BSA A 65 Lightning aka der Nü-Phi-Blitz

Baust Du noch oder fährst Du schon?

BSA A 65 Lightning aka der Nü-Phi-Blitz

Beitragvon Phil » Sonntag 2. Juli 2017, 16:34

Hallo Leute,

soooo... Ich hab' zusammen mit Stefan aka Nüppi einen Lightning-Bausatz gekauft. Nummerngleich, Baujahr Mai 1970.
Wir wollen das Ding zusammen aufbauen, mal sehen, ob einer sie dann behält, ansonsten geht sie eben wech...

Und ja, sie hat einen deutschen Brief und lief in der Höxter-Ecke. Das alte Lied, Moped gekauft, angefangen damit, zerlegt, Teile aufarbeiten lassen usw. usf. Der Verkäufer hatte das Ding in 2001 erworben und eben nie zu Ende gebracht.

Der Bausatz besteht aus einem fertig gelackten Rahmen und Schwinge, Moder hat wohl neue Lager bekommen mit Schliff der Kurbelwelle, Pleuel überholt und sehen gut aus, barrel gebohrt auf +.040" mit AE-Hepos, Kopp mit neuen Führungen und Nucleus-Ventilen von PeWe gemacht. Lackteile sind neu gemacht, ich bin nicht an allen Stellen wirklich berauscht, aber eigentlich sieht es bis jetzt recht gut aus, Fehlteile sind überschaubar und unkritisch.

Die Hubzapfen der Welle sehen nicht wirklich super-gut aus, mal sehen, was beim Messen raus kommt. Die Spuren sollten beim Härten zuwachsen, wenn die Zapfen rund sind, dann könnte man den Schliff vielleicht sogar lassen. Nach dem Messen mehr...



Die Gehäuseteile hatte ich ja schon kurz gezeigt und um Eure Meinung gebeten, wie man das matte bräunliche graue des Alus wieder hinbekommt. Ich versuche es die Tage mal mit Vlies und WD 40, dann wollte mir Bernd aka Bohemund noch ein Pröbchen des EMR-Zeuch schicken. Mals ehen, was raus kommt, ich werde zu berichten wissen.

Heute habe ich mir die mitgelieferten Gabelbeine angesehen.

Normalerweise sind die Verschraubungen der Klemmfäuste 5/16" UNF und eben Schrauben. Hier sind es Stehbolzen M 8. :facepalm2: Ich werde es nie verstehen, warum man sowas macht, aber die Bolzen sind fest und das Gewinde okay, also bleiben sie drin, bis da echter Handlungsbedarf ist.

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Es ist ein Jammer, dass die Leute die oil seal holders echt immer noch mit dem Dorn auf und zu machen.

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Das Werkzeug ist billiger als neue holders.

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Très chic ist auch der Sprengring für das shuttle valve... Zum Glück habe ich einen ziemlichen Fundus. :mrgreen:

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Die Standrohre warne neu dabei, bei genauerem Hinsehen ist es wohl eine Tri-Gabel gewesen. Die sind gleich, bis auf die Standrohre. Die BSA-Standrohre sind ca. 15 mm länger und haben einen anderen Konus oben. Man sieht es im direkten Vergleich.

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Ein Bein hab' ich wieder zusammen, neue Buchsen und Simmerringe waren im Bausatz dabei. Kleinteile wie neue O-Ringe, Dichtring shuttle valve und den fehlenden shim auf der oberen Buchse hatte Martin Ehrkamp zum Glück vorrätig.

Ich werde Euch weiter zu labern, Stefan sicher auch... ;-D

Schöne Grüße

Ph.
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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Leftie » Sonntag 2. Juli 2017, 20:00

Hi Phil,

Danke für die Live-Bilder, bitte weiter berichten!!

Und natürlich viel Erfolg beim Aufbau!

Gruss, Ralph
1973er Commando, 1991er BMW R80 :naja:
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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Se Nü » Montag 3. Juli 2017, 11:00

... was bisher geschah ...

Dann will ich auch noch mal was zur Historie beitragen, sehr spannend finde ich.

Die wunderschöne Lightning ist im Sommer `70 in Birmingham aus dem Ei geschlüpft und wurde am 3.8.1970 (dem Geburtstag meiner Frau) zum ersten mal in Emsdetten zugelassen.
Der erste Eigentümer war ein junger Assistenzarzt aus Emsdetten, mit einem wohlklingenden asiatischen Namen. Er praktiziert noch heute in Bremen.
Ich schreibe Ihm demnächst mal einen netten Brief und Bitte Ihn um Informationen oder vielleicht Fotos aus dieser Zeit … Ich bin gespannt ob er sich noch erinnert.
Wer war eigentlich damals Importeur bzw gabs einen BSA Händler in Emsdetten?

Ziemlich genau ein Jahr später, am 12.8.71 (an diesem Tag wurden in den Schulen Hamburgs die sog. Klick-Klack-Kugeln aufgrund der Verletzungsgefahr verboten) hat der Assistenzarzt die schöne Lightning an einen Kraftfahrer in Borchen (Kreis Paderborn) verkauft.
Über den Kraftfahrer ist leider nichts weiter bekannt.

Am 10. April 1972, also knapp ein Dreiviertel Jahr später (es war ja noch der Winter dazwischen, unser Kraftfahrer ist sicher nicht viel gefahren) hat ebendieser die A65 an einen Heizungsinstallateur in Brakel (Kreis Höxter) verkauft. An diesem Tag bei der damaligen Oscar-Verleihung wurde übrigens Charlie Chaplin mit dem “Ehren-Oscar” ausgezeichnet.
Unser Heizungsinstallateur ist die Lightning dann immerhin knapp 5 Jahre gefahren.

Am 2. Februar 1977 vermacht unser Heizungsinstallateur seine Maschine an seinen Bruder in Brakel und ebendieser Bruder meldet die Maschine knapp 10 Wochen nachdem Elvis verstarb am 2.11.1977 ab.

Der letzte Eigentümer bei Stilllegung '77 war Schreiner, ein durchaus versierter Handwerker in Holz wie mir der letzte Besitzer erzählte. Er zerlegte die Lightning in sämtliche Einzelteile und versuchte sich in Metall, musste allerdings feststellen das dies nicht sein bevorzugter Werkstoff war…
Damit wanderte die schöne A65 in sämtliche Ecken der Garage und fristete als Puzzle Ihr dasein bis dann der letzte Besitzer, ein Maschinenbauer aus Beverungen sie am 2.12.2001 erwarb (am Tag darauf unterstreicht Parteichefin Angela Merkel mit einer engagierten Rede ihren Anspruch auf die Kanzlerkandidatur).
Unser Schreiner besaß damals auch noch eine Thunderbolt die er ebenfalls verkaufte. Diese Thunderbolt fährt auch noch im Kreis Höxter irgendwo.

Der letzte Eigentümer steckte schon viel Zeit und Liebe in den Wiederaufbau welcher sich aber durch Familiengründung und Umzug stark verzögerte und schliesslich leider abebbte.
Das Lightning Puzzle verbrachte so weitere 16 Jahre verteilt in einer geräumigen Garage - bis Phil und ich kamen und sie retteten \:D/

Den Wiederaufbau könnt Ihr hier beobachten und ich freue mich schon riesig auf das erste mal ankicken! Nach rund 40 Jahren :halloatall:

So long,
Stefan
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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Mineiro » Montag 3. Juli 2017, 13:08

Das scheint ja langsam in Mode zu kommen in alten Scheunen und Garagen zu stöbern :mrgreen: Erst der Jan mit seiner Miele und nun ihr mit der Lightning. Ich finde es persönlich :top: wenn sich jemand fachkundinges solchen vergessenen Fahrzeugen annimmt. Wäre doch Schade wenn eines Tages ein ahnungsloser Erbe die Teile einfach auf den Schrottplatz wirft. Freu mich schon auf weitere Berichte von Euch!

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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Martin » Montag 3. Juli 2017, 13:55

Also ich muss an dieser Stelle mal klar sagen, dass ich es wirkllich klasse finde, dass es so verstrahlte Leute wie Euch gibt!

Go on und bringt eine weitere A65 auf die Straße.

Und @Phil: (no offense!!!): Dann wünsche ich mir von Dir, dass Du die olle Star auch mal aus der Garaqgenecke kramst und sie die Nächste ist! :halloatall:
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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Phil » Montag 3. Juli 2017, 22:21

Nüppi hat geschrieben: ...Der erste Eigentümer war ein junger Assistenzarzt aus Emsdetten, mit einem wohlklingenden asiatischen Namen. Er praktiziert noch heute in Bremen.
Ich schreibe Ihm demnächst mal einen netten Brief und Bitte Ihn um Informationen oder vielleicht Fotos aus dieser Zeit … Ich bin gespannt ob er sich noch erinnert.

Sehr interessant, hau' den mal an...

Nüppi hat geschrieben: ...und ebendieser Bruder meldet die Maschine knapp 10 Wochen nachdem Elvis verstarb am 2.11.1977 ab.

Schnickschnack, die Ansage ist ein Schwindel. Elvis lebt! :mrgreen:

Nüppi hat geschrieben: ...und ich freue mich schon riesig auf das erste mal ankicken! Nach rund 40 Jahren :halloatall:

Da freu' ich mich auch drauf, auch wenn es noch eine ganze Weile hin ist...

Mineiro hat geschrieben:Das scheint ja langsam in Mode zu kommen in alten Scheunen und Garagen zu stöbern :mrgreen: ....

Ach was, das Ding hat uns/mich geradezu angesprungen, da war nix gestöbert....

Martin hat geschrieben: @Phil: (no offense!!!): Dann wünsche ich mir von Dir, dass Du die olle Star auch mal aus der Garagenecke kramst und sie die Nächste ist! :halloatall:

Du wirst lachen, Martin. Die Star kommt auch wieder auffe Straße, das hatte ich mir die Tage vorgenommen, jetzt wird es halt erst nächstes oder übernächstes Jahr was, aber es wird stattfinden. Wobei richtig Star nicht, eher ein A 65 Star-Bastard. Weil die Ariel-Naben tue ich mir nicht an. Mal sehen, ein paar Nacelle-Teile habe ich, ich bin nur nicht sicher, ob die 8"-Simplex in die dazugehörigen Gabelbrücken passt. :pfeiffen:

Die Abfolge der Schreibereien zu der Lightning hier wird sicher nicht wirklich logisch sein, eher chronologisch, aber who cares. :-p

Schöne Grüße

Ph.
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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Phil » Sonntag 9. Juli 2017, 09:20

Alsoooooo... Gestern hatte ich das zweite Gabelbein in der Mache. Das gleiche Spiel mit dem durch einen Draht ersetzten Seegerring am shuttle valve. Der rechte Bein hatte aber sogar noch Öl drin. :facepalm2: Was so ein Dichtring auszumachen vermag, schier unglaublich.
Ehrlicherweise muss ich aber sagen, dass das echt ein wenig doof gelöst ist an den Gabeln. Die Verschraubung des fork restrictors muss eigentlich gar nicht raus zum Zerlegen oder Gabel überholen, es ist nur leichter, das Tauchrohr vom Schlamm und Dreck der Äonen sauber zu machen. Aber ich hätte mich wie blöde geärgert, wenn hinterher das Gabelöl unten rausgesuppt wäre. Das hab' ich schon erlebt in der Vergangenheit. :shock:

Schön ist aber, dass die Tauchrohre gut laufen und nicht eingedellt sind. Ein Klassiker an den Dingern ist ja, die Schraube der Schutzblechbefestigung zu lang zu nehmen, beim Anziehen dellt man sich dann das Tauchrohr ein, et voilà: die Gabel klemmt dann beim Einfedern.

Egal, unsere ist gut. Ich hab' auch noch ein wenig geforscht, die Tauchrohre sind echt von einer Tri, die sich aber nur durch die Stehbolzen anstelle der Schrauben zu unterscheiden scheinen. Stehbolzen sind da sogar besser, weil man nicht immer am Tauchrohr selbst rum juckelt. Wenn die jetzt nicht metrisch wären, dann würde es mir richtig gut gefallen, so bleibt ein kleiner Wermutstropfen dabei.

Dann hatte Stefan noch ein paar pics gemacht von der Rücktour, als wir die ganzen Lightning-Brocken außer Rahmen und Rädern in meinen Fuzzie-Volvo V 40 reingequetscht hatten.

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Und noch zwei Grinsemänner, erfreut ob ihrer Beute...

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Witzig auch die Beschriftung auf einem der Kartons, irgendwie trifft es das schon...

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Nächste Woche wollen wir mal das bottom end durchsehen und vermessen lassen, sozusagen als Bestandsaufnahme. Dann wissen wir mehr, was die Kurbelwelle angeht. Wie schon gesagt, ich bin nicht sicher, dass die Hubzapfen so bleiben können. :-k
Wenn wir dann einen Stand haben, geht sie zum Nitrieren und anschließend zum dynamischen Wuchten, die olle Welle. Oder sie klandet vorher eben noch beim Schleifer.

Ich hab' leider meine Forschungen bzw. Versuchsreihen an den Gehäuseteilen noch nicht aufgenommen. Das will ich nächstes WE mal ausprobieren und dann berichten.

Parallel dazu werde ich mich mal um die mitgelieferten Pumpen kümmern. Eine ist eine feststeckende Zinkdruckguss-Pumpe D oder DD, die andere ist eine gusseiserne, aber sowas von grausam verdreckt, das es einen graust. Da sind die Ohren für den DZM-Antrieb der Antriebsspindel hin, aber sie dreht sich, ohne zu haken. Die Antriebsspindel war aber über die Baujahre gleich, zumindest von 66 bis 71, soweit hab' ich nachgesehen. Also lauert hier kein Problem... ;-D

Schöne Grüße

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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Se Nü » Montag 10. Juli 2017, 08:40

wenigstens ein Karton ist richtig beschriftet :ja:

Letzte Woche habe ich den Rahmen und die Räder geholt, die passten leider nicht mehr in Phils Kombi.
Der Rahmen sieht klasse aus, wurde neu lackiert (nicht gepulvert). Mir ist das recht, ich stehe eh nicht so auf die Pulverei ...
Die Räder sind nicht schön, über die mache ich mich die Woche mal her. Neue Felgen und Speichen (auch Lager wenns eh gerade mal auseinander ist) und schon haben wir ein rolling Chassis \:D/

Dann der Motor ... das wird wohl noch ein bisschen dauern.

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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Phil » Sonntag 16. Juli 2017, 17:23

Und weiter ging es bzw. geht's...

Freitag war Buchse messen und Kurbelwelle begutachten. Der Hauptlagerzapfen rechts ist geschliffen, aber die Buchse hat ziemlich Spiel. :shock:
Dafür ist das Rollenlager links kein C3, und es geht ziemlich stramm einzufädeln. Richtig gefallen tut das keinem, der das gesehen hat. Ergo: neue Buchse und neues Hauptlager.

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Die Hubzapfen sind verrieft und teilweise auch vermackt.

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Maßhaltig sind sie zwar sogar im Grundmaß, aber die Welle geht zum Schleifer. Die Pleuel haben neue little end-Buchsen, richtig schön gemacht, gehen stramm durch, aber die Grundbohrungen sind unrund, eins 1/10 mm, das andere 12/100 mm.

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Am Kurbelhaus ist auch der Simmerringsitz geklebt, schweißen ist da eher mau, weil sich der Lagersitz ziemlich sicher verziehen würde. Das wird wohl bei einer Klebelösung bleiben. Ich verstehe nur nicht, wie so etwas passiert. Murks beim Lagerausbau? Keine Ahnung.

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Das Gehäuse hat ein Fehlteil am Kettenschacht, da ist wohl mal eine Kette gerissen. Gestern haben wir dann einen gewissen Reinhard B. aus O. überfallen, auf dass er da wieder was anschweißt. Vielen Dank schonmal im Voraus! :mrgreen:

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Heute war das Wetter eh eher mau, also hab' ich mir die Ölpumpe vorgenommen. Die sah aus, als wäre sie im Kanal oder in 'nem Stall gelegen. :shock:

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Nachdem ich sie vorgereinigt, zerlegt, geschallert und die Dichtflächen gaaaaaaaaaaaaaaaaaanz zart abgezogen hatte, hat sie schon wieder was her gemacht. Irgendein Hirnie hatte die schon mal auf, den O-Ring am Hals hat er einfach weg gelassen, dafür aber die Antriebsspindel abgebrochen.

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Ich hoffe, dass sie anständig pumpt jetzt. Laufen tut sie schön, ohne dass sie hakt.

Schöne Grüße

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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon jan » Sonntag 16. Juli 2017, 21:09

Sieht doch eigentlich alles ganz hoffnungsvoll aus!
Viel Spaß beim Weitermachen und gutes Gelingen!

Cheers, Jan
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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Uli » Sonntag 16. Juli 2017, 22:35

:-k
Ihr könntet doch gleich in Serie gehen...?
Dann gäbs endlich wieder gescheite A 65 neu zu kaufen und man müsste nicht auf Norton ausweichen...
:mrgreen: :top:
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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Moppedmessi » Dienstag 18. Juli 2017, 19:40

Wann geht hier weiter????
Geht nicht, gibt´s nicht!
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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Phil » Dienstag 18. Juli 2017, 20:53

Moppedmessi hat geschrieben:Wann geht hier weiter????

Hehehehe, is' Dir langweilich im Hotel, Ralph? :mrgreen:

Nee, ernsthaft. Ich hab' noch versucht, eine andere Ölpumpe aus dem Wunder-Zinkdruckguss-Zeuch flott zu bekommen. Ein Drama, kannze glauben... Jetzt brauche ich noch die beiden anderen Zahnräder für die Rückförderpumpe von Stefan.

Ansonsten ruht der See recht still... Das Gehäuse ist bei Reinhard zum Schweißen, heute habe ich die Kurbelwelle zum Schleifer gebracht.
Wenn die Welle wieder zurück ist, dann geht sie zum Wuchten, dann meine Favoriten Stopfen und sludge trap raus, danach zum Nitrieren, dann mache ich das Ding ratzfatz sauber, danach geht sie auf die Wanderschaft für die neue Hauptlagerbuchse.

Dann sieht man auch wieder was....

Am Fahrgestell haben wir noch gaaaar nichts gemacht, ich muss mal schauen, ob die untere Tri-Gabelbrücke sich von der BSA-Brücke unterscheidet. Die obere hatte ich im Fundus, allerdings muss sie zart überarbeitet werden...

Ob Stefan jetzt schon was mit die Radels angeleiert hat? Keine Ahnung... :pfeiffen: Die haben es bitter nötig, Naben strahlen und pulvern, neue Speichen und Felgen....

Ich muss mich mal´hinsetzen und die Teilenummern raussuchen, dass wie bestellen können...

Habt Geduld... :mrgreen:

Grüße

Ph.
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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Phil » Freitag 18. August 2017, 22:41

Mal ein zartes Update von der Lightning-Baustelle...

Die Kurbelwelle hat heute das dynamische Wuchten hinter sich gebracht, ich hol' sie nächste Woche in Neuss ab. Dann geht es gegen meine Angstgegner Stopfen und sludge trap und danach ab zum Nitrieren.

Ansonsten ist der Fortschritt eher gering geblieben.
Das barrel habe ich noch gemessen die Tage, es ist kaum zu glauben, aber es ist auf 12/100 mm Laufspiel gebohrt und gehont. :mrgreen: Wenn ich die Wahl gehabt hätte, dann wäre für die AE-Hepos auf Basis meiner welschen Messreihe beim Scrambler das Laufspiel mit 1/10 mm etwas knapper ausgefallen, aber mit den 12/100 mm geht das auch. Gestrahlt ist das barrel vor dem Bohren auch geworden, ich muss es nur abwaschen, entfetten, den zarten Flugrost runter bekommen, wieder entfetten, dann kann ich es lacken. Hehehehe, zum Einbrennen trage ich den Ofen aus dem Keller hoch, der Lack stinkt wie Hölle beim initialen Heißwerden. Und diesen gottserbärmlichen Gestank mag ich nich' in der Bude haben, und meine liebe Frau mag das auch nicht.

Ich habe heute mal die untere Gabelbrücke ausgepackt, sie sieht nach Triumph aus, und dan hab' ich sie mit einer anständigen BSA-Brücke verglichen. Das olle Tri-Teil passt nicht. Erstens hat sie einen Hauch weniger Auslenkung vom Lenkrohr zu den Standrohren, und dann ist das Lenkrohr auch kein Rohr, sondern Vollmaterial. Das wiederum funzt an den dry frame-Dingern nicht, weil der Lenkanschlag durch die Verstellschraube des Lenkungsdämpfers geführt/am Platz gehalten wird. Also ohne die durchgesteckte Schraube kein Lenkanschlag, ohne Lenkanschlag kommen Beulen in den Tank. :cry:

Jetzt habe ich noch eine Brücke im Fundus, bei der steht aber das Lenkrohr nicht mittig in der oberen Brücke, wenn man das zusammensteckt, ergo hatte das mal einen Schlach abgekriegt. ](*,) Also muss das Geraffel zum Richten, wenn Stefan in dem Teilehaufen nicht noch eine nicht verzogene BSA-Brücke findet, oder keine solche gebrauchte Brücke zu bekommen ist.

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, aber es ist ja keine Eile geboten.

Ich labere Euch weiter zu...

Schöne Grüße

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Re: BSA A 65 Lightning Wiederaufbau

Beitragvon Martin » Samstag 19. August 2017, 09:15

Schick mal Details der Brücke. Ich kann sie vielleicht ver..äh...gebrauchen... ;-)

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