Pancakes und Concentrics büchsen

Probleme mit Deinem Versager? Hier rein...

Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Norton » Montag 28. Oktober 2013, 20:42

Hallo Gemeinde.
An meinem Domi99 habe ich zwei Vergaser (Concentrics) mit Trichtern. So richtig wohl ist mir bei der Sache nicht. Verschleiß an Kolben und Zylinder fände ich nicht mal so schlimm (der hustet das auch wieder aus), aber die Vergaser leiden auch drunter. Jetzt grade mit dem vielen Dreck auf den Straßen merkt man das auch. Das Standgas ist nicht mehr gleichmässig, weil sich m. E. die Schieber schon etwas klemmen. Die Triumphen und BSAs hatten doch so schöne Pancakes auf ihren Vergasern.
Was wäre denn da empfehlenswert, evtl auch mit auswaschbaren Elementen, oder gleich zu K&N?
Wo kriegt man sowas her?

Mit dem Erik Boelen hab ich grade Kontakt. Der büchst Concentrics für 50 eur das Stück. Der Vergaserkörper wird aufgebohrt und auf den Schieber kommt eine Edelstahlbüchse. Er braucht dazu nur das Gehäuse und die Schieber.

Dank und Gruß. Martin.
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Martin » Montag 28. Oktober 2013, 20:53

Es gibt für die Triumph Pancakes K&N einsätze.

Zu den Erik Boelen Buchseln... Er spannt die mit dem Düsenstock in die Drehbank und dreht die hauchzart aus.
Dann dreht der den Schieber leicht ab und überzieht ihn mit einer Buchse, die passend zum Vergaserkörper gefertigt ist.
Die Nase oben am Schieber,der in der Nut läuft bleibt.
Die Buchse ist genau darunter "zu Ende"
Funktioniert gut, aber ich denke jeder der ne Drehmaschine bedienen kann sollte das hinbekommen.
Ich will jetzt nicht falsch verstanden wissen, ich bin von eriks Arbeit überzeugt und habe selbst einige von ihm gebuchste Vergaser hier.
Ich bemängele, dass er jeden Vergaser samt Schieber mit einem eigenen Maß fertigt. Also sind die nicht untereinander tauschbar.
Sinniger wäre es, ein Referenzmaß festzulegen und alle Schieber gleich zu überziehen. Dann könnte man wieder mit schieberausschnitten experimentieren, wenn nötig. Das geht nämlich dann nicht mehr.
Wenn Du einen Gaser buchsen lässt, dann solltest Du auch Nadel und Nadeldüse wechseln.

Gruß, Martin
Zuletzt geändert von Martin am Montag 28. Oktober 2013, 21:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Wuselwahnwitz » Montag 28. Oktober 2013, 21:06

Versteh' ich jetzt nich':

Ein technologischer, flugfähiger Techniker mit DomiZylinder-Reparier-Drehbank im Keller ("...zwei Wochen auf ein Tausenstel geklöppelt..")...ruft Mr.B. an um Versager machen zu lassen...?

Aha.

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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Norton » Montag 28. Oktober 2013, 21:23

Der Gedanke, daß selbst zu machen, ist mir natürlich auch sofort durch den Kopf gewandert. Die Frage ist halt nur, was nimmt man für die Büchse über den Schieber? Das wird mir der Erik Boelen wohl nicht verraten und selbst wenn, dann ist es wiederum die Frage, ob man das bißchen Material für zwei Schieber auftreibt.
Was mich jetzt wiederum etwas stutzig macht, ist die Tatsache, daß dann jeweils nur Schieber und Gehäuse als Paarung zusammenpassen und dann nicht mal ein Pärchen untereinander tauschbar ist. Das klingt irgendwie nach Bastelei.
Ich glaub, ich schau mir das selber noch mal genauer an.
Das mit dem büchsen eine Vergaserüberholung gleich mit ansteht... für mich logisch. In die klapperigen Gehäuse neue Schieber und Nadeln und Nadeldüsen, da drin sah ich halt keinen Sinn.

In den BSA und Triumphen waren doch Papierelemente in den Pancakes. Sind die in den mehr oder weniger vollkommen offenen Gehäusen nicht ruckzuck durch Feuchtigkeit und Regen verqollen?

Gruß. Martin.
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Phil » Montag 28. Oktober 2013, 22:21

Hey Norton-Martin,

hmmmm... Ob Bastelei oder nicht, es funzt auf Dauer, darauf kommt es IMHO an.

Die Buchse ist aus irgendeinem Edelstahlrohr, allerdings haben mir weder mein Tast- noch mein Geschmackssinn die Legierung/Werkstoffnummer eröffnet.
Die Nase am Schieber muss noch da sein, sonst wird das nix, ansonsten ist es relativ schnurz, wie ausgeschlagen der Schieber ist.
Erik macht das eben so, dass er so wenig Material wie möglich im body rausnimmt, um wieder eine gerade Bohrung hinzukriegen. Die Verzieherei des Flansches geht i.d.R. auch einher mit einer verzogenen Bohrung. Und nach dem Maß jener dann wiederhergestellten Bohrung wird eben die Buchse passend hergestellt. Allerdings weiß ich nicht, was für ein Laufspiel Schieber-Body der gute Erik denn herstellt.

Luftfilter: die Papierdingers quellen nicht doll auf, es gibt aber auch mesh-Filter à la K&N von Emgo. Ich mag die mesh-Dingers lieber, weil die kann man zur Not in der Spülmaschine sauber machen.... :mrgreen: :mrgreen:
Wobei die K&N sicher langlebiger sind, allerdings rufen die Jungs auch mehr auf. Kuxtu mal bei Ebay, der Filtertyp ist TB-0100. Ach ja, eine Düsennummer mehr scheint bei den mesh-Dingern gut zu sein. Ich habe eine .107-Nadeldüse und eine Nummer mehr an der Hauptdüse. Die Kerzen sehen gut aus damit, und die Möhre nimmt auch heiß aus dem Leerlauf heraus Gas an, ohne dass ich melken müsste.

Ich hoffe, geholfen zu haben und wünsche Dir frohes Entscheiden.

Beste Grüße

Ph.
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Ulmer » Montag 28. Oktober 2013, 23:45

Phil hat geschrieben: Allerdings weiß ich nicht, was für ein Laufspiel Schieber-Body der gute Erik denn herstellt.

Beste Grüße

Ph.


...welches laufspiel haben denn die orginoool, weis das jemand? kann man ja mal rausmessen falls jemand noch nen unverschlissenen vergaser hat.

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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon jan » Dienstag 29. Oktober 2013, 00:25

Ulmer hat geschrieben:
Phil hat geschrieben: Allerdings weiß ich nicht, was für ein Laufspiel Schieber-Body der gute Erik denn herstellt.

Beste Grüße

Ph.

...welches laufspiel haben denn die orginoool, weis das jemand? kann man ja mal rausmessen falls jemand noch nen unverschlissenen vergaser hat.

greetz ruschie

Also, so oft, wie ich an meinem Concentric Mk. I schon die Riefen mit 180er oder 240er Schleifleinen (und etwas Spucke; manchmal auch mit 30er Öl aus dem Kännchen) aus dem Schieber geschliffen habe, müsste da schon mindestens eine 2-Millimeter-Wurfpassung drin sein.

Geht aber immer noch tadellos, und das Standgas lässt sich auch noch einstellen. Und Leistung ohne Verschlucken ist auch da.

Sorry, aber dieser Vergaserschieber-Hype erscheint mir überflüssig. Obwohl... eine Matchless ist natürlich auch nicht so ein sensibler Araberhengst wie bspw. eine Norton oder eine BSA...
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Öko » Dienstag 29. Oktober 2013, 06:24

Fahre K&N seit vier Jahren jedoch nur von April bis Ende September...auf meiner Japanbüchse seit 2001 und über 75Tkm
Habe jetzt mit meiner zweiten 750er Bonnie vier MK2 zu liegen...mal sehen...50€per Stück ist ja noch überschaubar
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Norton » Dienstag 29. Oktober 2013, 20:00

Ich hab noch ein Pärchen 32er Concentrics, die müßten neu sein. Ich werd da mal rein messen.
Warum der Erik ausgerechnet ein Edelstahrohr nimmt, ist mir schon etwas suspekt. Grade Edelstahl hat nicht gerade die besten Gleiteigenschaften, es sei denn es ist ein Sonderwerkstoff. Vielleicht gibts halt auch grade ein Edelstahlrohr in einer günstigen Abmessung und alles ist besser als die orginale Materialpassung? Wenn der Erik das für 50 eur das Stück macht, dann kann das nicht viel Arbeit sein. Viel länger als eine Stunde darf das dann nicht dauern. Also mit Büchse aus dem Vollen drehen wird das nichts. Der dreht den Schieber auf ein definiertes Maß ab, preßt (oder klebt mit Loctite?) seinen Büchsenrohling (ein Stück von dem Rohr) auf den Schieber, dreht den Vergaser aus und dreht dann den Schieber auf das passende Bohrungsmaß. Den Schieberausschnitt und den Ausschnitt für die Anschlagschraube muß er auch noch rausfeilen. Viel Luft ( bei der Arbeitszeit) für große Passungsspielereien ist da nicht.
Vor allem kann die Büchse keine große Wandstärke haben. So bei 0,7 mm vielleicht. Mit viel Überdeckung aufpressen wird das nichts. Das geht ehr nur so Null auf Null und mit Loctite, oder sogar mit einem Spalt, damit auch Loctite dazwischen paßt.

Wenn ich das wirklich selbst mache (es geht grad so durch meinen Kopf), dann mache ich mir jedenfalls ein Flanschstück, auf den ich das Vergasergehäuse schraube und damit dann ausdrehe. So könnte man den Verzug beim festschrauben gleich mit ausdrehen. Nach dem aufschrauben auf den Kopf wäre die Schieberbohrung dann jedenfalls rund.

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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Norton » Dienstag 12. November 2013, 18:19

Gestern hab ich die neuwertigen 32er mal rausgekramt, die Schieber ausgebaut und Schieber und Vergasergehäuse mal nachgemessen. Ich komme auf ein Laufspiel der Schieber im Gehäuse von etwa einem Zehntel. Ich finde das ziemlich reichlich.
Würde ein Messingrohr auf dem Schieber eine gute Materialpaarung zum Vergasergehäuse ergeben? Da hätte ich nämlich eines.

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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Ulmer » Dienstag 12. November 2013, 18:51

Norton hat geschrieben:Gestern hab ich die neuwertigen 32er mal rausgekramt, die Schieber ausgebaut und Schieber und Vergasergehäuse mal nachgemessen. Ich komme auf ein Laufspiel der Schieber im Gehäuse von etwa einem Zehntel. Ich finde das ziemlich reichlich.
Würde ein Messingrohr auf dem Schieber eine gute Materialpaarung zum Vergasergehäuse ergeben? Da hätte ich nämlich eines.

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...was ist denn nicht mehr reichlich, wie klein sollte das spiel denn sein, 5/100tel? das sind ja schon maße wie im wkz.-bau!
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Wuselwahnwitz » Dienstag 12. November 2013, 18:57

'N Zehntel ist schon ganz okay. Ich hätte mehr erwartet.....
Die Dinger haben 'halt 'ne Wurfpassung...irgendwie muss man ja den Verzug ausgleichen :mrgreen:
Dafür laufen die aber auch immer...

Ich hatte in den USA aber auch diese Keihin-Vergaser in der Hand. Die machten einen ganz besonders guten Eindruck auf mich.
'Dranbauen, fröhlich sein. Alles soll passen: Düsen, Züge,Flansche und Lufi. Und relativ günstig dazu (für mich 8) )
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Ulmer » Dienstag 12. November 2013, 19:04

...keihin is aber harleigedöhns, hab ich auf der pan, und die läuft echt geil damit, schmeiß s&s in die tonne..... :facepalm2: ich schweife ab, ist HARLEY DAVIDSON
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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Norton » Dienstag 12. November 2013, 19:08

Wenn der eventuelle Verzug nicht wäre, müssten 3/100mm auch reichen. Wenn das von neu auf schon mal klappert, dann klappert sich das halt auch schnell aus.
Nein, auf das ehrwürdige alte englische Motorrad kommt mir kein japanischer Vergaser. Einen aus Nürnberg würde ich mir vielleicht noch eingehen lassen, auf meiner Atlas hab ich auch einen Bing.

Ein guter Werkzeugbau arbeitet auch noch mit Toleranzen von 5/1000mm.

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Re: Pancakes und Concentrics büchsen

Beitragvon Goldstar » Dienstag 12. November 2013, 19:13

Norton hat geschrieben:Wenn der eventuelle Verzug nicht wäre, müssten 3/100mm auch reichen. Wenn das von neu auf schon mal klappert, dann klappert sich das halt auch schnell aus.
Nein, auf das ehrwürdige alte englische Motorrad kommt mir kein japanischer Vergaser. Einen aus Nürnberg würde ich mir vielleicht noch eingehen lassen, auf meiner Atlas hab ich auch einen Bing.

Ein guter Werkzeugbau arbeitet auch noch mit Toleranzen von 5/1000mm.

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