fette Batterie

+ an Masse? Hier alles zu Elektrik und falsch fließendem Strom

fette Batterie

Beitragvon Oliver » Sonntag 17. September 2017, 18:28

Ich bin gerade etwas ratlos. Ich hab meine AT mit in die Reha genommen. Letzte Woche habe ich noch eine wunderbare Tour Richtung Weser unternommen. Alles prima. Einen Tag später wollte ich wieder eine Runde fahren, aber der Bock sprang nicht mehr an. Anlasser muckt, dreht aber nicht durch. Jetzt hab ich mir mein CTEK-Ladegerät mitbringen lassen und wollte die Batterie heute mal laden.

Auf dem Bild erkennt man es nicht, aber die Batterie hat einen fetten Bauch und wirft rundum Beulen. Ich bekomme sie im Moment nicht raus. :shock:

Bild


Also irgendwie werde ich sie schon noch rausbekommen. Ich werde mir in der Anstaltküche mal ein elektrisches Fleischmesser holen und sie auf ein vernünftiges Maß zurechtschneiden. Aber was ist mit dem Ding passiert? Die AT hat nie irgendwelche Mucken beim Starten gemacht. Warum ist die Batterie plötzlich inne Fritten und so aufgebläht?
Kann ich bedenkenlos eine neue Batterie einbauen, oder ist da irgendwas an der Elektrik zu überprüfen?

Danke und beste Grüße

Oliver
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Re: fette Batterie

Beitragvon holsteiner » Sonntag 17. September 2017, 18:39

Überprüfe auf jeden Fall mal die Ladespannung bei mehr als 3000/min. Wenn das dauerhaft mehr als 14,4 Volt sind wäre es kein Wunder, wenn die Batterie dicke Backen macht.
Eine Blei/Säure Batterie ist da etwas toleranter, da sie dann halt kocht und das Wasser dabei die Zellen unbeschadet verlässt.
Wenn es mehr als 14,4 Volt sind, solltest Du den Limaregler erneuern.
Grüße, Detlev

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Re: fette Batterie

Beitragvon Öko » Sonntag 17. September 2017, 18:44

Das passiert täglich bei der immer kürzer werdenden Haltbarkeit der Akkus...kannst teure nehmen oder billige wie hier verbaut.
Neue Markenakku befüllen, ne Stunde ausgasen lassen, voll laden mit dem CETK...dann erst Lastbeanspruchung...Ladespannung des Krad messen...schau dir die drei Kontakte vom Limastecker zum Regler an...sollten nicht ansatzweise vergammelt oder gar angeschmort sein.

Den Akku bekommst schon raus...Spüli rings herum...WD40...oder ähnliches.
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Re: fette Batterie

Beitragvon AHO » Sonntag 17. September 2017, 18:47

Jupp, Regler auf jeden Fall prüfen. Der ist das einzige echte "Problem" bei der AT, manche Baujahre evtl. noch die Benzinpumpe. Ich hatte Glück, bei mir hat der Regler nicht mehr genug Spannung weitergegeben (2 x in 300.000 Km, das relativiert das Problem wieder :wink: ), Überspannung kommt aber auch vor, das kann, neben der Batterie, auch weitere Bauteile killen.

Gruß
Andreas
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Re: fette Batterie

Beitragvon Oliver » Sonntag 17. September 2017, 19:02

Dank euch. :halloatall:

Das Moped steht hier in der Tiefgarage der Klinik und ich hab nur ein wenig Bordwerkzeug dabei. Ich werde wohl eine neue Batterie einbauen und dann die 180 km nach Hause fahren. Wird schon gut gehen. Muß. Um den Rest kümmere ich mich dann zu Hause. Für weitere Reparaturen fehlt mir hier leider das Equipment.

Beste Grüße

Oliver
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Re: fette Batterie

Beitragvon Nörtn ut stall » Sonntag 17. September 2017, 19:52

Ladeschlussspannung bei Gelbatterien = 2,3 V pro Zelle oder irre ich da ?
Also bei 14,4 V macht ne Gel-Batterie jdfs. irgendwann dicke Backen; kannst dann wegschmeißen.
Wahrscheinlich liegt es am Regler ...

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Re: fette Batterie

Beitragvon Oliver » Montag 18. September 2017, 19:03

Morgen suche ich mir hier mal einen Händler und bestelle eine Batterie. Vermutlich ist die Frage nach der Richtigen so beliebt, wie die Frage nach dem richtigen Öl. Ich frage trotzdem mal: Ist so eine Gel-Batterie überhaupt empfehlenswert, oder nehme ich besser eine konventionelle und befülle selbst? :nixweiss:
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Re: fette Batterie

Beitragvon holsteiner » Montag 18. September 2017, 19:12

Die konventionelle kann zumindest nicht aufblähen und Wasserverlust kannst Du dann selber ausgleichen.
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Re: fette Batterie

Beitragvon Oliver » Montag 18. September 2017, 19:25

Leuchtet ein. O:)

Und unter normalen Umständen? Ich habe sonst in keinem Moped eine Gel-Batterie verbaut.
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Re: fette Batterie

Beitragvon holsteiner » Montag 18. September 2017, 19:36

Ich habe, im Gegensatz zu Dir, nur Gel bzw. LiFePO4 verbaut.
Grüße, Detlev

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Re: fette Batterie

Beitragvon Nörtn ut stall » Montag 18. September 2017, 19:44

Gel Batterien haben den Vorteil, dass sie dir nicht - wie Säurebatterien - das Moped volljauchen (Alu/Lack); insbesondere wenn der Regler eine zu hohe Ladespannung raushaut.

Ich hatte bei meiner Einzylinder-Rennsemmel genau das Problem. Mit einem einstellbaren Regler und einer Gel Batterie ist jetzt alles im grünen Bereich. Eingestellt habe ich sie auf 6,9 V mit Licht an und 3000 Touren.

So ne Säureschleuder kommt mir nicht wieder ans Moped ! [carton]

Gibt es eigentlich einstellbare Regler für 12 Volt ? :roll:

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Re: fette Batterie

Beitragvon Öko » Montag 18. September 2017, 19:55

Jo gibt es...E-Profis können diese benennen...
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Re: fette Batterie

Beitragvon chinakohl » Dienstag 19. September 2017, 08:10

Moin,
Regler inne Fritten!!!
...... oder fehlendes Massepotential (Masseanschlüsse am Regler oder Fahrzeugrahmen korrodiert? Dann Übergangswiderstand zu hoch).

Gleichrichter/ Regler mit einstellbarer Ladespannung?

https://elektronik-sachse.de/shopsystem ... -reg3.html


Erzähl mir jetzt bitte keiner was über fehlenden Support ............. wer braucht denn bei 5 oder 6 Kabeln eine technische Unterstützung?
Mal abgesehen davon ist da auch ein elektrischer Anschlussplan dabei - und dieser sogar mit den entsprechenden Kabelfarben.
Ich fühl`mich wie ein Gallier ........ umgeben von Weißnix, Kannnix und Machtnix
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Re: fette Batterie

Beitragvon Ralph G.Wilhelm » Dienstag 19. September 2017, 08:39

Die "Blaue" ist eine sehr gute Batterie.Hatte ich jahrelang in der T160.
Sie starb dann plötzlich, ich habe sie durch das gleiche Produkt ersetzt.
ist jetzt schwarz :wink:
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Re: fette Batterie

Beitragvon Oliver » Dienstag 19. September 2017, 08:53

Nochmal kurz nachgehakt ...

Bekanntermaßen bin ich ja nicht der Elektrolurch und tu mich mit dem Verständnis von solchen Dingen schwer. O:)

Das Moped hat mir ein Freund auf dem Anhänger in die Klinik gebracht. Weil es ihm zu lästig war die 240 kg aus der Garage (bergan) und auf den Anhänger zu schieben, hat er das Moped gefahren. So weit, so gut. Er meinte allerdings, daß es sehr schlecht ansprang und er sehr lange orgeln musste. Was er nicht wusste, das Moped hat einen Chokezug ohne dessen Betätigung es nicht anspringt. Irgendwie hat er das Moped dann doch nach unzähligen Versuchen ans Laufen gebracht. Kann es sein, daß die Batterie bei dieser Aktion Schaden genommen hat? :nixweiss:

Als ich das Moped dann hier hatte, sprang es zwar sofort an und die Ausfahrt verlief völlig problemlos, aber am nächsten Tag war dann Essig.
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