Lucas Rotor die xxte

+ an Masse? Hier alles zu Elektrik und falsch fließendem Strom

Lucas Rotor die xxte

Beitragvon bos´n » Freitag 19. Januar 2018, 21:15

So.
Im Zuge meines Getriebesalat mit gewürzter Primärkette ging der Blick auch auf unseren geschätzten Rotor.

Der sah nicht mehr pralle aus und hatte Feindkontakt.

hm..

Die originale Bohrung war verschlissen,der Sitz auf der KW hat auch leicht gelitten.

Eine probemontage mit Uhr brachte eine erschreckende Rundlaufunenauigkeit von mind 7/10mm.
Was tun ?

Einen neuen kaufen natürlich ...!

Naja,watt soll ich sagen,habe natürlich noch was gutes uf Lager gehabt.

Aaaaber - das brachte mich nicht wirklich weiter,die Passungstoleranzen wurden zusätzlich von dem verschlissenem

Kw-Sitz unterstütz...und zwar in die falsche Richtung :sauer:

Shit.

Also irgendwie hatte ich da noch die Reparaturlösung aus der CBBC Info im Kopp ....

Diese verbindet den Rotor mit dem Antriebsritzel.

Das erscheint mir aber nicht allzu vernünftig,hat die Keilverzahnung dort noch ordentlich Spiel...

Mit dieser Erkenntnis war der nächste Schritt- der zur Drehmaschine.

Rotor ausgedreht auf 27mm,dann eine passende Büchse mit integrierter Bundscheibe gefertigt.

Nut für die Passfeder gestoßen und noch ein paar Hosenträgerschrauben gesetzt.

Das Erbebniss bescherte dann einen sauberern Meßuhrenverlauf.

Damit sollte einem sauberen Statorspiel (2/10) nicht mehr im Weges stehen.
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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon Nörtn ut stall » Freitag 19. Januar 2018, 21:40

Prima Arbeit ! Bei meinem Rotor habe ich feststellen müssen, dass die "Konushülse" sich gelockert hat, so dass der Magnetkörper nicht mehr fest drauf war und wackelte. :shock: Allerdings gabs wohl noch keine Feindberührung. Ich hatte auch noch einen gebrauchten Rotor im Regal zu liegen; der Magnetismus scheint auch noch ok zu sein.

Nochmal Glück gehabt. :?
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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon Tim » Freitag 19. Januar 2018, 22:16

bos´n hat geschrieben:Damit sollte einem sauberen Statorspiel (2/10) nicht mehr im Weges stehen.


Wart ma' ab, was der Stator noch so für Ideen hat.... :pfeiffen: :mrgreen:


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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon bos´n » Freitag 19. Januar 2018, 22:41

Jau,Nörton die losgelöstheit ist ja ein Thema das oft vorkommt.
Mit mitunter fatalen Folgeschäden.

Der Rotor hatte noch feste Verbindung.

Äh Tim ...wie meinen ?

Der Stator wies Hitzeschäden auf.Die Kabel hatten sämtliche Weichmacher verloren.

Da half nix. Habe den Giessharz entfernt, sodaß ich die Litzen neu einlöten konnte und anschließend die Stelle

versiegelt. Funzt oder eben nicht,dann neu.
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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon Volker Koch » Freitag 19. Januar 2018, 22:53

Mann Bos´n ... Du hast immer geile Lösungen am Start?
Sollte die Lösung langfristiger funktionieren, dann kannst Du, glaub ich, noch viele Rotoren entsprechend umbauen?! Hut ab ...
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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon toni80 » Samstag 20. Januar 2018, 18:54

Do you know why the British like warm beer? It's because of Lucas makes refrigerators too.

...Habe ich unlängst irgendwo gelesen.

Mein Rotor an der Firebird hat auch Spiel, allerdings nicht auf der Welle sondern in sich, also von der Buchse zum Alu. Dieses Problem ist ja kein neues. Lohnt sich der Griff zu dem 30 € teureren Sparx oder tut‘s der Lucas auch?
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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon Nörtn ut stall » Samstag 20. Januar 2018, 19:03

Ich frage mich ob man den Einsatz mit JB Weld wieder festpappen kann; geht das ? hat das schon einer versucht oder ist das blöd und lieber neu kaufen. Bei mir hat er merkbar nur axiales Spiel; kippeln tut da eigentlich nix.
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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon holsteiner » Samstag 20. Januar 2018, 19:14

JB-Weld ist ein Teufelszeug und hat mir schon so manche Baustelle gerettet. Allerdings sind da Füllstoffe drin, die offenbar auf Magnetismus reagieren. Ich könnte mir vorstellen, dass der Kleber durch das Magnetfeld des Rotors entmischt werden könnte.
Grüße, Detlev

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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon Volker Koch » Samstag 20. Januar 2018, 20:09

Ich kann Euch nur ganz dringend von irgendwelchen windigen Experimenten im Umgang mit den Rotoren abraten.
Wenn sich der Stahlkern in so einem Teil gelöst hat ... und man das sogar schon weiß, dann gibt´s nur eins und das ist das Teil umgehendst rausschmeißen resp. gegen einen intakten austauschen, alles andere erzeugt mehr oder weniger teures Kleinholz ... angefangen bei Unwucht ... über Kontakt zum Stator mit dessen Tod (und bei anderen Marken explodierendem Ölnebel) ... zerstörter Paßfedernut in der Kurbelwelle bis hin zu komplett explodierendem Rotor, was dann zur Folge hat, daß sich die einzelnen Magnete aus dem Rotor in alle Richtungen Luft verschaffen ... das sieht dann aus, als hätte man mit Rehposten - für die Jüngeren -> mit ganz grobem Schrot - auf den Primärantrieb geschossen, was nach meiner Erfahrung dann eigentlich den kompletten Tod des Motors bedeutet.
Also -> um Joe mal wieder zu zitieren -> laßt ab von solch törichtem Tun!
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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon Nörtn ut stall » Samstag 20. Januar 2018, 21:01

Klingt nachvollziehbar; war ja auch nur ne Frage ...
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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon Norton » Sonntag 21. Januar 2018, 12:21

Wenn sich der Rotor in sich löst, würde ich auch keine Experimente mehr machen. Neuteil und den alten WEGSCHMEISSEN, also ein für allemal aus dem Verkehr ziehen und nicht aufheben.
Das mit dem Sparx würde mich auch mal interessieren. Der soll ja angeblich einen stärkeren Magnetismus haben. Was der bewirken kann, hab ich ja schon mit meinem Domi gesehen. Erstaunlich, was dann auf einmal aus so einer normalen Wechselstromlima an Leistung, vor allem schon bei niedrigen Drehzahlen, rauskommen kann.

Gruß. Martin.
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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon AHO » Sonntag 21. Januar 2018, 14:14

Norton hat geschrieben:...Das mit dem Sparx würde mich auch mal interessieren. Der soll ja angeblich einen stärkeren Magnetismus haben. Was der bewirken kann, hab ich ja schon mit meinem Domi gesehen. Erstaunlich, was dann auf einmal aus so einer normalen Wechselstromlima an Leistung, vor allem schon bei niedrigen Drehzahlen, rauskommen kann.

Gruß. Martin.


Wobei dann die Frage wäre, wieviel von dem Effekt "neu gegen alt", und wieviel vom Unterschied "Lucas zu Sparx" kommt.

Gruß
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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon toni80 » Dienstag 23. Januar 2018, 11:22

Laut Aussage von Southern Division ist der Sparx der bessere Rotor auch wenn er mehr kostet. Gemeinsam haben sie ihre Herstellung in Fernost.
Der Sparx hat gegenüber dem Lucas die bessere Passung, ist stabiler (Alu-Stahl) und hat einen etwas besseren Magnetismus.

Klar, die Aussage kommt von einem Händler und wenn ich einer wäre würde ich auch den teureren verkaufen wollen, der ist aber echt ok weil er mir nicht nur sagt was ich brauche sondern oft auch was ich nicht brauche :)
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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon Volker Koch » Dienstag 23. Januar 2018, 12:31

toni80 hat geschrieben:Laut Aussage von Southern Division ist der Sparx der bessere Rotor auch wenn er mehr kostet. Gemeinsam haben sie ihre Herstellung in Fernost.
Der Sparx hat gegenüber dem Lucas die bessere Passung, ist stabiler (Alu-Stahl) und hat einen etwas besseren Magnetismus.
Klar, die Aussage kommt von einem Händler und wenn ich einer wäre würde ich auch den teureren verkaufen wollen, der ist aber echt ok weil er mir nicht nur sagt was ich brauche sondern oft auch was ich nicht brauche :)


Moin Tobi,
ich hab vor einigen Jahren mal einen Sparx-Rotor für die BSA gekauft und dessen Passung war so knapp, daß er sich nicht auf dem 3/4" Kurbelwellenstumpf montieren ließ.
War ein ziemlicher Akt, das Teil mit Schleifpapier und ohne Drehbank innen auf 3/4" aufgeweitet zu bekommen.
Vielleicht klappt´s bei Dir besser, ich habe mir jedenfalls ziemlich einen abgebrochen ... auch wenn es nur ein paar hundertstel waren ...
Viel Erfolg

Volker
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Re: Lucas Rotor die xxte

Beitragvon Se Nü » Dienstag 23. Januar 2018, 13:03

Helau Gemeinde,

In Viersen gibts einen der sowas neu magnetisiert. Das kostet knapp 25€

Peter Hommes: http://www.wehrmachtsgespann.de/

Hier noch ein Video wie der das macht:
https://www.youtube.com/watch?v=OmgX8hY ... e=youtu.be

Ich würde aber dringend dazu raten den Rotor genau zu inspizieren und sobald nur geringe Zweifel bestehen ab damit in die Tonne - wie schon von einigen hier beschrieben.
Ich habe mit Herrn Hommes telefoniert, er meint das nicht jede magnetisierung erfolgreich ist. Um zu ermitteln wie stark der Magnetismus noch ist benutzt er eine Federwaage (mit Eisenteil am Haken) und misst den Widerstand bis die Federwaage am Rotor abspringt. Vorher und Nachher.
Schaut Euch das Video an, sehr interessant.

So long,
SeNü
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