Norton Ölpumpe defekt

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gismo22
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Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von gismo22 »

Hallo
Hab eine Norton 650ss Bj. 1962 und folgendes Problem.
Hab einen Absperrhahn für die Ölzufuhr eingebaut und leider vergessen ihn aufzudrehen. Bin ca. nach 5 km draufgekommen. Es war nichts ungewöhnliches und als ich ihn wieder aufdrehte förderte auch die Pumpe bis zu den Zylinderköpfen. Ich bemerke, daß sie jetzt aber nur wenig bis gar nicht zu den Zylinderköpfen fördert. Meiner Meinung nach zu wenig Druck. Wenn ich den Rücklauf im Ölbehälter zu halte wandert das Öl bis zu den Köpfen. Das Motorrad springt normal wie immer an.
Der Motor sollte mal überholt werden, das weiß ich. Nur würde ich das gerne im Winter machen lassen.
Kann mir wer einen Tip geben wie ich vorgehen sollte?
danke schon mal.
gismo22
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strichsieben
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von strichsieben »

hallo unbekannter,
1. ölhahn ausbauen und wegwefen
2. zum thema ölpumpe/norton solltest du die suchfunktion bemühen! da gibt es schon einiges an lesestoff. vielleicht reicht das ja schon.
3. das beste hoffen
gruss, thorsten
Wenn man den Weg verliert, lernt man ihn kennen.
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holsteiner
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von holsteiner »

Woran merkst Du, dass nichts oder zu wenig zu den Köpfen gefördert wird?
Grüße, Detlev

Motorräder? Ja, ein paar Baustellen...
gismo22
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von gismo22 »

Hallo Detlev,
über die durchsichtige Schlauchleitung die zu den Köpfen führt.
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rivera
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von rivera »

Hab grade einen Bericht über die Überholung der Pumpe gelesen.
Ausbauen, zerlegen und die vordere und hintere Abdeckplatte auf
einer planen Oberfläache (Spiegel, Glasplatte) zuerst mit 240 Schmirgelpapier abziehen,
bis die Laufmarken der Ölpumpenzahnräder nicht mehr sichtbar sind.
Dann mit 600er feinschmirgeln. Natürlich zuvor die Zahnrädchen auf Beschädigungen prüfen.

Ist zuviel Spiel in der Pumpe wird das Öl nicht weiterbefördert, sondern zirkuliert im Gehäuse, wird dünn und heiß.
Obacht beim Zusammenbau: die freien Zahnräder haben eine 90° Fase und eine abgerundete Seite, die zeigt nach innen.
Die 90° Fase zeigt nach aussen zu den Deckeln. Die Welle mit dem Antriebsrad passt auch nur in einer Richtung ins Gehäuse.
Die Rückseite der Pumpe auch nochmal abziehen, damit sie plan aufliegt.
Ebenso die Auflagefläche am Motor mal begutachten, da sollten auch keine Grate etc. sein.
Eine Papierdichtung zwischen Pumpe und Motor verwenden und nicht den Gummipröpel auf dem Auslass zum Timing Cover vergessen!
So sah meine Pumpe innen aus:
IMG_20141231_165637091.jpg
IMG_20141231_165717758_HDR.jpg
Und das sind die Innereien der dazu gekauften Pumpe:
IMG_20150201_171710097.jpg
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gismo22
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von gismo22 »

danke erstmal für die Antworten,
was kann noch ein Grund sein, daß zuwenig wieder in den Ölbehälter zurückkommt, bzw. das Öl nicht in die Köpfe geht? Ich hab die Pumpe zerlegt und wie oben beschrieben bearbeitet. Die ersten 2 Minuten hat alles gepasst. Dann kam relativ wenig gegenüber vorher zurück in den Ölbehälter und es wurde auch nicht mehr nach oben zu den Köpfen gefördert.
Ach ja, ich hatte bis kleine Einkerbungen in den Außendeckeln kein schlechtes Bild der Zahnräder.
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Joe
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von Joe »

Hey Gismo,

das mit der Oelversorgung am Kopf wuerde mich auch interessieren...

Wenn ich mir den Verlauf anschaue, laeuft das Oel durch die Schlaeuche nach oben in die Kanaele im Kopf, von da aus direkt in die Kipphebelwellen. In den Kipphebelwellen ist eine Bohrung, sodass die Kipphebel zur Welle geschmiert werden. Zwischen Hebel und Welle ist nur ein sehr geringer Spalt, sodass eigentlich das Oel nicht richtig fliessen sollte. Sehe ich das so richtig?

Frage ist, ob und wie Du das Oel jemals hast fliessen sehen?

Grusse, joe
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Tim
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von Tim »

gismo22 hat geschrieben:Hab eine Norton 650ss Bj. 1962 ....... Wenn ich den Rücklauf im Ölbehälter zu halte wandert das Öl bis zu den Köpfen.
Bei dem Baujahr war ja serienmäßig noch die Versorgung des Kopfes über einen Abzweig vom Rücklauf gelöst. Ist das bei Dir noch okinaal oder schon auf die spätere Druckschmierung (ab 1966 meine ich...) umgebaut sein? Kann man leicht am Steuerkastendeckel erkennen, wenn unter dem PRV die Leitung zum Kopf abgeht, ist es Drucköl. Vorher ist der Druck abhängig vom Druckgefälle in der Rückleitung und in der Kopfleitung - ich vermute, dass ist bei Deiner Beschreibung der Fall, dann geht das Öl über den Kopf ab, wenn Du die Rückleitung zuhälst.

Was passiert denn, wenn Du den Schlauch oben am Kopf abnimmst? Kommt auch kein Öl, wenn der Abgang da oben frei ist?


Tim
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gismo22
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von gismo22 »

Hallo
die Leitung zum Kopf ist wie schon erwähnt durch eine Abzweigung vom Rücklauf. Wenn ich die Leitung abziehe kommt öl raus.
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Tim
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von Tim »

gismo22 hat geschrieben:die Leitung zum Kopf ist wie schon erwähnt durch eine Abzweigung vom Rücklauf. Wenn ich die Leitung abziehe kommt öl raus.
Hatte ich erwartet. Dann ist der Widerstand im Kopf zu groß, d.h. irgendwas muss sich da oben geändert haben. Allerdings ist der Weg des Öls, der da blockiert sein kann, relativ kurz. Meine Vermutung wäre, dass die Kipphebel gefressen haben.

Ich würde ehrlich gesagt nicht mehr bis zum Saisonende warten, sondern den Motor jetzt machen und dabei auf das Druckölsystem umbauen.


Tim
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Klaus Monning
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von Klaus Monning »

Hallo zusammen,
auch ich stand diverse Male vor der Entscheidung: Was tun, wenn der Öldruck bei heißem Motor so gut wie nicht mehr vorhanden ist?
Ich habe nach diversen Reparaturversuchen damals die Entscheidung für den Kauf einer neuen ÖLpumpe getroffen, denn:
1.) Die Toleranzen, die bei den Ölpumpenläufern eingehalten müssen um die notwendige Leistung zu erbringen, können wir mit unseren Mitteln (Glasplatte und Schmirgel- Leinen) nicht erbringen. Wir sprechen hier über 5my Einbauspiel, (Parallelitäten, Ebenheiten der Läufer usw. liegen dann bei ca. 2 my = 0,002mm).
2.) Das Werk wird bei der Einhaltung solcher Toleranzen, vor allem bei dem Läufer an dem die Antriebswelle angebracht ist, schon Probleme genug haben. Aber sie schaffen es.
3.) Wenn wir über das Einbauspiel der Pumpenläufer reden, müssen wir auch die Tiefe und die Durchmesser der Laufkonturen im Gehäuse betrachten. Auch hier gibt es Verschleiß und Riefen, die den Wirkungsgrad einer so kleinen Pumpe sehr, sehr stark negativ beeinflussen. Riefen am Durchmesser der Konturen kann man dann eh' nicht mehr reparieren. Da heißt es nur noch wegwerfen.

Ergebnis: Ich habe heute mit der neuen Ölpumpe auch bei heißem Motor immer Öldrücke so um die 2bar, was sehr gut ist, und was ich mit auf der Glasplatte bearbeiteten Teilen nie erreicht habe. Bei kaltem Motor sind die Drücke mehr oder weniger nicht so interessant, da der Druck ja über das PRV auf ca 6 bar gehalten wird.

Joe, Kompliment, die Ölpumpe war und ist super. Sie ist mit 250,00€ nicht ganz billig aber in Anbetracht der notwendigen Präzision ist dieser Preis absolut gerechtfertigt und der Erwerb in jedem Fall anzuraten.

Gruß
Klaus

P.S Beim Betrachten meines Beitrages habe ich Deine Ölpumpenbilder gesehen. Ich sage: Wegschmeißen!!!
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von Fast Bäck »

Moin Mr. Monning
Da geb ich dir mal uneingeschränkt Recht Klaus. Wenn man diese Zahnräder sieht, glaube ich nicht, daß man hier noch Zeit mit Gehäuse und Endplatte abziehen verschwenden muß. Wie sollen diese quasi nicht mehr vorhandenen Zähne noch irgendwo Druck machen ? Mit kaltem ,dickem Öl
vielleicht gerade noch, aber dann ? Diese Räder haben halt mal irgendwelche Metalteile durchgezogen, das dürfte sich auch im Pumpengehäuse bemerkbar machen. Diese Pumpe würde ich komplett entsorgen, das spart Platz im Regal. Also doch etwas gespart !

Fast Bäck
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Tim
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von Tim »

Fast Bäck hat geschrieben:Wenn man diese Zahnräder sieht, glaube ich nicht, daß man hier noch Zeit mit Gehäuse und Endplatte abziehen verschwenden muß. Wie sollen diese quasi nicht mehr vorhandenen Zähne noch irgendwo Druck machen ?
:-k Das sind aber Bilder von Ulis Pumpe, die er ja auch gegen eine neue ersetzt hat. Wie die Gimso-Pumpe aussieht, wissen wir doch gar nicht. :wink:


Tim
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von Fast Bäck »

Okeeeeeeeeeeee

Fast Bäck
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Re: Norton Ölpumpe defekt

Beitrag von Norton »

gismo22 hat geschrieben:danke erstmal für die Antworten,
was kann noch ein Grund sein, daß zuwenig wieder in den Ölbehälter zurückkommt, bzw. das Öl nicht in die Köpfe geht? Ich hab die Pumpe zerlegt und wie oben beschrieben bearbeitet. Die ersten 2 Minuten hat alles gepasst. Dann kam relativ wenig gegenüber vorher zurück in den Ölbehälter und es wurde auch nicht mehr nach oben zu den Köpfen gefördert.
Ach ja, ich hatte bis kleine Einkerbungen in den Außendeckeln kein schlechtes Bild der Zahnräder.
Servus.
Bei Deinem Motorrad findet die Ölversorgung zum Kopf ja noch über die Rückförderleitung zum Öltank statt. Das Öl versucht dabei den Weg des geringsten Widerstands zu gehen und das ist nun mal der tieferliegende Öltank. Um überhaupt mal einen Überblick über die Ölmenge zum Kopf zu bekommen, ist der transparente Schauch in der Steigleitung schon mal der richtige Weg. Bei meinem Domi hab ich da auch ein Stück Silikonschlauch rein gemacht. Kommt oben zu wenig Öl an, wird der Kopf mechanisch laut. Im alten Original-Handbuch ist bei solch einem Problem der Verweis auf das Reduzierstück der Einzylindermodelle in der Rückleitung drin. Das ist eine Hülse mit Bund, die im Öltank hinter dem Ringösenanschluß (Banyo) mit eingeschaubt wird und den Querschnitt in der Rückleitung HINTER dem Anschluß verjüngt. In der Steigleitung baut sich dann Druck auf und das Öl steigt auch in den Kopf. Wie groß der Durchmesser der Bohrung in der Hülse sein darf, muß man selbst ausprobieren. Bei meinem Domi hab ich das mit mehreren Hülsen ausprobiert und bin (wenn ich mich recht erinnere?) bei 3,5mm angekommen. Vielleicht kann ja hier auch unser Joe Seifert Licht ins Dunkel bringen und hat sogar noch eine Zeichnung mit dem Maß, oder kann sogar eine Nachfertigung anschieben. Jedenfalls kommt mit solch einer Hülse auch wirklich Öl im Kopf an und der wird dann auch mechanisch leise und am transparente Schlauch sieht man dann das Öl nach dem anlassen flott zum Kopf steigen. Die Ventilfedern sollten halt einfach unten etwas im Öl stehen, dann gibts schon Spritzöl genug ..... Bei meinem Domi fahre ich jedenfalls aus dem Grund auch 10W40, weil ich mir bei 40er Einbereichsöl irgendwie nicht recht vorstellen kann, wie da oben im Kopf (bei kaltem Öl) was ankommen soll?
Zu dem Umstand der geringen zurückgeförderten Ölmenge...... logisch. Die Rückförderpumpe fördert fast die doppelte Menge als die Förderseite und pumpt (nach dem das Motorgehäuse unten leergepumpt ist) nur noch die Menge zurück, die auch die Förderpumpe in den Motor pumpt. Wenn vorher das Öl nach dem abstellen unten zusammengelaufen ist, pumpt die Rückförderpumpe halt erst mal weg was da ist und dann kommt zwangsweise oben auch wieder eine Menge Luft mit.
Bei alten Motoren, die lange ohne Filter betrieben worden sind, hat sich oft eine Menge Schmodder oben in den Nuten der Kipphebelwellen gefangen.

Gruß. Martin.
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