Kurbelwellen Instandsetzung

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Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon Nörtn ut stall » Freitag 10. November 2017, 13:12

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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon jan » Freitag 10. November 2017, 13:36

Geil!!! :top:
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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon Martin » Freitag 10. November 2017, 15:00

Machen wir doch genau so....
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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon olofjosefsson » Freitag 10. November 2017, 16:17

Ja schon, aber bei mir dauerts Stunden. :esad:
Gruss und Danke,
Olof

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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon Norton » Freitag 10. November 2017, 17:38

Warum nimmt diesem Grobmotoriker eigentlich keiner seinen Meinungsverstärker (Hammer, sein wichtigstes Werkzeug) aus der Hand und haut ihm damit zuerst auf die Finger und dann auf den Kopf?
Ich frag mich wer da eigentlich der Idiot ist? Der Motoreninstandsetzer, der eine ordentlich Presse und ein Rundlaufprüfgerät mit Meßuhren hat, oder dieser Grobschmied?

Gruß. Martin.
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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon holsteiner » Freitag 10. November 2017, 17:55

Ich habe 1975 im Laverdawerk in Breganze dem Kurbelwellenbauer über de Schulter schauen dürfen. Was der damals mit den 3-Zylinderwellen gemacht hat, sah nicht viel anders aus.
Grüße, Detlev

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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon Martin » Freitag 10. November 2017, 18:45

Norton hat geschrieben:Warum nimmt diesem Grobmotoriker eigentlich keiner seinen Meinungsverstärker (Hammer, sein wichtigstes Werkzeug) aus der Hand und haut ihm damit zuerst auf die Finger und dann auf den Kopf?
Ich frag mich wer da eigentlich der Idiot ist? Der Motoreninstandsetzer, der eine ordentlich Presse und ein Rundlaufprüfgerät mit Meßuhren hat, oder dieser Grobschmied?

Gruß. Martin.

Na ja Martin. Das zeigt aber doch nur, wie beherrschbar Technik sien kann ;-)
Ich glaube da wo er seine "Werkstatt" hat, läuft einiges Anders. Aber irgendwie doch auch faszinierend, dass man auch anders klar kommen kann :halloatall:
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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon Öko » Freitag 10. November 2017, 19:03

Ein Großteil der Inder und in afrikanischen und lateinamerikanischen Buden wird halt mit zur Verfügung stehenden Mitteln gearbeitet, und was mal von jemand gezeigt wurde vom hören sagen.
Ob die Karren dann laufen oder nicht interessiert die doch so wie so nicht so recht...ein Schlagloch folgt dem nächsten Stau im Eselrennen.
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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon Norton » Samstag 11. November 2017, 15:37

Vorhandene Mittel...
Da steht ja eine Presse und nebendran eine Drehbank. Mit etwas Hirnschmalz und Geschick ließen sich da drauf ein paar Werkzeuge machen, mit denen man dann auf der Presse schon richtig gute Ergebnisse erzielen könnte, ohne sich mit dem Hammer zu plagen und die eigentlich zu überholenden Wellen mitsamt den neuen Pleuelsätzen und Lagern hinzurichten. Ein Aufziehwerkzeug für die Hauptlager könnte man sich auch machen und wenn er schon die neuen Hauptlager mit dem Hammer draufdreschen muss, dann könnte er sich ein breites, dickes Flacheisen nehmen und die Welle auf der jeweiligen Wange innen auflegen und nicht über den Hupzapfen drauf schmieden.
Warum liegen denn da haufenweise Kurbelwellen zum überholen. Wundert mich sowieso. Normalerweise wird das heutzutage ehr gleich weggeschmissen. Wenn da so viel anfällt, könnte man sich doch mal was anständiges bauen und die Arbeit richtig machen.

Gruß. Martin.
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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon Gerd » Samstag 11. November 2017, 16:31

Warum sollte man? So funktioniert es doch auch. :bindafür:
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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon mgc » Samstag 11. November 2017, 16:36

na ja, wenn ich mir die Arbeitsbedingungen anschaue ( Sandalen), wird da doch Artgerecht gearbeitet. Wer weiß was das überholen der Welle kostet, vielleicht passt es ja zu dem Aufwand. Für mich schaut das so aus, als wenn Sie das Beste daraus machen, mit dem was zur Verfügung steht.

Ich glaube da sollte man seine westlichen Gedanken über die Arbeitsweise im Abendland ein wenig überdenken.
Ich bin mit meiner Reiseenduro in Albanien schon einmal liegen geblieben, das Antriebsritzel hat sich gelöst und somit die Verzahnung der Getriebewelle geschrottet.

Keine 2 Stunden später stand ich in einer , naja sagen wir Werkstatt, Feinwerkzeug kannte man nicht, aber man hat mir eine Klemmung gebastelt mit der ich meine Reise fortsetzen konnte und bis zum Ende der Reise gehalten hat, vielleicht sogar noch länger.......
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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon Öko » Samstag 11. November 2017, 17:01

Ja Gebastel zur Nothilfe...wenn es auf saubere Arbeit an kommt, sind halt Grobmotoriker nicht die geeigneten Mechaniker dafür.

Wir haben hier DMS von 0,2 bis 1500Nm liegen, die täglich zu Einsatz kommen....auch ne Abdrückbank für Zylinderköpfe und ne Planfräse.
Die alte Drehbank mit 1200mm Spannweite steht direkt an meinem Arbeitsplatz...paar mehr Motore, Getriebe, AT, und Verteilergetriebe von allen Automarken setzten wir im Monat instand, wenn es eine deutliche Alternative zum Austausch, Neuteil oder brauchbaren Gebrautteil am Markt ist.

Sauberes Arbeitsergebnis für den Kunden ist Vorraussetzung.
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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon Norton » Samstag 11. November 2017, 18:21

Also wenn ich mir anschaue, wie der gute Mann die Kurbelwellen "hinrichtet".... sowas braucht man doch gar nicht wieder erst einzubauen. Das kann nicht lange gut gehen. Nicht ausgerichtet, nicht gewuchtet, die Welle taumelt, Dreck überall mit drin, ein gutes Gebrauchtteil ist da immer die bessere Lösung. Wieviele von den Wellen wären vielleicht gar nicht sooo schlecht... bis sie halt in dieser (oder einer ähnlichen Werkstatt) landen.
Wenn der wenigstens die alten Lager mit einem Lagerabzieher runterziehen, den Hubzapfen auf der Presse pressen, die Welle wenigstens mit einem Haarlineal auf den Wangen ausrichten (von einem Rundlaufprüfgerät, oder einfach ein paar Prismen auf einer geraden Platte mit einer Meßuhr, red ich ja gar nicht) und die neuen Hauptlager nicht dem Hammer auf die bereits "überholte" draufdreschen würde, dann wäre vielleicht tatsächlich was gewonnen. Die neuen Hauptlager könnte man auch etwas anwärmen und dann fallen die von selbst drauf. Und so viel mehr Aufwand (wenn überhaup) wär das auch nicht.
Der hat einen ganzen Sack voll Wellen da liegen. Etliche davon wahrscheinlich die gleichen. Würde der nicht jede für sich einzeln machen, sondern alle zusammen immer wieder mit dem gleichen Arbeitsgang, von allen erst mal die Hauptlager abziehen, auseinanderpressen, zusammenpressen, richten, Hauptlager alle anwärmen, draufschmeissen..... ist doch auch total unrationell, was der da macht.
So kann man die "überholte" Welle eigentlich wie sie ist in Tonne hauen. Mehr ist das nicht wert!

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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon Gerd » Samstag 11. November 2017, 18:25

Sauberes Arbeitsergebnis für den Kunden ist Vorraussetzung.


Bei den Jungs sicher auch. Was regt ihr euch eigentlich so auf? Da wo die arbeiten und wie die arbeiten, reicht es allemal. Die wollen, oder können auch nicht mit 120 über eine Autobahn brettern.
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Re: Kurbelwellen Instandsetzung

Beitragvon Öko » Samstag 11. November 2017, 22:28

Da läuft die bonnie geschmeidig im vollem Drehmoment im dritten Gang
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