Gel-Batterie

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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Towner » Freitag 21. September 2012, 11:23

Hallo,

die Gelbatterie braucht keine spezielle Ladespannung reagiert aber empfindlicher als (nasse) Bleisäurebatterien bei zu hoher Spannung oder auch zu schnellem Laden. Das Ladegerät sollte für Gelbatterien geeignet sein. Möglicherweise kann sie schon dadurch kaputt gegangen sein. Zu hohe Spannung ist natürlich auch für (nasse) Bleisäurebatterien schädlich. Die fangen irgendwann an zu kochen und platzen dann, was auch eine schöne Sauerei ist, vor allem im eingebauten Zustand. Wenn man es rechtzeitig merkt, kann man die Batterie noch retten.
Der Vorteil der Gelbatterien ist, dass sie sich nicht so schnell entladen, länger halten und man hat nicht die Sauerei mit dem Einfüllen der Säure. Wenn man regelmäßig fährt, sollte die Gelbatterie 3 Monate Standzeit ohne Nachladen überstehen. Wie lange und wie oft das geht ohne nachzuladen hängt wahrscheinlich von der Qualität ab. Ich denke aber midnestens 3 Jahre. (Nasse) Bleisäurebatterien, die nicht an ein Frischehaltegerät gehangen werden und nur im Frühjahr geladen werden, sind i.d.R nach 3 Jahren hin.
Ich habe die Podtronic-Box eingebaut. Da habe ich sehr gute Erfahrungen mit und wird von Norton Motors vertrieben. Die ist relativ klein. Ich hab die von hinten auf den Luftfilterkasten geschraubt, direkt neben der Batterie. Anschluss ist denkbar einfach, 3 Phasen rein, 2 Kabel raus für die Batterie.

Das ist m.E. das beste Ladegerät für Motorradbatterien:
http://www.ctek.com/de/de/chargers/XS%200.8
Auszug aus der Bedienungsanleitung: Batterietypen: Alle Typen von 12V-Blei-Säure-Batterien (nass, wartungsfrei, Ca/Ca, AGM und Gel)

Gruß
Ralf

Edit: Für den Preis einer Gelbatterie bekommst Du schon dei Podtronic-Box
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Norton » Freitag 21. September 2012, 15:15

Die beiden Gel-Batterien von der Yamaha meiner Freundin und meiner Ducati (Hawker) hänge ich den Winter über ein paar mal für ein paar Stunden an dies hier:
http://www.louis.de/_10544f3e7d9c707f0c ... r=10003613
Ein ganz normales, kleines Ladegerät von Louis.
Und im Frühjahr sind die Batterien fit.

Mit einem überdimensionierten Ladegerät mit zuviel LadeSPANNUNG und tagelangem dran hängen lassen, bekommt man jede Batterie trocken.

Wenn der Joe Seifert den Podtronic verkauft, wird der schon was taugen. Wie gesagt, japanische Regler gehen auch.

Gruß. Martin.
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Tim » Freitag 21. September 2012, 15:47

Norton hat geschrieben:Wenn der Joe Seifert den Podtronic verkauft, wird der schon was taugen.


Der Seifert oder der Regler? :-k :mrgreen:

Wie gesagt, japanische Regler gehen auch.


Der Podtronic sieht mir verdächtig nach einem "japanischen" Regler aus, genau wie der Sparx. Die fallen vermutlich alle vom selben LKW mit thailändischen, vietnamesischen, indischen... Kennzeichen.

Ich hatte mal einen LS650-Regler, der sah haargenau so aus wie der Sparx. Vermutlich ist das Suzi-Teil höherwertiger - AFAIR hat den mal der André abgestaubt.


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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Wiener Wilhelm » Freitag 21. September 2012, 16:09

Ich würde folgendes machen...ICH:

1) Louis, Procharger S, € 19,99 (€17,99 Angebot) schaltet auf Erhaltungsladung, meiner ladet dann mit deutlich unter 14 Volt,
2) http://www.reichelt.de, Blei-Vliesakku 12Volt 18 Ah, € 35,95 oder einen kleineren aussuchen, wenn der zu gross ist.
oder Blei-Vlies oder Blei-Gel in Google eingeben, gibt mehrere Lieferanten,
z.B. http://www.online-batterien.de (€28,55) aber leider gerade nicht lieferbar. Die hab ich in den 1100 Gs'sen und 1000er Guzz, tadellos. (oder Rotek z.B.)
Im Herbst voll abstellen, ohne Laden im Frühjahr tadelloser Start. (Ungeheizte Werkstatt)

Zu Reglern kann ich keinen Tipp geben, hatte noch nie Probleme. (Meine Engländer hatten alle Gleichstrom-Limas)
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Towner » Freitag 21. September 2012, 16:45

Hallo,

mit dem Louis-Ladergerät habe ich schon Pech gehabt. Da ist eins kaputt gegangen.
Hier ist das Ctek nur ein paar Euro teuerer als das von Louis:
http://www.amazon.de/CTEK-XS-0-8-Batter ... B00441M10I

Meine Batterie ist DIN51411 oder 14L-A2:
Nass ca. 35€
Gel ca. 65€
Die hab ich bei einem KFz-Teile-Fritze bei uns um die Ecke geholt. Der nimmt auch die alte an.

Gruß
Ralf
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Wiener Wilhelm » Samstag 22. September 2012, 06:58

Hast gewonnen, ich resigniere.

Also kauft das gut doppelt so teure Ladegerät, weil die vom Louis werden anscheinend immer kaputt, und vergleicht die billigste Bleibatterie mit einer teuren Blei-Vlies- oder Gelbatterie.

Ende.
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Towner » Samstag 22. September 2012, 19:39

Das Louis-Gerät kostet 34€ und das Ctek 44€. Das Louis-Gerät hat 3 Jahr gut funktioniert und dann ist es auf einmal nicht mehr auf Erhaltungsladung umgeschaltet. Mag ein Einzelfall gewesen sein, ist halt nur meine Erfahrung, die ich hier mitteile. Das kann ja jeder selbst entscheiden. Ich habe ein Ctek seit ca. 8 Jahren problemlos im Einsatz. Mit Gelbatterien habe ich persönlich noch keine Erfahrung, aber ein Kumpel hat die auch schon leer gehabt. Wenn man nur 5mal im Jahr fährt werden die wohl auch irgendwann mal leer. Wenn man sehr wenig fährt ist das mit den Batterien ja ein generelles Problem. Das ist bei mir nicht der Fall, also brauche ich auch keine Gelbatterie.
Egal wie man es vergleicht, eine Gelbatterie ist etwa doppelt so teuer. Ob eine billige Gelbatterie genauso gut oder besser ist, als eine teuere Bleisäurebatterie kann ich nicht sagen. Das habe ich eben noch nicht ausprobiert. Ich kann nur sagen, dass eine günstige Bleisäurebatterie mit Frischhaltegerät locker 5 Jahre halten kann. Ob das letztendlich günstiger ist weiß ich auch nicht, ich habe nur keinen Bock mich alle 3 Jahre mit schlechten Batterien herumzuärgern.
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Domi-650SS » Dienstag 27. November 2012, 20:17

Was Ich habe: 1-Phasen Alternator, Regler A-Reg-One, Batterie von http://www.kedo.de, Artikel 41666: Gel-Batterie 12V *absolut wartungsfrei & lageunabhängig* (YTX12-BS). Dann habe ich einen Stecksicherungshalter verbaut. Darin steckt nun ein 25A Sicherungsautomat http://www.reimo.com/de/M81130-flachste ... g_automat/. Damit trenne ich jedesmal wenn ich die Commando beiseitestelle das Bordnetz von der Batterie. Dadurch ist die Batterie, auch nach mehrmonatigem Stillstand, noch immer gesund.
Fritz
Zuletzt geändert von Domi-650SS am Mittwoch 28. November 2012, 19:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Öko » Mittwoch 28. November 2012, 04:39

Mit der Entladung über den Laderegler habe ich bei meiner TR6R auch. Das mit dem Sicherungsautomaten ist ne gute Idee und erfordert kein zusätzlichen Schalter oder Kabeltrennung.
22.Jahresparty der Fast Dog´s MF Meyenburg vom 10.-12.August 2018 :runningdog:
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Gerd M. » Mittwoch 28. November 2012, 14:19

Um die Entladung zu vermeiden, braucht man nur unmittelbar hinter dem Regler in die Leitung zur Batterie, eine Schottky-Diode z.B. DO201; 50V; 5A einlöten.(Durchgangsrichtung zur Batterie)
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Monsieur » Dienstag 24. Mai 2016, 20:32

Nabend zusammen,

aus aktuellem Anlass benötige ich gerade eine neue Batterie. Ich will mich, wie in diesem Threat öfter gesagt, nicht permanent mit der kleinen Kiste beschäftigen. Batterie rein, und gut is. Lange halten soll's.

Ich frag mich: Müssen es 9Ah, oder darf' sind soll's auch gerne etwas mehr sein? Und Säure oder Gel? Ich neige zu Gel.
Oder der neueste Schrei, Li-Io? Dazu das perfekte Erhaltungsladegerät für die Ruhezeiten.

Gibt es 3 Jahre später zu dem Thema neue Erkenntnisse? Habt Ihr neuwertige, handfeste Tipps, nach dem Motto, Kauf A und B? Zack feddich :mrgreen:

Danke und viele Grüße
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Towner » Dienstag 24. Mai 2016, 22:22

Ich verwende seit 2 Jahren AGM-Batterien von Motobatt. Noch sind sie top. AGM sind m.E. besser als Gel-Baterrien. Die werden auch in PKW's mit Start-Stop-Automatik verwendet.
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Tim » Dienstag 24. Mai 2016, 22:23

Monsieur hat geschrieben:Ich frag mich: Müssen es 9Ah, oder darf' sind soll's auch gerne etwas mehr sein?


2.3Ah-LiFePo4 mit integriertem Balancer. Reicht, wenn man nicht bei Temperaturen um den Nullpunkt und drunter fahren will.


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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Towner » Mittwoch 25. Mai 2016, 08:06

Es gibt für mich 2 Punkte, warum ich die LiFePO4-Akkus noch nicht einsetze:

1. Preis. Für den Preis müssen die mindestens 15 Jahre halten, damit sich das rechnet. Es liegen aber noch keine echten Erfahrungswerte vor, wie lange die wirklich halten.

2. Aufladung. Es wird ein spezielles Lade-, bzw. Erhaltungsgerät benötigt. Die herkömmlichen Erhaltungsgeräte mit Pulsladung sind ungeeignet. Es gibt ein spezielles Geträt von CTEK (Lithium XS).

Hier ein Artikel aus Motorrad:
http://www.motorradonline.de/schraubert ... 64?seite=2

Das wäre beispielsweise eine AGM-Batterie für die Triumph Bonneville für knapp 50€.
https://www.amazon.de/MOTOBATT-Batterie ... entries*=0

Die AGM-Batterie hält die Ladung deutlich länger als eine herkömmliche Batterie. Daher geh ich hier von einer längeren Lebensdauer aus, da sie weniger Ladezyklen im gleichen Zeitraum benötigen. Da der Preis ok ist, habe ich den Versuch gewagt. Seit 2 Jahren wie neu.
Meine normalen CTEK-Geräte können AGM-Batterien problemlos laden und über den Winter erhalten.

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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Gerd M. » Mittwoch 25. Mai 2016, 08:07

Gelbatterie, Zenerdiode und Brückenrichter gehen gar nicht gut.
Die Batterie erreicht nicht ihre zugesicherte Lebensdauer.
Schmeiße den alten Kram raus und verbaue einen Podtronics. (Regler und Gleichrichter in einem Teil)

Diese Teile gibt es für 6V Anlagen, 12V Anlagen und als Konverter von 6V auf 12V Anlage.

http://www.podtronics.net/DC_regulator.htm
https://www.oldbritts.com/17_17104.html
http://www.burtonbikebits.net/PODtronic ... ctions.htm

Ich habe diese Regler schon seit mehreren Jahren im Einsatz und es gibt keinerlei Probleme damit und auch nicht mit den verbauten Blei-Gel-Batterien.
Da reicht übrigens eine einfache Batterie für knapp 30 € total aus.
Man kann aber auch eine Gelbatterie mit Goldgehäuse einbauen. :facepalm2:
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