getriebe, da ist das Ritzel sehr weit vom Schwingendrehpunkt weg, was Probleme bereitet kann mit dem Kettendurchhang. Oder der Motor sitzt so weit hinten, dass die Fuhre schlecht balanciert ist -gibt's auch. Oder - und dann wird's schwierig mit des Teufels Üblem Vetter - der Rahmen wurde verkürzt, was an sich nicht schlecht ist, wenn es sauber gemacht wurde, die Kiste dann aber zulassungstechnisch mal wieder in eine Grauzone bringt. Sich auf die Ahnungslosigkeit der Rennleitung und Scrutineers zu verlassen, naja, mein Ding ist das nicht.

- Anbauteile, z.B. Gabel: Norton? Triumph? Italo? Bremse: Dommie- oder Triumph-Trommel? Hm, sind eher schlapp. Manx-Duplex oder Doppelduplex? Teuer! Fontana? Noch teurer! Scheibenbremsen? Geschmacksache.
Tanks: GFK? Nicht wirklich zulassungsfähig hierzulande. Alu? Auch eher nicht, da kann man dann auch wieder was reinstecken, wenn die Kiste nicht grad einen deutschen Brief hat und es nicht zufällig eingetragen ist.

-.....etc. Tritons sind echt Wanderbaustellen, und dann kommt es natürlich noch drauf an, wer die wann gebaut hat.
Bin gelernter KFZ Mechaniker...
Landmaschinenmechaniker wär ja IMHO noch besser qualifiziert.... :mrgreen:
Ich schätze mal schlimmer als Französische Autotechnik kann es nicht sein. :D
Unterschätze nie die dunkle Magie der beiden Jupps (Lucas und Whitworth)! :twisted:



Tim
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Martin
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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Martin »

Atlas750 hat geschrieben: Unterschätze nie die dunkle Magie der beiden Jupps (Lucas und Whitworth)! :twisted:
Tim
Tim...
Sag mal... bereitet es Dir diebische Freude, Neuinteressierten gleich die volle Ladung Realität zu vermitteln?
Abgesehen davon, dass ich glaube dass eine Triton nicht wirklich das geeignete Anfängermoped (auf Engländer bezogen) ist, sollte vor allem auf die handwerkliche Ausführung geachtet werden.
Es ist hier wie bei den Choppern. Es gibt genug, die meisten fahren nicht...
Die von Tim beschriebenen Dinge sind sicher alle irgendwie richtig, ich würde aber vor allem auf saubere Enpassung vom Motor achten. Wie sehen die Halteplatten aus? Fußrasten und Hebeleien gut ausgeführt?
Sitzt die Auspuffanlage gut?
Und in keinem Fall eine begonnene Baustelle kaufen, es sei denn sie ist SAUbillig. Immer Probefahrt machen.

Es gibt da eine Qualitätsstreuung von Bentley bis Zastava. Sehr schwer...
Wie wäre es denn mit einem Cafe Racer auf reiner Basis? Also eine T120 oder eine Atlas mit Alutank und ein paar netten optischen Highlights?
Klick Dich mal durch die Bilderwelt im Internet.

Gruß, Martin
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Stefan
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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Stefan »

Alter Schwede das hat gesessen. :D Das ist echt mal ein ordentlicher Haufen Informationen.

Na ja was ich sehr schön fand ist der Bonniemotor in dem Federbett mit vielleicht noch nen Manxtank das find ich ist eine sehr leckere angelegenheit. :P

Ich wollte zur Classicmotorshow nach Bremen und mich dort ein wenig umhören. Vielleicht kann ich da noch eine wenig erfahren.
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Tim
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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Tim »

Martin hat geschrieben: Sag mal... bereitet es Dir diebische Freude, Neuinteressierten gleich die volle Ladung Realität zu vermitteln?
'schuljung.
Abgesehen davon, dass ich glaube dass eine Triton nicht wirklich das geeignete Anfängermoped (auf Engländer bezogen) ist, sollte vor allem auf die handwerkliche Ausführung geachtet werden.
Hm, seh' ich nicht so. Ich bin ja eh Verfechter der Frame-up-Restaurierung in Eigenregie, und das gute an einer Triton ist, dass man sich um Okinalität nicht kümmern muss.

Eine Triton ist IMHO eine sehr gute Anfänger-Restaurierung für Leute, die generell schrauben können und auch selbst was konstruieren und fertigen können. Klassische Schlosserqualitäten, würde ich sagen. KFZ-Mechaniker geht schon'n bisschen was in die richtige Richtung, würde ich sagen. Wenn Stefan mit Franzosendosen irgendwas hydropneumatisches meint und die Dinger auf der Strasse hält, mach ich mir da eh keine Sorgen.... :wink:
Und in keinem Fall eine begonnene Baustelle kaufen, es sei denn sie ist SAUbillig. Immer Probefahrt machen.
Ich würde sogar explizit zu einer saubilligen Baustelle raten, die komplett auseinanderreissen, mir kiloweise Literatur besorgen, ein paar Wochen genau Inventur machen, ein paar Monate planen, bequatschen etc., den Rest dazukaufen und dann in Ruhe alles aufbauen. Immer schön ein klar umrissenes Paket nach dem anderen: Erst das Rolling chassis inkl. Cycle parts aufbauen, dann den Antrieb überholen und zusammenbauen. Wenn man zwischendurch viel "Dry fit" macht und so z.B. die nicht auf Anhieb passenden Motorhalteplatten rechtzeitig erkennt, ist dann der finale Aufbau ein halbwegs kalkulierbares Risiko.



Tim
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Tim
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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Tim »

Stefan hat geschrieben:.....Bonniemotor......Federbett.....
Klar, aber was denn nun? Pre-Unit-Bonnie im Slimline-Federbett? Unit-Bonnie im Wideline-Federbett? Pre-Unit-Bonnie im Wideline-Federbett? Oder doch Unit-Bonnie im Slimline-Federbett? :mrgreen:

Bei Tritons hilft nur schlaumachen, am besten schaust Du Dir die Spendermoppeds an und entscheidest dann. Sehr hilfreich dazu: http://www.classicbike.biz/ Lad dir mal die entsprechenden Manuals runter.

Wie schon angedeutet: Rein vom Schrauberaspekt würde ich zu Pre-Unit raten, und Slim- oder Wideline ist IMHO eher eine optische Frage, also Geschmacksache. Ich hab aber von Umph nicht genug Ahnung, um sagen zu können, ob man Pre-Unit-Motoren da gut bekommt.

Ansonsten wär ja mein Favorit eine Commando-in-Featherbed, da muss man sich nicht mit dem Abschaum aus Merid^h^h^h...öhm, ich muss weg.



Tim
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Stefan
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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Stefan »

Atlas750 hat geschrieben:Wenn Stefan mit Franzosendosen irgendwas hydropneumatisches meint und die Dinger auf der Strasse hält, mach ich mir da eh keine Sorgen.... :wink:
Jo richtig die meinte ich. =D>
Atlas750 hat geschrieben:Klar, aber was denn nun? Pre-Unit-Bonnie im Slimline-Federbett? Unit-Bonnie im Wideline-Federbett? Pre-Unit-Bonnie im Wideline-Federbett? Oder doch Unit-Bonnie im Slimline-Federbett? :mrgreen:
Also eine Pre Unit wäre also die bessere wahl sind aber sicherlich schwerer zu bekommen als die Units. Der Rahmen muss ich ganz ehrlich sagen um den habe ich mir noch keine gedanken gemacht. Ob das nun Wideline oder Slimline is war mir bisher relativ egal. :? :roll:
Atlas750 hat geschrieben:Ansonsten wär ja mein Favorit eine Commando-in-Featherbed
Das habe ich mir auch schon gedacht. Da is ein sehr geiles Foto in der Galerie da könnte ich sofort schwach werden. =P~

Ne Norton könnte mir auch gefallen. :-k Ich hatte zwar immer den Meriden Twin im Koppe weil ich schon zwei Hinkley Triumph habe und wollte meine "sammlung" damit erweitern. :)

Das wird ne harte Nacht :D
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Martin
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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Martin »

Stefan hat geschrieben: Ich hatte zwar immer den Meriden Twin im Koppe weil ich schon zwei Hinkley Triumph habe und wollte meine "sammlung" damit erweitern. :)
Gaanz böser Satz... :twisted:
Struppis Herrchen hat geschrieben:Hm, seh' ich nicht so. Ich bin ja eh Verfechter der Frame-up-Restaurierung in Eigenregie, und das gute an einer Triton ist, dass man sich um Okinalität nicht kümmern muss.
Ja, Du siehst das so. Und Du kannst das vielleicht auch. Aber eine Triton bedeutet, viel anpassen und vielleicht auch anfertigen. Das heißt doch, Probleme sind vorprogrammiert. Dann ist gerade beim "Anfänger" nicht gerade vorrausgesetzt, dass alles benötigte da ist. Also Werkzeug, Geräte, Platz und Zeit...
Bei einer gekauften Triton sieht es ähnlich aus. Ist sie gut, dann kein Problem. Aber wehe der Erbauer hat getrickst wie mancher amerikanische Restaurator..
Eine Triton ist IMHO eine sehr gute Anfänger-Restaurierung für Leute, die generell schrauben können und auch selbst was konstruieren und fertigen können. Klassische Schlosserqualitäten, würde ich sagen. KFZ-Mechaniker geht schon'n bisschen was in die richtige Richtung, würde ich sagen.
Hmh.. Das sind mir aber alles zu viele "wenn's". Und Du definierst Kenntnisse, die eben nicht jeder (oder besser: nicht viele) vorweisen können.
Ich will hier keinem auf den Schlips treten und niemanden Fertigkeiten absprechen. Ich habe aber schon genug Leute getroffen, die sich für Schraubererfahren hielten, aber Schwierigkeiten hatten ein einfaches Kugellager abzuziehen. Und auch die Ausbildung sagt nicht unbedingt alles aus. Ich selber habe klassisch Schlosser gelernt als ersten Beruf. Das hilft mir sicher bei vielen Dingen. Reparieren ist nicht mein Problem.
Aber einen Eigenbau der Teilumbau mach ich auch nicht mit links.
Das bringt mich eher davon ab den Leuten zu sagen "Hey mach mal, das ist leicht". Ist es aber nicht...
Ich glaube, dass Du vielleicht gar nicht mehr merkst wie anspruchsvoll so was ist. Weil Du eben mit so etwas oft zu tun hast und da sicher mehr als die einfachen Grundkenntnisse drauf hast. Warum wohl? ;-)
Wenn Stefan mit Franzosendosen irgendwas hydropneumatisches meint und die Dinger auf der Strasse hält, mach ich mir da eh keine Sorgen.... :wink:
Hehe... ich hatte mal nen AX. Da hab ich es geschafft, den Anlasser (der wirklich blöd liegt) zu wechseln. Heißt das, dass ich mich für einen TriTri Eigenbau qualifiziert habe? ;-)

Atlas750 hat geschrieben: Ich würde sogar explizit zu einer saubilligen Baustelle raten, die komplett auseinanderreissen,[...]
Hmh... Also ich meinte ja, Baustellen vermeiden oder eben ganz billig, weil Baustellen sich meistens dadurch auszeichnen, dass die Besitzer die Lust verloren haben infolge erhöhtem Frustfaktors. Der entsteht meistens bei den 10% anspruchsvollen Restarbeiten. (Deshalb sind zum Verkauf stehende Projekte in der Regel "zu 90% fertig gestellt" ;-) )

Aber ich habe Kolegen Stefan ja auch so verstanden, dass er nichts bauen möchte, sondern eine komplette kaufen.
Eine Federbett Norton mit 850er Motor wäre natürlich iene ganz elegante Alternative...

Triumph pre unit Motoren sind recht gut zu bekommen. Allerdings sind die nicht wirklich billig. Da gibt es auch wieder Unterschiede. Wenn, dann am besten einen späten 650er nehmen. Vielleicht wäre es auch besser, zwei Mopeten zu kaufen. Eine pre unit Tri und eine Federbett Norton. Und dann alles zusammenführen, den Rest ins Regal legen für Rückbau oder eben verticken. Gibt dann immer etwas Spielraum in der Kasse.

Du @Stefan kannst Dich ja mal beim Dave Degans erkundigen, was so was bei ihm kostet ;-)
http://www.dresda.co.uk/

Regards, Martin
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Tim
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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Tim »

Stefan hat geschrieben:Also eine Pre Unit wäre also die bessere wahl ...
IMHO bei einer Triton schon, weil der Norton-Motor de facto ja auch ein Pre-unit ist. Das passt einfach von der Einbausituation am besten.

Tim

P.S.: http://www.studioze.fr/transfert/SOUTHTRITON/GALERIE/
http://i631.photobucket.com/albums/uu40 ... -Kopie.jpg

Es geht auch mit Einheitsmotoren.... :wink:
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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Wuselwahnwitz »

Atlas750 hat geschrieben:Landmaschinenmechaniker wär ja IMHO noch besser qualifiziert.... :mrgreen:
Höhö....ICH seh' das mal als Kompliment (Obwohl...bin ja jetzt überqualifiziert)

Falls das KEIN Kompliment hätte sein sollen, lieber Tim, müssen wir die Bierabrechnung mal wieder neu aufstellen...ODER???

Ähh..@Stefan: Willkommen.

Und mach' Dir wegen des Abstandes Ritzel/Schwingendrehpunkt keine Sorgen, das wäre nicht so tragisch (aber das kann der o.g. Hilfsautobastleranwärtervertreter ja nicht wissen :lol: )
Gruß
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Tim
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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Tim »

Der wüst quolschende BOFH hat geschrieben:Aber eine Triton bedeutet, viel anpassen und vielleicht auch anfertigen. Das heißt doch, Probleme sind vorprogrammiert.
Anpassen ja, aber viel anfertigen muss man IMHO nicht zwangsläufig, jedenfalls nicht, wenn man sich an einigten Quasi-Standards orientiert. Wenn man's ganz genau nimmt, unterscheidet sich eine Triton von einem Atlas-CafeRacer abgesehen von den offensichtlichen Aggregaten auch nur in den Motorhalteplatten und vielleicht noch den Krümmern und Auspuffhaltern, der ganze Rest ist potentiell identisch. Die Platten kann man kaufen (wobei man da mit Sicherheit anpassen muss), aber in der Zeit von Laser- und Wasserstrahlschneidern in jedem größeren Industriegebiet könnte man sogar die anfertigen lassen, ohne daran finanziell zugrunde gehen zu müssen. Okay, dabei hilft es, zu wissen, was eine DXF ist und wie man die erzeugt, aber dazu gibt's ja inzwischen sogar Freeware - vielleicht lasern die aber auch vom mundgebissenem Pappmuster...;-)
Dann ist gerade beim "Anfänger" nicht gerade vorrausgesetzt, dass alles benötigte da ist. Also Werkzeug, Geräte, Platz und Zeit...
Die Atlas hab ich in einer Tiefgarage und einem Kellerverschlag restauriert, und ich würde mal meine Schrauberkenntnisse (nicht die Theorie) als bestenfalls durchschnittlich einstufen.
Neben Vadderns Knarrenkasten hab ich mir damals noch einen Satz Zoll-Ringmaulschlüssel, dann den korrekten WW-Schlüsselsatz :oops: , einen Inbus-Satz, einen 3/8"-Metrinch-Knarrenkasten und eine Drehmo-Knarre gekauft. Das waren sogar für einen Schüler/Zuvieldienstleistenden überschaubare Kosten. Viel Gerät hab ich damals nicht gebraucht, vielleicht mal einen Akkuschrauber. Allerdings waren Motor und Getriebe bei der Kiste gemacht, aber wenn man das selbst machen will, reicht auch eine mittelgroße Werkbank.
Bei einer gekauften Triton sieht es ähnlich aus. Ist sie gut, dann kein Problem. Aber wehe der Erbauer hat getrickst wie mancher amerikanische Restaurator..
Naja, das gilt aber irgendwie auch wieder für jedes Gebrauchtmopped, oder?
Hmh.. Das sind mir aber alles zu viele "wenn's". Und Du definierst Kenntnisse, die eben nicht jeder (oder besser: nicht viele) vorweisen können.
Ich meinte auch eher jemand, der mit Engländerinnen anfangen will, nicht jemand, der das schrauben an sich anfangen will. Obwohl die Atlas damals mein erstes Schrauberobjekt war und das - abgesehen von diesem *zensiert* Zylinderkopf-Stößelstangen-Gewürge - auch eine echt entspannte Schrauberübung ist, wenn man sich einfach nur ans Handbuch hält und Zeit zum Nachdenken läßt.
Ich will hier keinem auf den Schlips treten und niemanden Fertigkeiten absprechen. Ich habe aber schon genug Leute getroffen, die sich für Schraubererfahren hielten, aber Schwierigkeiten hatten ein einfaches Kugellager abzuziehen.
Du kannst aber IMHO nicht a priori von gestörter Selbstwahrnehmung ausgehen. Wer meint, schrauben zu können, wird auch meinen, eine Triton schrauben zu können. Wenn nun die erste Annahme schon fscahl ist....tja.
Aber einen Eigenbau der Teilumbau mach ich auch nicht mit links.
Von "mit links" war ja auch nicht die Rede, eine Triton ist aber auch nicht grade Atomphysik.
Ich glaube, dass Du vielleicht gar nicht mehr merkst wie anspruchsvoll so was ist. Weil Du eben mit so etwas oft zu tun hast und da sicher mehr als die einfachen Grundkenntnisse drauf hast. Warum wohl? ;-)
Ingenieure haben hier Sicherheitsabstand von Werkzeug zu halten, die Mechs kriegen schon Panik, wenn man einen Schraubendreher in die Hand nimmt...
Hehe... ich hatte mal nen AX. Da hab ich es geschafft, den Anlasser (der wirklich blöd liegt) zu wechseln. Heißt das, dass ich mich für einen TriTri Eigenbau qualifiziert habe? ;-)
Na klar! Vorrausgesetzt, es war ein AX mit Hydropneumatik....;-)
Vielleicht wäre es auch besser, zwei Mopeten zu kaufen.... Gibt dann immer etwas Spielraum in der Kasse.
Hm, der Spielraum wär bei mir dann aber rot mit 'nem Minus an der Zimmertür....;-)


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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Tim »

Wuselwahnwitz hat geschrieben:Höhö....ICH seh' das mal als Kompliment (Obwohl...bin ja jetzt überqualifiziert)
Huch, Mist, wie konnte mir das nur passieren...*mundmitseifeauswasch*... :mrgreen:
Und mach' Dir wegen des Abstandes Ritzel/Schwingendrehpunkt keine Sorgen, das wäre nicht so tragisch (aber das kann der o.g. Hilfsautobastleranwärtervertreter ja nicht wissen :lol: )
Genau, viel Spass beim fröhlichen Schwingenraspeln... :roll:

Ich sach' ja nich', dass es nich' geht, aber besser is' anners.


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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Martin »

Herr Tim!

Wenn Du immer das letzte Wort behalten willst werden wir beide hier GROSSE Probleme bekommen... :twisted: :wink:
Das wird eine Wortschlacht epischer Dimension... Ein Klugscheißender Ingenieuer diskutiert mit einem verständnisvollen und empathischen Sozialarbeiter... Junge Junge... weiß gar nicht wieviel Buchstaben so ein Beitrag maximal haben darf :mrgreen:
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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von Wuselwahnwitz »

Atlas750 hat geschrieben:Genau, viel Spass beim fröhlichen Schwingenraspeln... :roll:

Ich sach' ja nich', dass es nich' geht, aber besser is' anners.
Jaja, schon recht....
Wenn das Unit-E-Start Projekt beendet ist (Fräsen), kann ich mich ja mal um 'ne konkrete ATK-Nachrüst-Kettenumlenkung für Engländer kümmern....

Hast Du eigentlich nix zu tun auf Schicht?????.....um DIE Uhrzeit sörfen????

Gruß
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Re: Ich möchte mich auch vorstellen

Beitrag von jan »

Wuselwahnwitz hat geschrieben:Wenn das Unit-E-Start Projekt beendet ist (Fräsen), kann ich mich ja mal um 'ne konkrete ATK-Nachrüst-Kettenumlenkung für Engländer kümmern...
Eben waren wir noch beim AX (mit/ohne Hydropneumatik?), jetzt sind wir schon beim ATK. War das nicht diese komische Hebelage im Schwingendrehpunkt, bei der zwei zusätzliche Ritzel, je eines oberhalb und unterhalb der Schwinge, dafür sorgten, dass die Kette "nach hinten raus" immer eine identische Länge hatte, auch wenn die Getriebeausgangswellenritzelachse einen halben Meter vor der Schwingenachse saß... ? Anti-Tensions-Ketten-... ? Möönsch, ist das lange her, das muss so um 1977 im MOTORRAD gestanden haben...
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