Pancakes und Concentrics büchsen

Probleme mit Deinem Versager? Hier rein...

Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon bos´n » Donnerstag 14. November 2013, 18:52

Was soll der Eric schon nehmen ? 4301 Popel-VA schätze ich - iss doch Niederländer.. :wink:

Messingbuchsen gibt es sogar orig von Amal...allerdingsbums verchromt...( "optional with Chrome Brasss Slide SD")

Bei meinem 376er von Tim´s Ex-Cub schaut es allerdings nur nach Messing aus-soll wohl verschlissen sein..?
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Phil » Freitag 15. November 2013, 16:17

Hallo Leute,

bei den Amis hatte die Tage John Healy geschrieben, dass das Sollspiel slide-body beim Mk 1 0.0035" bis 0.004" sei.

Ergo scheint das Maß von Wassel zu stimmen.

Schöne Grüße

Ph.
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Martin » Freitag 15. November 2013, 17:21

Phil hat geschrieben:Hallo Leute,

bei den Amis hatte die Tage John Healy geschrieben, dass das Sollspiel slide-body beim Mk 1 0.0035" bis 0.004" sei.

Ergo scheint das Maß von Wassel zu stimmen.

Schöne Grüße

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Auf meine Frage hin ;-)

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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Steffen » Samstag 16. November 2013, 19:35

Hallo
Jungs, ich habe euer Problem mal gelesen

meine Meinung

Verzug: wo soll der herkommen, wenn du den Vergaserkörper ausdrehst und den Schieber überdrehst, da gibt es das nicht

Schieberspiel: ich persönlich würde mit 3/100 - 5/100 anfangen zu probieren

Passung Schieber alt – Hülse drüber: die Hülse kann ruhig 2-3/100 im Innendurchmesser kleiner sein als der Schieber im Außendurchmesser groß ist, eine dünnwandige Hülse weitet sich immer im Material beim draufpressen, kein Loctite oder dergleichen, um Himmels willen, die Hülse muss aber beim Pressen innen leicht angefasst werden

weitere Möglichkeit beim Draufpressen einer im Durchmesser kleineren Hülse: vorm Pressen Hülse erwärmen (mind. 100grd), Schieber in Kühltruhe

euer Experte, der das macht, nimmt Edelstahl aus Erfahrung, die anderen Materialien (Alu oder Messing) sind zwar für den Schieber besser, aber eine dünnwandige Hülse dieser Materialien würde ein Pressen nicht überleben

Gruß Steffen
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Steffen » Samstag 16. November 2013, 20:48

Hallo, hier ich noch mal,
Martin (Norton) an deiner Stelle würde ich aber erst mal eine Probe machen, ein gleiches Stück Alu, und einen Ring drüberziehen, es kommt immer aufs Material an, manchmal reichen auch schon 1-2/100 kleinerer Durchmesser und 3/100 geht vielleicht gar nicht, da gibt es keine Richtlinie, man muss probieren.
Weiterhin kannst du auch mal mit Messing probieren, machst eben ein dickeres Stück, da du ja sowieso den Schieber dann noch mal passend drehen musst, so hast du auch beim Pressen die Möglichkeit, dass der Ring nicht zerstört wird, aber wichtig ist immer innen eine kleine Phase, damit der Ring beim Pressen auch erst mal anschnäbelt

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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Phil » Samstag 16. November 2013, 22:21

Steffen hat geschrieben:...Schieberspiel: ich persönlich würde mit 3/100 - 5/100 anfangen zu probieren...

Klaro kannste auch mit weniger Spiel anfangen, aber damit änderst Du das Gemisch bei geringer Schieberöffnung. Das ganze Ding wird dann fetter laufen, weil weniger Luft-Bypass am slide ist und via Leerlaufdüse/-buchse und Nadeldüse mehr Sprit gezogen wird.
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Norton » Sonntag 17. November 2013, 12:39

Also, die Büchsen sind bereits auf den Schiebern. Ich habe ein 36x1 Messingrohr. Das Rohr hab ich vor dem abstechen innen mal mit einem feinen Leinen etwas abgezogen und passend auf die Länge abgestochen. Dann hab ich die Schieber auf weichen, ausgedrehten Backen gespannt. Die Dinger sind butterweich, das Material läßt sich aber super spanen. Als Passungsmass bin ich null auf null gegangen. Das Rohr ist ja schließlich nicht hundertprozentig rund, ein wenig Überdeckung in irgendeiner Richtung ergibt sich dann von selbst. Viel Überdeckung ist da nicht zu machen, sonst kriegt man das Rohr nicht auf den abgedrehten, butterweichen und nur noch dünnen Schieber. Das Messingrohr hab ich dann gleich mit dem Reitstock auf den entfetteten Schieber mit etwas Loctite aussenrum aufgepreßt. Das ging schon ganz schön stramm. Das Loctite hatte auf jeden Fall auch eine schmierende Wirkung, wer weiß, ob das ohne überhaupt drauf gegangen wäre. Es ging jedenfalls ganz gut und war kein Problem. Die Messingrohre werden auf den Schiebern jedenfalls halten, da sehe ich kein Problem.
Der Verzug findet bei der Montage statt. Die Flanschverschraubung verspannt halt den ganzen Gußkörper, vor allem wenn man zu fest anzieht und die weichen Papierdichtungen nimmt. Die Dinger sind Gift. Auf jeden Fall die Tufnol Distanzstücke nehmen.
Eine enge Schieberpassung sollte man schon anstreben, weil nur dann wenig Nebenluft am Schieber vorbeizieht und das Gemisch verfälscht. Je enger das Schieberspiel, um so exakter läßt sich der Leerlauf samt Gemisch einstellen.
Bin grade dabei eine Aufspannvorrichtung für die Vergasergehäuse zu machen. Bin mal gespannt, wie das Ganze läuft, wenn man mal eine Meßuhr rein hält. Ich spanne das ganze Gehäuse auf dem Düsenstock als Zentrierung und auf der Dichtfläche der Schwimmerkammer auf.

Gruß. Martin.
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Steffen » Sonntag 17. November 2013, 13:17

Phil hat geschrieben:
Steffen hat geschrieben:...Schieberspiel: ich persönlich würde mit 3/100 - 5/100 anfangen zu probieren...

Klaro kannste auch mit weniger Spiel anfangen, aber damit änderst Du das Gemisch bei geringer Schieberöffnung. Das ganze Ding wird dann fetter laufen, weil weniger Luft-Bypass am slide ist und via Leerlaufdüse/-buchse und Nadeldüse mehr Sprit gezogen wird.



das ist doch der Sinn der Sache, das so wenig wie möglich Luft an dem Schieber vorbeigeht, wenn man einmal die Möglichkeit hat, das positiv zu beeinflussen
der Leerlauf muss sowieso jedesmal eingestellt werden, der bleibt bei solchen reparaturen nie wie vorher

betreffs Flanschdichtung, ich nehme immer ein Pertinaxstück, auf beide Seiten 0,2mm Klinger Statite-Dichtung drauf, erledigt, da hat sich bei mir noch nie was verzogen, natürlich gefühlvoll anziehen, bei warmen Motor noch mal nachziehen. Habe aber bis jetzt bei jeder wiederholten Montage die Klinger-Dichtung immer ersetzt, muss man eben genug machen

Gruß Steffen
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Steffen » Sonntag 17. November 2013, 14:16

Hier ich noch mal

zum Loctite, ... nicht gut, (spreche aus Erfahrung - nicht beim Schieber, aber bei anderen Sachen) - Wärme und Loctite :bindagegen: (Teile, die mit Loctite zusammen geklebt worden bekommt man nur mit WÄRME auseinander, Kleber verflüchtigt sich usw. es bleiben krümmelige Rester, sieht aus wie weißer Harz)
an deiner Stelle würde ich das Teil mal dauerhaft auf 100grd erwärmen und sehen was passiert
ohne Loctite hätte es sich bei ausreichender Presspassung auch nicht gelockert, das Schiebermaterial dehnt sich bei Erwärmung mehr aus als die Hülse darüber

zum Laufspiel: es kann ruhig genauer sein, der Leerlauf wird bei warmen Motor eingestellt, das Gehäuse dehnt sich mehr aus als der Schieber, wenn er mit Messing oder Edelstahl überzogen ist, selbst wenn er original aus Alu ist und der Körper aus Zinkdruckguss, Zink hat da die größte Ausdehnung, dann kommt Alu; Messing und Edelstahl ist eigentlich gleich, obwohl es Edelstahlsorten gibt die eine äußerst geringe Ausdehnung haben, die nehme ich jetzt mal aus

Gruß Steffen
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Klaus Thoms » Sonntag 17. November 2013, 16:52

Wozu denn auf der Vergaserseite überhaupt eine Dichtung , wenn der Pertinax/Tufnol etc Flansch eben ist reicht der O-Ring doch...
Und die Flanschfläche am Zylinderkopf sollte tunlichst auch eben sein ( oder nachgearbeitet sein ) dann kann sich nichts verziehen .
Dann genügt auf der Zylinderkopfseite Loctite Flächendichtung ( Das orange Zeug ) , das ist besser als jedwedes Dichtungszeug , das ist immer komprimierbar.
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Steffen » Sonntag 17. November 2013, 17:50

Klaus Thoms hat geschrieben:Wozu denn auf der Vergaserseite überhaupt eine Dichtung , wenn der Pertinax/Tufnol etc Flansch eben ist reicht der O-Ring doch...
Und die Flanschfläche am Zylinderkopf sollte tunlichst auch eben sein ( oder nachgearbeitet sein ) dann kann sich nichts verziehen .
Dann genügt auf der Zylinderkopfseite Loctite Flächendichtung ( Das orange Zeug ) , das ist besser als jedwedes Dichtungszeug , das ist immer komprimierbar.


Sorry, na klar da ist ne Gummidichtung (aber nicht bei allen), erst ab Monobloc, oder? ich habe nur ältere Modelle (mein jüngstes ist Bj.`51 oder `52), da ist nix mit Gummi
das mit den ebenen Flächen habe ich jetzt mal vorausgesetzt
Loctite Flächendichtung - wenn zuviel (was du ja nicht siehst) ziehts dann mit rein

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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Klaus Thoms » Sonntag 17. November 2013, 19:21

Ebene Flächen vorausgesetzt...... :lach:
Ich weiss nicht was du mit zuviel meinst , aber mir passiert so was nicht :pfeiffen:
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Norton » Sonntag 17. November 2013, 19:27

Weiß nicht, was jetzt wegen dem bißchen Loctite passieren soll. Der Vergaser wird schließlich nich soo warm. Die Hülse hätten ohne Loctite wahrscheinlich genauso gehalten, aber ob ich sie drauf gebracht hätte, da bin ich mir nicht sicher. Ich denke das Loctite hat da ganz gut geschmiert, ohne wäre auf halben Wege Schluß gewesen und ich hätte nur noch die weichen Schieber gestaucht.

Gruß. Martin.
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon dose » Freitag 22. November 2013, 14:18

mal ne blöde Frage an die versammelte Kompetenz:
wäre es sinnvoll so ein Schieber gleich bei einem neuen Vergaser umzubauen? Oder muss man dann zuviel abdrehen? Der Vergaser selbst ist ja auch nicht gerade dickwandig, mehr als einmal dreht man den sicher nicht aus.
Lohnt sich natürlich bloß wenn der Verschleiß durch die andere Materialpaarung deutlich nachläßt (das ist die eigentliche Frage!) :gruebel:

fragt sich Andreas
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Martin » Freitag 22. November 2013, 14:32

Bei neuen Vergasern macht der Griff zu verchromten Schiebern (gab es mal) und den anodisierten (gibt es theoretisch) Sinn
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