Polierbock

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Polierbock

Beitragvon chinakohl » Montag 26. Juni 2017, 07:52

Moin,

hat schon mal jemand eine Doppelschleifmaschine zum Polierbock umgebaut?
..... ich meine, so`n Akt kann das ja mal nicht sein: Schutzabdeckungen beidseitig demontieren, Schleifscheiben ab und Aufspanndorne drauf.
Allerdings braucht man da unter 500W Leistungsaufnahme erst gar nicht drüber nachzudenken - 200er Polierscheiben sollten ja doch schon sein ;-)
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Re: Polierbock

Beitragvon Se Nü » Montag 26. Juni 2017, 08:09

Willst Du das wirklich selber machen? Das ist eine dermassene Sauerei... Im Keller? :surpris:
Ich hab mir vor 10 Jahren für 20 Mäuse einen 1,5 PS Elektromotor aus Kina bestellt, kannst auch einen ollen Waschmaschinenmotor nehmen. Den auf einen Bock gebaut. 20cm Scheiben kriegst Du in Solingen an jeder Ecke, Polierpaste in Industrie-Packungen auch. Achtung, Polierscheiben und Mittel nicht mischen!
Aber noch mal, wenn überhaupt mach ich mal ne Kleinigkeit draussen, mit Schutz Overall, Maske, Visir, Mütze, sehr dicke Lederhandschuhe ( wird halt sehr heiss).
Danach ne Stunde Duschen um den Dreck aus den Ohren zu kriegen ...
Allein der Wasserverbrauch rechtfertigt zum Polierer zu gehen und das machen zu lassen. Auch das Ergebnis ist deutlich professioneller!
Ich hab das hinter mir. :-k

In Haan am Handelshof gibt es einen sehr guten. Günstig ist der auch.

So long,
Stefan
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Re: Polierbock

Beitragvon Se Nü » Montag 26. Juni 2017, 08:11

Achsoja, den Dorn für die Motorenwelle kriegste in der Bucht, oder drehen lassen, je nach dem in welche Richtung der Motor dreht.
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Re: Polierbock

Beitragvon chinakohl » Montag 26. Juni 2017, 08:52

... man bekommt beide Seiten in der Bucht - geht los ab 19 € pro Stück...........wobei der Motorwellendurchmesser der Ausschlag-gebende Punkt ist.
Wenn man `n bisschen rechnet, kann man für knapp um 100 Euro schon `n Semi-Profi Gerät bauen - kommt darauf an, was man für`n guten gebrauchten Doppelschleifbock zahlt.
Alu Polierset kostet beim Spiller um 60 Euronen (200er Scheiben!!!!)
Weniger macht kaum Sinn, wenn "billiger" kannste besser die Handbohrmaschine mit biegsamer Welle nehmen.


..... und ja - ich hab`das ebenfalls bereits (gewerblich) hinter mir (das Polieren - nicht das bauen einer Poliermaschine ;-) ) ...... da brauchst du mir nix von zu erzählen :D ........ leider kann und will ich auf das "gewerbliche Equipment" nicht mehr zugreifen (siehe anderer Thread).
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Re: Polierbock

Beitragvon Se Nü » Montag 26. Juni 2017, 09:03

Du brauchst "Bums" und die richtige Drehzahl.
Ich habs nicht mehr im Kopf aber bei einer 20cm Scheibe ergibt sich das nach zurückgelegter Strecke pro Meter an der Oberfläche der Scheibe.
Du musst oftmals ziemlich stark drücken, da stirbt ein Doppelschleifbock - jedenfalls alle die ich kenne - den Heldentod.

Wellen der Motoren sind meist genormt, so gross sind die Unterschiede nicht. Die Dorne gibts dann in saugender Passung.

Arbeitsschutz nicht vergessen. Du glaubst gar nicht wie viele Teile schon im Keller umher geflogen sind, auch auf nimmer wiedersehen oder anschliessend vermackter als vorher. Brandblasen gibts auch mal. Finger ordentlich schützen! Augen sowieso, Lunge ist bei Rauchern egal :-&
Zuletzt geändert von Se Nü am Montag 26. Juni 2017, 09:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Polierbock

Beitragvon Se Nü » Montag 26. Juni 2017, 09:05

Noch was, ich hab sogar ne Dustabzughaube umgebaut mit einem Industriestaubsauger dran und Gebläse nach draussen um dem Dreck Herr zu werden.
Meine Erkenntnis: Man braucht einen eigenen Raum zum polieren und schleifen.
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Re: Polierbock

Beitragvon chinakohl » Montag 26. Juni 2017, 09:16

Nüppi hat geschrieben:Arbeitsschutz nicht vergessen. Du glaubst gar nicht wie viele Teile schon im Keller umher geflogen sind, auch auf nimmer wiedersehen oder anschliessend vermackter als vorher. Brandblasen gibts auch mal. Finger ordentlich schützen! Augen sowieso, Lunge ist bei Rauchern egal


Kenn`ich :D :D :D ......... ist mir Anfangs auch schon des öfteren passiert ..... vor allem beim Vorpolieren mit der Nessel- oder Sisal-Scheibe.
Bei einem Kollegen hat sogar schon mal die Schwabbelscheibe (zur Endpolitur) angefangen zu brennen :D :D :D

Was den Motor angeht, schrieb`ich ja schon:
chinakohl hat geschrieben:Allerdings braucht man da unter 500W Leistungsaufnahme erst gar nicht drüber nachzudenken

Die meisten Doppelschleifböcke haben ja auch nur 150 - 300W .... da soll das wohl sein, das die Mühle mitten im Poliervorgang stehen bleibt ...... so`ne Güde oder Rotwerk Krücke kannste da getrost vergessen - da würd`ich schon eher nach `nem Gerät von Hanning, Greif oder Fein gucken (leider brauchen die oftmals 380 V Drehstrom).


...... und Lunge ist nicht egal!!!! Auch nicht bei Rauchern ;-)
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Re: Polierbock

Beitragvon chinakohl » Montag 26. Juni 2017, 11:36

Und da ich mich jetzt mal "schlau" gemacht habe :D :

Ein optimales Polierergebnis erzielt man bei einer Umfangsgeschwindigkeit von 20 - 30 m/s .
Dieses entspräche bei einer 200er Scheibe einer Motordrehzahl von 1900 - 3000 U/min ........... Doppelschleifmaschinen haben zumeist irgendwas um 2850 - 3000 U/min ..........
Und wenn ich mir Poliermaschinen von Optimum oder Bernardo so anschaue, geht`s da bei 250W für`n Heimwerker und 450 - 500W für`n Semi-Profi Gerät los ............ welche dann aber immer noch ab 200 - 450 Eus als Neugerät kosten (und als Gebrauchtgerät auch nicht viel günstiger sind ).
Da finde ich die Überlegung mit dem Umbau eines Doppelschleifbock gar nicht soooooo verkehrt ........

Geräte für`n zahntechnisches Labor kannste wahrscheinlich vergessen - die taugen nur zum polieren von wirklichen Kleinteilen (wie Schrauben o. ä. ). Da würde ich aus Kostengründen eher eine Handbohrmaschine mit biegsamer Welle bevorzugen ..........
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Re: Polierbock

Beitragvon Se Nü » Montag 26. Juni 2017, 13:16

den Motor habe ich:
http://www.ebay.de/itm/1500W-Elektromot ... SwbdpWXuA4

den hab ich vor vielen Jahren für ne Hand voll Reis - 20€ schlagmichtod - bei Ebay gekauft. Wäre ich nicht zu faul zum suchen würde ichs sogar für Dich machen, bin ich aber gerade bzw hab nicht mehr Zeit.
Meiner ist grün, die Farbe ist aber egal beim polieren!
Ich hab das Ding dann auf einen dicken Holzklotz geschraubt und den wiederum auf eine Workmate.
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Re: Polierbock

Beitragvon chinakohl » Montag 26. Juni 2017, 14:20

Nett von dir ............ ist aber nicht zwingend notwendig :D
Nüppi hat geschrieben:Wäre ich nicht zu faul zum suchen würde ichs sogar für Dich machen, bin ich aber gerade bzw hab nicht mehr Zeit.


Hab`da gerade einen 520W Doppelschleifbock (Flott?) für 40 Euronen im Auge. Asbach-uralt und steht in unmittelbarer Nähe ............
"Asbach-uralt" finde ich klasse - früher hat man ja noch echte "Panzer" gebaut.
Wenn`s klappt, frag`ich `nen guten Bekannten ;-) , ob er mir mal eben eine Schutzhaube bauen kann. Er ist Meister in `ner Blechbude (praktischerweise einen Steinwurf von meinem Keller entfernt :D ), die sich gewerblich mit Rohrleitungsisolierungen für die Industrie beschäftigt - die haben Kantbänke, Rundmaschinen, Sickenmaschinen, Fallscheren und den ganzen Kram da rumstehen und verarbeiten am Tag kilometerweise Alu- oder Edelstahlblech.
........ und so`ne blöde Wandkonsole aus stabilem 30/30er Winkelprofil kann ich mir selber zusammenschweißen.

Klasse wäre wahrscheinlich auch so`ne große Schleifmaschine aus `ner alten Schusterei ........... wenn man da `rankommen würde und das Ding in die heimische Werkstatt verfrachten kann (incl. Absaugung sind die Teile meistens ja so groß, wie`n mittlerer Wohnzimmerschrank :-) )

Jetzt gehe ich aber mal in meinen Werkstattkeller ............ meinen ollen Kaeser auseinandernehmen/reparieren. Den hab`ich mal vor Jahren irgendwo "für lau abgestaubt" und vorsorglich eingelagert - brauchen kann man sowas ja früher oder später immer mal.
Da ist nach meiner Erinnerung "nur" der Kesseldruckschalter defekt .................
Hat zwar nur `n 15 oder 25 L Kessel - aber für`n Mopped-Tank sollte das mit `ner HVLP - Dekorpistole irgendwie reichen. Dann ist das Thema "Lackierung" auch schon fast abgehakt :-)
........ und wenn der Kessel mittlerweile "durch" ist ............. kein Problem: Hier um die Ecke ist der "Hoffmann" mit seinem "LKW Museum" - der wird bestimmt noch irgendwo einen Druckkessel von `ner LKW- Bremsanlage `rumliegen haben.

Trotzdem danke für`s Angebot .......
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Re: Polierbock

Beitragvon chinakohl » Freitag 7. Juli 2017, 08:48

Moin,

wer kann mir je eine linksläufige sowie eine rechtsläufige Polierspindel für 15mm Motorwellenaufnahme (Klemmung mit Madenschraube) drehen?
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Re: Polierbock

Beitragvon chinakohl » Donnerstag 13. Juli 2017, 15:59

Polierbock ist fast fertig - nur noch`n bisschen die Schweißnähte verschleifen und anpinseln. Ist jetzt doch ein Elektra Beckum mit 0,6 Kw und 2850 U/min geworden - das sollte für 150er Scheiben ausreichen.
Die beiden Ausleger hinten am Motor dienen zur Befestigung einer Staubschutzhaube - welche ich noch bauen muss (mal meinen "Blechkumpel" fragen :D ) .... keinen Bock, das mir der Dreck beim Polieren die Wand vollsaut.
Standfest wird das, weil ich es am Boden festschrauben werde .........

....... jetzt brauche ich nur noch einen "Dreherkumpel" (für die Polierspindeln) .................... Tischdrehbank ist dann die nächste Baustelle.
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Re: Polierbock

Beitragvon Gerd » Freitag 14. Juli 2017, 05:29

.... keinen Bock, das mir der Dreck beim Polieren die Wand vollsaut.

Die Wand wird nicht das schlimmste sein, der Dreck bzw. Staub fliegt ohne Absaugung überall rum.
Ich hab das so gelöst, sieht zwar primitiv aus, ist es auch, zeigt aber bei kleinen Teilen Wirkung. Der Staub sammelt sich im Eimer.
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Re: Polierbock

Beitragvon Se Nü » Freitag 14. Juli 2017, 07:54

Gerd hat recht, die Wand ist Dein geringstes Problem und ohne Absaugung hast Du den Dreck und die Fasern in jeder Pore.
Ich hab einen alten Staubsauger benutzt und mir eine Hood aus Pappe und Teilen einer Dunstabzugshaube gebaut, da kannst Du immer mal was dran tüddeln oder weg schneiden wies gerade passt. 600 Watt finde ich aber n büschn wenig ...
Egal, nach 10 Minuten polieren weisst du was wir meinen :)
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Re: Polierbock

Beitragvon Tim » Freitag 14. Juli 2017, 09:52

Nüppi hat geschrieben:Gerd hat recht, die Wand ist Dein geringstes Problem und ohne Absaugung hast Du den Dreck und die Fasern in jeder Pore.


Genau diese Überlegung - gestützt durch Feldversuche mit Polierspielwaren von irgendeiner Messe, deren Benutzung schon für drastisch Dreck gesorgt hat- hat mich zu der Einsicht gebracht, dass das eine der Arbeiten ist, für die ich sehr gerne einem Fachmann seinen fairen Lohn zukommen lasse (okay, eine "Messerschleiferstadt" in der direkten Nachbarschaft zu haben, hilft da schon, zugegeben).


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