Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Gummi, Dämpfung, Stahlrohr!

Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon holsteiner » Donnerstag 14. August 2014, 09:07

Hallo Forum,
ich möchte mal meine gemachten Erfahrungen mit den schwarzen Gummidingern auf meiner Commando weitergeben.
Gekauft habe ich die Maschine mit fast neuen Avon RoadRider AM26 wobei das Hinterrad auf eine 2.50x18 Felge umgespeicht ist.
Vorne war also ein 100/90-19 und hinten ein 110/90-18 montiert.
Die Avons fallen sehr breit aus, der vordere war deutlich breiter als die angegebenen 100mm.
Als ich die Maschine bekommen habe kam sie mir sehr störrisch bis eigenwillig vor, lief Spurrillen nach und zeigte auf Flickenasphalt ein Eigenleben, welches mich an den Qualitäten der hinteren Girling Stoßdämpfer zweifeln ließ.
Zudem lag sie zwar sehr stabil in Schräglage, ließ sich auch nur unwillig korrigieren.

Ich habe dann mal den Reifendruck erheblich auf 3,5 Bar erhöht. Die Maschine wurde dadurch etwas handlicher aber die Rüttelei auf Flickenasphalt war grausam.
Über die Nasshaftung des Avon lege ich zudem mal ein Mäntelchen des Schweigens.

Meine Überlegung ging dann dahin, auf den bewährten BT45 zu wechseln. Diesen fahre ich aktuell auf meiner Guzzi V7 Sport und da bin ich mit dem Reifen hochzufrieden (bis auf den Verschleiß).

Auf meiner alten BMW R100GS habe ich aber in der Vergangenheit schon sehr gute Erfahrung mit dem Conti Trail Attack gemacht, der auf dem Hinterrad als Radialreifen (130/80R17) ausgeführt ist. Da hielt der Hinterreifen deutlich länger als der diagonal ausgeführte Vorderreifen, und das bei ausgezeichneten Nasshaftungseigenschaften.

Dann fiel mein Augenmerk auf den relativ neuen Conti Classic Attack in Radialausführung, den es netterweise schon in den Abmessungen für meine Norton gibt.
Also habe ich, obwohl der Avon noch fast volles Profil hatte, meinen Reifendealer beauftragt, mir die Reifen zu montieren.
Montag war es soweit und gestern habe ich eine ausführliche Probefahrt gemacht.
Das Fahrwerk war wie ausgewechselt.
Zunächst eine optische Begutachtung: Der vordere 100/90R19 fällt deutlich schmaler aus, er erreicht nicht mal die 100mm Breite und ist in seiner Karkasse sehr Rund ausgeführt. Dadurch kommt man auch in voller Schräglage niemals an die Grenze des Profils, da ist noch jede menge Angststreifen nach.
Der hintere 110/90R18 hingegen hat einen recht flachen Laufflächenquerschnitt, der stark an die modernen Reifen der aktuellen Superbikes erinnert. Hier fällt der Angststreifen gleich auf Anhieb sehr schmal aus. Der Vorteil hierbei ist eine recht breite Reifenaufstandsfläche (Latsch genannt) in Schräglage.
Das Ganze fühlt sich sehr gut an.
Die Maschine hat deutlich an Handlichkeit gewonnen und vermittelt mir eine enorme Sicherheit in Schräglage und das auch auf sehr schlechtem Asphalt. Nach der Fahrt gestern war das Thema Stoßdämpfer erstmal vom Tisch. Vermutlich ist die Eigendämpfung des Radialreifens dafür ausschlaggebend.
Nach wie vor bleibt eine gewisse Unruhe bei hohen Geschwindigkeiten, die aber nicht mehr durch Straßenunebenheiten ins Fahrwerk eingeleitet werden sondern eher durch den Fahrer bzw seine lose sitzende Kleidung, wenn ich den Lenker nicht allzu fest halte ist da nämlich Ruhe im Gebälk.
Zur Info: Die Isolastic ist korrekt eingestellt.

Die Norton erreicht zwar immer noch nicht die Handlichkeit der BMW R100GS und auch nicht den stöischen Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten der Guzzi, ist aber im Vergleich zu vorher mit den alten Reifen wie ausgewechselt.

Also, wer hinten ne 18" Felge montiert hatte sollte vielleicht mal das Experiment wagen.
Grüße, Detlev

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Re: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon guzzimk » Donnerstag 14. August 2014, 09:19

Hi,

danke für deine Info !
Ist der Conti im Vergleich zum BT 45 besser oder schlechter?

LG

Markus
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Re: AW: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon Stefan » Donnerstag 14. August 2014, 09:58

holsteiner hat geschrieben:Hallo Forum,
ich möchte mal meine gemachten Erfahrungen mit den schwarzen Gummidingern auf meiner Commando weitergeben.
Gekauft habe ich die Maschine mit fast neuen Avon RoadRider AM26 wobei das Hinterrad auf eine 2.50x18 Felge umgespeicht ist.
Vorne war also ein 100/90-19 und hinten ein 110/90-18 montiert.
Die Avons fallen sehr breit aus, der vordere war deutlich breiter als die angegebenen 100mm.
Als ich die Maschine bekommen habe kam sie mir sehr störrisch bis eigenwillig vor, lief Spurrillen nach und zeigte auf Flickenasphalt ein Eigenleben, welches mich an den Qualitäten der hinteren Girling Stoßdämpfer zweifeln ließ.
Zudem lag sie zwar sehr stabil in Schräglage, ließ sich auch nur unwillig korrigieren.

Ich habe dann mal den Reifendruck erheblich auf 3,5 Bar erhöht. Die Maschine wurde dadurch etwas handlicher aber die Rüttelei auf Flickenasphalt war grausam.
Über die Nasshaftung des Avon lege ich zudem mal ein Mäntelchen des Schweigens.

Meine Überlegung ging dann dahin, auf den bewährten BT45 zu wechseln. Diesen fahre ich aktuell auf meiner Guzzi V7 Sport und da bin ich mit dem Reifen hochzufrieden (bis auf den Verschleiß).

Auf meiner alten BMW R100GS habe ich aber in der Vergangenheit schon sehr gute Erfahrung mit dem Conti Trail Attack gemacht, der auf dem Hinterrad als Radialreifen (130/80R17) ausgeführt ist. Da hielt der Hinterreifen deutlich länger als der diagonal ausgeführte Vorderreifen, und das bei ausgezeichneten Nasshaftungseigenschaften.

Dann fiel mein Augenmerk auf den relativ neuen Conti Classic Attack in Radialausführung, den es netterweise schon in den Abmessungen für meine Norton gibt.
Also habe ich, obwohl der Avon noch fast volles Profil hatte, meinen Reifendealer beauftragt, mir die Reifen zu montieren.
Montag war es soweit und gestern habe ich eine ausführliche Probefahrt gemacht.
Das Fahrwerk war wie ausgewechselt.
Zunächst eine optische Begutachtung: Der vordere 100/90R19 fällt deutlich schmaler aus, er erreicht nicht mal die 100mm Breite und ist in seiner Karkasse sehr Rund ausgeführt. Dadurch kommt man auch in voller Schräglage niemals an die Grenze des Profils, da ist noch jede menge Angststreifen nach.
Der hintere 110/90R18 hingegen hat einen recht flachen Laufflächenquerschnitt, der stark an die modernen Reifen der aktuellen Superbikes erinnert. Hier fällt der Angststreifen gleich auf Anhieb sehr schmal aus. Der Vorteil hierbei ist eine recht breite Reifenaufstandsfläche (Latsch genannt) in Schräglage.
Das Ganze fühlt sich sehr gut an.
Die Maschine hat deutlich an Handlichkeit gewonnen und vermittelt mir eine enorme Sicherheit in Schräglage und das auch auf sehr schlechtem Asphalt. Nach der Fahrt gestern war das Thema Stoßdämpfer erstmal vom Tisch. Vermutlich ist die Eigendämpfung des Radialreifens dafür ausschlaggebend.
Nach wie vor bleibt eine gewisse Unruhe bei hohen Geschwindigkeiten, die aber nicht mehr durch Straßenunebenheiten ins Fahrwerk eingeleitet werden sondern eher durch den Fahrer bzw seine lose sitzende Kleidung, wenn ich den Lenker nicht allzu fest halte ist da nämlich Ruhe im Gebälk.
Zur Info: Die Isolastic ist korrekt eingestellt.

Die Norton erreicht zwar immer noch nicht die Handlichkeit der BMW R100GS und auch nicht den stöischen Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten der Guzzi, ist aber im Vergleich zu vorher mit den alten Reifen wie ausgewechselt.

Also, wer hinten ne 18" Felge montiert hatte sollte vielleicht mal das Experiment wagen.

Wie hat sich denn die Unruhe bei hohen Geschwindigkeiten bemerkbar gemacht?

Ich hab zur Zeit das Problem das die Kiste in langgezogenen Kurven anfängt hinten zu eiern. Fühlt sich an wie Hochgeschwindigkeitspendeln. Ich hatte erst den Lenkkopf im Verdacht aber mir ist aufgefallen das es Temperaturabhängig ist.

Ich hab den BT 45 drauf und meine Vermutung ist das der anfängt zu walken. Den Luftdruck hab ich schon mehrfach korrigiert. Aber es war keine große Verbesserung zu spüren.

Gruß Stefan
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Re: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon Norton » Donnerstag 14. August 2014, 11:16

Ich hab ja auf meinen beiden Federbett Nortons zwei unterschiedliche Rad/Reifenkombinationen. Atlas mit vorne 19" hinten 18" mit Michelin Pilot Aktiv. Domi mit 19/19" und Avon AM26. Die Atlas mit den Michelins fährt sich ebenfalls einfach besser, handlicher, runder. Kann dem favorisierten 19/19" nicht so recht was abgewinnen.
Den Conti hab ich neulich bei einem Bekannten in seiner Werkstatt gesehen, hat sie grade auf eine R100CS draufgezogen. Würde sich auf den Boxern ebenfalls sehr gut fahren. Was bei dem Michelin noch ein Pluspunkt ist: Kilometerleistung und Naßverhalten!

Gruß. Martin.
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Re: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon holsteiner » Donnerstag 14. August 2014, 11:38

guzzimk hat geschrieben:Hi,

danke für deine Info !
Ist der Conti im Vergleich zum BT 45 besser oder schlechter?

LG

Markus

Das kann ich noch nicht sagen weil ich den BT45 auf der Norton noch nicht gefahren habe, aber ich werde ganz sicher beim nächsten Wechsel auf der Guzzi ebenfalls Classic Attack nehmen.
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Re: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon holsteiner » Donnerstag 14. August 2014, 11:42

Norton hat geschrieben:Den Conti hab ich neulich bei einem Bekannten in seiner Werkstatt gesehen, hat sie grade auf eine R100CS draufgezogen. Würde sich auf den Boxern ebenfalls sehr gut fahren.

Ja, daher hatte ich auch zuerst von dem Reifen gehört, ein guter Freund fährt in auf einer R100RS und ist begeistert. Kein Vergleich zu Metzzeler oder Heidenau, die er vorher gefahren hatte.
Nassverhalten und Laufleistung der neuen Radialreifen ist auch überragend.
Auf meiner R100GS hält der hintere Conti Radialreifen beachtliche 11.000km, während ein BT45 nach weniger als 4.000km am Ende ist.
Grüße, Detlev

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Re: AW: Conti Classic Attack auf Commando (18

Beitragvon holsteiner » Donnerstag 14. August 2014, 11:49

Stefan hat geschrieben:Wie hat sich denn die Unruhe bei hohen Geschwindigkeiten bemerkbar gemacht?

Ich hab zur Zeit das Problem das die Kiste in langgezogenen Kurven anfängt hinten zu eiern. Fühlt sich an wie Hochgeschwindigkeitspendeln. Ich hatte erst den Lenkkopf im Verdacht aber mir ist aufgefallen das es Temperaturabhängig ist.

Ich hab den BT 45 drauf und meine Vermutung ist das der anfängt zu walken. Den Luftdruck hab ich schon mehrfach korrigiert. Aber es war keine große Verbesserung zu spüren.

Gruß Stefan

Die Unruhe rührt bei meiner Commando eindeutig von Kräften her, die ich als Fahrer in die Lenkung einleite, sei es über flatternde Klamotten oder auch Winschleppen von anderen Fahrzeugen oder auch Seitenwindeinflüssen die hier im Land zwischen den Meeren nicht selten sind.
Wie schon geschrieben, fasse ich dabei den Lenker etwas lockerer an, ist die Unruhe sofort weg.
Ich denke, dass das in der Fahrwerksgeometrie die Ursache hat, die Guzzi mit dem Tonti-Rahmen lässt sich davon überhaupt nicht beeindrucken.
Dem BT45 würde ich das nicht zuschreiben, es sei denn, er wird mit zu wenig Druck gefahren.
Es handelt sich bei dem Bridgestone um eine relativ moderne Diagonalkarkasse die definitiv mehr Druck benötigt als die althergebrachten Pneus.
Beispielsweise galten früher für die alten Metzeler oder Conti vorne 2,0 und hinten 2,2 Bar Druck als gut, bei den BT45 sollten es gerne vorne 2,5 und hinten 2,7 bzw im 2-Personenbetrieb schon 2,9 Bar sein.
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Re: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon Norton » Donnerstag 14. August 2014, 14:52

holsteiner hat geschrieben:
Norton hat geschrieben:Den Conti hab ich neulich bei einem Bekannten in seiner Werkstatt gesehen, hat sie grade auf eine R100CS draufgezogen. Würde sich auf den Boxern ebenfalls sehr gut fahren.

Ja, daher hatte ich auch zuerst von dem Reifen gehört, ein guter Freund fährt in auf einer R100RS und ist begeistert. Kein Vergleich zu Metzzeler oder Heidenau, die er vorher gefahren hatte.
Nassverhalten und Laufleistung der neuen Radialreifen ist auch überragend.
Auf meiner R100GS hält der hintere Conti Radialreifen beachtliche 11.000km, während ein BT45 nach weniger als 4.000km am Ende ist.

All die Jahre (18 Jahre!) die ich meine R100CS gehabt habe, bin ich wirklich nur die Anfangszeit Metzeler (weil sie halt drauf waren) gefahren und die Folgezeit NUR Michelin, im ganzen drei Reifengenerationen. Alles war besser, als die Metzelers, in allen Belangen. Bei Metzeler hat da wirklich keine Weiterentwicklung standgefunden. Mir ist das auch wirklich ein Rätsel, warum grade in den Boxerkreisen immer noch der Metzeler so viel gefahren wird, obwohl er schlicht und ergreifend das schlechteste ist, was es zu kaufen gibt.

Gruß. Martin.
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Re: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon holsteiner » Donnerstag 14. August 2014, 15:49

Ja, die alten Metzeler sind wirklich nix mehr wert, allerdings hat auch Metzeler, bei gleichem Profilbild, die Reifen mit einer moderneren Gummimischung, den sog. "Lasertec" auf den Markt geworfen. Sie sind dadurch deutlich besser geworden, kommen allerdings nicht an die BT45 ran.
Und über Michelins Macadam 50 rede ich nicht...grusel...
Grüße, Detlev

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Re: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon chinakohl » Donnerstag 14. August 2014, 18:21

Hallo,
da bei mir in den nächsten 12 Monaten ebenfalls die Reifenfrage bei meiner T140 auftreten wird, stelle ich mal folgenden Vergleich fest (den ich in den letzten 4 Jahren auf meiner zur Sumo umgebauten Aprilia Pegaso 650 sprichwörtlich erfahren habe).
Conti Trail Attack (als bei Kauf des Fahrzeugs montierte Bereifung) zu Bridgestone Battlax BT 45 (in Folge von mir montierte Strassenbereifung auf den Serienfelgen) geht ganz klar zugunsten der BT45 aus - obwohl der Trail Attack als Semi- Enduro Bereifung nur bedingt mit dem BT 45 als reiner Strassenreifen vergleichbar ist.
Danach (vor ca.3 Jahren) umrüstung auf 17" Sumo- Felgen mit breiteren Felgenringen als der Serienbreite (somit also auch breitere Reifen) und Montage von Pirelli Dragon Evo Pneus und in der aktuellen Saison Pirelli Diablo geht leicht zugunsten der Dragon Evo aus.
Im Vergleich zu den BT 45 liegen die Dragon Evos und die Diablos im Fahrverhalten ebenfalls vorne - ist allerdings kein refernzfähiger Vergleich da letztere beiden einen breiteren Querschnitt haben und sich das Einlenkverhalten des Fahrzeugs durch das wesentlich kleinere Vorderrad drastisch geändert hat (wesentlich leichteres Einlenkverhalten, schnellere Richtungswechsel möglich, das ganze Fahrzeug fühlt sich wesentlich "handlicher" an).
Hinsichtlich des Verschleiß gehen die Punkte ganz klar Richtung BT45.
Allerdings ist der Reifenverschleiß für mich ein unwesentliches Auswahlkriterium (direkt gefolgt von der Profiloptik).

Zugegebenermaßen würde jedoch ein Dragon Evo oder ein Diablo auf den klassischen Briten nicht eure optische Zustimmung finden (wenn ihr beim BT 45 schon Einwände habt) - sollte es diese Gummis überhaupt in den benötigten Dimensionen für die Briten geben.

Jedenfalls wäre das eine Entscheidung zwischen klassischer Optik und bereicherung/ nochmaliger Verbesserung des Fahrverhaltens. Da aber die meisten von euch die Fahrwerksgrenzen ihrer Fahrzeuge gar nicht so häufig ausreizen, wird diese Entscheidung wohl nur in Einzelfällen zu treffen sein.

MfG
Arvid
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Re: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon holsteiner » Donnerstag 14. August 2014, 19:08

Klassische Optik wäre doch wohl nur und ausschließlich mit den alten Dunlop TT100 zu erreichen. Wer will die noch fahren? :brille:
Grüße, Detlev

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Re: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon Rüdi » Donnerstag 14. August 2014, 20:41

Interessant eure Eindrücke. Überlege ja auch mir ein 2.Hinterrad mit 18 Zoll einzuspeichen (Felge und Nabe hab ich schon rum liegen) .

Ich fahr seit Jahr und Tag die Dunlops TT100 (orig. 19´ vorn und hinten) auf meiner Commando und bin nicht unzufrieden damit.
Hab aber noch keinen Vergleich, da immer nur diese gefahren. Auf ner freien Landstrasse (insbesondere "englischer" Qualität kann man damit alle male schneller fahren als es gesund ist und die Kollegen mit Duc TT2 und MG-LM1 zeigen mit öfter schon den Vogel. Ich find die Norton handlich wie ein Fahrrad und hab trotzdem am Geradeauslauf nix zu meckern, wobei jedoch so ab ca. 150 km/h meine Kupplung weg rutscht. Lediglich hab ich eine Tendenz zum Lenkerflattern um 70 km/h, weiß aber nicht ob das auf die Reifen zu schieben ist.

Bei den Stossdämpfern hinten hab ich mit den Konis einen sehr guten Eindruck.
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Re: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon JeffB » Freitag 15. August 2014, 12:03

holsteiner hat geschrieben:Klassische Optik wäre doch wohl nur und ausschließlich mit den alten Dunlop TT100 zu erreichen. Wer will die noch fahren? :brille:

Da könnte man auch sagen: Es gibt doch die moderne neue Commando / Bonneville etc), wer will den da mit der alten noch fahren?
Ja ja , die neuen Reifen können alles besser und früher sind die Jungs auch gaaanz langsam gefahren und waren nie bei Nässe unterwegs...
Also ich weiß nicht was ein moderner Reifen besser kann als ein altes Modell ausser mehr PS in Schräglage auf den Boden zu bringen.
Meine 900er Duc mit modernen Michelin fährt sich zwar super aber das tat meine A65 mit AVON Speedmaster / SM genau so - auch bei Nässe.
Da gibt es in punkto Haftung und Fahrverhalten keine Unterschiede. Die schlechten Erfahrungen die manche hatten waren bestimmt uralten NOS Schlappen geschuldet.
-Jetzt bitte: Hammer auspacken :steinigung:
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Re: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon jan » Freitag 15. August 2014, 12:26

Ich rutsche ja auch immer auf irgendwelchen Reifen herum, die eigentlich nicht mehr "state of the art" sind. Aber da ich, jedenfalls mit den alten Engländerinnen, ganz bestimmt nicht zur schnellen Truppe gehöre, bin ich mit meinen AVONs und Heidenaus bisher sehr gut zurechtgekommen.

Trotzdem - ein BT45 hätte mich in der Vergangenheit schon in Versuchung führen können - wäre er denn in 4.00 x 19 verfügbar. Nun gibt es den Conti Classic Attack für hinten in 110/85 x 19; das wäre vielleicht bei nächster Gelegenheit einen Versuch wert. Oder ist ein 85er Niederquerschnitt schon zu krass?
Der Reifen kommt mit seinem Profil ja schon ziemlich modern rüber... wäre in jedem Falle (optisch) gewöhnungsbedürftig.

Und dann müsste natürlich der 110er auch hinten in die Schwinge passen - aber da ist bei den Matchies auch bei einem 4.00er durchaus noch Luft für mehr. Falls also jemand bereits einschlägige Erfahrungen (auf AJS/M) gemacht hat, bitte teilen!

Danke & Gruß, Jan
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Re: Conti Classic Attack auf Commando (18" hinten)

Beitragvon Heyco » Freitag 15. August 2014, 13:58

Ein 4.00 entspricht, meiner Erfahrung nach, einem 120er (frag mich nicht warum das so ist), somit sollte der 110er locker passen.
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