Dichtheit AMC-Getriebe

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Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon jan » Sonntag 27. Mai 2018, 22:15

`nabend,

ich stelle mich (gerne) mal wieder als begriffsstutzig bloß, aber man muss mir mal wieder erklärend auf die Sprünge helfen.

Dort, wo beim AMC-Getriebe die Hauptwelle samt Sekundärritzel- und Kupplungskorb-Aufnahmen austritt und in den Primärtrieb ragt, gibt es zwar einen Wellendichtring und einen dazu passenden Stahlring, die das große Getriebelager nach außen hin abdichten (sollen).
Wie aber wird verhindert, dass durch die Nuten in den Wellen, auf die Ritzel und Kupplungskorb geschoben werden, Öl nach außen austritt? Unterliege ich mal wieder einem massiven Denkfehler, oder müsste das nicht auch eine potentielle Stelle für Ölaustritt sein? Allein das auf die Welle geschobene Sekundärritzel dichtet doch nicht die Nuten ab, so gut/fest es auch auf der Welle sitzen mag.

Wie immer werde ich Spott und Hohn ob meiner dämlichen Frage mit gebeugtem Haupt, aber geduldig ertragen. Erklären dürft Ihr es mir aber trotzdem. :wink:

Danke & Cheers, Jan

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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon Öko » Montag 28. Mai 2018, 05:45

Orientiere dich mal an der originalen Triumphliste zum Getriebe...0-Ring sammt Sicherungsblech mit Aussparungen ...bevor die Mutter angeschraubt wird.
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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon Tim » Montag 28. Mai 2018, 06:23

Öko hat geschrieben:Orientiere dich mal an der originalen Triumphliste zum Getriebe...


:-k Häh? Was soll denn ein Umph-Getriebe zur Lösung beitragen?

Ich weiß nicht, wie das bei den Streichholzlosen gelöst ist, aber bei der anderen Marke mit diesem Getriebe leckt das Getriebeöl dort einfach in den Primärkasten, das wurde wohl nicht als Leckagepfad angesehen.


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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon Öko » Montag 28. Mai 2018, 06:34

Ist auch nur ein Gedanken Ansatz von mir.das dies getriebe my anders aufgebaut ist..Siehe ich offensichtlich.
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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon ajay01 » Montag 28. Mai 2018, 09:13

Versuch einer Deutung:
Ölstand = 0.42 l (0.75 Imperial pint, 0.9 US pint) befindet sich deutlich unterhalb der Getriebehauptwelle, deshalb ist Leckage marginal, falls überhaupt.
Foto-Attachment: so sieht's bei mir aus. Ist zwar ohne Aussage, deine Frage betreffend. Aber weil's so passt....... :mrgreen:
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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon Öko » Montag 28. Mai 2018, 09:16

Das Öl wird mit den drehenden Zahnrädern und bei Kurvenfahrten schon wesentlich verteilt.
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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon Tim » Montag 28. Mai 2018, 09:49

jan hat geschrieben:Dort, wo beim AMC-Getriebe die Hauptwelle samt Sekundärritzel- und Kupplungskorb-Aufnahmen austritt und in den Primärtrieb ragt, gibt es zwar einen Wellendichtring und einen dazu passenden Stahlring, die das große Getriebelager nach außen hin abdichten (sollen).


:-k Irgendwie ist die Beschreibung aber auch echt Humbug. Der RWDR dichtet auf den Stahlring, richtig, aber der wiederum sitzt nicht auf der Hauptwelle, sondern auf dem Sleeve gear, das das Ritzel trägt. Und da wird der Stahlring aka "sprocket spacer" über Sprocket und dessen Mutti spackstens gegen den Lager-Innenring und der wiederum spackstens gegen seine Anlageschulter auf dem Sleeve gear gezogen. Der Leckagepfad des Öls durch die Nuten des Sleeve gear geht also erstmal durch diese Anlageschultern des Innenrings. Was da an Öl durchkommt, hat sich den Weg in die Freiheit dann aber auch redlich verdient. Und wird von der chronisch unterschmierten Kette lechzend begrüßt... ;)


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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon jan » Montag 28. Mai 2018, 17:25

Tim hat geschrieben:Der RWDR dichtet auf den Stahlring, richtig, aber der wiederum sitzt nicht auf der Hauptwelle, sondern auf dem Sleeve gear, das das Ritzel trägt. Und da wird der Stahlring aka "sprocket spacer" über Sprocket und dessen Mutti spackstens gegen den Lager-Innenring und der wiederum spackstens gegen seine Anlageschulter auf dem Sleeve gear gezogen. Der Leckagepfad des Öls durch die Nuten des Sleeve gear geht also erstmal durch diese Anlageschultern des Innenrings. Was da an Öl durchkommt, hat sich den Weg in die Freiheit dann aber auch redlich verdient. Und wird von der chronisch unterschmierten Kette lechzend begrüßt... ;)

Genau das war es, was ich von Dir wissen wollte!! :halloatall: :mrgreen:

Da ich die genaue Leckage-Stelle leider nicht gefunden habe - insbesondere keinen Riss in Primär- oder Getriebegehäuse -, habe ich jetzt mal den von Dir sogenannten RWDR erneuert und harre der Dinge, die da kommen. Das Schiebeblechstück-Dichtungsdingens im inneren Primärkettenkasten sieht übrigens noch sehr respektabel aus, da kommt also eine plötzliche massive Leckage wohl nicht her.

20180528_122906.jpg
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Tim hat geschrieben: :-k Irgendwie ist die Beschreibung aber auch echt Humbug.

Sag´ ich doch!! :oops: :mrgreen:
Mir ist ums Verrecken die Bezeichnung "sleeve gear" nicht eingefallen... :oops: :oops: :mrgreen:

Danke & cheers, Jan
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Zuletzt geändert von jan am Montag 28. Mai 2018, 17:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon jan » Montag 28. Mai 2018, 17:27

ajay01 hat geschrieben:Versuch einer Deutung:
Ölstand = 0.42 l (0.75 Imperial pint, 0.9 US pint) befindet sich deutlich unterhalb der Getriebehauptwelle, deshalb ist Leckage marginal, falls überhaupt.
Foto-Attachment: so sieht's bei mir aus. Ist zwar ohne Aussage, deine Frage betreffend. Aber weil's so passt....... :mrgreen:
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Nee, Paul, danke, das hilft mir durchaus!! Daran sehe ich nämlich, dass ich bisher alles richtig gemacht habe! :wink:

Vielleicht sollte ich tatsächlich noch besser auf die Füllstände achten und nicht immer so großzügig mit dem Öl sein... :pfeiffen:
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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon rivera » Montag 28. Mai 2018, 18:42

jan hat geschrieben: Das Schiebeblechstück-Dichtungsdingens im inneren Primärkettenkasten sieht übrigens noch sehr respektabel aus, da kommt also eine plötzliche massive Leckage wohl nicht her.

Da steckt ein Filzring zwischen, so als Dichtungsplatzhalter, auswechseln ist auch so ein Hauptspaß!
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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon Norton » Dienstag 29. Mai 2018, 18:34

Den Filzring gab es erst bei den Commandos. Die alten Matchi-Primärkästen hatten auch nur so ein Blechschiebestück mit einer Kante. Man kann aber das Schiebestück samt Filzring der Commando rein machen. Hab ich an der N15 gemacht. Die läßt keinen Tropfen fallen.
Was vom Getriebe und vom Primärkasten kommt, macht eine ölfeuchte Kette, also kein Schaden.

Gruß. Martin.
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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon ajay01 » Mittwoch 30. Mai 2018, 09:41

Jan: habe in meinem Archiv gefunden, speziell deine Eingangsfrage betrteffend. Siehe pdf-Datei Step 14.
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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon ajay01 » Mittwoch 30. Mai 2018, 15:49

rivera hat geschrieben:
jan hat geschrieben: Das Schiebeblechstück-Dichtungsdingens im inneren Primärkettenkasten sieht übrigens noch sehr respektabel aus, da kommt also eine plötzliche massive Leckage wohl nicht her.

Da steckt ein Filzring zwischen, so als Dichtungsplatzhalter, auswechseln ist auch so ein Hauptspaß!


..gibt's als aftermarket-Ersatzteil!
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Re: Dichtheit AMC-Getriebe

Beitragvon jan » Mittwoch 30. Mai 2018, 19:43

ajay01 hat geschrieben:Jan: habe in meinem Archiv gefunden, speziell deine Eingangsfrage betrteffend. Siehe pdf-Datei Step 14.

Danke, Paul! Das hatte ich auch in Erwägung gezogen, aber wieder verworfen.

Fakt ist, die Karre pisst schon wieder bzw. immer noch. Es ist aber eindeutig Öl aus dem Primärtrieb (frisch gewechselt = klare Konsistenz).

Ich lass´ sie jetzt weiter pissen und fülle einfach nicht mehr so viel Öl ein (normalerweise drehe ich die beiden großen Kontrolldeckel raus und gieße in den oberen, über der Kupplungseinstellschraube, so lange frisches Öl ein, bis ich unten das Kettentrum allmählich ins Öl eintauchen sehe und das Öl beginnt, über das Gewinde des unteren Deckels hinauszulaufen).
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