Das 8" TLS Mysterium

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Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Martin » Sonntag 15. Februar 2015, 10:37

Hey Leute.
Ich hatte bei meiner Daytona während des Bremsens fürchterliche Schläge im Front End, ähnlich eines völlig losen Lenkkopflagers. Ich hab dann mal genauer nachgesehen und mir fiel auf, dass die Bremsankerplatte an zwei Stellen schwergängiger ging und es schliff. Gerd hat das Rad mit der Messuh geprüft, Trommel lief rund. Dann fiel mir auf, dass ich die Ankerplatte gar nicht voll gegen das Lager verspannt bekam. Vorgesehen ist, dass das Lager Rechts fixiert ist, von Innen die Achse mit einer Schulter auf den Innenring drückt und von Außen die Ankerplatte mit einem Absatz auf die andere Seite des Innenrings. Da schien aber Spiel zu sein? Ich hatte da vorher keinen Gedanken verschwendet und die Mutter mit Loctite gesichert so festgezogen, dass die Platte spielfrei war. Aber eben nicht "fest" gezogen. Es scheint so, als wäre das dann nicht mehr ausreichend, wenn die Bremse betätigt wurde.
Dann hab ich angefangen, mit Passscheiben auszudistanzieren. Am Ende hatte ich mehr als 3 mm mit Passscheuben aufgefüllt, kein Effekt. Ziehe ich die Mutter richtig fest, dreht die Ankerplatte nicht mehr...
Ich hab die Lager noch mal raus genommen und eingesetzt, leicher Effekt wie vorher.
Dann hab ich die Bremsbacken von der Ankerplatte genommen und siehe da, Ankerplatte fest gegen das Lager gespannt und alles drehte herrlich frei...
Ich hatte letzten Sommer bei Joe neue Bremsbacken bestellt und die genommen. Die hab ich jetzt mit meienn "alten" verglichen und konnte auf den ersten Blick keinen Unterschied feststellen, außer in der Belagstärke.
Dann hab ich spaßeshalber die alten Bremsbacken montiert und sofort lief es sauber. Ankerplatte verspannt, Rad weiterhin freigängig.
Strange. Ich werde jetzt mal einen genaueren Blick auf die "neuen" Bremsbacken werfen. Nicht, dass die möglicherweise irgendwie "verzogen" sind?
to continue...
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Ulmer » Sonntag 15. Februar 2015, 10:56

...ist deine trommel iergendwie eingelaufen, bzw. ist sie konisch, wird nach innen im durchm. kleiner? das würde erklären das sich die ankerplatte mit den alten belägen dreht, und mit den neuen nicht.
ich lass mir die alten beläge immer neu bekleben, und drehe sie dann (montiert auf der ankerplatte) auf das maß der trommel ab. vorrausgesetzt die trommel ist auch nicht gnadenlos eingelaufen.

...falls du mit der tls unglücklich wirst, und dabei bin ich nur an deinem seelenheil interessiert, ich täts sie für dich entsorgen. ich hätte noch ne nabe sammt bremsscheibe, wir könnten tauschen :pfeiffen:

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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Martin » Sonntag 15. Februar 2015, 14:33

Die Trommel sieht optisch erst mal ok aus. Selbst wenn sie konisch wäre, hätte sie ja dort, im kleineren Durchmesser, trotzdem nicht weniger als die Backen im Neuzustand haben. Außerdem liegen die "alten" Backen infolge der Nachstellung ja auch direkt an.

DieTrommel gehört zu meinem Moped und da bleibt sie auch. Beim nächsten Reifenwechsel werde ich die Trommel aber mal ausdrehen, eine schlechte Idee ist das nie ;-)

PS: Ich hab hier noch die Gasgriffe liegen... :oops:
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Phil » Sonntag 15. Februar 2015, 14:53

Moin Martin,

ich hab' zu jedweden pattern parts-Bremsbelägen kein gutes Verhältnis, alldieweil meines Vaters Sohn da sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat. An Deiner Stelle würde ich mir die alten neu bekleben lassen und dann nochmal probieren. Das Gedrehe ist nicht wirklich nett, weil die Achse und die Lager raus müssen, Du die Nabe schlecht spannen kannst und selbst auf einer Monsterdrehe muss der Reifen runter. Und der Ring wird dadurch schwächer. Wenn die alten Beläge nicht klemmen, könntest Du natürlich auch noch mal versuchen, diese dem Radius der Trommel passend mit eingeklebtem Schmirgel beizuschleifen.

Wenn Du auf dem Schlauch stehen solltest, ich habe noch einen Satz originale Backen, die könnte ich zum Ehrkamp oder direkt zu Rebi nach SG schleppen, so Du mir Deine originalen dann im Austausch und mir eine aufzuklebende Stärke gibst. IIRC ist die Standardbelagstärke aus Engelland 3/16", also entweder 4,5 mm oder 5 mm mit Nachbearbeitung.

Beste Grüße

Ph.
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Martin » Sonntag 15. Februar 2015, 15:15

Danke Phil. Ich hab ja jetzt originale drin und das bremste heute auch. Ich werde sie bei Bedarf neu belegen lassen.
Ich hab gerade ein Rad bei Manfred Bals, der das audrehen will für mich.
Er spannt aber über die Lager, weil er meint, über die Lagersitze sei es zu ungenau.
Ausdrehen alleine ca. 25 Euro. Ich informiere Dich über das Ergebnis.
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Gerd » Sonntag 15. Februar 2015, 16:40

Er spannt aber über die Lager, weil er meint, über die Lagersitze sei es zu ungenau.

Der weiß jedenfalls schon mal von was er redet. =D>
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Ulmer » Sonntag 15. Februar 2015, 17:31

Gerd hat geschrieben:
Er spannt aber über die Lager, weil er meint, über die Lagersitze sei es zu ungenau.

Der weiß jedenfalls schon mal von was er redet. =D>


...kann mir das mal jemand erklären, warum ist der lagersitz zu ungenau :-k ...es ist der lagersitz, allein das sollte ja schon sehr genau sein, warum soll ich da nicht spannen können?
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Wuselwahnwitz » Sonntag 15. Februar 2015, 17:37

Bestenfalls werden beide Lager eingesetzt und über die/eine Achse gespannt.
Irgendwo kann man dann noch'n Mitnehmer setzen der die Nabe/das Rad in Bewegung setzt......ausdrehen, feddich.
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon bos´n » Sonntag 15. Februar 2015, 19:01

Korrekt,Her Wu...wenn es dann "läuft"-geht´s los...
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Wuselwahnwitz » Sonntag 15. Februar 2015, 19:04

Na Herr Bos?????? Tüchtig gelben Schnee gelutscht!?? ! :mrgreen: :mrgreen:
.........ich entschuldige mich in aller Form.... ;-D ;-D
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon chinakohl » Mittwoch 25. Februar 2015, 23:00

@ Ulmer

Normalerweise hat jede Radnabe 2 Radlager - jeweils angeordnet an ihrer Stirnfläche. Die Lagerinnenringe der Radlager stützen sich gegenseitig durch eine Distanzhülse zwischen diesen Lagerinnenringen ab.
Wenn man also die Steckachse anzieht, "fixiert" man infolgedessen die beiden Lagerinnenringe mit der Radführung (Telegabel oder Hinterradschwinge). Somit wird gewährleistet, das sich die Radnabe nur mittels des Lagers dreht (und aufgrung der Lagertoleranzen eines käfiggeführten Rillenkugellagers seine entsprechende Axialkraft - hinsichtlich der Spurstabilität - übertragen werden kann).
Da die Lagersitze nicht immer passgenau mit den Lagerdistanzen sind, werden oftmals Arbeiten - die Einfluss auf die Radführungskräfte nehmen - nur unter Verwendung von neuen und passgenau eingesetzen Radlagern vorgenommen.

LoLo- Fahrwerkstechnik hat seinerzeit zum Umspeichen auf Supermoto- Felgen meiner Aprilia- Radnaben dieses auch nur ausgeführt unter Zusicherung von neuen und maßhaltig eingesetzen Radlagern vorgenommen (dafür musste ich sogar mit Unterschrift und Firmenstempel "geradestehen").

MfG
Arvid
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Martin » Donnerstag 26. Februar 2015, 07:35

Gut geschrieben Arvid, leider am Thema vorbei. Mit gutem Willen ne 5, setzen!
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Ulmer » Donnerstag 26. Februar 2015, 08:40

Martin hat geschrieben:Gut geschrieben Arvid, leider am Thema vorbei. Mit gutem Willen ne 5, setzen!


....kann ich schon mal popkorn holen?
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Martin » Donnerstag 26. Februar 2015, 11:42

Ulmer hat geschrieben:
Martin hat geschrieben:Gut geschrieben Arvid, leider am Thema vorbei. Mit gutem Willen ne 5, setzen!


....kann ich schon mal popkorn holen?

Nein. Weil zwischen Arvid und mich passt kein Stück Papier (Pergament)!
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Re: Das 8" TLS Mysterium

Beitragvon Klaus Thoms » Donnerstag 26. Februar 2015, 18:30

Ja klar , DIN A4 , quer .... :badgrin:
Gott schütze mich vor meinen Freunden , mit meinen Feinden werde ich schon allein fertig .
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