Die Bonnie im Grünen

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Die Bonnie im Grünen

Beitragvon sparifankerl » Dienstag 5. April 2016, 20:44

Nachdem es bisher einfach nie gepasst hat und der Wasserhahn vor der Garage vom Vermieter immer noch nicht aufgedreht wurde, durfte die Bonnie am Sonntagabend nun ungeputzt ihre erste kleine Ausfahrt in der Holledau antreten:

Bild

Noch ist manches gewöhnungsbedürftig, vor allem natürlich die Schalterei rechts und die Tatsache, daß die Bremse vorn eher so eine Alibifunktion hat* (da bin ich von den P4 Brembosätteln bei der Duc halt was anderes gewöhnt). Die Bremse kriegt noch etwas Pflege so bald der Schrauber meines Vertrauens vom Racen zurück ist. Aber dafür ist die alte Dame beim ersten Kick da - das begeistert mich ja nun wirklich :megacool:
Mit frischen Stoßdämpfern hinten ist auch die Straßenlage erstaunlich gut und über den Sound brauche ich wohl kaum ein Wort verlieren. Die Bonnie schiebt ganz wunderbar von unten heraus an, macht wirklich Spaß auf der Landstraße.

Ich glaube, ich bin wirklich verliebt in die Bonnie :love:

* Ich hab ja jetzt nicht so den Vergleich mit Trommelbremsen vorn (meine olle Kawa Z750 Bj. 82 hatte ja vorne immerhin schon ne Scheibe, nur hinten Trommelbremse). Gibt es irgendwo Zahlen, welche Verzögerung man mit der Bremse hinbekommen müßte, wenn technisch alles in Ordnung ist?

Eva
Zuletzt geändert von sparifankerl am Dienstag 5. April 2016, 21:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon holsteiner » Dienstag 5. April 2016, 21:05

Schickes Krad!
Ich habe die Trommelbremse meiner Dominator mit weichen Bremsbelägen "Jurid 111" sehr griffig und gut dosierbar hingekriegt.
Grüße, Detlev

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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon olofjosefsson » Dienstag 5. April 2016, 21:29

Ich hab das Gefühl, dass die Bremsen immer besser werden je länger man fährt, oder der Anspruch sinkt.
Alternativ ist die 8" TLS Ankerplatte eine sehr gute Alternative zur Simplexplatte.
Gruss Olof
Gruss und Danke,
Olof

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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon RoadRocket » Dienstag 5. April 2016, 21:58

Hi Eva

Schöne Bonnie :-) Und wie schon geschrieben wurde, mann muss sich sicher erst an eine Trommelbremse gewöhnen wen man von so ner Duc umsteigt. Beim starken bremsen immer auch mit der Motorbremse arbeiten, sprich Gänge runterschalten, so bekommst Du auch schneller ein Gefühl für den Schaltfuss rechts.

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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon Uli » Mittwoch 6. April 2016, 08:01

sparifankerl hat geschrieben:...die Bonnie am Sonntagabend nun ungeputzt...


:shock:
So sauber schaut mein Krad nicht mal nach einer Waschorgie aus...

Sehr schön.
Viel Spaß mit der Lady und immer hübsch auf die Bürgerkäfige achten. :halloatall:
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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon jan » Mittwoch 6. April 2016, 08:45

sparifankerl hat geschrieben:Gibt es irgendwo Zahlen, welche Verzögerung man mit der Bremse hinbekommen müßte, wenn technisch alles in Ordnung ist?

Also, ich würde mich nicht auf 9 m/s² und mehr verlassen... Die beste Verzögerung liefert bei so einem Motorrad immer noch der Motor, also runterschalten in die niedrigen Gänge und nicht auskuppeln beim Runterbremsen! :mrgreen:

Ich schätze mal, dass man bei einer normalen Bremsung irgendwo zwischen 5 und 7 m/s² ist. Für 8 muss man schon ganz schön am Hebel ziehen. Kriegst Du Dein Vorderrad zum Pfeifen beim Bremsen... ? Dann hast Du allerdings das maximal Mögliche erreicht - danach fliegst Du auf die Fr***e. :wink:

Cheers, Jan
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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon Towner » Mittwoch 6. April 2016, 09:27

sparifankerl hat geschrieben:* Ich hab ja jetzt nicht so den Vergleich mit Trommelbremsen vorn (meine olle Kawa Z750 Bj. 82 hatte ja vorne immerhin schon ne Scheibe, nur hinten Trommelbremse). Gibt es irgendwo Zahlen, welche Verzögerung man mit der Bremse hinbekommen müßte, wenn technisch alles in Ordnung ist?


Sieht doch gut aus deine Bonnie. Die Trommelbremse wird immer deutlich schlechter sein als eine moderne Doppelscheibenbremse. Zahlen für den Bremsweg oder so wirst Du wohl nicht finden. Aber das will man besser nicht wissen, wahrscheinlich liegen die im Bereich von LKW's. Auf jeden Fall mal neue Beleg rein machen.
Man muss eben die Fahrweise entsprechend anpassen.

Gruß
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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon chinakohl » Mittwoch 6. April 2016, 10:18

@ Jan

Genau das ist der Punkt - die besten theoretischen Verzögerungswerte bringen nix, wenn du sie nicht auf die Strasse bekommst :-)
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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon Norton » Mittwoch 6. April 2016, 11:28

Moderne Motorräder verwöhnen da schon reichlich, daß möchte man dann an seinem Klassiker auch nicht recht missen, kenne ich. Der nächste Aspekt sind halt die heutigen andren Verkehrsteilnehmer. Jeder Kasper hat heute (innenbelüftete) Scheibenbremsen, Bremsomat, ABS, Niederquerschnittsreifen (die das dann auch auf die Straße bringen)..... und ein Handy in der Hand!
Ich hab letztes Jahr meinen Domi auch von Simplex auf Duplex-Bremse aufgerüstet und möchte das nicht mehr missen. Ist fast so gut, wie die einfache Scheibe aus meinem Monster! Auch wenn es vom Baujahr her nicht so recht hineinpaßt, aber wenn man damit wirklich fahren will?
Mit andren Belägen kann man das ja mal probieren, aber den Reifen wird man damit nicht überfordern, heißt es wird einfach mal nicht so viel bringen. Bei meinem Domi sind/waren in den beiden Bremsankerplatten die gleichen, alten Beläge drin. Die Duplex bringt aber mit den gleichen Belägen eine ganz andre Bremsleistung (in der gleichen Trommel).

Schönes Motorrad, Eva :zustimm: :love:

Gruß. Martin.
Jung sein ist keine Frage des Alters.
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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon holsteiner » Mittwoch 6. April 2016, 16:52

Norton hat geschrieben:Mit andren Belägen kann man das ja mal probieren, aber den Reifen wird man damit nicht überfordern, heißt es wird einfach mal nicht so viel bringen.

Dann solltest Du mal Jurid 111 probieren. Da reicht die Simplexbremse der Domi aus um den Heidenau K34 zum pfeifen zu bringen.
Grüße, Detlev

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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon sparifankerl » Mittwoch 6. April 2016, 18:59

Hallo an alle,

zunächst mal danke für die vielen Anregungen! Das mit den Jurid Belägen werd ich mit meinem Schrauber mal diskutieren. Wenn man damit zumindest ne gewisse Steigerung hinbekommt, dann wär das schon mal nicht schlecht.

Daß man die Fahrweise mit so einer ollen Möhre (die Bonnie steht unten in der Garage und liest nicht mit :pfeiffen: ) anpassen muß ist mir auch klar. Ist ja auch nicht fürs Angasen gedacht sondern eher für die Genussfahrten. Die Motorbremse ist jetzt zwar auch nicht ganz so kräftig wie bei meiner Monster, aber damit lässt sich schon mal arbeiten. Wobei ich ja immer nicht so gern runterschalte, wenn dann die Drehzahl arg hoch geht - ich mag meine Motoren nicht so quälen.
Vorausschauende Fahrweise hab ich eh. Die Bremsscheiben bei der Monster z.B. hielten gut 70 tkm - bei anderen sind die nach 40-50 tkm spätestens fällig und die Beläge sind auch immer jahrelang drin. Bin also eh Wenigbremser. Aber wenn mal ein Reh vors Rad springt oder die Katze vom Nachbarn oder wieder so ein Dödel am Handy rumdaddelt und auf der falschen Fahrbahnseite fährt, dann hätte ich schon gern ne reelle Chance ne Kollision zu vermeiden.

@ Jan
Auf 5-7 m/s2 komme ich mit der Bonnie ganz sicher nie. In nem Fahrsicherheitstraining (mit der Monster) vor einigen Jahren konnten wir mal bremsen üben mit Messgerät für die Bremsverzögerung. Da hatte ich konstant so Werte zwischen 6 und 7. Und das war schon gar nicht schlecht für den Anfang meinte der Trainer. Viele bringen auf der Straße nur Verzögerungen von 4-5 hin. Um konstant auf Werte im Bereich von 8-10 zu kommen muß mans schon richtig gut können und braucht ordentliche Bremsen. Die Bonnie liegt da im Moment gefühlt eher bei 1-2.

Schau mer mal... das wird schon noch :)
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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon holsteiner » Mittwoch 6. April 2016, 19:13

Zur Info: Die Jurid111 Beläge habe ich bei www.rbk-industrie.de aufkleben lassen. Dazu die alten Bremsbacken hinschicken und den genauen Bremstrommeldurchmesser angeben. Dann passen sie hinterher ohne viel Anpassungsarbeiten.
Grüße, Detlev

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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon Ulmer » Mittwoch 6. April 2016, 20:37

...also ich mach das mit den trommelbremsen immer so, bremsbacken ausbauen und neu mit aufmaß mit belägen bekleben lassen. dann die Trommel messen, falls die zu arg verschlissen ist, sauber ausdrehen. dummerweise muß man in der regel das rad ausspeichen, damit die trommel überhaupt in die drehe passt! dann die bremsbacken mit den neuen belägen und die bremsankerplatte zusammenbauen. man muß sich dann noch eine passende aufnahme für die ankerplatte basteln, damit man die ankerplatte mit den bremsbacken in die drehmaschine gespannt werden kann. so, dann nimmt man so zwei kleine 5/10tel bleche, und klemmt diese zwischen die backen und den, oder die bremsnocken (simplex oder duplex). jetzt kann man die neuen beläge, bei langsam laufender drehmaschine, exakt auf den durchmesser der Trommel abdrehen. danach die kleine bleche wieder weg, zusammenbauen, fertig! wenn du jetzt bremst, liegen die beläge am kompletten durchmesser der trommel an, so bekommt man auch mit ner trommelbremse ne ordentliche bremswirkung hin. macht aber schon ein bissi arbeit! hab das schon ein paar mal gemacht, hat sich aber immer gelohnt.

...jo

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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon Towner » Donnerstag 7. April 2016, 11:44

Beim Einsetzen der montierten Backen in die Trommel kann man ja ungefähr sehen wie die Beläge anliegen. Man kann dabei ja auch mal den Hebel ziehen, wenn die Backen so halb drin sind. Wenn es an der Nockenseite enger ist als an der Lagerseite sollte man da etwas wegnehmen. Wenn es an der Lagerseite enger ist, ist es nicht so dramatisch, weil so eine enorme Hebelwirkung an der Stelle entsteht. Das kann sogar die Bremswirkung erhöhen und das schleift sich dann auch relativ schnell ab.
Ob man da jetzt unbedingt so spezielle Beläge braucht weip ich auch nicht. Ich glaube, dass eine gut eingestellte Bremse mit gut tragenden Belägen schon eine gute Wirkung bringt.

Das mit dem Reh ist ja auch ein Frage der Geschwindigkeit. Irgendwo gibt es immer den Punkt, wo auch die beste Bremse nicht mehr ausreicht. Das ist doch auch immer eine Frage des Risikos, das man bereit ist einzugehen.
Natürlich sollte man das optimale herausholen. Aber ich würde deswegen keine Doppelscheibenbremse an meinen Oldtimer bauen.

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Re: Die Bonnie im Grünen

Beitragvon Tim » Donnerstag 7. April 2016, 11:59

Ulmer hat geschrieben:...dummerweise muß man in der regel das rad ausspeichen, damit die trommel überhaupt in die drehe passt!


Der Ansatz ist bei Vollnaben aber auch irknwie nur beschränkt zielführend. :pfeiffen:

Ich hab meine Commando-Nabe erst neu einspeichen und dann ausdrehen lassen, eine gute Radspannerei kann das mitunter.



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