Gel-Batterie

+ an Masse? Hier alles zu Elektrik und falsch fließendem Strom

Re: Gel-Batterie

Beitragvon Hans Huckebein » Dienstag 18. September 2012, 20:22

Dann messe ich erstmal den Ladestrom. Wenn der außerhalb der Range ist, wird ein Regler notwendig, um eine Gelbatterie zu verwenden. Wenn der Ladestrom ok ist, versuche ich es mit einer neuen Markengelbatterie.

Jürgen
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Norton » Mittwoch 19. September 2012, 09:44

Hans Huckebein hat geschrieben:Vielen Dank für Eure Antworten. Wenn das bei Euch klappt, sollte das auch bei mir funktionieren. Ich habe keinen Regler, beim Einbau der Dreiphasenlima habe ich eine weitere Zenerdiode montiert und, wenn ich mich recht erinnere, einen neuen Gleichrichter. Das ist aber schon 20 Jahre her. Den Kabelbaum habe ich vor einigen Jahren neu gemacht. Kann ich mit dieser Konstellation und einer neuen Markenbatterie mit zuverlässigem Strom rechnen? Die alte Batterie ist Noname.

Jürgen


Das ist genau die Lösung, die man nicht fahren sollte. Davon hat die Dreiphasenlima ihren schlechten Ruf weg. Stirbt eine der Zenerdioden, stirbt unmittelbar darauf die zweite und als nächstes kocht die Batterie. Oftmals fällt das ganze lange Zeit nicht auf, weil man ständig mit Licht fährt, stirbt die Fahrlichtbirne kommt der o. G. Mechanismus in Gang.
Wenn man partout mit Zenerdiode weiterfahren will, dann kann man auch eine andre Version der Drehstromlima mit mehr Windungen (kommt früher in die Sättigung) mit 150W Leistung nehmen. Hat nicht ganz die Spitzenleistung, ist aber auch nicht das, worauf es ankommt. Hauptvorteil der Drehstromlima ist der höhere Ladestrom bei niedrigen Drehzahlen. Den hat die 150W Ausführung auch.

Gruß. Martin.
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Goldstar » Mittwoch 19. September 2012, 11:31

Ich fahre seit Jahren eine billige Gelbatterie von Hein Gerike problemlos.
Mit Hawker die erst drin hatte habe ich ganz schlechte Erfahrungen gemacht.Waren schweineteuer und nach einem Jahr tot.
Trotz Garantie wurde ein Austausch abgelehnt mit der Begründung der falschen Handhabung. Batterie zeigte 12, 5 Volt an jedoch brach bei Last der Akku zusammen. Darauf hin hat auch Hein Gerike diese Batterien aus dem Programm genommen. Anscheinend war ich nicht der Einzige. An der Reglereinstellung wurde auch nichts verändert. Mit den Billigteilen hab ich keine Probleme mehr.

Grüße Klaus
If you think, everything is under control, you are not fast enought.
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Towner » Donnerstag 20. September 2012, 10:07

Hallo,

die 3-Phasen-Lima würde ich nur mit einer Powerbox fahren (z.B. Podtronic). Die Gelbatterien sind eher empfindlich bei zuviel Ladestrom. Wenn die keine Leistung mehr ist die i.d.R. hin.

Gruß
Ralf
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Towner » Donnerstag 20. September 2012, 10:15

Wiener Wilhelm hat geschrieben:-keine Batteriejogger, die ständig zwischen Laden und Entladen wechseln. Die sind für alle Bleibatterien Schrott
- Ladestrom ist egal, Hauptsache genug. Zuviel ist es erst, wenn die
Verbinder schmelzen.


Hallo,

alles Schwachsinn !

Ich verwende schon seit Jahren diese "Batteriejogger" und habe damit die besten Erfahrungen gemacht. Ich fahr nur normale Bleibatterien und habe nie Probleme. Diese intelligenten Frischhaltegeräte verlängern die Lebenszeit von Bleibatterien um ein vielfaches. Ich hänge die nur ran, wenn das Fahrzeug ein paar Wochen nicht benutzt wird, also auch den ganzen Winter. Die billgsten Bleibatterien halten so etliche Jahre. Ich habe die Geräte in der Garage an der Wand über dem Motorrad installiert und schließe die Batterie im eingebauten Zustand an. Die Sicherung mache ich vorher raus.

Den Spruch mit den schmelzenden Verbindern will ich jetzt nicht kommentieren.

Gruß
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Wiener Wilhelm » Donnerstag 20. September 2012, 14:37

Gottseidank endlich mal einer, der dem Fachmann sagt, daß er falsch liegt.
Wahrscheinlich hat ihn in den zwanzig Jahren, die er für diese Firma arbeitet, noch niemand auf seinen Irrtum hingewiesen.

Aus dem Internet: (Akku-ABC)

Die Akku Lebensdauer wird in aller Regel weniger in Zeit (Jahren) gemessen als vielmehr oft in Lade- und Entladezyklen des Akkus angegeben. Diese Form der Messung der Akku Lebensdauer ist sicherlich auch sinnvoller, da so der wichtige Faktor der Nutzungshäufigkeit mit in die Messung einbezogen werden kann.


Lebensdauer Blei Gel Akku
zum ThemaAkku LebensdauerBlei Gel Akkus finden sich häufig in Motorrädern als Starterbatterie, elektrischen Rollstühlen oder Elektro Gabelstaplern. Von Herstellerseite wird hier oft eine Lebensdauer von 400-600 Ladezyklen angegeben. (damit sind übrigens Vollzyklen gemeint, also bis zu 600x eine komplette Ladung). In der Praxis sind das in etwa 5-8 Jahre wenn’s gut läuft auch bis zu 10 Jahre Akku Lebensdauer.


Lebensdauer Blei Säure Akku
zum ThemaLebensdauer von AkkusBlei Säure Akkus (häufig Kfz Starterbatterien) haben je nach Qualität und Beanspruchung der Batterie eine Akku Lebensdauer von etwa 300 – 500 Vollladezyklen und halten damit etwas weniger lange durch wie oben genannte Blei Gel Akkus. Das entspricht in der Praxis etwa 4-6 Jahren Lebensdauer des Akku.


Also immer schön Laden - Entladen, verlängert die Lebensdauer. :twisted:

So ist man aber sicherer dran:
>>>>Ladezeit max. 72h. Längerer Anschluß nur, wenn auf Ladeerhaltung (13,8-14,0V)
runtergeschaltet wird <<<<<
Wiener Wilhelm
 

Re: Gel-Batterie

Beitragvon Wiener Wilhelm » Donnerstag 20. September 2012, 15:57

Und eine Bitte hätt ich noch:
Vielleicht sollte mancher, der die postet, mal seinen Stil besser kontrollieren.
(Siehe: Alles Schwachsinn)
Denn: Es soll sogar schon vorgekommen sein, daß jemand etwas postet, wovon ein z.B. Rinnsalmechaniker noch nie etwas gehört hat, sich noch nie damit beschäftigt hat oder das noch nie erlebt hat.


Oder der Poster hat sich geirrt. Da sage ich auch nicht: " Du Trottel"...sondern ich werde, eventuell mit Beispielen oder griffigen Hinweisen, ihn von meiner Meinung, meinem Wissen, zu überzeugen versuchen.

Ausserdem schreibt der Verfasser selbst, er verwendet ein intellegentes Ladegerät.
Ist das wirklich ein Gerät, das ladet, dann wieder entladet und so weiter?
Oder ist es vielleicht schon so intellegent, daß es, nachdem es festgestellt hat, daß die Batterie voll ist, automatisch auf die von meinem Freund auch empfohlene "Ladeerhaltung (13,8-14,0V)" umschaltet?
Auch das gibt es nämlich, heute, in Zeiten der Elektronik.
Informiert Euch mal über Ladegeräte mit der Kennlinie IU0U,
Das sind die, die nach Erreichen der Ladenennspannung auf Erhaltungsladung umschalten.
Siehe auch http://www.accu3000.de/info/akkus_und_b ... nlinie.pdf
Wiener Wilhelm
 

AW: Gel-Batterie

Beitragvon Martin » Donnerstag 20. September 2012, 16:43

Mensch Wilhelm. Ein " alles Schwachsinn" lässt Dich so die Contenance verlieren...?
When a motorcycle is actually ridden, it takes on a similar "patina" of use

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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Wiener Wilhelm » Donnerstag 20. September 2012, 16:47

Naja, Contenace verlieren vielleicht nicht, aber man sollte vorsichtig sein, was man "technisch" behauptet.
Ich hab mal einem aus Jux gesagt, eine b'soffene G'schicht halt, wie man mit dem Drehmomentschlüssel anzieht, nämlich bis es klackst und dann noch eine ganze Umdrehung.
Gottseidank konnten wir das Ärgste verhindern.
Also aufpassen, wenn man etwas behauptet, könnte ja sein, daß ein andere Leser Schaden darurch erleidet.
Wiener Wilhelm
 

Re: AW: Gel-Batterie

Beitragvon jan » Donnerstag 20. September 2012, 17:03

Martin hat geschrieben:Mensch Wilhelm. Ein " alles Schwachsinn" lässt Dich so die Contenance verlieren...?

Ich bin da ganz auf Wilhelms Seite.
Außerdem hat er nicht die Contenance verloren, sondern - genau das Gegenteil - seine Position mit mannigfachen Argumenten verteidigt, ohne ausfallend zu werden.

Cheers, Jan
May our engines never run out of oil, fuel and sparks!
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Wiener Wilhelm » Donnerstag 20. September 2012, 17:18

<<<<<........ohne ausfallend zu werden.>>>>>

...und das wundert mich an mir am Meisten!

Hab ICH eine Beherrschung heut!

Na gut, Vollmond ist ja erst in 10 Tagen. :-#
Wiener Wilhelm
 

Re: Gel-Batterie

Beitragvon Towner » Donnerstag 20. September 2012, 17:49

Hallo,

zum Thema Ladegeräte mit Erhaltungsfunktion. Diese Geräte entladen die Batterie nicht im Sinne einer Endladung, sondern max. 5%, die Batterie ist dann immer noch voll. Ein Ladezyklus entsteht nur, wenn die Batterie längere Zeit nicht geladen wurde und ein großen Teil der Spannung verloren hat und Laden erforderlich wird. Das passiert, wenn das Motorrad längere Zeit steht. Wenn es dann wieder benutzt wird, entsteht ein Ladezyklus. Durch diese intelligenten Ladegeräte mit Erhaltungsfunktion wird das verhindert. Es wird also die Anzahl der Ladezyklen verringert.
Ich benutze diese Geräte schon über 10 Jahre. Als "Schrott" würde ich daher eher deine Aussage bezeichnen.

Aber jetzt relativierst Du ja schon deine Aussage und räumst die Existenz von "intelligenten" Ladegeräten ein. Die gibt es aber schon länger und fast alle Geräte verfügen über diese Kennlinie.

http://www.ctek.com/de/de

Wiener Wilhelm hat geschrieben:- Ladestrom ist egal, Hauptsache genug. Zuviel ist es erst, wenn die Verbinder schmelzen.


Was soll das denn heißen ? Wozu ein Regler oder gar eine Sicherung - gute Verbinder tuns doch auch ???

Sorry, aber das hat weder etwas mit Fachkenntnis noch mit gesundem Menschenverstand zu tun !

Gruß
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Wiener Wilhelm » Donnerstag 20. September 2012, 18:33

Und ich dachte immer, es gäbe auch Ladegeräte mit W- oder IU-Kennlinie, je nach Bedarf oder Einsatzzweck.....

Ich freue mich, daß Du ein Gerät mit IUOU-Kennlinie hast, also keines, das entlädt, sondern auf Erhaltungsladung schaltet, wie Du jetzt sagst..
Habe ich ja geschrieben: Ladeerhaltung (13,8-14,0V)

Einen Regler oder gar eine Sicherung brauche ich, um die Ladespannung zu begrenzen, beim Ladestrom dürfte es lt. meinem Freund
nicht so heikel sein.

Und dann gibt es gute Fachliteratur auch im Internet, z.B. lies Dich mal durch unter Ladegerät Kennlinie und Ähnliche.

P.S.: Wiki sagt: Bei Erhaltungsladung wird mit niederer Spannung (~ 13,8 Volt)und geringem Ladestrom -was dem der Selbstentladung entspricht,- der Akku geladen.
Also nicht Laden-Entladen, sondern Selbstentladung dauernd ergänzen.

Ich glaub, es ist genug, ich geh fernsehen.
Wiener Wilhelm
 

Re: Gel-Batterie

Beitragvon Towner » Donnerstag 20. September 2012, 19:08

Ich denke, dass diese Ladegeräte, die auf Erhaltungsladung umschalten, heutzutage fast alle nach dem gleichen Prinzip arbeiten. Selbst das in deinem Link angegebene Gerät mit IUoU lädt bei Erhaltungsladung erst nach, wenn der "Akku von der Erhaltungsladung" abweicht und es wird auch von "gepulster Form" gesprochen, was ja auch im Sinne eines "Joggers" wäre.
Ich ärgere mich nur darüber, dass Leute, die hier vernünftig um Rat fragen, entweder mit hochwissentschaftlichen Ausführungen oder markigen Stammtischsprüchen konfrontiert werden. Beides ist aber nicht besonders hilfreich, weil solche Leute oft neu in der Materie sind oder nach einer längeren Pause wieder einsteigen. Die können das dann schlecht relativieren.

Mir perönlich sind diese Gelbatterien zu teuer und wenn die bei Standzeiten nicht mit einem geeigneten Gerät gewartet werden, gehen die auch kaputt. Das Gerät brauche ich also sowieso. In dem Fall hier würde ich aber garnicht mehr lange mit diesen Tannenbäumchen und Zenerdioden rumtüffteln, sondern gleich eine Podtronic-Box einbauen. Da habe ich jedenfalls sehr gute Erfahrungen mit gemacht.

Gruß
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Re: Gel-Batterie

Beitragvon Hans Huckebein » Freitag 21. September 2012, 10:19

Das wurde ja umfangreicher und komplizierter als erwartet (und hitziger).

Ich fasse mal für mich zusammen:
Gelbatterien sind empfindlich bezüglich der Ladespannung. Ich muß also sicherstellen das mein Ladestrom paßt. Zur Höhe des richtigen Ladestroms habe ich unterschiedliche Werte gelesen. Dazu sollte doch der Hersteller einer Gelbatterie verbindliche Angaben machen. Habt Ihr da Erfahrungen?

Ich lese aus Euren Beiträgen, dass die Konstellation Dreiphasenlima mit Zenerdioden und Gleichrichter sowieso nicht optimal ist, egal ob Gel- oder Bleibatterie. Der Wechsel auf einen Regler wird allgemein empfohlen. Zur Wahl des richtigen oder besten Reglers lese ich unterschiedliche Meinungen. Ich nehme an, dass das Thema Regler schon ausgiebig diskutiert wurde. Dazu werde ich auch nochmal Dr. Norton (Dieter Cordes) konsultieren. Zum Thema Regler nehme ich gerne weitere Empfehlungen an.

Bei der Wahl des richtigen Gelpakets schwanken die Angaben zwischen "Marke egal hauptsache die Ladespannung paßt" und "nimm eine Markenbatterie". Da diese unterschiedlichen Aussagen auf individuellen Erfahrungen beruhen, nehme ich an, dass man mit einer Noname-Batterie durchaus Glück haben kann, wenn die Ladespannung stimmt.

Achja das Ladegerät. Anscheinend ist meines dann doch nicht so geeignet. Gibt es da auch Empfehlungen? Ich muß damit allerdings Blei und Gel laden können. Wenn das Ladegerät dann auch noch dazu kommt, dann stellt sich mir allerdings die Frage nach dem Sinn eines Wechsels zur Gelbatterie. Die Batterien sind teuerer und anscheinend klappt das Einbauen und 5 Jahre vergessen doch nicht. Wo genau liegt dann der Vorteil der Gelbatterien? Wenn die Batterie auf dem Kopf steht, habe ich vermutlich andere Probleme.

Ein Dank erstmal allen die geantwortet haben und allen die noch hoffentlich antworten

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