Amals löten

Probleme mit Deinem Versager? Hier rein...

Amals löten

Beitragvon Nörtn ut stall » Sonntag 24. Januar 2016, 18:51

Moin, hat schon jemand versucht, Amalvergaser mit Al390 o.ä. zu löten. Ich hab da nen Haarriss im 389`er, den ich noch zu liegen hab .... :roll:
Geht das ?

Nörtn
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Re: Amalss löten

Beitragvon Knolle » Sonntag 24. Januar 2016, 20:11

Bestimmt am Nadeldüsenhalter :facepalm2: . Hatte ich auch, bei einem nagelneuen 930er. Da habe ich mich totgesuch, dass das Ding nicht einstellbar war. Der Riss war nur unter Mühen gegen das Licht zu erkennen. Ob das schweissbar ist? Keine Ahnung, aber die Antworten kann ich vielleicht auch gebrauchen.
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Re: Amalss löten

Beitragvon Wuselwahnwitz » Sonntag 24. Januar 2016, 20:27

Wegschmeißen, neukaufen!
Es sei denn, der Vergaser ist soooooooooooooo (sic!) selten dass man ihn reparieren MUSS!

Isser (sic!) aber nicht.
Ersatzweise würde ich den wahrscheinlich eher selber gießen und bearbeiten.

Mein Sempf (sic!)
...kann aus 'nem Hundehaufen wieder 'ne Dose Chappi restaurieren..........obwohl

Verkloppe übrigens 650/750er sowie 500er UNIT Motorständer für die Werkbank oder für's Regal....
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Re: Amals löten

Beitragvon chinakohl » Sonntag 24. Januar 2016, 23:49

Ich sehe das wie Wusel.....

Shyce drauf - das einzig wichtige ist, das es funktioniert. Ehe ich da Mühen (unsicheren Ausgangs) verschwenden würde, würde ich mir was sicher funktionierendes als Alternative suchen.

Letztendlich macht so`n Mopped nur wirklich Spass, wenn`s fahrbar ist (für`n vollgestaubtes und rumstehendes Museumsstück würde ich persönlich nicht den Dreck unter meinen Fingernägeln geben.... auch wenn ich`s mir 3 x leisten könnte).
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Re: Amals löten

Beitragvon Martin » Montag 25. Januar 2016, 08:36

tommy hat geschrieben:Ein Versuch würde ich da mal wagen, wegschmeißen kannste dann immer noch. Versuch macht kluch.

Thomas

Exakt!
So abstrus sich das mit dem Löten anhört... Warum nicht versuchen?

"Alle haben gesagt, das ginge nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht" :mrgreen:
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Re: Amals löten

Beitragvon Norton » Montag 25. Januar 2016, 19:43

Ich denke aber, genau am Flußmittel wird es scheitern, oder eben gehen. Wärmeeintrag ist ja auch wieder nur die Frage, welches Lot man nimmt. Bei mir auf der Arbeit löten wir abgerissene Drähte wieder in Aluminiumleiterseile ein. Das Lot ist jedenfalls eine Zinn/Blei-Legierung, das Flußmittel was spezielles, aber auf jeden Fall zu kriegen. Ich frag da mal nach.

Gruß. Martin.
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Re: Amals löten

Beitragvon Phil » Montag 25. Januar 2016, 21:35

Wenn ich einen Reparaturversuch unternehmen wollte, wäre ein Kleber meine erste Wahl. Das Amal-Zinkdruckguss-Zeuch würde ich mich nicht trauen zu erwärmen, um es dann zu löten. Wusel hat aus meiner Sicht den besten Vorschlag gemacht, neu kaufen... :mrgreen: .

Bei dem von mir üblicherweise von mir favoriosierten Uhu-Plus endfest 300 steht nichts von Benzinbeständigkeit, bei dem Kleber schon.

Das wäre mein Vorschlag.

Beste Grüße aus Humbug

Ph.
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Re: Amals löten

Beitragvon BSABastelKurti » Montag 25. Januar 2016, 21:51

Hi Nörtn,
schau doch mal auf der Seite von TMP-Löttechnik, da gibt es nette Sachen. Z.B. das Dachdecker (!)-Weichlot soll sich explizit zur Reparatur von Vergasern sowohl Zink-Druckguß, als auch Alu-Druckguß eignen. Ich tippe bei den alten Amals eher auf Zink-Druckguß.
Instinktiv und aus eigener Erfahrung hätte ich mit Epoxidharzkleber mein Glück gesucht - kein Express-Kleber, sondern Standard. Schön warm machen, dann läuft er auch in enge Spalte. Uhu Plus Endfest 300 ist einfach zu verarbeiten.
Viel Glück! :wink:
Kurt
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Re: Amals löten

Beitragvon Gerd M. » Dienstag 26. Januar 2016, 09:46

Den Riss mit Dreikantschaber oder ähnlichem V-förmig einkerben und danach mit JB-Autoweld ausfügen.
24 Stunden trocknen lassen, befeilen oder beschleifen, fertig.
Habe so meinen Zylinderkopf repariert, Hält ewig !

Hier Testbericht für die Bedenkenträger:
http://www.testberichte.de/p/j-b-weld-t ... richt.html
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Re: Amals löten

Beitragvon Tim » Dienstag 26. Januar 2016, 10:10

Phil hat geschrieben:Bei dem von mir üblicherweise von mir favoriosierten Uhu-Plus endfest 300 steht nichts von Benzinbeständigkeit,...


Benzin ist ein ziemlich unsinniger Begriff in dem Zusammenhang, weil es ein Stoffgemisch ist. Gegen einige Bestandteile von aktuellem Sprit - Ethanol ist ja nun schon sattsam bekannt - ist Epoxidharz eben nicht mehr beständig. Das Epoxidharz selber ist dann ja auch wieder ein Gemisch, da werden auch andere Bestandteile zugesetzt, z.B. Kieselsäuren als Thixotropiermittel (vulgo Verdicker). Und Beständigkeit ist eh eine Definitionssache, viele Kunstharze werden nur partiell angegriffen, d.h. es lösen sich irgendwelche Moleküle aus dem Kunststoff, das Zeug sieht äußerlich noch ganz gut aus, ist aber versprödet und hat schon irgendwelche klebrigen Rückstände in den Ansaugtrakt entlassen. Im Ansaugtrakt und überall wo Sprit rumlungert, hat das Zeug IMHO nix (mehr) verloren. Hitze ist dagegen eher unproblematisch, wenn man eine entsprechende Epoxidformel nimmt.


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Re: Amals löten

Beitragvon Tim » Dienstag 26. Januar 2016, 10:37

Gerd M. hat geschrieben:Habe so meinen Zylinderkopf repariert, Hält ewig !


Für kleine Werte von ewig zumindest .... :pfeiffen:


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Re: Amals löten

Beitragvon Gerd M. » Dienstag 26. Januar 2016, 16:31

Tim hat geschrieben:
Gerd M. hat geschrieben:Habe so meinen Zylinderkopf repariert, Hält ewig !


Für kleine Werte von ewig zumindest .... :pfeiffen:


Tim



OK, wird ewig halten !
(jetzt sind es schon paar Km mehr)
Es gibt ja auch Anwender, die schon seit Jahren mit solch einer Reparatur unterwegs sind .......
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Re: Amals löten

Beitragvon Tim » Dienstag 26. Januar 2016, 16:40

Gerd M. hat geschrieben:Es gibt ja auch Anwender, die schon seit Jahren mit solch einer Reparatur unterwegs sind .......


Ja, wenn es darum geht, Motoröl, ggf. Wasser und Hitze auszuhalten. Bei Sprit sieht das etwas anders, es ist halt auch nur ein Epoxid, und das macht mit aktuellem Sprit Probleme. Das hat nix mit Bedenkenträger zu tun, sondern damit, dass ich @work mit ziemlich intensiv mit genau solchen Dingen herumschlagen darf, zur Genüge und seit inzwischen acht, neun Jahren. Inzwischen sind wir generell bei E20 angekommen, seit E10 gibt es mit den "alten" Materialien Probleme, und in so einer Kiste ist ziemlich viel Epoxid verklappt.


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Re: Amals löten

Beitragvon chinakohl » Dienstag 26. Januar 2016, 17:01

Ich bin da kein Freund von "Dauerprovisorien" - meiner Erfahrung nach hält das nicht ewig. Und wie der berühmte "Kastenteufel" überraschend aus der Kiste springt, geht sowas immer im ungünstigsten aller Fälle zu Bruch (nämlich während einer Ausfahrt, wenn man meilenweit von der nächsten Möglichkeit zur Reparatur entfernt ist).

Ehrlich gesagt tut mir jede Schraube, die ich neu kaufen muss richtig "weh" - aber trotzdem versuche ich Provisorien mögl. zu vermeiden.
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Re: Amals löten

Beitragvon Gerd M. » Mittwoch 27. Januar 2016, 10:05

Tim hat geschrieben:
Gerd M. hat geschrieben:Es gibt ja auch Anwender, die schon seit Jahren mit solch einer Reparatur unterwegs sind .......


Ja, wenn es darum geht, Motoröl, ggf. Wasser und Hitze auszuhalten. Bei Sprit sieht das etwas anders, es ist halt auch nur ein Epoxid, und das macht mit aktuellem Sprit Probleme. Das hat nix mit Bedenkenträger zu tun, sondern damit, dass ich @work mit ziemlich intensiv mit genau solchen Dingen herumschlagen darf, zur Genüge und seit inzwischen acht, neun Jahren. Inzwischen sind wir generell bei E20 angekommen, seit E10 gibt es mit den "alten" Materialien Probleme, und in so einer Kiste ist ziemlich viel Epoxid verklappt.


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Ist benzinfest !!!!!!!

Man kann natürlich auch alles in Frage stellen und für 400 Ocken was neues kaufen ......
wer`s mooch :zwinker:
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