Die Wiederbelebung einer T140V

Baust Du noch oder fährst Du schon?

Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon mgc » Dienstag 16. Juni 2015, 12:44

Hallo CBBC`ler

meine T140 schlummert nun seit fast anderthalb Jahren in der Garage. Schuld war ein Neuaufbau einer XTZ 750 Tenere.
Doch jetzt ist Schluss mit schlummern. Einige Fragen wurden schon in diesem Thread beantwortet.

http://www.britbikeforum.de/viewtopic.php?f=16&t=5133

Hier noch einmal die Bonnie.

Bild

In den anderthalb Jahren war ich immer wieder drauf und dran die Bonnie zu verkaufen, wahrscheinlich vor dem Respekt in
Sachen Zoll und englisches Handbuch. Doch jetzt soll es losgehen , da ich es einfach nicht übers Herzen bringen kann die Schönheit
zu verkaufen. Ich hoffe das ich Euch mit Fragen löchern darf, denn alleine bekomme ich das nicht hin. Als Zeit für die komplette Restauration
habe ich mir 9 Monate gesetzt.

Nach langem hin und her ob ich den Motor öffnen sollte oder nicht, war es gestern soweit. Der Zylinderkopf ist runter und die ersten Fragen
stehen im Raum. Hier mal ein paar Bilder der Zylinderlaufbahnen, da die Maschine beim Vorbesitzer lange in einer Halle stand sind auf der Oberfläche leichte Standspuren zu erkennen. Auch ist der Rechte Kolben verölter als der Linke.

20150615_164147.jpg


20150615_164021.jpg


20150615_164229.jpg


Hier noch zwei Bilder vom Zylinderkopf.

20150615_164354.jpg


20150615_164358.jpg


Wie soll ich weiter vorgehen, neue Kolben und Ringe, Zylinder honen oder auch den Kopf ( Ventilschaftdichtungen) nebst Ventile erneuern.
Oder doch den ganzen Motor öffnen und überholen........(wobei ich das eigentlich verhindern wollte)
Laut Tacho eine Laufleistung von 12500 meilen.

schönen Gruß

Frank
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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon Mineiro » Dienstag 16. Juni 2015, 12:52

Notiz: Franks T140 von der Liste moglicher Winterprojekte streichen :mrgreen:

Good luck und schön das du es endlich anpackst Fank. Nur rumstehen und vor sich hingammeln hat die alte Dame wahrlich nicht verdient.

Gruß
André
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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon mgc » Dienstag 16. Juni 2015, 12:57

Hallo André, danke für die Glückwünsche bei Dir wäre Sie aber auch in gute Hände gekommen.... :wink:
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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon Moppedmessi » Dienstag 16. Juni 2015, 13:34

Hi Frank, :halloatall:
schön das du nun die T140 überholst.
Ich kann dir nur sagen was ich machen würde. Aber da kommen bestimmt noch andere Meinungen.
Wenn der Motor einmal raus und offen ist, alles machen!!!
Für das vermessen und nachhonen der 500er Zylinder habe ich 60€ bezahlt. Daran sollte es wohl nicht scheitern und man hat Gewissheit ob nun ein Übermaß rein muß oder nicht.
Ich hatte auch schon das Schlammhülsen-Vergnügen. Das war aber eher ein Kohle-Vergnügen. Da wäre garantiert kein Tropfen Öl mehr durchgegangen.
Aber egal was du machst, mit dem Start hast du schon die erste richtige Entscheidung getroffen. :laola:
Ich bin nicht so bewandert wie die ganzen Koryphäen hier aber wenn du Hilfe brauchst sag einfach Bescheid.
Aktuell könnte ich noch einen Einblick in den kleinen Bruder mit 500ccm gewähren. Vielleicht nimmt dir das ja den Respekt davor.
LG
Ralph
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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon Wuselwahnwitz » Dienstag 16. Juni 2015, 15:17

Fah'n!

Schau doch erstmal ob die Dame anspringt, und fahr' das Ding doch erstmal!
Wieso müsst ihr immer alles auseinanderreissen und "Über"-überholen

Tstststs...

Wu
...kann aus 'nem Hundehaufen wieder 'ne Dose Chappi restaurieren..........obwohl

Verkloppe übrigens 650/750er sowie 500er UNIT Motorständer für die Werkbank oder für's Regal....
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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon Martin » Dienstag 16. Juni 2015, 15:33

Zylinder und Kolben müssen in jedem Fall neu gemacht werden. Also Schliff.
12500 Miles Minimum. Ich würde da überhaupt nicht überlegen und natürlich die Kurbelwelle ausbauen und dat Schlammhülseken ziehen.
Wenn, dann jetzt. Anstatt nächstes Jahr im Sommer...
Standschäden im Zylinder sichtbar. In jedem Fall die Nockenwellen begutachten. Auch da sind Standschäden üblich.
Nägel mit Köpfen machen!
Zuletzt geändert von Martin am Dienstag 16. Juni 2015, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon mgc » Dienstag 16. Juni 2015, 15:36

Wuselwahnwitz hat geschrieben:Fah'n!

Schau doch erstmal ob die Dame anspringt, und fahr' das Ding doch erstmal!
Wieso müsst ihr immer alles auseinanderreissen und "Über"-überholen

Tstststs...

Wu


Hallo Wu,

damit habe ich auch überhaupt kein Problem, macht die Sache auch preiswerter :lol: . Nur wollte ich schon wissen,
aufgrund der langen Standzeit wie die Laufbahnen aussehen. Deshalb habe ich auch die Bilder gepostet, ihr habt da mehr Erfahrung
als ich und könnt beurteilen das der Zustand erst mal ausreicht um mit der Bonnie zu fahren, oder aber das ein oder andere zu erneuern.
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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon holsteiner » Dienstag 16. Juni 2015, 16:44

Wenn der Kopf schon runter ist, nimm mal die Ventile raus und überprüfe die Sitze sowie das Kippspiel in den Führungen. Ich hatte gerade dieses Wochenende einen Triumphkopf auf der Werkbank mit über einem Millimeter seitlichem Spiel des Ventilschaftes in der Führung. Dass die Ventilteller stark angegriffen waren, war klar, mich wundert nur, dass die Ventile nicht aus lauter Verzweiflung abgerissen sind!
Grüße, Detlev

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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon chinakohl » Dienstag 16. Juni 2015, 17:42

Warum sollte die Ventilteller abreißen? Nur weil sie ihre aufgenommene Verbrennungstemperatur über die Ventilführung nur unzureichend abführen können? Das tun diese sowieso hauptsächlich über die Ventilsitze ( auch wenn sie dort nicht mehr zu vollem Umfang aufgesessen haben).
Das einzige, was bei ausgeschlagenen Ventilführungen hauptsächlich passiert, ist das der Motor (vornehmlich bei ausgeschlagenen Auslassventilführungen) Öl "säuft" sowie die Sitzringe ausschlagen (und infolgedessen undicht werden).
Solches habe ich erfahrungsmäßig nur sehr selten erlebt ( das aufgrund dessen die Ventilteller abreissen) - da muss jemand dann aber sehr schmerzfrei sein, vorher springt so ein Motor jedenfalls seeehr unwillig an (und ich behaupte mal, mittels eines Kickstarters eher gar nicht mehr - selbst mit einem E- Starter muss man dann schon orgeln, bis der Papst Lumpen kotzt).
Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.........

MfG
Arvid

P.s: Ich seh`das so wie "Prof. von Wuselthal" ( ;-) ) - draufsetzen und fahren. Zunächst mal vorsichtig auf Betriebstemperatur bringen und aufmerken ob alles "klimpert". Okay - die Sludge- trapp ist ein gewichtiges Argument ......
Aber macht dem Jungen mal nicht übermäßig Angst - nachher traut der sich gar nicht mehr den Bock anzuschmeißen (und das Ding endet in einer "Sammlung"). Letztendlich sind das Fahrzeuge und keine "Stehzeuge".
Zuletzt geändert von chinakohl am Dienstag 16. Juni 2015, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon holsteiner » Dienstag 16. Juni 2015, 17:48

chinakohl hat geschrieben:Warum sollte die Ventilteller abreißen?

Wenn der Ventilteller nicht zentrisch in den Ventilsitz ballert ( und das tut er bei höheren Drehzahlen, das ballern meine ich...) wird der Übergang zwischen Ventilteller und Ventilschaft einer gewissen Biegung unterworfen. Die Folge ist dann, dass der Teller an der Stelle abreißt.
Grüße, Detlev

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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon chinakohl » Dienstag 16. Juni 2015, 18:02

Meine Erfahrung lehrte mich, das ein Ventil über den Ventilsitz zentriert wird ( da die Hebelwirkung beim geschlossenen Ventil mit ausgefahrenen Ventilschaft und dem weicheren Material der Ventilführung wesentlich geringer als die zentrierende Kraft durch 45° Ventilsitzwinkel sowie der wirksamen Federkraft der Ventilfeder im schließenden Moment im Stahlsitzring ist).
Deswegen schlagen ja auch die (weicheren) Ventilführungen vor den Sitzringen aus.
Jedenfalls habe ich schon des öfteren erlebt, das Ventilführungen ausgewechselt und Ventilsitzringe lediglich nachgefräst ("nachgesetzt") werden müssen.
Aber ich will ja nicht "Besserwissen" .......

MfG
Arvid

P.s: Wenn der TE sich solche Horrorszenarien zu Herzen nimmt (und deswegen schlaflose Nächte hat), sollte er am besten sein Mopped verschenken und sich auf die Füsse weinen bis dort Pilze wachsen - klar, "Shit happens", aber man kann es auch übertreiben.
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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon Öko » Dienstag 16. Juni 2015, 19:13

Der Motor sieht doch soweit innen noch annehmbar aus...da kann ich dir andere Standsschäden zeigen...habe gerade ein Motor nach 20 Jahren Stillstand zerlegt..Getriebehauptlager, Nebenlager und ein Nadellager festgerostet, Hauptwelle hat da auch Spuren..die ich weg bekommen habe...Zylinder braucht neues Übermaß, da nur durchhonen vermutlich nicht reicht...probieren wir jedoch vorher aus.
Besorge Dir graues Schleiffließ...die kleinen Rostpickel sachte padden...
Hast mal vorher die Kompression auf beiden Potten gemessen, wegen ggf. klemmender Ringe?

Würde da erst mal gar nicht viel weiter zerlegen, wenn der Motor gut anspringt und rund über die Drehzahl löppt...und danach die Sachlage neu bewerten.

Wenn du sicher gehen möchtest...gebe den Motor in ein Fachbetrieb...zum Überholen.
23.Jahresparty der Fast Dog´s MF Meyenburg vom 09.-11. August 2019 :runningdog:
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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon Martin » Dienstag 16. Juni 2015, 20:12

Na ja. Nur weil es auch schlimmer geht, sieht das eben nicht einfach nur "gut" aus.
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Re: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon mgc » Dienstag 16. Juni 2015, 21:07

Ihr verwirrt mich jetzt aber .....
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Re: AW: Die Wiederbelebung einer T140V

Beitragvon Moppedmessi » Dienstag 16. Juni 2015, 21:37

mgc hat geschrieben:Ihr verwirrt mich jetzt aber .....


....was zu erwarten war. :mrgreen:
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