Reifendiskussion 3.0 Commando

Gummi, Dämpfung, Stahlrohr!

Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon Daniel » Freitag 24. Juli 2020, 08:52

Moin!

In einem anderen thread hatte ich geschrieben dass die Heidenau K34 sehr ordentlich funktionieren und für mittelschwere Motorräder (in meinem Fall die Vorkriegs-R51 und die 49er T100) meiner Meinung nach ideal wären.

Die Conti Road/Classic Attack sind aber ne ganze andere Liga, die fahre ich auf der Guzzi, der Commando und auf der Renn-2V BMW. In klassischen Grössen gibt es nichts besseres, nicht umsonst haben bei unserer Grab-The-Flag Rennserie praktisch alle die in den 750er Klassen und drüber fahren auf die Conti's umgerüstet.

Rundenzeiten sind teilweise um 2 Sekunden runtergegangen - bei einer Rundenzeit von ca 1.50 ist das schon krass..die vorherige Referenz war der Bridgestone BT45, heute als BT46 immer noch ein guter Reifen aber eben im Vergleich zum Conti um einiges drunter.

Der Grip vom Conti im Trockenen sowie im Nassen ist einfach überragend, die Präzision, die Eigendämpfung, die Berechenbarkeit im Grenzbereich, das alles ist ne Klasse für sich..

Und nö, weder arbeite ich für Conti noch hab ich Aktien da oder sonst was..

Schöne Grüsse,

Daniel
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon Uli » Freitag 24. Juli 2020, 09:36

...und man sollte (zumindest als Schwabe) nicht vergessen, dass der Conti, abseits vom Rennbetrieb, etwa doppelt so viele Meilen macht wie der BT45 seligen Angedenkens. :schlaumeier:

Ich mag ihn.
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon Maulwurf » Freitag 24. Juli 2020, 10:00

Ich habe befürchtet, dass ihr sowas schreibt...

Bleibt für mich nur die Frage, ob die Variante 100/90 auf der WM2-Felge funktioniert, da Conti ja als kleinste Felge die 2.15er vorgibt. Aber vielleicht muss ich ja auch einfach der erste sein, der so illegalen Quatsch ausprobiert.

Gruß,
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon Uli » Freitag 24. Juli 2020, 10:53

Man muss nicht illegal bleiben.

Da gibt es Bewährungshelfer, die einen aus der Misere führen können.
Leider nicht beider Caritas (das wäre billiger); die Organisationen haben meist drei Großbuchstaben im Logo und freuen sich,
wenn sie jemanden (gegen einen angemessenen Obolus) wieder auf den Pfad der Tugend führen können... :mrgreen:
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon Maulwurf » Freitag 24. Juli 2020, 13:15

Moin Uli,

hm. Organisation mit 3 Buchstaben, viel Geld (womöglich im Aktenkoffer nachts auf einem Parkplatz überreicht) für eine zweifelhafte Dienstleistung? Du meinst doch jetzt hoffentlich nicht die CDU?

:mrgreen:

Gruß,
Markus
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon beaufort » Freitag 24. Juli 2020, 13:20

Maulwurf hat geschrieben:Ich habe befürchtet, dass ihr sowas schreibt...
Aber vielleicht muss ich ja auch einfach der erste sein, der so illegalen Quatsch ausprobiert.

Nö, Markus der erste bist Du bestimmt nicht. Hab mich aber bisher aus der Diskussion rausgehalten weil ich einfach zu wenige Meilen mit den CA gefahren bin. Allerdings war der Unterschied zu meiner vorherigen Bereifung (TT 100) so eklatant, dass ich dachte ich hätte ein anderes Mopped!
So wie ich Dich kennengelernt habe probierst Du‘s sowieso aus ;-)
Gruß, Klaus
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon Maulwurf » Freitag 24. Juli 2020, 13:41

Moin Klaus,

so sieht's aus! Vermute, dass du mich erkannt und durchschaut hast: Zu allem bereit, zu nix zu gebrauchen, dabei aber latent fröhlich. :mrgreen:

Entschuldige, wenn ich penetrant wirke: Fand dein Test mit den 1.85er WM2-Felgen statt?

Gruß,
Markus
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon beaufort » Freitag 24. Juli 2020, 17:21

So isses.
Viel Spass!!
Gruß, Klaus
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon Norton » Freitag 24. Juli 2020, 18:30

Auch Avon schreibt für den 100er mindestens 2.15" vor.
Auf Anfrage geben sie sich aber wohl doch mit der 1.85" zufrieden.
Vor einiger Zeit hab ich meinen Domi zum tüven in eine befreundete Werkstatt gegeben. Dem Prüfer (Tüv) fielen die 90/100er Reifen auf. Der hat dann Rücksprache mit Avon/Deutschland gehalten und ohne Palaver den 90/90 vorne und den 100/90 hinten auf den 1.85er Felgen eingetragen.
Verstehe gar nicht, dass so viele Leute auf den TÜV schimpfen.

Gruss. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon jan » Sonntag 26. Juli 2020, 21:39

Als Norbert seinen R60/5-Thread eröffnete und ich daraufhin den alten BMW-Prospekt rauskramte, fiel mir auf, dass an der /5 seinerzeit wohl auch hinten (4.00x18) eine 1.85er Felge (WM 2) verwendet wurde. Sieht man bei genauem Hinschauen auch auf einem der von mir dort geposteten Fotos.

Neulich hatte ich auch das von mir feilgebotene Vorderrad in der Hand, die 1.85er Felge hat über die Felgenränder gemessen eine Breite von ca. 70 mm, an der Innenseite der Felgenränder noch ziemlich genau 2 Zoll Innenbreite.

Mein Rückschluss aus all dem also: 4" bzw. 100 mm Reifenbreite und 1.85er Felgen scheinen einander nicht grundsätzlich gegenseitig auszuschließen.

Keine Ahnung, ob´s weiterhilft - ich wollte nur mal meine Erkenntnisse teilen... :wink:
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon Phil » Sonntag 26. Juli 2020, 22:05

Na ja, die 1.85-Felge ist schon grenzwertig für einen 4.00-Reifen.

Wenn der geneigte Foristo eine Argumentationshilfe für den Tüffie brauchst, die SR500 hatte auch einen 4.00-Hinterrreifen auf einer 1.85-Felge, IIRC war das bei der 2J4 mit den Speichenfelgen der Fall.

Grüße

Ph.
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon Gerd » Freitag 27. November 2020, 07:39

Früher stand ja noch in den Papieren: Mindestgröße der Bereifung. Wann hat sich das eigentlich geändert? :gruebel:
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon Burkard » Dienstag 5. Januar 2021, 18:20

Hallo zusammen,
erstmal ein gutes, besonders gesundes Jahr 2021,
Will mal den Reifen Tread für Commando wieder aufmachen und meine Erfahrungen mit Reifen für div. Motorräder mitteilen.
Fahre seit über 33 Jahren meine 850er Commando Mk2 und seit 10 Jahren Mk3.
Die MK2 als Solo Motorrad mit Höcker und zurückverlegten Fußrasten und die MK3 für 2 Personen mit Koffer.
Vor 33 Jahren angefangen mit TT100, dann seit vielen Jahren mit dem Avon Roadrider Mk2.
Damit bin ich auf der Straße relativ zufrieden.
Habe vor 2 Jahren dann meine Königswellen Ducatis mit dem Conti Road und Classic Attak ausgerüstet. Und siehe da ,ein komplett anderes Fahrverhalten. Wesentlich handlicher, Spurstabiler und leichter einlenkbar. Absolut begeistert.
Ducatis wollen ja sonst immer nur gerade aus. Jetzt sind die wesentlich leichter zu fahren und man muss nicht mehr so arbeiten.
Dann mit der Begeisterung sofort für meine BMW R 100RS und für meine Mk3, Contis bestellt und montiert.
Dann kam die Enttäuschung.
BMW geht so. Aber mit 2 Personen und Gebäck kippeliger und auf der Autobahn ab 130 nicht mehr zu fahren. Fängt dann mit 2 Personen und Gebäck stark zu pendeln an. Muss zwar da das Fahrwerk mal komplett machen, aber so etxtrem war das mit dem BT45 nicht.
Besonders durch Spurillen über 120 nicht mehr zu fahren.
Bei der MK3 ist das ganze noch viel schlechter.
Sieht erstmal extrem Schei.....e aus. Man könnte meinen man will damit den Teer aufschneiden so schmal sind die.
Außerdem reagiert das Motorrad bei jedem kleinsten Lenkimpuls. Damit ist keine vernünftige saubere Linie mehr zu fahren. Das ganze liegt daran das die Felgen viel zu schmal sind und der Reifen dadurch extrem rund gezogen werden. Da fährt sich das ganze wie aufs Messers Schneide.
Für Motorräder die nicht so handlich sind kann man mit dem Conti viel verbessern. Bei der Commando, die von Haus aus sowieso handlich ist, müsste man dann auf mind. eine 2,15er Felge (wie Ducatis) oder besser noch eine 2,5 er umrüsten.
Im Conti Datenblatt ist für den 100/90er Reifen eine mind 2,15er Felge besser sogar eine 2,5er Felge angegeben.
Da ich die Räder aber mit anderen Felgen nicht umrüsten will, werde ich übern Winter die BMW auf BT 46 und die Commando auf die Avons umrüsten.
Für meine Rob North Triumph habe ich die Räder mit den Felgen vorne 2,5er und hinten 3,0er machen lassen. Da kommen jetzt die Conti Road Attak 3 CR mit der Größe vorne 100/90 und hinten 130/80 drauf.
Diese Kombi sollte eigentlich super sein. Damit sind ja viele auch auf der Rennstrecke unterwegs.
Werde im Sommer mal berichten wie sich dann das ganze fährt.
Als Fazit kann man sagen der Conti ist, mit den dementsprechenden breiten Felgen, super. Sind die Felgen aber zu schmal wird das ganze bei schon handliche Motorräder sehr kippelig und man kann dann auch die ganze Reifenbreite nicht nutzen.
Da ich auf der Straße, mit zunehmenden Alter, eh nicht mehr auf der letzen Rille fahre, reicht mir der Avon bei den Nortons völlig aus.
Wer fährt denn den TT 100 noch oder wieder. Früher war der ja im Nassen eine Katastrophe. Soll jetzt aber eine wesentlich bessere Mischung haben. Möchte den Versuch aber nicht starten da ich der Meinung bin das genau an der Stelle an der man Gummi braucht, nichts ist.
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon Uli » Dienstag 5. Januar 2021, 20:16

Hmm, :-k
Ich habe schön langsam den Eindruck, das am Fahrwerk meiner MK3 etwas eklatant daneben sein muss.
So wie schon weder ein von mehreren kompetenten Seiten empfohlener Lenkungsdämpfer noch ein hochmodernes Isolastik-Headsteady etwas am Fahrverhalten verbessert hat, fährt meine auch mit den Contis stoisch geradeaus und durch Kurven jedweder Coleur. Handlich, wenn es eng wird, stabil, wenn es schnell wird.
Was könte da kaputt sein?
Ich bitte um Hilfe, ich bin ratlos... :nixweiss:

Möglicherweise liegt es daran, das hinten ein 110/90-18 auf einer 2.50-18-Felge montiert ist?
Was ja laut Aussage maßgeblicher Markenvertreter überhaupt nicht geht?

Warum sind die Erfahrungen mit ein und denselben Reifen so verschieden?
Das grenzt ja schon an Öldiskussionen... :roll:
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Re: Reifendiskussion 3.0 Commando

Beitragvon Sarge » Dienstag 5. Januar 2021, 23:33

Ich hatte die TT100 auf WM2, recht alter Gummi dazu und ein kehriger Höhenschlag im VR, war richtiger shit. Vor kurzem nun hab ich nun meine neuen 2,15" Speichenräder beim Sedlbauer, mit Avon Roadrider MK2 (wohl neues Model) 100/90 abgeholt. Sollte Rudi es bis zur Salzfreien Zeit schaffen, meinen völlig vermurksten Motor zum laufen zu bringen, bin ich ja mal auf ganz neue Fahrgefühle gespannt.
@Uli: Kannst dann gerne mal auf ner Runde durch die Wälder testen und mir deine Meinung dazu sagen. Hab nach unserer letzten Ausfahrt mein Mopped gleich nach Althegnenberg, was kein Fehler war, wie sich herausstellte.
Gruß Sarge
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