Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

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Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon Mineiro » Samstag 1. Februar 2014, 18:12

... ich kann gerade gar nicht so viel essen wie ich :kotz: könnte!

Habe heute die frühlingshaften Temperaturen in Stuttgart genutzt um eine Einstellfahrt mit der Triton zu machen. Läuft leider etwas zu fett und das Wetter war die Gelegenheit um die alte Dame nach einem Jahr Pause mal wieder die Sporen zu geben.

Zurück in der Garage die Kerzen rausgebschraubt und ich wollte es nicht wahrhaben was da zum Vorschein kam :shock: :shock:

DSC03125.JPG


Im Juni 2012 hatte ich den Kopf schon mal weg um die beiden Kerzengewinde reparieren zu lassen. Verwendet wurde von dem "Fachbetrieb" Würth Gewindereparatursätze. Probleme gabe es damit von Anfang an, da sich der linke Reparatursatz schon mal gelöst hatte. Da aber am Stück und nach meiner Reklamation wurde der dann eingeklebt. Seitdem ist die Triton knapp 200 mls gelaufen. Und so wie es scheint taugt das Zeuch nicht viel, denn das was ihr an der Kerze seht ist der linke Gewinderepartursatz der sich wieder zusammen mit der Kerze herausgedreht hat. Schlimm genug aber Schlimmer geht immer!! Nun ist auch noch ein Stück unten ausgebrochen und das liegt jetzt hoffentlich :flehan: noch komplett auf dem Kolben und ist nicht schon während der Probefahrt abgebrochen.

So eine Scheyce aber auch ](*,) Damit ist die Saison für die Triton schon mal wieder zu Ende bevor sie richtig begonnen hat. Also den Kopf wieder runter schrauben und richten lassen.

André
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon Mineiro » Sonntag 2. Februar 2014, 13:54

tommy hat geschrieben:Oh man Andre, du hast ja auch son Talent die Scheisse anzuziehen. :buhu:



Ja im Moment scheint das wirklich so zu sein das ich die Scheisse anziehe. Es fing damit an, dass ich am Samstag vormittag unsere Stehlampe im Wohnzimmer kaputt repariert habe :facepalm2: Dann dachte ich, tu was von dem Du ein bisschen Ahnung hast. Also mach ich eine Einstellfahrt mit der Triton. Ergebnis siehe oben und dafür gibt es den doppelten :facepalm2: :facepalm2: Den Rest des Abends habe ich aussser einer Flasche Bier nix mehr angefasst bevor ich noch mehr kaputt mache. :wink:

Den Verdacht, dass der Fachbetrieb zu groß vorgebohrt hat, den habe ich jetzt auch. Lt. Hersteller Würth sollen die Reperatursätze nur eingedreht werden. Rechts hält der auch einwandfrei nur der linke macht Probs. Nach dem sich der Gewindereperatursatz schon mal gelöst hat wurde mit einkleben nachgebessert. Leider hat das auch nix gebracht. Ich bring den Kopf jetzt mal zu einem anderen Instandsetzer und hoffe das er noch zu retten ist. Vor allem hoffe ich, dass der Zylinder nix abbekommen hat. [-o< Denn sonst wird das richtisch teuer.

Drück mir die Daumen und ich werde berichten wie die Sache ausgegangen ist.

André
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Schyce...

Beitragvon Ralph G.Wilhelm » Sonntag 2. Februar 2014, 13:59

Hi Andre',

ists vielleicht möglich, daß schon beim Einschrauben der Kerze der Einsatz "reingeschraubt" wurde und
in der Brennraum ragte?
Dann ist das fehlende Teil wahrscheinlich wechgeglüht. :-k
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Schyce...

Beitragvon Mineiro » Sonntag 2. Februar 2014, 14:07

Ralph G.Wilhelm hat geschrieben:Hi Andre',

ists vielleicht möglich, daß schon beim Einschrauben der Kerze der Einsatz "reingeschraubt" wurde und
in der Brennraum ragte?
Dann ist das fehlende Teil wahrscheinlich wechgeglüht. :-k


.. das wäre ja dann eine gute Nachricht!! Ich habe letzte Woche den Neffen meiner Frau die Kerzen an der Triton reinigen lassen. Leider hatte ich das Problem mit dem Gewinderepartursatz nicht mehr auf dem Radar sonst hätte ich das selber gemacht. Von daher kann es schon sein, dass der Lütte mit seinen 17 Lenzen nicht gemerkt hat das er den Reparatursatz mit rausgedreht hat. Woher auch, der kennt sowas ja auch noch nicht.

Dann besteht ja Hoffnung, dass das Teil nicht in den Zylinder gefallen sondern verglüht ist \:D/

Danke für die Info!!

André
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon Martin » Sonntag 2. Februar 2014, 14:08

Vielleicht braucht es eine Lösung mit Bund.
Leider ist im Kopfbereich die Paarung Stahl zu Alu für so ne Reparatur ungünstig.
Ist das der 500er Motor? Die Köpfe für die früheren (wie Deiner sein müsste) sind wohl zu bekommen. Ich hab allerdings gerade keinen mehr da..
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon Mineiro » Sonntag 2. Februar 2014, 14:12

Martin hat geschrieben:Vielleicht braucht es eine Lösung mit Bund.
Leider ist im Kopfbereich die Paarung Stahl zu Alu für so ne Reparatur ungünstig.
Ist das der 500er Motor? Die Köpfe für die früheren (wie Deiner sein müsste) sind wohl zu bekommen. Ich hab allerdings gerade keinen mehr da..


Yep ... ist der 1964er 500er Motor. Hoffe das ich einen Instandsetzer finde der noch was retten kann. Falls dir ein 500er Kopf über den Weg läuft dann klingel mal durch. Man weiß ja nie ...

André
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon Martin » Sonntag 2. Februar 2014, 14:20

OK
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon Öko » Sonntag 2. Februar 2014, 14:22

Klar macht ne Buchse mir Bund Sinn...haben wir zu Ostzeiten auch ab und zu gemacht...entweder auf M18 mal 1,5 umsteigen...M18 Zündkerze oder entsrechende beidseitige Gewindebuchse eingeschrumpft.
Wenn die nicht halten sollte kan man immer noch zuschweißen und das Gewindeloch neu setzen.
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon Norton » Sonntag 2. Februar 2014, 14:25

So einen Würth-Einsatz hab ich in meiner Atlas auch drin und ich würde das auch nicht mehr verwenden. Wenn ich die Kerze bei heissem Kopf rausdrehe, kommt der Einsatz auch immer mit. Ich weiß das aber und hab jetzt deswegen auch keine Probleme.

Gruß. Martin.
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon Goldstar » Sonntag 2. Februar 2014, 22:09

Hey Andre, der Bosn schweisst Zündkerzenlöcher einwandfrei zu.
Alles andere ist meiner Meinung nach Pfusch.
Restgewinde rausbohren und zuschweissen, dann neu schneiden.
Dazu braucht es natürlich auch das Werkzeug bzw dieMaschinen.
Traupel macht sowas auch.
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon Alexander » Sonntag 2. Februar 2014, 23:48

Ich hatte mit Bundgewindebuchsen für die Kerzengewindereperatur negative erfahrung .
Die können zwar nicht in Richtung Brennraum , jedoch kommen diese Buchsen beim ausdrehen der Kerze , gerne gleich mit heraus .
Einkleben bringt nichts , da es in diesem bereich zu heiß wird , um das der Kleber wirksam bleiben kann .
Ausserdem ist das Einkleben von Kerzengewinde Rep.buchsen insofern ungut , weil der Kleber die Wärmeabführung von der Kerze an den Kopf behindert .
Meine Kerzengewinde hab ich mit Helicoil klargemacht und bin damit seither Jahrelang zufrieden .
Ich glaube auch , das die Gewindebohrer der Rep.sätze etwas zu großzügig vorschneiden .

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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon jan » Montag 3. Februar 2014, 11:31

Alexander hat geschrieben:Ich hatte mit Bundgewindebuchsen für die Kerzengewindereperatur negative erfahrung .
Die können zwar nicht in Richtung Brennraum , jedoch kommen diese Buchsen beim ausdrehen der Kerze , gerne gleich mit heraus .
Einkleben bringt nichts , da es in diesem bereich zu heiß wird , um das der Kleber wirksam bleiben kann .
Ausserdem ist das Einkleben von Kerzengewinde Rep.buchsen insofern ungut , weil der Kleber die Wärmeabführung von der Kerze an den Kopf behindert .

Ohne Verstemmen wird das nix, nehme ich an. Aber dann sollte es doch halten, oder?!
Und Loctite-hochfest zusätzlich hilft sicherlich auch...
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon Klaus Thoms » Montag 3. Februar 2014, 12:30

Einkleben oder Loctite hält da nie , das wird da viel zu warm ,Loctite hält dauerhaft nicht mehr als 160 Grad.
Helicoil ist klar besser als Buchse an der Stelle, da die vorgespannte Spirale sich eben NICHT wieder rausdreht , Buchsen kommen meist mit der Kerze wieder raus , da die Kerze oben am Buchsenrand ansteht und die einfach mitnimmt beim rausdrehen , das kann mit Helicoil nicht passieren , da dann Kerze normal an der Dichtfläche vom Kopf fest sitzt ( siehe Andre´s Bild ) , das ist auch meine Erfahrung . :roll:
Gott schütze mich vor meinen Freunden , mit meinen Feinden werde ich schon allein fertig .
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon Lupo1776 » Montag 3. Februar 2014, 18:56

Hallo!
Klaus Thoms hat geschrieben:Einkleben oder Loctite hält da nie , das wird da viel zu warm ,Loctite hält dauerhaft nicht mehr als 160 Grad.

Man könnte auch sagen, wer eine Time-Sert Buchse nur einklebt, hat das Prinzip nicht verstanden: Die Buchse wird mit einem speziellen Werkzeug aufgeweitet und liegt dann im Alu-Gewinde an. Das sorgt für Gasdichtheit und guten heat-transfer.
Ich habe schon 'Meister' (mit echtem Meisterbrief!) gesehen, die statt des Aufweitwerkzeugs ernsthaft einen Gewindebohrer verwenden wollten.... :facepalm:
Korrekt eingesetzt ist eine time-sert Buchse an dieser Stelle die beste Reparatur, die man ohne Demontage machen kann.
Klaus Thoms hat geschrieben:Helicoil ist klar besser als Buchse an der Stelle, da die vorgespannte Spirale sich eben NICHT wieder rausdreht , Buchsen kommen meist mit der Kerze wieder raus , da die Kerze oben am Buchsenrand ansteht und die einfach mitnimmt beim rausdrehen , das kann mit Helicoil nicht passieren , da dann Kerze normal an der Dichtfläche vom Kopf fest sitzt ( siehe Andre´s Bild ) , das ist auch meine Erfahrung . :roll:

Sorry, aber das stimmt m.E. genau nicht!
Gerade das Helicoil kommt gerne mit heraus, wenn z.B. vorne am Kerzengewinde Ablagerungen sind, die sich dann zwischen Kerze und Coil drücken.
Auch beim Time-Sert wird korrekterweise der Bund oben versenkt, d.h. der Dichtring trägt am Kopf, nicht auf dem Bund! Der Bohrer verliert aber gerne mal die Schneiden zum Ansenken (brechen ab).

Mein Tip an Andre:
Es gibt genau für solche Fälle die Time-Sert Buchsen in der Ausführung 'Big-Sert' hier in allen Ausführungen beschrieben. Sollte über Würth zu beziehen sein.
Ich würde das damit versuchen. Demontieren und zuschweissen kann man immernoch.
Und checke mal, ob deine Kerzen die korrekte Gewindelänge haben! (Ich kenne die kleinen Motoren nicht. Welcher Typ gehört da hinein?)

Gruß,
Ulrich

edit:
Gerade nochmal das Bild oben angeschaut: Das ist gar keine normale Time-Sert Buchse. Die müsste so aussehen!
Wer hat das eingebaut? Kann man dem noch an den Karren fahren?
Aber nochmal anfassen würde ich den nicht lassen...
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Re: Triton und die Gewindereparatursatz Scheyce...

Beitragvon Tim » Montag 3. Februar 2014, 19:12

Lupo1776 hat geschrieben:Korrekt eingesetzt ist eine time-sert Buchse an dieser Stelle die beste Reparatur, die man ohne Demontage machen kann.


Ich mag ja Keenserts, die werden verstiftet, wobei das Argument schon gut ist, dass das Aufweiten beim Timesert den Witz ausmacht.

Gerade das Helicoil kommt gerne mit heraus,...


Das sehe ich allerdings auch so, Helicoils sind gut, aber nicht unbedingt bei thermisch belasteten Konstruktionen, da hab ich Bauchschmerzen. Andererseits, Gewindereparatureinsätze sind auch irknwie janz nah dran an Öl, was Forumsgeplänkel angeht.... :mrgreen:


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