Umgebaute Vorderradbremse G15

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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon Tim » Freitag 25. Dezember 2015, 12:01

ekkeneckepen hat geschrieben:.... aber mehr als 1g Bremsverzögerung?


Es ging um Ludwigs Annahme "maximal mögliche Verzögerung (1g)", die ist flasch. Es gibt keine Maximalgrenze von "1" beim Reibwert, das ist ein unausrottbarer Irrglaube.

Und mehr als 1g Längsbeschleunigung sind durchaus möglich, das kommt darauf an, was die Bremse leisten kann und was auf der anderen Seite gegenhält. Ein üblicher Auslegungsfall ist das Bremsen über einen Bahnübergang, durch die Störkanten treten da kurzezeitig Spitzenwerte weit über 1g auf. Und die Versagensrechnung muss eben diese Spitzen auch berücksichtigen, es ist egal, wenn etwas zu 99,99% funktioniert. Es gibt für solche Rechnungen Vorgaben - wie die aussehen, ist durchaus im Ermessensspielraum des Prüfers - und entweder werden die erfüllt oder eben nicht.

Tsät wos mei poignt.



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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon Martin » Freitag 25. Dezember 2015, 14:39

Wieviel Gramm Bremsverzögerung hat das denn nu... :gruebel:
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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon Öko » Freitag 25. Dezember 2015, 15:58

Die simplexbremsen der Emmen hatten auch nur 110-135kg verzögern brauchen. Moderne Kfz schmeißen effektiv mit bis zu 8 m/s2 den Anker.. Da fällt fast das Gebiss raus, wenn man im Gurt hängt.
Ab Anfang 2002 lag die mindestabbremsung bei Krädern über 250ccm bei 2,5m/s2, zur kba Erteilung, davor bei 1,5m/s2, was ne gute Trommelbremse packen sollte, man kann zudem einiges optimieren b
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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon Domi-650SS » Freitag 25. Dezember 2015, 17:16

Öko hat geschrieben:«Emmen»

Wasch daas?

…8 m/s2…

Meinst Du mal 2 oder 2. Potenz? Etwa so 8m/s² :-k

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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon Martin » Freitag 25. Dezember 2015, 19:17

Domi-650SS hat geschrieben:
Öko hat geschrieben:«Emmen»

Wasch daas?

Fritz

Eine liebevolle deutsche Bezeichnung für MZs :-)
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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon jan » Freitag 25. Dezember 2015, 20:02

Tim hat geschrieben:
ekkeneckepen hat geschrieben:.... aber mehr als 1g Bremsverzögerung?

Es ging um Ludwigs Annahme "maximal mögliche Verzögerung (1g)", die ist flasch. Es gibt keine Maximalgrenze von "1" beim Reibwert, das ist ein unausrottbarer Irrglaube.

Und mehr als 1g Längsbeschleunigung sind durchaus möglich, das kommt darauf an, was die Bremse leisten kann und was auf der anderen Seite gegenhält. Ein üblicher Auslegungsfall ist das Bremsen über einen Bahnübergang, durch die Störkanten treten da kurzezeitig Spitzenwerte weit über 1g auf.

1 g = 9,81 m/s², glaube ich mich zu erinnern. Gibt´s auch mit negativem Vorzeichen, dann handelt es sich um negative Beschleunigung, vulgo Verzögerung. Werte > 1 kriegt man durch gute Bremsen in Verbindung mit guten Reifen in Verbindung mit guten Fahrbahnbelägen hin (Verzahnungseffekt oder so... ). Angelesenes Halbwissen vom kleinen Jan...
:steinigung:
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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon Tim » Freitag 25. Dezember 2015, 22:55

jan hat geschrieben:Werte > 1 kriegt man durch gute Bremsen in Verbindung mit guten Reifen in Verbindung mit guten Fahrbahnbelägen hin (Verzahnungseffekt oder so... ).


Erhöh' die Normalkraft mit ein paar umgedrehten Flügel mit Bodeneffekt und wir reden über Werte weit über 5g..... :pfeiffen:

Alternativ könnte man auch Fahrbahn und Reifen vernickeln. :facepalm2:

:roll: :mrgreen:



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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon Öko » Samstag 26. Dezember 2015, 11:23

Domi-650SS hat geschrieben:
Öko hat geschrieben:«Emmen»

Wasch daas?

…8 m/s2…

Meinst Du mal 2 oder 2. Potenz? Etwa so 8m/s² :-k

Fritz


Ja, hatte ich nicht auf der Handytastatur verfügbar....das drückt einem bei ner Gefahrenbremsung heftig böse in den Gurt und aus dem Sitz, ob wohl der Gurt auch etwas angezogen wird.
Mit frischen, griffigen Pellen und einem hervorragenden Fahrwerk bekommt man auch nen alten Trommel gebremsten Bock passabel zum verzögern....nicht gerade ein Stoppie.... :mrgreen:
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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon jan » Samstag 26. Dezember 2015, 21:54

Tim hat geschrieben:
jan hat geschrieben:Werte > 1 kriegt man durch gute Bremsen in Verbindung mit guten Reifen in Verbindung mit guten Fahrbahnbelägen hin (Verzahnungseffekt oder so... ).

Erhöh' die Normalkraft mit ein paar umgedrehten Flügel mit Bodeneffekt und wir reden über Werte weit über 5g..... :pfeiffen:

Boah ey, echt jetzt?!!! :surpris:
Das hatte ich jetzt ehrlich gesagt nicht auf dem Schirm. Jedenfalls nicht, was das Bremsen betrifft.
Dass der Ground effect abartige Querbeschleunigungen bzw. Kurvengeschwindigkeiten ermöglicht, wurde ja spätestens in der 78er Saison mit Mario Andretti und Ronnie Peterson überdeutlich.
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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon ekkeneckepen » Montag 28. Dezember 2015, 17:48

Das ist doch alles eine nutzlose Diskussion, wenn sich das Motorrad längst überschlagen hat und ihr auf dem Pinsel liegt - oder?
Aber auch Verzögerungen von unter 1g reichen wohl um die erwähnten 1/4" Bolzen abzuscheeren.

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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon Tim » Montag 28. Dezember 2015, 19:25

ekkeneckepen hat geschrieben:Das ist doch alles eine nutzlose Diskussion, wenn sich das Motorrad längst überschlagen hat und ihr auf dem Pinsel liegt - oder?


Nein, es geht wie gesagt nur um Maximalwerte, die können auch nur sehr kurz auftreten. Da fliegt noch lange nix, trotzdem möchte der Prüfer da was gerechnet sehen.


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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon jan » Mittwoch 30. Dezember 2015, 15:45

ekkeneckepen hat geschrieben:Das ist doch alles eine nutzlose Diskussion

Jens, daran musst Du Dich hier - viel eher noch als im Jampot-Forum - gewöhnen: Hier werden praktisch nur nutzlose Diskussionen geführt. :mrgreen:

Aber selbst die dienen meistens noch der Allgemeinbildung, der moralischen Erbauung und nicht zuletzt der Unterhaltung. :wink:

Cheers, Jan
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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon Norton » Mittwoch 30. Dezember 2015, 17:16

ekkeneckepen hat geschrieben:Das ist doch alles eine nutzlose Diskussion, wenn sich das Motorrad längst überschlagen hat und ihr auf dem Pinsel liegt - oder?
Aber auch Verzögerungen von unter 1g reichen wohl um die erwähnten 1/4" Bolzen abzuscheeren.

Noch zu den "Emmen", es gilt frei nach Einstein : E = MZ²

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Jetzt versuche ich mal was nicht nutzloses beizutragen.
Wenn es nun um die 230er Doppelduplexgabelknickvorrichtung geht, die nicht weiß, wo sie ihr Moment abstützen soll, dann wäre mein Vorschlag zwei Platten anzufertigen, die sowohl die beiden oberen Schraubpunkte, als auch die Steckachse als Befestigungspunkte nutzen. Quasi fast so lang wie die beiden Gleitrohre mit je einem Ausleger zum Anschraubpunkt der Bremsankerplatten, einer Bohrung für die Steckachse unten und zwei Bohrungen für die beiden Schraubpunkte oben und man hat die stabile Steckachse mit ins Boot geholt.
Wenn das bei richtiger Auslegung nicht hält, was dann?
Nur so als Denkansatz.
Wenn das nun noch eine einseitige Bremse wäre und mit Bremsankerplatte auch noch auf der gleichen Seite, wie die originale Lösung, dann könnte man sogar den originalen Anguß am Gleitrohr noch mit nutzen.

Gruß. Martin.
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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon Tim » Mittwoch 30. Dezember 2015, 17:55

Norton hat geschrieben:..... und man hat die stabile Steckachse mit ins Boot geholt.


Das ändert an der Kraft, die oben an den kritischen 1/4"-Bolzen abzustützen ist, genau nix - die Bremsankerplatten stützen sich ja selbst auf dieser Achse ab.



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Re: Umgebaute Vorderradbremse G15

Beitragvon holsteiner » Mittwoch 30. Dezember 2015, 17:57

Öhmm, was soll denn die Vorderachse in dem Verbund bringen?
Die Bremsankerplatte rotiert doch um die Achse (wenn man sie ließe), also kann die Achse keine Kräfte übernehmen sondern höchstens führen.
Grüße, Detlev

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